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Test zu Hello Neighbor - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Hello Neighbor
  • USA USA: Hello Neighbor
  • Japan Japan: Hello Neighbor
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
27.07.2018
Vertrieb
tinyBuild Games, Gearbox Publishing
Entwickler
Dynamic Pixels
Genre
Adventure
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Könnt ihr die fortschrittliche KI bezwingen?

Von Lisa Zander () Das Stealth-Horror-Spiel beginnt damit, dass ihr zur falschen Zeit am falschen Ort seid. Während ihr einen Ball die Straße entlang kickt, werdet ihr Zeuge von verdächtigen Geräuschen aus dem Nachbarhaus. Entschlossen, dem Geheimnis des übel dreinblickenden Nachbarn auf die Schliche zu kommen, beschließt ihr, bei ihm einzubrechen. Doch wie kommt ihr am besten unbemerkt ins Haus?

Einer von vielen Bugs lässt euren Nachbarn über seinem Bett schweben.

Von der Straße aus könnt ihr eure Umgebung aus der Ego-Perspektive heraus observieren und auf das Haus des Nachbarn schauen. Es ist aber auch möglich die Straße hinunter zu laufen oder ein eigenes Haus auf der anderen Straßenseite zu betreten. Dies ermöglicht euch, eure ersten Schritte zu planen. Dabei fällt euch zunächst die Grafik des Spiels ins Auge. Glatte Kanten vermisst man hier und Kabel erinnern von der Form her an geriffelte Pommes. Neben der Grafik gibt es trotz der Bezeichnung als „Stealth-Horror-Spiel“ keine weiteren Horror-Elemente im Spiel.

Weit könnt ihr euch auf der Straße nicht bewegen, was auch nicht weiter schlimm ist, da ihr euch sowieso auf das Nachbarhaus konzentrieren müsst. Ihr könnt Gegenstände aufnehmen, sie werfen, ablegen und einige auch benutzen. Nehmt ihr beispielsweise eine Mülltonne in die Hand, könnt ihr damit ein Fenster kaputt werfen. Doch passt auf, dass euer Nachbar euch dabei nicht erwischt, da er euch sonst mit Milchflaschen und Tomaten bewirft und das Fenster – falls er euch packen sollte – wieder repariert und ihr euch einen neuen Weg ins Haus suchen müsst. Mit dem linken Analog-Stick bewegt ihr euren Charakter und mit dem rechten Stick lenkt ihr die Kameraperspektive. Die Empfindlichkeit des rechten Sticks könnt ihr in den Einstellungen auch verändern sowie die Y-Achse invertieren.

Steigt ihr durchs Fenster ein oder geht ihr einfach durch die Haustür?

Die Steuerung funktioniert in der Regel gut und ermöglicht es euch, schnell und wendig über das Gelände des Nachbarn zu navigieren. Eine Steuerung über den Touchscreen, die im Handheld-Modus durchaus möglich wäre (den Titel gibt es nämlich auch für Smart Devices), gibt es nicht. Gerade wenn ihr im Handheld-Modus spielt und einen Gegenstand vor euch auswählen wollt, würde sich die Steuerung über den Touchscreen anbieten. Und auch sonst vermisst ihr spezielle Funktionen für die Nintendo Switch-Version, wie beispielsweise die Nutzung des HD-Rumbles.

Hier seht ihr, wie euer Nachbar im Zaun hängen geblieben ist, nachdem er euch bis auf die Straße verfolgt hat.

Der Entwickler selbst beschreibt euren Nachbarn als fortschrittliche KI, was euch vielleicht zu besonderer Vorsicht beim Einbrechen verleiten kann. Spätestens, wenn ihr merkt, dass euer Nachbar am kniehohen Zaun hängen bleibt und eine Minute zum Überwinden dessen benötigt, fällt euch auf: So handelt keine fortschrittliche KI. Von einer wütenden und nicht so wirklich fortschrittlichen KI verfolgt macht ihr euch also auf, um in den abgeschlossenen Raum und in den drei darauffolgenden Akten in weitere zunächst unerreichbare Räume zu gelangen. Dafür müsst ihr Rätsel lösen, indem ihr Schlüssel findet, Kisten stapelt, Schalter betätigt und vieles mehr. Aufgrund der merkwürdigen Physik im Spiel gestalten sich die Rätsel oftmals schwierig, da Kisten unter euch wegrutschen oder euch mehrere Meter in die Luft katapultieren.

Habt ihr den Nachbarn ein Mal im Zuge einer Flucht nach draußen gelockt, kann es aufgrund verschiedener Umstände passieren, dass ihr minutenlang warten müsst, bis ihr das Gelände erneut unbemerkt betreten könnt. Entweder bleibt er, wie oben beschrieben, am Zaun hängen, oder er klebt in der Autotür fest. Manchmal bleibt er aber auch gerne vor seinem Haus stehen und macht Dehnübungen.

