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Test zu Minecraft - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Minecraft
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  • Japan Japan: Minecraft
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.06.2018
Vertrieb
Nintendo, Mojang
Entwickler
4J Studios, Mojang
Genre
Adventure, Action, Kreativ, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 8
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Ein buchstäblich endloses Abenteuer

Von Maik Dallherm () Vor einiger Zeit erlebte Minecraft ein kleines Comeback auf der Nintendo Switch. Die Rede ist von der Bedrock Edition, inklusive dem Update Aquatic und Better Together. Was das genau bedeutet? So viele Änderungen, dass der Test zur vorigen Minecraft-Version, die Nintendo Switch Edition, mitsamt dem Spiel hinfällig geworden ist. Zumal die alte Version sowieso nicht mehr käuflich erwerblich ist, wenn auch für Besitzer weiterhin verfügbar. In dem Fall könnt ihr euch den aktuellen Titel von Mojang und 4J Studios komplett kostenlos herunterladen, ansonsten kostet es normalerweise rund 30€. Kenner von Minecraft, die sich nur für die Besonderheiten der neuen Version auf Basis der Bedrock Engine interessieren, dürfen direkt zur zweiten Hälfte des Reviews springen.

Noch mal von vorn...

Ich habe es in den vorigen Reviews zu Minecraft und dessen inspirierten, inoffiziellen Ablegern schon oft erklärt, aber es gibt ja für jeden ein erstes Mal, richtig? Minecraft wirft euch in eine zufällig generierte Welt voller Pixel und Voxel. Das heißt, dass eure gesamte Umgebung aus würfelförmigen Blöcken besteht. Euer Besitz? Absolut gar nichts. Außer vielleicht eine Karte. Die benötigt ihr auch zur Orientierung, da dort je nach Einstellungen die Koordinaten verzeichnet sind. Euer vorrangiges Ziel ist es, einfach zu überleben. Um dies zu bewerkstelligen, solltet ihr eine sichere Unterkunft errichten und müsst eine Nahrungsquelle sicherstellen. Wie ihr das anstellt, ist euch überlassen. Nahezu jeder Block ist per Hand oder mit dem richtigen Werkzeug abbaubar. Ihr sammelt etwas Holz, verarbeitet sie zu Bretter, baut eine Werkbank und ein erstes Set aus Holzwerkzeugen. Schon kann es richtig losgehen! Sammelt und verarbeitet Materialien und erschafft eure Bauwerke nach euren Vorstellungen, ganz wie in eurem LEGO-Alter!

Eine mit Lava gefüllte Schlucht spaltet eine stillgelegte Mine. Was für ein Anblick!

Eure Umgebung hält verschiedene Arten von Ressourcen parat. Ihr solltet euch vor allem frühzeitig um die Nahrungsversorgung kümmern. Wilde Tiere bieten einen guten Start, doch die Landwirtschaft und Tierzucht werden künftig unverzichtbar sein. Eure Waffen und Werkzeuge nutzen außerdem mit jeder Verwendung ab – bis sie zerbrechen. Wovon ihr und das Spiel lebt, ist der technische Fortschritt! Gegenstände aus höherwertigen Materialien arbeiten effizienter und sind haltbarer. Die Stufen verlaufen von Holz zu Stein, über Eisen, (folgend von Gold, wenn man es trotz der unterirdischen Haltbarkeit für nötig erachtet) bis hin zu Diamant. Diese und weitere Mineralien findet ihr verständlicherweise hauptsächlich bis ausschließlich unter Tage, seien es Höhlen, Minen oder durch sogenanntes Shaft- /Stripmining. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel. Eine weitere Möglichkeit, um die Leistung eurer Gegenstände zu erhöhen, sind Verzauberungen. Aber freut euch nicht zu früh, denn Zaubertische gehören schon zum fortschrittlicherem Equipment und sind nicht eben in 15 Minuten erledigt.

In Minecraft vergeht die Zeit rasend schnell. Ein Tag-Nacht-Zyklus mit einer Gesamtdauer von 20 Minuten macht es deutlich. Dabei sollte insbesondere die Nacht nicht zu verachten sein. Tagsüber ist es an der Oberfläche in der Regel friedlich, doch nachts erscheinen Monster, die euch alle an den Kragen wollen. Neben klassischen Zombies, fernkampf-geübte Skelette oder kletternden Spinnen kennt ihr sicherlich auch das Markenzeichen Minecrafts schlechthin: der Creeper. Und sollte euch dieser Name doch fremd erscheinen, dann kann ich euch versichern, dass ihr euch an die erste Begegnung mit ihm noch lange erinnern werdet. Was bedeutet die Nacht also für euch? Stellt sicher, angemessen ausgerüstet zu sein oder zieht euch in eure sichere Bleibe zurück. Diese habt ihr hoffentlich gut ausgeleuchtet, denn sonst wird sie euch vielleicht nicht viel bringen...

