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Test zu Guns, Gore and Cannoli 2 - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Guns, Gore and Cannoli 2
  • USA USA: Guns, Gore and Cannoli 2
  • Japan Japan: Guns, Gore and Cannoli 2
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
02.08.2018
Vertrieb
Noch keine Angaben
Entwickler
Crazy Monkey Studios
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Vinnie Cannoli is back!

Von Dennis Gröschke () Mein Name ist Vinnie Cannoli und ich bin Geldeintreiber. Wenn man mir nicht blöd kommt, bin ich eigentlich ganz umgänglich, allerdings liegt mein Herz auf der Zunge. Ich bin also um keinen Spruch verlegen. Wir befinden uns im Jahr 1944, ich bin an einen Stuhl gefesselt und die beiden Kerle mir gegenüber machen blöde Sprüche. Ich bin schlecht gelaunt und hab keine Zeit für das Gelaber. Zum Glück merken die beiden Ganoven nicht, dass ich schon längst meine Fesseln gelöst habe und nur noch auf einen passenden Augenblick warte, um sie zu überwältigen. Ich bin schon aus ganz anderen Molochen entkommen, so wie damals mit Frankie der Fliege und der Zombieapokalypse in Thugtown. Zum Glück konnten sie mir nichts nachweisen und haben mich laufen lassen. Wer weiß, wo ich sonst gelandet wäre. Obwohl, so gesehen ist dieses Lagerhaus doch ganz gemütlich…

Ob die Gauner wissen, mit wem sie sich hier anlegen?

Guns, Gore & Cannoli 2 macht ziemlich genau dort weiter, wo der erste Teil aufgehört hat. Vinnie flucht und ballert sich durch Straßen und Gebäude. Auch beim Nachfolger handelt es sich um ein 2D-Run & Gun-Spiel, im besten Sinne inspiriert von Metal Slug. Ihr rennt in der Regel nach rechts und der Bildschirm scrollt mit euch. Innerhalb eines gewissen Rahmens könnt ihr in den Abschnitten auch wieder zurück, um beispielsweise Gegnern auszuweichen. Nach oben und unten sind ebenfalls Grenzen gesetzt, die durch eine teilweise zerstörbare Umgebung allerdings manchmal aufgebrochen werden können. Wer den ersten Teil bereits gespielt hat, findet sich sofort zurecht, sollte sich jedoch auf ein paar wenige Neuerungen einstellen. So ist Vinnie trotz des Zeitunterschiedes zu Teil 1 nicht gealtert, sondern frisch wie eh und je. Er beherrscht nun auch Doppelsprünge und rollt sich wie ein Weltmeister vorwärts und rückwärts durch enge Bereiche. Diese Sprungpassage finden vermehrt Anwendung, hauptsächlich in den Gefechten, um Raketen auszuweichen, oder aber später im Spiel, um über fahrende Panzer zu springen. Wahrlich eine leichtathletische Meisterleistung in Vinnies Alter.

Weder die Soldaten noch die Zombies haben dazugelernt – mit Vinnie ist nicht zu spaßen!

Die Geschichte setzt knapp 15 Jahre nach dem ersten Teil ein, Vinnie ist zu Beginn des Spieles gefangen und muss sich aus diesem Dilemma befreien. Dies gelingt natürlich umgehend und nun verbringt ihr die erste Zeit des Spieles damit zu fliehen. Nach und nach offenbart sich, wer es auf Vinnie abgesehen hat: Es gibt einen neuen Bösewicht namens „der dunkle Don“. Im Verlauf des knapp vier- bis fünfstündigen Abenteuers verschlägt es Vinnie auch zurück nach Thugtown, wo er wiederum auf die Zombies aus dem ersten Teil trifft, die sich weiterentwickelt haben. Aber Amerika ist für Vinnie natürlich viel zu klein, und im Endeffekt sollte klar sein, wer im Jahr 1944 die Bösewichte sind. Ganz genau, die Nihilisten! Das ist natürlich Quatsch, es sind selbstverständlich die Nazis. Und wo kann man den Nazis am besten das Handwerk legen? Wieder richtig, in Europa. Also macht sich Vinnie auf über den Teich, landet gemeinsam mit den Alliierten an der Normandie und kämpft sich vom Strand aus in das Landesinnere.