Eigentlich soll euch eine bedrohliche Musik vor dem Näherkommen des Nachbarn warnen. Doch leidet dieses Spiel unter so vielen Bugs, dass es zum einen ein Wunder ist, dass die Entwickler keinen Kammerjäger eingebaut haben, und dass zum anderen die Musik manchmal auch ohne die Präsenz der KI beginnt. Ebenso ist es mir passiert, dass mich der Nachbar in einem Raum erwischt hat, ich mich in einen Schrank flüchtete und er wütend an mir vorbei lief, als hätte er mich in einem anderen Raum gehört. Nach kurzer Zeit wurde die Musik wieder dramatisch lauter und der Nachbar lief erneut an mir vorbei, als ob er mich wieder im vorherigen Raum gehört hätte. Diese Lauferei ging so lange weiter, bis ich den Schrank verließ.

Big Brother is watching you!

Die Story ist absurd und wird von Akt zu Akt skurriler, womit die Entwickler sicherlich den Geschmack von dem einen oder anderen treffen. Doch Grafik, Sound, Spielphysik, die durchaus wenig fortschrittliche KI und die enorme Menge an Bugs können euch die Spielfreude mindern. Wer Spaß daran hat, sich durch die Rätsel zu beißen und gerne auch einmal in eine Bärenfalle vom Nachbarn tritt, der sich bemerkenswerterweise gemerkt hat, wo ihr zuletzt ins Haus eingedrungen seid, dürfte mit diesem Titel vielleicht einige spaßige Spielstunden verbringen. Wer jedoch von den hier aufgelisteten Schwachstellen von Hello Neighbor abgeschreckt ist und dafür keine 39,99 € zahlen möchte, sollte definitiv von einem Kauf absehen.

Redaktionswertung

3

Eher nicht überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Hello Neighbor

Meinung von Lisa Zander
Die Idee hinter Hello Neighbor ist lustig und auch die Steigerung des Schwierigkeitsgrades in den verschiedenen Akten ist prinzipiell positiv zu bewerten. Doch konnte weder die als fortschrittlich betitelte KI, noch die Physik, Grafik oder die Sounds überzeugen. Durch allerhand Bugs wird das Spielerlebnis gemindert und auch das Lösen der Rätsel wird durch diese schwieriger gestaltet. Der aktuelle Preis von 39,99 € im Nintendo eShop ist definitiv nicht angemessen für ein derart schlecht gestaltetes Spielerlebnis. Zu einem deutlich tieferen Preis wäre das Spiel als Trash-Titel durchaus besser vertretbar.
Mein persönliches Highlight: Ein Bug, der eine Brille dazu veranlasst hat, wie ein Aufzieh-Gebiss über den Boden zu hüpfen.

Kommentare 6

  • Skerpla 任天堂 - 07.08.2018 - 13:05

    Was? So vernichtend schlecht?
    Das ist ja fast Sxhwebebahn-Simulator-Niveau. So schlecht hätte ich es nie erwartet. Wollte es schon kaufen, denn spannen sollte hier wohl Spaß machen. Schade.

    Vielleicht irgendwann mal im Sale für 12€, nur wegen den Bugs, die schon fast absichtlich sein könnte bei so einer hohe Dichte. Die Anzahl der Quests wird wohl nicht allzu hoch sein, weshalb man niemals damit so lange wie mit einem Vollpreistitel verbringen wird.
    Wer es kauft, wird wohl herbe enttäuscht. Würde es 9,99€ im eShop kosten, wären 5 Punkte vielleicht drin gewesen als typische Wühltischware.
  • Phantomilars Weltraummönch - 07.08.2018 - 13:11

    Leider keine Überraschung. Schon die PC-Version war nicht empfehlenswert, ein guter Port auf die Switch hätte mich ehrlich überrascht.
  • Draces Turmheld - 07.08.2018 - 13:12

    Hello Neighbor war nie wirklich gut :dk: Verständlich, diese Wertung :troll: Das Spiel ist keine 10€ wert.
  • GamingPeter Lebt den AC Switch Hype - 07.08.2018 - 14:11

    Ui ui ui... :D
  • Caramarc Turmritter - 07.08.2018 - 16:38

    ...hab mich eh über den Port gewundert. Wer die PC Version kennt war gewarnt. Aber das lässt mich hoffen, dass vielleicht auch noch ein Port von Graveyard Keeper kommt.
  • Kugelwilli Turmbaron - 07.08.2018 - 19:00

    Schade um die nette Grundidee. Aber so wird das nix. :thumbdown: