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Test zu PICROSS S2 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: PICROSS S2
  • USA USA: PICROSS S2
  • Japan Japan: PICROSS S2
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
02.08.2018
Vertrieb
Jupiter
Entwickler
Jupiter
Genre
Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Mehr Picross geht immer

Von Daniel Kania () Trotz ihrer simplen Natur genießt die PICROSS-Serie einen guten Ruf unter Knobel-Fans. Und wie soll man es den Anhängern auch verübeln? Die Spiele, so sehr sie sich auch ähneln mögen, besitzen stets einen hohen Qualitätsstandard und eignen sich hervorragend, um für paar Minuten etwas Zeit zu überbrücken. Ob Nintendo 3DS oder Nintendo Switch, die fix erledigten Rätsel harmonieren meisterlich mit der Mobilität beider Plattformen. Und auch wenn das zuständige Entwicklerteam Jupiter manchmal wirkt wie ein spielsüchtiger Zocker im Kasino, der einfach nicht weiß, wann aufzuhören ist, so hat man sich bisher keine allzu großen Schnitzer erlaubt. Seit wenigen Tagen nun ist PICROSS S2 im Nintendo eShop der Nintendo Switch zu haben und soll Nachschub für alle PICROSS-Versessenen auf der Konsole bringen. Lohnt sich der Kauf des unzähligsten PICROSS-Spiels?

PICROSS-Nachtisch auf der Nintendo Switch

Bevor ich ins Detail gehe, möchte ich eine Sache im Hinblick auf PICROSS S2 klarstellen. Wer schon einmal einen PICROSS-Teil gespielt hat und wen es einfach nach mehr durstet, der braucht nicht lang überlegen, sondern kann bei jedem der verschiedenen PICROSS-Ableger auf dem Nintendo 3DS und auf der Nintendo Switch zugreifen – und wird sicher nicht enttäuscht. Wohl wahr, dass PICROSS S in mancherlei Hinsicht hinterherhinkt und von uns deshalb nur 7 von 10 Punkte erhielt, aber – ohne viel vorwegnehmen zu wollen – für PICROSS S2 hat man dazugelernt. Zweifelt also nicht und besorgt euch PICROSS S2, wenn es euch interessiert. Dazu brauchen PICROSS-Veteranen nicht weiterlesen als schon getan. Wer aber doch noch mehr erfahren möchte, der darf gerne auch den Rest des Tests lesen.

In ausführlichen Tutorials werden Neueinsteigern die Grundmechaniken und nützliche Tricks zur Herangehensweise nähergebracht. Damit kann sich jeder reinfuchsen.

Technisch und optisch kommt PICROSS S2 seinem Vorgänger extrem nahe. Alles, was die Präsentation des Erstlings auf der Nintendo Switch ausgezeichnet hat, lässt sich auch hier wiedererkennen. Eine moderne, elegante Nutzeroberfläche, ein ruhiger und doch stimmiger Soundtrack sowie die bestmögliche Nutzung des Bildschirms für das maximale PICROSS-Erlebnis sind alles Punkte, in denen PICROSS S2 brilliert. Zudem lässt sich das Spiel in gewissen Einstellungen individualisieren, so etwa in der Cursor-Geschwindigkeit oder der zu hörenden Melodie. Sollte euch ein Musikstück über Zeit auf die Nerven gehen, schaltet ihr in den Optionen einfach das nächste an. Genug von irgendwelcher Pseudo-Beruhigung? Wie wäre es dann mit den Klängen des Meers? Ich scherze nicht, man kann wirklich zu den Geräuschen einer sanften Meeresbriese Picross-Rätsel lösen. Im Spiel nennt man das "Heilklänge" und es ist erschreckend angenehm. Bitte mehr davon!

Für diejenigen, an denen die PICROSS-Spiele bisher komplett vorbeigegangen sind, eine kurze Erklärung, wofür sich diese Rätselart auszeichnet. Bei Picross handelt es sich um sogenannte Nonogramme – Logikrätsel, bei denen in einem Gitterfeld Kacheln gefüllt oder durchgestrichen werden müssen. Idealerweise sind die Muster so aufgebaut, dass die ausgefüllten Kacheln ein Motiv ergeben, welches von manchen als "Pixel Art" bezeichnet werden würde. Darauf abgebildet sind meist Alltagsgegenstände oder bestimmte Szenerien – ein Bücherregal oder ein Briefkasten, ein Garten oder ein Tunnel. Gesteuert wird dabei mit Stick und Knöpfen eures Controllers. Eine Steuerung via Touchscreen wird leider wieder nicht angeboten.

