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Test zu In Between - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: In Between
  • USA USA: In Between
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
07.08.2018
Vertrieb
Headup Games
Entwickler
Gentlymad
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Was geht im Kopf eines Sterbenden vor sich?

Von Lisa Zander () In Between lässt euch die Geschichte eines erkrankten Menschen miterleben, der keine Aussicht auf Heilung hat. Durchlauft mit ihm die fünf Stadien der Trauer und lenkt ihn in diesem Platformer-Titel durch die Level.

Hier seht ihr den Zorn in Form von roten Energiebällen, der euch in der zweiten Phase der Trauer begleitet.

Ein typisches Level ist so gestaltet, dass ihr an einem fixen Anfangspunkt startet und versuchen müsst, zu einem Portal zu gelangen, um das Level abzuschließen. Die Steuerung des Spiels ist recht simpel: Mit dem linken Stick bewegt ihr euch und mit dem rechten Stick beeinflusst ihr die Schwerkraft. Mehr benötigt ihr nicht, um euch fortzubewegen. Dabei ist eine Steuerung des Erkrankten mit dem Touchscreen nicht möglich. Wenn ihr beispielsweise auf ein Hindernis aus Stacheln stößt, könnt ihr nicht springen, sondern müsst euch mit dem rechten Stick an die Decke oder eine andere Wand katapultieren.

Um sich an diese simple aber doch ungewöhnliche Steuerung zu gewöhnen, gibt es ein Tutorial, das euch in die Kniffe des Spiels einweisen soll. Sobald man die gut funktionierende Steuerung einmal verinnerlicht hat, lassen sich die Rätsel und Hindernisse der oftmals kniffligen und trotz wechselnder Elemente pro Stadium doch gelegentlich repetitiven Level bezwingen. Wer keine Freude an schwierigen Leveln hat und eine Probe von Geduld und Geschicklichkeit nach Möglichkeit vermeiden will, wird an einigen Stellen vermutlich seine Probleme bekommen.

Neben dem Tutorial ist das Spiel in die oben bereits genannten Stadien der Trauer eingeteilt. Abhängig davon, in welcher Phase der Protagonist sich zu dem Zeitpunkt befindet, gibt es einen neuen Störfaktor, der euch beim Vorankommen in den Leveln behindert. So sind die Level im Stadium des Zorns mit roten Energiebällen gespickt, die sich zum Teil nicht bewegen können oder euch sogar ständig verfolgen.

Begleitet werden die Level von der Stimme des Protagonisten. Diese könnt ihr (mit oder ohne Untertitel) sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch einstellen. Durch die immer nur recht kurzen Erzählungen des Protagonisten im Level erhaltet ihr einen Einblick in seine Gefühlswelt. Neben diesen Erzählungen wird die Story zu Beginn und Ende der Stadien in Episoden dargestellt. Somit könnt ihr tiefer in die Geschichte des Protagonisten eintauchen und ihn besser verstehen.

Eine neue Phase beginnt und ihr müsst euch nach der Episode auf ein neues Hindernis in den Leveln gefasst machen.

In den Leveln selbst bekommt ihr zwar vergleichsweise weniger Hintergründe zum Protagonisten geliefert als in den Episoden, doch soll durch das Passieren der Level die Geschichte auf eine andere Art vermittelt werden. Dadurch, dass ihr euch den jeweiligen Hindernissen der Level stellt, die sich allesamt im Geist des Erkrankten abspielen, verfolgt ihr seinen Kampf gegen die Trauer ebenfalls. Bewältigt ihr ein Level, stellt sich euch eine neue Form des Zorns oder der Depression. Schafft ihr es, ein Stadium zu bezwingen, wartet – durch die Episoden eingeleitet – bereits die nächste Form der Trauer auf euch.

Für die richtige Atmosphäre sorgen Grafik und Soundtrack. Die Level sind zumeist in dunklen Tönen gehalten und das gesamte Spiel ist in einem Comic-Stil handgezeichnet, welcher sowohl im Handheld-Modus als auch auf dem Fernseher hübsch anzusehen ist. Akustisch ist der Platformer mit sanfter und teilweise auch dramatisch ansteigender Musik untermalt. Beide Aspekte, Optik und Akustik, fügen sich passend zur Geschichte ein und tragen dazu bei, dass euch die äußerst emotionale Story noch mehr mitreißen kann.

Nun handelt es sich bei In Between um ein schwieriges und auch spezielles Thema, mit dem ich bisher selbst noch keinen direkten Kontakt hatte. Aus diesem Grund fällt es mir schwer einzuschätzen, wie die eindrucksvoll erzählte Geschichte, die die Gefühle des Erkrankten gut vermittelt, auf eine betroffene Person wirkt. Wer sich auf eine tiefgründige Story und einige knifflige Platformer-Level einlassen möchte, wird mit diesem Titel sicherlich nichts falsch machen. Denjenigen unter euch, die vor kniffligen Stellen und einer emotionalen Geschichte zum Thema Sterben wegschrecken, kann In Between hingegen nicht ans Herz gelegt werden.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu In Between

Meinung von Lisa Zander
In Between ist ein Platformer mit einigen schwierigen, manchmal leider auch sehr repetitiven Leveln und einer tiefgründigen sowie emotionalen Story. Wer sich für einen Kauf entscheidet, sollte mit dem Thema Tod und Sterben umgehen können beziehungsweise wissen, was auf ihn oder sie zukommt. Denjenigen, die gerne Titel des Genres zocken und nicht von der Thematik abgeschreckt sind, liefert In Between einige Stunden an emotionalem Spielerlebnis.
Mein persönliches Highlight: Dass die Entwickler es geschafft haben, dieses schwierige Thema gefühlvoll und nachvollziehbar umzusetzen.

Kommentare 2

  • Phantomilars Weltraummönch - 17.08.2018 - 19:18

    Spaßgarant? Ich bin mir nicht sicher ;) schön, dass ihr auch solchen Spielen Tests widmet.
  • Lyle Turmheld - 19.08.2018 - 23:03

    Es ist interessant welche Mittel genutzt werden, um solche schwierigen Themen nachvollziehbar zu machen. Das zeigt, zumindest für mich, dass Videospiele als Medium für Kunst und Kultur durchaus funktionieren können.
    Aber ich werde mich von diesem Titel lieber fernhalten. Schon Rime hatte mich damals fast zum heulen gebracht. Da erwartet man ein märchenhaftes, magisches Abenteuer, mit Happy End, und dann kam was ganz anderes raus.