Im zweiten Teil wurde nun ein Waffenrad hinzugefügt. Nach und nach findet ihr auf eurer Reise den einen oder anderen "Kopfschmerzbereiter".

Ihr seht schon, das Spiel nimmt sich nicht allzu ernst. Das merkt ihr aber sehr schnell und kennt das unter Umständen aus dem Vorgänger. Vinnie kommentiert seine Methoden immer mal wieder mit englischen vertonten, lakonischen Sprüchen, die auf Wunsch auch deutsch untertitelt sind. Alles was sich bewegt wird aufs Korn genommen und mittels Baseballschlägern, Pistolen, Flammenwerfern, Schrotflinten, Raketenwerfern oder Tommy Guns eliminiert, um nur eine kleine Auswahl an Waffen aufzuzählen. Da es sich hier um einen Nachfolger handelt, mussten die Entwickler natürlich auch einen draufsetzen. Somit findet ihr nun ein Waffenrad vor, aus dem ihr eure entsprechende Waffe jeweils wählen könnt. Mit Druck auf die „R-Taste“ öffnet ihr das „Waffen-Kreismenu“ und könnt dann mit dem rechten Analog-Stick die Waffe eurer Wahl ausrüsten, vorausgesetzt ihr habt Munition dafür aufgesammelt. Was bei dem Nintendo Switch Pro Controller gut funktioniert, ließ mich beim Joy-Con ein wenig verkrampfen, befinden sich doch beide Tasten auf einer Höhe. Insgesamt klappt das auch im Eifer des Gefechts noch ganz gut, alternativ könnt ihr wie im Vorgänger auch auf Knopfdruck zur nächsten Waffe durchschalten.

Weiterhin habt ihr nun die Möglichkeit mit dem rechten Analog-Stick genau zu zielen und das sogar im 360 Grad Radius. War es im Vorgänger nur auf einige voreingestellte Zielmöglichkeiten beschränkt, steht euch hier eine exakte Ziellinie zur Verfügung. Diese werdet ihr auch brauchen, wenn sich entscheidet, dass ihr aus eurer Deckung gerade so den Nazi am Kopf treffen könnt, ihr aber soweit in Deckung seid, dass er euch nicht erreichen kann. Überhaupt sind Vorsprünge und andere Deckungen hier wichtiger denn je. Ist es manchmal von Vorteil sich in das Getümmel zu stürzen und alles über den Haufen zu ballern, legt der zweite Teil mehr den Fokus auf taktisches Vorgehen, insbesondere aus einer Deckung heraus. Ebenfalls könnt ihr zerstörbare Objekte nutzen, um damit Gegner zu erledigen. Klimaanlagen eignen sich dazu hervorragend, sind sie doch meist an der Decke angebracht und schwer genug, um den darunter stehenden Soldaten zu erschlagen.

Auch die Nahkampfwaffen wie Baseball-Schläger und Kettensäge lechzen nach dem roten Saft.

Schalter umlegen, um Gasbrenner auszustellen, Klimaanlagen von der Decke schießen und Zündschnüre in Gang setzen, um Hindernisse frei zu sprengen. In Guns, Gore and Cannoli 2 habt ihr mehr Möglichkeiten, taktisch vorzugehen, als noch im ersten Abenteuer. Teilweise müsst ihr diese Möglichkeiten auch ausnutzen, da ihr sonst im Spiel nicht weiter vorankommt. Doch ihr braucht keine Angst zu haben, dass das Spiel hier euer Gehirnschmalz zum Vibrieren bringt, in der Regel ergeben sich eure Aktivitäten aus dem Kontext und müssen nicht lange gesucht werden. Im Zweifel helfen euch auch Hilfseinblendungen weiter, die ihr, so wie viele andere Hilfen, sowohl im Hauptmenü als auch in den Einstellungen während des Spiels ein- und ausschalten könnt.

Raketenwerfer sind im Hause Cannoli wahre Türöffner!

Das Spiel kommt wie beim Vorgänger in einer comichaften Grafik daher, die durch ihre Detailverliebtheit glänzt. Der Zeit entsprechend, in der das Spiel angesetzt ist, sind hier eher dunkle und gedeckte Farben verwendet worden, aber das Blut ist hier genauso rot wie im ersten Teil. Machen wir uns nichts vor, das Spiel geizt nicht mit Blut und Gedärmen. Entsprechend fliegen getroffene Gegner gerne auch blutspritzend zu Boden oder von einem Gebäude. Neu hinzu kommt auch die Möglichkeit, vorhandene Selbstschussanlagen zur Verteidigung zu nutzen. Gelangt ihr in die Sichtweite eines Widersachers, stürmt dieser nicht selten kopflos auf euch zu. Wenn sich dann zwischen Gegner und euch diese Selbstschussanlagen befinden, könnt ihr diese ihren Job machen lassen und spart dadurch Munition. In einigen Passagen greifen euch sowohl Polizisten als auch Gauner gleichzeitig an. Treffen sie aufeinander, kümmern sie sich gerne erst einmal umeinander, bevor sie sich um euch kümmern. Immer vorausgesetzt, die Gegner sind dann noch am Leben. Hach, Nächstenliebe kann so schön sein.

Im Test zum ersten Teil hatte ich mir für einen Nachfolger mehr Interaktion mit Fahrzeugen gewünscht, dies ist beim zweiten Teil leider nicht umgesetzt worden. Es gibt immer wieder Stellen im Spiel, an denen ihr zum Beispiel größere Kanonen oder Raketengeschütze besetzt, um die ankommenden Horden von Feinden niederzumähen. Jegliche Fahrzeuge zu besetzen und mit ihnen herumzufahren bleibt allerdings den Antagonisten vorbehalten – schade.

In diesem Teil verschlägt es Vinnie sogar Europa. Was kommt als nächstes, Asien?

Guns, Gore & Cannoli 2 setzt dennoch direkt dort an, wo der erste Teil aufhörte. Die Zutaten des ersten Spieles, samt Nazis, Zombies, obskuren Schauplätzen sowie Blut und blöden Sprüchen sind natürlich auch hier enthalten. Vinnie ist nun beweglicher denn je, seine Waffen zahlreicher und die Gegner taktisch ein wenig anspruchsvoller. Es ist also die klassische Fortsetzung einer bewährten Formel, sei sie auch noch so skurril und blutig. In fast jedem Punkt haben die Entwickler einen draufgesetzt, insbesondere die Spielengine weiter verfeinert und detailreicher ausgestattete Umgebungen kreiert.

Noch haben mich nicht alle Soldaten bemerkt, Zeit auf sich aufmerksam zu machen.

Das macht auch beim zweiten Mal noch unheimlichen Spaß und wird dieses Mal auch nicht nur mit einem lokalen Koop-Modus für 4 Spieler gleichzeitig garniert, sondern auch ein Online-Mehrspieler-Modus findet sich nun im Portfolio. Dort habt ihr die Auswahl aus über 15 Umgebungen aus der Kampagne, auf denen ihr euch gemeinsam austoben könnt, während meines Tests konnte ich jedoch keinen Server finden, um diesen Part zu testen. Es ist auch möglich ein Spiel zu hosten, jedoch fand sich niemand aus meinem Freundeskreis, der das Spiel auch erworben hat. Dieser Online-Part ist dadurch nicht Bestandteil der Bewertung des Titels.

Zwischendurch findet Vinnie immer mal wieder eine Cannoli, sowie Herz-Items, die ihr auch bitter nötig haben werdet. Sie frischen eure Lebensenergie wieder auf und verlängern so euer Abenteuer. Verkehrsampeln dienen wie schon im ersten Teil als Checkpoints, oftmals sind diese gepaart mit frischen Cannoli. Dort speichert das Spiel auch immer einen Zwischenstand. Der Schwierigkeitsgrad ist ein wenig knackiger als im ersten Teil, es gab einige Passagen, die ich mehrmals spielen musste, bis ich sie endlich absolviert hatte. Insbesondere einige Passagen, wo Horden von Gegnern über mehrere Ebenen auf euch einfallen, wollen wohlüberlegt angegangen werden. Sie gesellen sich zu den Zwischen-Bossen, die ich mir auch mehrmals angesehen habe (nicht, weil ich die so toll fand), bis ich letztendlich das Schema herausfand und anwenden konnte, wie sie zu besiegen sind. Um es mit Vinnies Worten zu sagen: „Blutig mit Aussicht auf Körperteile!“

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Guns, Gore and Cannoli 2

Meinung von Dennis Gröschke
Das Spiel ist ein Nachfolger im besten Sinne. Die Stärken des Vorgängers wurden weiter herausgearbeitet und einige Schwächen abgeschafft. Ganz in Hollywood-Manier wird im zweiten Teil alles eine Nummer größer präsentiert. Das ist immer noch sehr unterhaltsam und spielt sich hervorragend, für eine höhere Wertung als beim Vorgänger reicht es jedoch nicht. Da hätte ich mir in einigen Bereichen wie Levelgestaltung und Interaktion doch mehr Möglichkeiten und Innovation gewünscht. Optisch und akustisch bleibt sich das Spiel treu. Die Grafik ist ein wenig detaillierter als im ersten Spiel, auch musikalisch schöpfen die Entwickler wieder aus dem Jazz-Fundus und lassen euch zu beschwingten Rhythmen die Gegner zerstückeln. Falls dieses Spiel das erste „Cannoli-Spiel“ für euch ist, könnt ihr bedenkenlos zugreifen. Seid jedoch gewarnt, das Spiel hält sich mit Blut, Gedärmen und Kraftausdrücken nicht zurück. Das ist auch in diesem Teil noch erfrischend und mit viel Humor versehen. Bitte nicht ernstnehmen!
Mein persönliches Highlight: Der deutsche Akzent einiger Soldaten ist zum Niederknien: "I love the commander's uniform"

Kommentare 2

  • Ripvanwinkle Turmknappe - 14.08.2018 - 20:06

    ich habe den erste teil mit einem kumpel coop durchgezockt (meine empfehlung beide teile auf schwierigkeitsgrad unmöglich spielen, dann hat man möglichst lange was von dem spiel). es war leider so lange ruhig darum, wann der zweite teil für die switch erscheint, so dass ich nicht mehr wiederstehen konnte und das game vor 2 monaten für den pc gekauft habe. nach anfänglicher umgewöhnung um die andere art und weise zu schießen (es schießt nicht nur geradeaus wie im ersten teil) fanden wir beide den zweiten teil noch besser als den ersten daher klare empfehlung! Für mich einer der besten und spaßigsten sidescroller der letzten jahre. ich freue nich jetzt schon aufnden 3 teil!
  • Shoryuken Turmritter - 15.08.2018 - 10:23

    Habs mir gestern Abend schließlich auch gekauft, nachdem ich den ersten Teil schon super fand und die 8/10-Wertung meine Kaufentscheidung gestärkt hat. :)
    Leider bin ich noch nicht dazu gekommen es zu spielen, allerdings wird das morgen Abend geändert!
    Ich bin sehr gespannt wie mir die etwas neue Art zu steuern gefallen wird!