Es fühlt sich richtig zufriedenstellend an, ein größeres Picross mit all seinen Kniffen und Gemeinheiten stückchenweise zu lösen. Irgendwann fließt es einfach nur so durch eure Finger und ihr könnt zuvor schwierige Stellen mit Leichtigkeit erledigen.

Am Rand einer jeden Zeile und Spalte eures Picross sind Zahlen abgebildet, welche anzeigen, wie viele Kacheln in der jeweiligen Zeile oder Spalte ausgefüllt werden müssen. Ist euer Picross ein 10x10-Feld und ist am Rand eine 10 abgebildet, so könnt ihr beispielsweise alle Kacheln in dieser Zeile oder Spalte ausfüllen. Befinden sich mehrere Zahlen am Rand, so gibt dies an, dass sich Ketten an ausgefüllten Kacheln in dieser Zeile oder Spalte befinden. Bei einem 10x10-Feld würde die Kennzeichnung "5 4" am Rand also darauf hindeuten, dass ihr zuerst 5 Kacheln ausfüllen müsst, dann eine frei lassen oder mit einem Kreuz markieren und anschließend noch einmal 4 Kacheln ausfüllen. Klingt kompliziert, ist aber logisch und gut zu erlernen. Ihr werdet es bald schon beherrschen wie das klassische Sudoku, wenn nicht noch besser. Dabei helfen euch auch die zuhauf im Spiel auftretenden und nachlesbaren Tutorials sowie Tipps, die aus jedem einen Picross-Großmeister machen können. Tatsächlich empfand ich die Einsteigerhilfen in diesem Ableger als besonders hilfreich und dermaßen gut nachzuvollziehen, sodass man dies kaum besser umsetzen kann.

Solltet ihr dennoch einmal stecken bleiben, dann bietet PICROSS S2 genau wie sein Vorgänger einige Hilfen an, um euer Spielvergnügen so frustfrei wie möglich zu gestalten. In erster Linie gibt es eine automatische Korrektur, welche fälschlicherweise ausgefüllte Kacheln mit einem Kreuz markiert. Zu Beginn jedes Picross kann außerdem per Zufall je eine Zeile und eine Spalte bereits vorgefertigt werden, um euren Einstieg in das Rätsel zu vereinfachen. Solltet ihr bei euren Markierungen unsicher sein, könnt ihr via das Pausenmenü auch eine Fehlersuche starten, die einmalig pro Picross euren derzeitigen Stand auf Fehler überprüft und entsprechend kennzeichnet. Problemstellen müssen dann von euch im Kopf behalten werden, da die Hilfsmarkierungen bei erneutem Tastendruck wieder verschwinden. Wer sich diese Sache etwas vereinfachen möchte, der kann auch einen Screenshot von der Fehlersuche machen – immerhin funktioniert das auf der Nintendo Switch auf Knopfdruck. Alle genannten Hilfsmittel mit Ausnahme der Fehlersuche gelten allerdings bei jedem finalen Picross einer Auswahl-Seite im Picross-Menü nicht. Diese Picross müssen komplett von euch selbst gelöst werden.

Neu in PICROSS S2 ist der Clip Picross-Modus, in welchem aus mehreren Picross ein Gesamtbild entsteht. Die Lücken werden dabei automatisch vom Spiel gefüllt.

Erfreulich bei PICROSS S2 ist, dass neben den klassischen Picross und Mega Picross – letztere richten sich an erfahrene Spieler und verpacken die aus den regulären Picross bekannten Motive lediglich etwas schwieriger – nun auch eine weitere Picross-Art es ins Spiel geschafft hat. Serien-Kenner müssen zwar immer noch auf ihre Micross verzichten, bekommen aber würdigen Ersatz mit den Clip Picross. Diese ähneln den Micross insofern, als dass es bei diesen ebenso Aufgabe ist, ein großes Gesamtbild durch das Lösen mehrerer kleiner Picross zusammenzustellen. Im Vergleich zu den Micross löst man allerdings nicht jeden einzelnen Pixel des Gesamtwerks, sondern nur Bruchteile davon und erhält den Rest automatisch vom Spiel hinzu. Der Clou an der Sache: Die einzelnen Teile eines Clip Picross werden erst nach und nach durch euren Fortschritt im (Mega) Picross-Modus freigeschaltet. Das soll ein weiterer Anreiz für Spieler sein, sich wirklich bis zum Ende der jeweiligen Modi durchzubeißen und auch die etwas kniffligeren Rätsel anzugehen. Diese Clip Picross sind recht hübsch und es fühlt sich gut an, wenn seine vielen kleinen Bildchen endlich zu einem großen Ganzen werden.

Wie schon in PICROSS S bietet auch PICROSS S2 einen Zweispieler-Modus, bei dem gemeinsam Picross aller Art gelöst werden können. Seid ihr erfolgreich, zeigt euch das Spiel an, wie viele korrekte Felder die Spieler markiert haben. Viel mehr hat der Zweispieler-Modus leider nicht an sich. Die Kritik, welche ich schon beim ersten Nintendo Switch-Teil geäußert habe, bleibt bestehen. Man steht sich gegenseitig viel mehr im Weg, als wirklich von der gegenseitigen Hilfe zu profitieren. Immerhin teilt man auch nicht einen gemeinsamen Gedankengang, kann also manchmal nicht wirklich nachvollziehen, was sein Spielpartner gerade vorhat. Meistens würde man schneller auf die Lösung kommen, wenn man selbst einmal in die entsprechende Reihe oder Spalte schaut, anstatt sich die Problemlage von seinem Spielpartner erklären zu lassen. Was PICROSS wirklich braucht, sind kooperative Herausforderungen, bei denen Spieler bestimmte Reihen/Spalten übernehmen müssen. Oder man geht den kompetitiven Weg und lässt Spieler gegeneinander Picross lösen, welche entweder zuvor ausgesucht oder vom Spiel zufällig zugeteilt werden. Jupiter scheint sich noch nicht ganz im Klaren zu sein, was man mit dem Zweispieler-Modus überhaupt erreichen will, dabei gäbe es mehr als genug Möglichkeiten, diesen vernünftig auszubauen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu PICROSS S2

Meinung von Daniel Kania
Entwicklerteam Jupiter führt die Tradition der letzten Jahre fort und kommt nun mit dem zweiten PICROSS-Teil auf der Nintendo Switch daher. Geändert hat man wieder einmal nicht viel, was langjährige Serienanhänger entweder sehr stören wird, weil es nun einmal kaum Neues gibt, oder sehr freuen wird, weil das regelmäßige PICROSS-Futter von Jupiter einfach unersetzlich gut ist – zumindest im Bereich der Nonogramm-Rätsel. Egal ob man Neueinsteiger oder Veteran ist, PICROSS S2 wird einem viele spaßige Stunden bescheren können. Manche Negativ-Punkte des Vorgängers wie das unausgeschöpfte Potenzial des Zweispieler-Modus oder die fehlende Touchscreen-Steuerung treffen auch auf diesen Teil zu und werden hoffentlich in zukünftig kommenden PICROSS S-Spielen angegangen.
Mein persönliches Highlight: Die "Heilklänge", welche als Hintergrundmusik eingestellt werden können.

Kommentare 7

  • Yuni Turmknappe - 09.08.2018 - 17:15

    Und ich hab noch nichmal den ersten Teil für die Switch durch ><
  • Voodooboom Turmheld - 09.08.2018 - 17:41

    @Yuni

    Ich auch nicht :) solange kann der Kauf auch noch warten.

    Da kann man schon ordentlich Stunden drin versenken...
  • Tarik Turmbaron - 10.08.2018 - 08:52

    Ich hab mir direkt beide Teile gekauft (aber erstmal nur den 1. gespielt) und wurde bisher nicht enttäuscht. Entgegen meiner Befürchtung geht die Steuerung auch ohne Eingabestift super von der Hand und die Spiele machen nahtlos dort weiter, wo sie auf dem 3DS aufhörten (bzw. auch noch weiter machen).
    Wenn ich mal wirklich nur 3 - 5 Minuten Zeit zu überbrücken habe, schmeiße ich immer Picross an.
  • megasega1 Zocker seit 1992 - 10.08.2018 - 09:54

    Ich bin skeptisch-Picross ohne Touch-Funktion? Ich mochte die Reihe auf dem 3DS sehr gern und eben auch die Punkt genaue Steuerung mit dem Stift. Das ist wie bei Aufbau-Strategiespielen auf Konsolen, kann funktionieren, aber nichts ersetzt die Maus.
  • Voodooboom Turmheld - 11.08.2018 - 13:10

    @megasega1

    Ich glaube deine Skepsis kannst du ablegen. Die Steuerung ist extrem gut. Selbst mit beiden JoyCons (einer links, einer rechts) läuft die Steuerung flockig von der Hand. Selbst wenn die Möglichkeit einer Touchfunktion gegeben wäre, würde ich mich höchst wahrscheinlich gegen diese entscheiden. Einziger Kritikpunkt meinerseits: im Spielmenu existiert keine "Restart - Funktion". Das nervt mich ab und an.
  • megasega1 Zocker seit 1992 - 11.08.2018 - 18:03

    @Voodooboom Jetzt müsste es nur noch eine Demo geben, um das testen zu können :)
  • Voodooboom Turmheld - 11.08.2018 - 18:15

    @megasega1

    Da haben die bestimmt keine Zeit für.
    Die aufwendige Fortsetzung muss programmiert werden.

    :)