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Test zu Bomb Chicken - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Bomb Chicken
  • USA USA: Bomb Chicken
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.07.2018
Vertrieb
Nitrome
Entwickler
Nitrome
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein bombenlegendes Huhn. Kann das gut gehen? Ja!

Von Thomas Steidle () Hühner sind wirklich tolle Tiere und dazu auch noch die nächsten Verwandten vom Tyrannosaurus Rex aus der gegenwärtigen Zeit. Dazu legen sie noch Eier, die fundamental für viele Speisen sind. Das "Bomb Chicken" ist aber anders, da es von Eiern noch nie so wirklich was gehört hat. Statt Eier legt es Bomben und das zwar ständig und jederzeit. Ohne diese Fähigkeit würdet ihr wohl auf dem Teller einer bekannten Fast Food-Kette landen.

Fast Food-Kette trifft es gut, da ihr in Bomb Chicken als Huhn aus einer Fabrik der Fast Food-Kette "BFC" fliehen wollt. Das ganze Abenteuer spielt innerhalb der Fabrik – wobei die Story lediglich über kurze Sätze zwischen den Leveln erzählt wird. Durch einen seltsamen Unfall schlüpft ihr als dieses Huhn aus einem Ei und könnt durch eure sehr praktische Fähigkeit fliehen. Allerdings müsst ihr verschiedenste Bereiche und Gefahren bewältigen – seien es Kreissägen, die euch schreddern wollen, Gegner, die euch aufhalten wollen oder ein heißes Lavabad, in dem ihr gebraten werdet. Auch wenn das Thema einseitig scheint, so erwartet euch doch Abwechslung in dieser Fabrik. Außergewöhnliche Level, die einen Bosskampf oder eine euch verfolgende, riesige Kreissäge bieten, erfrischen die sonst vom Konzept her ähnlicheren Level.

Mit euren Bomben könnt ihr euch überall hochstapeln, wo ihr wollt.

Um diese Gefahren überhaupt überwinden zu können, benötigt ihr als Huhn auch bestimmte Fähigkeiten oder besser gesagt: Eine Fähigkeit. Wie es der Name schon vermuten lässt, könnt ihr Bomben legen. Das war's. Ansonsten könnt ihr in diesem 2D-Platformer lediglich nach links und rechts laufen. Was sich erst einmal sehr langweilig anhört, entpuppt sich als großartiges Konzept und Gamedesign. Mit diesen nach kurzer Zeit explodierenden Bomben lassen sich Wege freilegen, Gegner töten, Schalter aktivieren und mehr. Des Weiteren bleibt es nicht beim Bombenlegen. Auf eine gelegte Bombe lassen sich viele weitere legen, was die fehlende Sprungfähigkeit quasi ersetzt. Solltet ihr viele Gegner oder Schalter auf verschiedenen Ebenen vor euch haben, könnt ihr diesen Turm von der Seite anstupsen und schon fliegt er in die jeweilige Richtung. Auch könnt ihr mit einigen der Gameplaymechaniken interagieren. So müsst ihr beispielsweise in einem Level Bomben auf ein Fließband legen, welche daraufhin runterfallen und für kurze Zeit einen Schalter aktivieren, wodurch eine Tür geöffnet wird. Eine weitere geniale Sache: Die Bomben sind nicht nur eure größten Freunde, sondern zugleich die größten Feinde. Ich will gar nicht wissen, wie oft ich mich schon in die Luft gejagt habe! Somit müsst ihr stets im Gedächtnis behalten, dass ihr nicht zu leichtsinnig mit den Bomben umgehen dürft.

Die Bomben und das Leveldesign hinterlassen einen durchweg positiven Eindruck.

Bereits nach einer Minute weiß man alles Nötige, um das Spiel durchzuspielen. Aber diese grundsätzliche Simplizität verleiht dem Spiel erst die vorhandene Tiefe – so paradox es auch klingen mag. Dadurch, dass sich die Entwickler für diese einzige Mechanik entschieden haben, konnten sie sich darauf fokussieren und sie so weit wie möglich ausreizen. Ein netter Nebeneffekt ist zudem, dass man niemals die Steuerung vergessen wird – irgendeinen Knopf zum Bombenlegen drücken. Auch die Level selbst zeugen von einem gut durchdachten Leveldesign. Als gutes Beispiel dient Level 18. Hier werdet ihr am Anfang mit Plattformen begrüßt, die euch hindurch fallen lassen, kurz nachdem ihr sie berührt habt. Um euch in diese Mechanik einzuführen, landet ihr zuerst auf einem normalen Boden, müsst aber anschließend schon zügiger von links nach rechts gehen, da ihr in die Lava fallen würdet, wenn ihr zu lange wartet. Danach kommen noch Flammen hinzu, die aus der Lava herausspringen und die ganze Aktion noch gefährlicher machen. Dieses mehrstufige Leveldesign lässt sich so auch in manchen Nintendo-Spielen wiederfinden.

Wie in vielen Spielen gibt es auch in Bomb Chicken Level, die Lava bieten. Passt auf, wo ihr hintretet, ansonsten werdet ihr noch frittiert!

Am Anfang besitzt ihr lediglich ein Leben in Form von einem Herz. Damit ihr aber nicht bei jedem Tod sofort den Game Over-Bildschirm sehen müsst, könnt ihr blaue Edelsteine einsammeln. Zwischen jedem Level kommt ihr in eine Art Zwischenraum, in dem ihr sicher seid und diese Edelsteine einlösen könnt. Je mehr Herzen ihr habt, umso mehr Edelsteine braucht ihr, um ein weiteres zu bekommen. Somit sammelt ihr die Edelsteine nicht nur, weil ihr vielleicht alle sammeln wollt, sondern werdet auch noch dafür belohnt. Des Öfteren werdet ihr die Sammelgegenstände zwar auf dem Weg zum Ende des Levels finden, allerdings müsst ihr auch manchmal kleinere und größere Risiken eingehen. Dazu gehören auch Bonusräume, die manchmal etwas schwieriger zu finden sein können. Dort erwartet euch eine schwerere Aufgabe mit den Elementen des Levels, ihr werdet aber dafür auch gleich mit mehreren Edelsteinen belohnt.

Wie ihr anhand der Screenshots erkennen könnt, bedient sich das Spiel an einem Pixel-Artstyle. Hier gibt es zwar nicht viel zu erwähnen, allerdings möchte ich loben, wie gut dieser zum Spiel passt. Außerdem sind die Animationen von Gegnern und dem Huhn, wenn es Bomben legt, wirklich großartig. Untermalt wird das Spiel zudem von einem atmosphärischen Soundtrack, der die Gefahr, die von dieser Fabrik und "BFC" ausgeht, perfekt ausdrückt. In wahrlich brenzligen Situationen, beispielsweise im vorhin genannten Level 18 mit Lava, wird euch das Gefühl vermittelt, dass jede Bombe eure Letzte sein könnte. Leider klingen die Musikstücke ähnlich, was auf die relativ gleichbleibende Kulisse zurückzuführen ist. Zu erwähnen sei auch das geniale HD-Rumble, was sich schon bei Spielstart bemerkbar macht.

Redaktionswertung

9

Geniales Spiel

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Unser Fazit zu Bomb Chicken

Meinung von Thomas Steidle
Wer auch nur ein bisschen was für Platformer übrig hat, sollte sich auf jeden Fall Bomb Chicken ansehen. Nicht nur ist die Idee eines bombenlegenden Huhns genial, auch die Umsetzung kann vollends überzeugen. Eine einzige Fähigkeit hört sich am Anfang sehr langweilig und simpel an, aber nach und nach zeigt das Spiel euch, was damit alles möglich ist. Gerade wenn man jeden blauen Edelstein sammeln will, wird man des Öfteren den Game Over-Bildschirm sehen. Das Leveldesign ist sehr gut durchdacht und bietet wirklich viel Abwechslung, von fallenden Plattformen, Lava, der sehr gefährlichen Geheimsauce bis hin zu Bosskämpfen. Lediglich der Soundtrack könnte ein wenig mehr Abwechslung vertragen. Wer ein Spiel für zwischendurch sucht, der kann mit Bomb Chicken nichts falsch machen. Lediglich eine Frage wird nicht beantwortet. Was kam zuerst? Das Huhn oder die Bombe?
Mein persönliches Highlight: Die zahlreichen Ideen mit einer einzigen Fähigkeit.

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