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Test zu Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord
  • USA USA: Hotel Transylvania 3: Monsters Overboard
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.07.2018
Vertrieb
Outright Games
Entwickler
Torus Games
Genre
Adventure, Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Die Monstercrew auf großer Reise

Von Dennis Gröschke () Vor ein paar Jahren kam mit Hotel Transsilvanien ein neuer Animationsfilm in die Kinos. Darin lernten wir, dass Dracula ein Hotel führt, in dem alle seine Monsterfreunde Urlaub machen können. Die Menschen hassen alle Monster und umgekehrt, keine Annäherung seit etlichen Jahren. Erst der 118. Geburtstag von Mavis, der Tochter von Dracula, bringt auch Menschen in das Hotel und in die Vampir-Familie. Mittlerweile haben Mavis und ihr menschlicher Mann auch Nachwuchs bekommen (Dennis) und der dritte Film ist in den Kinos gestartet. Darin schenkt Mavis ihrem Vater eine Kreuzfahrt zum Bermuda Dreieck, was selbstverständlich so einige Verwicklungen mit sich bringt.

Man kann zu den Filmen stehen wie man möchte, mich und meine Familie haben sie immer köstlich unterhalten. So haben wir uns auch den dritten Film im Kino angesehen, zu dem begleitend nun auch das Videospiel namens „Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord“ erschienen ist. Das Spiel orientiert sich dabei aber nur lose am Film, die Prämisse mit der Kreuzfahrt ist dieselbe, allerdings kommt unsere Monstergemeinschaft im Spiel nicht beim Bermuda Dreieck an, sondern strandet auf einer einsamen Insel.

In Standbildern wird euch zu Beginn die Geschichte erzählt.

Eure primäre Aufgabe ist es, den verloren gegangenen Kompass wiederzufinden. Dieser ist in mehrere Teile zerbrochen und auf mehreren Inseln verteilt. Also wählt ihr entweder Draku oder Mavis als euren spielbaren Charakter aus und macht die Inseln unsicher. Ihr seht euch aus einer leicht schrägen Vogelperspektive und startet naturgemäß am Strand. Zu meiner Überraschung handelt es sich beim Spiel jedoch nicht um einen Platformer, sondern um eine Variation von Pikmin oder dem Spiel Overlord. Gleich zu Beginn des Spiels findet ihr einen fliegenden „Impa“ (nein, nicht aus der Zelda-Reihe) in Fledermaus-Form. Dieses Monsterchen könnt ihr nun befehligen und mittels der Aktionstasten mit Aufgaben betreuen. So holen die Impas für euch kleine Edelsteine, greifen Gegner an, heben Gegenstände an oder zerstören Barrieren in der Umgebung. Für manche dieser Aktionen benötigt ihr mehr als einen Impa, gerne auch bis zu vier von einer Sorte. Auf diese Weise gelangt ihr im Spiel vorwärts, ihr steuert zwar auch eure Spielfigur, alles weitere erfolgt aber durch die Impas und deren Unterstützung.

"Sprechendes Klopapier, das ist ja ganz was Neues!"

Nach und nach findet ihr noch mehr von den Impas auf den Inseln und mit der Zeit begleiten euch zeitweise 10 oder mehr von den kleinen Monsterchen. Auf dem Weg über die Insel stoßt ihr auf gefräßige Pflanzen oder auch aggressive Krabben, die aber entweder an einem Ort festgewachsen sind oder einen eingeschränkten Bewegungsradius besitzen. Es ist also nicht immer notwendig, einen Kampf zu beginnen, manches Mal könnt ihr auch an den Gegnern vorbeischlupfen. Dennoch solltet ihr auf lange Sicht eine Konfrontation nicht meiden, schließlich hinterlassen besiegte Gegner auch Edelsteine (im Spiel Imparitensteine genannt), die ihr mit euren Impas aufsammelt und zu einem der nahegelegenen Impa-Portale bringt. Diese Portale sind eure Checkpunkte auf der Insel, dort werden dann eure Imparitensteine abgeliefert und in weitere Impas umgewandelt. Sie dienen auch als Auswahlbildschirm für weitere Impas, falls ihr welche gefunden habt. Im Laufe des Spiels stehen euch insgesamt vier verschiedene Impa-Arten zur Verfügung, die euch auf unterschiedliche Art und Weise behilflich sein können. In den Portalen wählt ihr jeweils aus, wie viele von jeder Sorte ihr mit in den nächsten Abschnitt nehmen wollt.

Hier habe ich bereits einige Impas um mich versammelt und einen Schatz gefunden!

Die Portale sind über die Insel verteilt, sterbt ihr oder unterbrecht das Spiel, startet ihr wieder an einem dieser Portale. Also merkt euch gut, wo ihr das letzte Portal gefunden habt, eine Karte gibt es im Spiel nämlich nicht. Warum ihr das Spiel unterbrechen solltet, fragt ihr? Nun, vielleicht möchtet ihr auch zwischendurch etwas anderes spielen, oder aber das Spiel zwingt euch einfach dazu. Bevor ich euch noch ein wenig über den Umgang mit den Impas erläutere und auf den Kampf näher eingehe, solltet ihr wissen, dass ihr auf der Insel immer nur 10 Minuten (später ein wenig mehr) Zeit habt, bevor euch das Spiel zwingt, wieder zum Hauptmenü zurückzukehren. Warum denn das? Ja, das hab ich mich auch gefragt. Oben rechts ist ein Countdown eingeblendet, der von 10 Minuten rückwärts runterzählt. Da ihr ja mit Draku und Mavis jeweils Vampire spielt, die sich nur nachts draußen aufhalten können (es gibt nicht viel Schatten auf den Inseln), gibt euch das Spiel jeweils 10 Minuten für eine Nacht, dann müsst ihr zum Schiff (und damit zum Menü) zurückkehren.

Dort könnt ihr dann gefundene Schätze einlösen und neue Fähigkeiten erlernen, wie zum Beispiel dass dir mehr Impas zur Verfügung stehen oder sie mehr Durchschlagskraft besitzen. Geratet ihr an Gegner, müsst ihr zum Bekämpfen eure mitgeführten Impas in das Gefecht schicken, selbst eingreifen könnt ihr nicht. Dazu schickt ihr eine Anzahl Impas eurer Wahl auf den Gegner, die diesen dann bearbeiten. Dies machen sie solange, bis der Gegner besiegt wurde oder aber keiner eurer Impas den Kampf überlebt hat. Habt ihr dann noch weitere Impas um euch herumfliegen, könnt ihr diese in den Kampf schicken, habt ihr alle aufgebraucht und den Gegner nicht besiegt, kommt aber sonst nicht weiter, könnt ihr die Nacht auch manuell abbrechen. Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass ich frisch in die Nacht mit einem Gefecht gestartet bin, dieser Gegner meine Anzahl an Impas aber merklich reduziert hat. Habt ihr dann keine mehr im Portal, die ihr abrufen könnt und benötigt aber zum Beispiel vier Impas, um eine Rampe hochzuheben, kommt ihr nicht weiter. Es ist also Vorsicht geboten im Kampf, wenn ihr die Nacht nicht bereits nach 30 Sekunden beenden wollt. Im Kampf könnt ihr eure Impas aber auch jederzeit zurückrufen, also angreifen lassen und bevor der Gegner eine Attacke landet, direkt wieder zurückbeordern, nur um sie umgehend wieder auf den Widersacher zu hetzen. Das zieht den Kampf zwar in die Länge, manchmal bleibt euch aber keine andere Wahl.

"Ich sage nicht ständig Bla bla bla!"

Das Spiel bietet euch 3 Inseln, die ihr erkundet und nach und nach abarbeitet. Und abarbeiten ist hier wörtlich gemeint. Der Spielablauf ist stark repetitiv, ihr müsst viele Strecken mehrere Male laufen, nur um dann zwischendurch wieder eine Nacht zu beenden und vom Hauptmenü aus die nächste Nacht zu starten. Hätte man diesen Part nicht in das Spiel implementiert, wäre das Spiel wohl zu schnell vorbei gewesen. Es drängt sich also der Verdacht auf, dass diese Maßnahme nur dazu dient, das Spiel zu strecken. Es ist nämlich völlig egal, wie viele Nächte ihr für eine Insel benötigt, es entstehen euch keine Nachteile, wenn ihr mehr Nächte benötigt.

Ein Bild, welches ihr öfter seht als euch lieb ist: Das Hauptmenü.

Weiterhin konnte ich keinen Unterschied feststellen, ob ich mein Abenteuer nun mit Draku oder mit Mavis absolviere, mal abgesehen von den unterschiedlichen Kommentaren, die beide jeweils im Minutentakt von sich geben. Die Sprachausgabe ist hierbei in Englisch vertont, das Spiel aber durchgängig mit deutschen Untertiteln versehen. Ebenso tauchen einige andere Charaktere im Spiel auf, die ihr aus den Filmen kennt, sie spielen hier aber kaum eine Rolle, auch wenn sie ebenso vertont wurden. Kennt ihr die Filme nicht, habt ihr keinen Nachteil, das Spiel hat bis auf die Charaktere nichts eigenes, was typisch für die Serie wäre.

Optisch ist das Spiel keine Augenweide, steife Animationen paaren sich mit wenig präzisen Steuerungseingaben, es kommt nicht selten vor, dass Impas an Abzweigungen in der Botanik hängen bleiben. Auch die KI kann dahingehend nicht punkten, ihr müsst die Impas sehr oft manuell wieder mit neuen Befehlen ausstatten. Akustisch kann das Spiel mit der Sprachausgabe durchaus punkten (wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass die Originalsprecher aus dem Film auch hier mit „an Bord“ waren), die musikalische Untermalung plätschert so dahin und bringt nicht viel Abwechslung mit sich.

Obwohl ich dem Spiel eine Chance gegeben habe, da ich durchaus Fan der Filme bin, kann ich Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord nicht empfehlen. Auch, wenn lizensierte Spiele zu Filmen schon länger eher einen negativen Ruf haben, schafft es das Spiel nicht, das Vorurteil zu widerlegen. Würde man die Figuren aus dem Spiel durch andere Charaktere ersetzen, hätte man kein besseres oder schlechteres, lediglich ein langweiliges Spiel. Der dritte Film ist auch nicht mehr so frisch wie die beiden Vorgänger, macht aber immer noch Spaß und ist gute Unterhaltung, was man von diesem Spiel leider nicht behaupten kann.

Redaktionswertung

3

Eher nicht überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord

Meinung von Dennis Gröschke
Vielleicht hat man es im Test gemerkt, ich mag die Charaktere aus den Filmen sehr gerne. Oft sind dort in einer Szene so viele Gags versteckt, dass ihr sie nicht alle beim ersten Mal entdeckt. Aus diesem Grund besitze ich die Filme auch alle auf Blu-ray, damit ich sie immer wieder mal ansehen kann. Gelacht hab ich beim Spiel leider kein einziges Mal. Und ich werde das Spiel aufgrund des sehr langweiligen Gameplays auch nicht weiter spielen. Ich hätte mich echt über einen mittelmäßigen Platformer gefreut und war (durchaus positiv) überrascht, dass sich hier ein minimalistischer, schlechter Pikmin-Klon versteckt hält. Schon nach kurzer Zeit machen die immer wieder vorkommenden Spielmechaniken keinen Spaß mehr und ich musste mich zwingen, weiterzuspielen. Wer auch immer auf die Idee mit dem Zeitlimit gekommen ist, ganz schlechte Idee. Die Versuchung im Hauptmenü ist halt doch immer sehr groß, nicht die nächste Nacht in Angriff zu nehmen, sondern einfach das Spiel zu beenden.
Mein persönliches Highlight: Es kommen einige Figuren aus den Filmen drin vor, mehr aber auch nicht.

Kommentare 9

  • Skerpla 任天堂 - 09.08.2018 - 09:05

    Der erste Film war gut. Der zweite ging so. Beim dritten merkte man, dass nur noch eine Geldkuh gemolken wird.
    Bin aber überrascht, wie das finale Spiel nun aussieht und wie gut die Grafik ist. Möglicherweise wurden dort einfach Dinge aus den Filmen geportet.
    Bandai Namco sollte sich mit dem Titel vielleicht nicht präsentieren, aber grade für die kleinen Fans der Filme kann man sie sicher einige Stunden hiermit beschäftigen. Oder besser gesagt für sechs mal zehn Minuten. Das macht fast so den Eindruck, als wäre dies eine Demo-Version für die Gamescom, und bei der finalen Version hat man versehentlich vergessen, das zu entfernen.
    Ist RTL Games mal bei irgendeinem THW Simulator passiert, bei dem sie eine reine Beta an das Presswerk geschickt haben und man es erst durch einen riesigen Patch normal starten konnte ohne Entwickler-Menü.
  • Artemis Turmritter - 09.08.2018 - 09:06

    Schade, meine kleine hätte sich sehr darüber gefreut.
    Diese Krücke will ich ihr aber nicht antun.

    Danke das ihr euch für uns da durch gekät habt.
  • Switch Turmritter - 09.08.2018 - 09:21

    Ich hab es geahnt... Ich hab es geahnt...

    wirklich schade...
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 09.08.2018 - 09:35

    Und damit lernen auch endlich mal Kinder von heute das Gemüse kennen, was bei uns Zockern der 80er und 90er Jahre nahezu monatlich auf Speiseplan stand: die Lizenz-Gurke! ;)
  • try Turmheld - 09.08.2018 - 10:10

    @Skerpla ich fand den zweiten teil genau so witzig wie den ersten. und der trailer des dritten hypt mich unglaublich :)
  • Switch Turmritter - 09.08.2018 - 10:39

    @Lockenvogel
    du meinst bestimmt E.T.
    ein Hammer Spiel... die Überproduktion kann man heute noch in der Wüste finden. ;)
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 09.08.2018 - 10:46

    @Switch

    E.T. war ein früher Vertreter dieser Spezies, aber auf den Heimcomputern und dem NES, SNES, Mega Drive etc. waren schlechte bis katastrophale Film- und Comic-Versoftungen eher die Regel als die Ausnahme!
  • Gast - 09.08.2018 - 11:55

    Gut, dann werden eben die Filme geschaut. ^^
  • GamingPeter ANIMAL CROSSING OMG OMG OMG - 09.08.2018 - 13:36

    Da fühlt man sich doch glatt in die Wii Zeit zurückversetzt. :ugly: