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Test zu SubaraCity - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: SubaraCity
  • USA USA: SubaraCity
  • Japan Japan: SubaraCity
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.08.2018
Vertrieb
Flyhigh Works
Entwickler
Flyhigh Works
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Städtebau auf Knopfdruck

Von Daniel Kania () Habt ihr euch nicht schon immer einmal gewünscht, eure eigene kleine Stadt zu errichten? Straßen und Gebäude nach Herzenslust anzulegen, den Ort mit Parks und Grünflächen aufzuhübschen? Ich habe das auf jeden Fall. Statt zum Presslufthammer greift man in dieser Hinsicht dann aber doch lieber zum Controller, denn Videospiele erleichtern die Auslebung seiner Kreativität ungemein. Leider aber wird das Genre der Aufbau-Simulationen in heutiger Zeit kaum auf Nintendo-Konsolen bedient. Traditionsserien wie SimCity sind schon lange ein alter Hut. Zur Rettung eilt ein kleines und bescheidenes Puzzle- und Geschicklichkeitsspiel, welches sicherlich nicht für Fans von Simulationen gedacht ist, allerdings sehr wohl den Hunger nach dem eigenen Städtebau stillen könnte. Willkommen in SubaraCity!

Städtebau leicht gemacht

Ursprünglich für Smart Devices und erst zuletzt im Nintendo eShop des Nintendo 3DS erschienen ist das Spiel nun auch für die Nintendo Switch zu haben. Am simplen wie auch süchtig machenden Spielprinzip hat sich nichts verändert. Euch wird ein Spielfeld mit 25 Kacheln im 5x5-Muster vorgesetzt, in welchem die einzelnen Kacheln eine von drei (Casual-Modus) oder vier Farben (Classic-Modus) annehmen. Eure Aufgabe ist es, nahestehende Kacheln derselben Farbe zu vereinen. Dazu genügt schon das Antippen der Kachel, in welcher ihr alle farblich verbundenen Kacheln kombinieren möchtet. Kacheln über leeren Feldern fallen dann hinunter und von oben werden vom Spiel neue Kacheln nachgeliefert, bis das 5x5-Muster wieder vollständig ist.

Hier habe ich mir eine Handvoll an Level-10-Gebäuden zurechtgebaut.

Ein echtes Ziel, außer möglichst lange im Rennen zu bleiben, verfolgt man beim geschickten Kombinieren der Felder nicht wirklich. SubaraCity ist eines der Puzzle-Spiele, welche auf ein endloses Gameplay setzen, bei denen es kein klar definiertes Ende gibt. Einen Clou an der Sache gibt es allerdings – und der fällt vor allem optisch ins Gewicht. Es wäre ja langweilig, wenn ihr einfach nur mit bunten Feldern zu tun hättet. Stattdessen sind auf den Feldern Menschen oder Gebäude abgebildet. Kombiniert ihr zwei Felder mit einzelnen Personen, wird auf dem neuen Feld ein Familienhaus errichtet. Mehrere Familienhäuser ergeben dann auch schon ein ganzes Hochhaus und denken wir das Ganze noch viel weiter, so können ganz unterschiedliche, riesige Bauwerke entstehen. Die Berliner Mauer, der Tokyo Tower oder der Schiefe Turm von Pisa sind nur einige von vielen Beispielen.

Essentiell, um in SubaraCity erfolgreich zu sein, sind die Level-10-Gebäude. Aus ihnen können alle weiteren Gebäude entstehen, die über Level 10 hinausgehen. Level-1- bis Level-10-Gebäude können durch simples Kombinieren verschiedenster Menschengruppen und Gebäude erbaut werden, für die deutlich größeren Bauten braucht es aber eine Ansammlung an Level-10-Häusern. Je nachdem, wie viele dieser ihr beisammenstehen habt, könnt ihr von Level-11 bis Level-33-Errichtungen alles Mögliche in eure Kachel-Stadt pflanzen. Level-10-Häuser haben keine Farbe, sodass ihr jedes Level-10-Haus miteinander kombinieren könnt. Tatsächlich ist das auch bitter nötig: Um das größte Gebäude des Spiels, ein Level-33-Monstrum, zu errichten, werden satte 24 Level-10-Häuser benötigt. Mit Ausnahme einer Kachel bedeckt das euer ganzes Spielfeld! Wie eure Gebäude für die jeweiligen Level aussehen, könnt ihr übrigens selbst bestimmen. Dazu wird euch meist eine Auswahl an drei verschiedenen Designs angeboten, aus denen ihr wählen dürft.

Über zwei Millionen Einwohner hat meine Stadt schon! Das ist vor allem den wenigen Riesengebäuden zu verdanken.

Während man also kein echtes Ziel im Spiel verfolgt, so kann zumindest die Highscore-Jagd jede Menge Spaß bereiten. Eure Punktzahl drückt sich dabei vor allem durch die Population aus. Eure Bauwerke werden schließlich auch bewohnt. Je höher das Dach also in den Himmel ragt, desto mehr Menschen finden in den riesigen Gebäudekomplexen Platz. Die Population eurer Stadt kann gerne auf mehrere Hundert Millionen ansteigen, wenn ihr euch ganz geschickt schlagt. Allgemein ist es jedem Spieler selbst überlassen, eine für ihn brauchbare Strategie zu entwickeln. Beim Spielen fiel mir jedoch auf, dass es empfehlenswert ist, die Kacheln in der oberen Hälfte des Spielfeldes zuerst zu vereinen, damit bei irgendwelchen Modifikationen in der unteren Hälfte die Kacheln nicht genau so hinunterrutschen, dass ihr gar nichts mehr miteinander kombinieren könnt. Tritt dieser Fall ein und ihr befindet euch in einer Zwickmühle, dann ist das Spiel noch nicht verloren. Euch stehen spezielle Marken zur Verfügung, die euch erlauben, eine Kachel auf dem Spielfeld zu entfernen. Das kann euch in vielen Fällen einiges retten. Weitere dieser Marken können übrigens auch durch gutes Spielen erlangt werden, etwa bei jedem 100. Zug oder für äußerst imposante (also hochstufige) Gebäude.

Was dem Spiel in erster Linie fehlt, ist Umfang. Neben dem Hauptspiel, welches entweder in etwas vereinfachter (und oft kurzlebiger) Form im Casual-Modus oder traditioneller im Classic-Modus gespielt werden kann, wird einem praktisch nichts weiter geboten. Die Kacheln sehen immer gleich aus, die Tipps im linken Bildschirmdrittel wiederholen sich in jedem Spieldurchlauf. Highscore-Jäger werden an diesem durchaus kreativen Spielkonzept viel Spaß haben, aber wer sich mehr Abwechslung wünscht, der wird das Spiel nach spätestens zwei oder drei Stunden wieder beiseitelegen.

Die Präsentation des Spiels kann als guter Durchschnitt eingestuft werden. Die Gebäude und weitere Details wie Vögel oder ein Zeppelin, welche über der Stadt umherfliegen, versprühen ihren eigenen Charme. Ein widersprüchlicher Mix aus Minimalismus und Detailverliebtheit. Beim Ton sind vor allem die Soundeffekte beim Stapeln der Kacheln zu loben, welche sich sehr zufriedenstellend anhören. Sie unterstreichen das gute Gefühl, das man beim Kombinieren vieler Kacheln hat, ideal. Etwas seltsam hingegen ist die tatsächliche Hintergrundmusik, die sicher nicht jedem zusagen wird. Glücklicherweise kann diese aber ausgeschaltet werden.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu SubaraCity

Meinung von Daniel Kania
SubaraCity nimmt ein simples, aber süchtig machendes Puzzle-Spielkonzept und verpackt es als charmantes Städteaufbau-Spiel. Viel Umfang oder Spieltiefe ist dabei nicht zu erwarten, doch Fans von Geschicklichkeitsspielen dieser Art und Highscore-Jäger werden definitiv ihren Spaß damit haben. Innovativ zeigt sich das Spiel im Umgang mit den verschiedenen Gebäudetypen, was oft zu kniffligen Situationen führt. Von Aufhören kann da aber keine Rede sein, das "Komm', eine Runde noch"-Gefühl überwiegt in den meisten Fällen, sodass man gerne einmal öfter als geplant am Bildschirm kleben wird. Dank einwandfreier Touch-Steuerung auch im Handheld-Modus ein Genuss.
Mein persönliches Highlight: Es fühlt sich total zufriedenstellend an, viele Kacheln auf einmal zu kombinieren. Das ist echt gut gelungen!

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