Griefer – Der ultimative Albtraum jeder kreativen Ader.

Natürlich ist es vom Spiel erwünscht, dass ihr euer Abenteuer, das sich sogar über andere Dimensionen erstreckt, mit Freunden bestreiten könnt. Ein geteilter Bildschirm ist mit einem zweiten Spieler möglich, doch online oder per lokalem Mehrspieler können bis zu acht Spieler am Geschehen teilhaben. Außerdem seid ihr nicht nur aufs pure Überleben angewiesen. Mit dem Kreativ-Modus umgeht ihr jegliche Gefahren und könnt – Überraschung – eurer Kreativität freien Lauf lassen. Das Inventar ist entsprechend angepasst, sodass sich mit nur einem Klick sämtliche Blöcke und Objekte herbeirufen lassen. Die Fähigkeit, dann noch zu fliegen, erleichtert das Bauen ungemein.

Übrigens: Welten, die im Überlebens- oder Kreativmodus gestartet wurden, können später in den Abenteuer-Modus verfrachten lassen. In diesem Modus können keine Blöcke auf- oder abgebaut werden, doch Interaktionen mit diesen sind weiterhin erlaubt. Das ist perfekt, um euren Freunden einen Dungeon voller Fallen und Gefahren mit komplizierten Redstone-Schaltungen und Storytelling mit Büchern vorzuführen – ohne den Haken, dass sie sich einfach von unten durchgraben werden. Die Minispiele sind in dieser Version Geschichte, stattdessen bekommt ihr nun die Minecraft Realms aufgetischt. Darüber könnt ihr kostenpflichtig (Minecoins) Server mieten, welche über die Mietdauer 24/7 online verfügbar sind und anders als nicht-dedizierte Sitzungen nicht von einem Host-Spieler abhängig sind.

Über das Prinzip von Minecraft habe ich, wie oben schon gesagt, früher schon häufiger und ausführlicher ausgesagt. Denn eigentlich gibt es eine ganze Menge zu erzählen. Daher möchte ich den Test an dieser Stelle nicht unnötig länger aufhalten. Schaut doch einfach bei den Reviews zur Wii U Edition und Nintendo Switch Edition rein, denn da gibt es noch weitere Details.

Von Better Together und der Bedrock Engine

Veteranen werden wissen, dass "Minecraft" für Nintendo Switch ein separater Titel ist und unabhängig von "Minecraft: Nintendo Switch Edition" existiert. Warum? Ein Update wäre ohne weitere Umstände nicht möglich gewesen, ohne dass es entweder fatale Folgen für das Spielerlebnis oder eure Speicherstände gegeben hätte. Denn die neue Version baut auf eine komplett andere Engine, sozusagen das technische Fundament, auf. Dieser Schritt war auch notwendig, um die Besonderheiten des einheitlichen Titels "Minecraft" auf der Nintendo Switch umzusetzen.

"Better Together" ist das Hauptaugenmerk der neuen Version, welche der früheren Pocket Edition entsprungen ist. Für Nintendo Switch kam der Zeitpunkt jedoch später, nämlich zur Veröffentlichung des Updates Aquatic. Da der Online-Service von Minecraft von Microsoft betrieben wird, geht die ganze Geschichte auch durch Xbox Live über die Bühne. Verknüpft ihr euren Nintendo Account mit eurem Xbox-Gamertag, so wird euch die Crossplay-Funktion offenbart. Das plattformübergreifende Spielen zieht sich über Windows 10-Geräte, Xbox One (X), Nintendo Switch, Mobilgeräte und unkonventionelle Plattformen, wie den Amazon Fire TV-Stick.

Seit jeher bieten die Konsolenversionen von Minecraft zusätzliche Inhalte über die jeweiligen Online-Stores an. Bei Nintendo-Konsolen waren diese früher über den Nintendo eShop erwerblich. Das hat sich nun etwas geändert. Aufgrund des Betriebs über Xbox Live benutzt Minecraft einen integrierten Store und verwendet sogenannte Minecoins als Währung. Der große Vorteil des Stores ist, dass Inhalte, die schon auf anderen Plattformen gekauft wurden, direkt auf eurer Nintendo Switch verfügbar sind. Um jedoch Minecoins zu erwerben, kommt in unserem Fall der Nintendo eShop ins Spiel: Ihr könnt dort verschiedene Münzenpakete kaufen, dessen Wert an Minecoins eurem Konto im Store gutgeschrieben werden.

Beim Marktplatz gibt es zahllose Skins und Ressourcen zu kaufen.

Durch den Minecraft Store gelangt ihr an diverse Anpassungsoptionen und das nicht zu knapp. Hunderte Spieler-Skins können über den Marktplatz erworben werden. Außerdem habt ihr bereits eine satte Auswahl bestimmter Skins und Texturenpakete vorinstalliert. Darunter auch das Mario Mash-up-Paket. (Bedenkt aber, dass Nintendo-relevante Inhalte aufgrund von Lizenzgründen nicht für plattformübergreifendes Spielen verfügbar sind.) In dieser Version gibt es aber auch einen anderen Typ von Anpassungen, nämlich sogenannte Verhaltenspakete. Diese beeinflussen, wie der Name schon sagt, das Verhalten des Gameplays, NPCs oder Gegenständen. Damit erfüllen sie quasi die Funktion der Mods aus der Java Edition. Anschließend wären da noch die Updates. Da Minecraft einheitlich auf allen entsprechenden Plattformen funktioniert, erscheinen neue Inhalte auch gleichzeitig auf allen. Als neue Hauptversion erscheinen Major-Updates für diese ebenso zuerst – auch früher als für die Java Edition, wenn man von Entwicklungsversionen und Pre-Releases absieht.

Noch ein Vorteil der Bedrock Engine ist der verbesserte Leistung. Minecraft läuft auf der Nintendo Switch butterweich, auch unter Umständen, wo die Java Edition am PC schon leichte Probleme hatte. Etwa wenn man mit einem Dutzend TNT-Blöcke einen Vorsprung gesprengt hat. Aber wir wollen es ja auch nicht übertreiben. Na gut, gelegentliche Hänger können während automatischen Speichervorgängen auftreten. Auch das Limit der Weltgröße ist endlich auf der Konsole aufgehoben. Eine Import-Funktion erlaubt es euch aber trotzdem, die Welten aus der Nintendo Switch Edition zu laden und hier weiterzuspielen.

Redaktionswertung

9

Geniales Spiel

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Minecraft

Meinung von Maik Dallherm
Ein drittes Review zu einem Hauptableger von Minecraft und das Muster setzt sich fort: Nach der Wii U-Version und der verbesserten, wenn auch immer noch eingeschränkten "Nintendo Switch Edition" hebt "Minecraft" für Nintendo Switch die Blockaden endgültig auf – im wahrsten Sinne des Wortes. Die wohl wichtigsten Vorteile bekommt ihr nun durch das plattformübergreifende Onlinespiel (Crossplay), die unbegrenzten Welten und die aktuellsten Features. Eine weite Palette an Skins und Ressourcenpaketen (auch mit HD-Texturen), die im Marktplatz erhältlich sind, beseitigen die Monotonie der dauerhaft gewohnten Optik – auch für alle, die ohnehin die Standardtexturen nicht besonders leiden können.
Mein persönliches Highlight: Die gelungene Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Nintendo: Crossplay!

Kommentare 10

  • LordBackfisch Nervt mit Argumenten - 24.08.2018 - 17:11

    Sehr gut, werde es mir vielleicht kaufen!
  • GamingPeter Lebt den AC Switch Hype - 24.08.2018 - 18:58

    Ein zeitloses Spiel. :D
  • Cmdr Turmritter - 24.08.2018 - 20:26

    Ich bin verwirrt. Woran erkenne ich eigentlich, ob es sich um "Minecraft" oder "Minecraft Nintendo Switch Edition" handelt?
  • Voodooboom Turmheld - 24.08.2018 - 21:06

    @Cmdr

    Im Spiel wirst du es optisch nicht erkennen. Ansonsten erkennbar am Cover. Hast du die Switch Edition, bekommst du das Update auf die neue Version kostenfrei. Passiert alles automatisch. Ich hatte die Switch Edition im Onlineshop erworben, irgendwann kam dann im Spiel der Hinweis auf ein kostenloses Upgrade/Update auf die neue Version. Jetzt hab ich beide.
  • Skerpla 任天堂 - 24.08.2018 - 22:43

    Minecraft ist 10/10. Alleine wie viele persönlichen Geschichten es mittlerweile bei jedem über die Jahre gibt und wie viele Leute dadurch reich geworden sind.
  • Zack78 Turmknappe - 25.08.2018 - 08:46

    Schön geschriebener Test liebes Ntower Team, mir gefällt Dragon Quest Builders aber um Längen besser.
    Bei meiner Tochter rotiert dafür aber Minecraft in der Switch.
  • UpsOhWeh Turmritter - 25.08.2018 - 13:51

    Ich bin über 40 Jahre alt und liebe dieses Spiel.

    Immer mal wieder spiele ich es und natürlich auch auf der Switch.
  • Cmdr Turmritter - 26.08.2018 - 21:06

    @Voodooboom Danke für die Info.

    Ich wollte mir es evtl. Retail zulegen, aber gerade das Angebot von Amazon verwirrt mich in Bezug auf diesen Test:
    amazon.de/Minecraft-Nintendo-S…keywords=minecraft+switch
    Der Titel sagt eindeutig "Minecraft: Nintendo Switch Edition", aber auf dem zugehörigen Cover steht nur "Minecraft".

    Bevor ich diesen Test gelesen habe, wusste ich noch nichtmal, dass es 2 Versionen gibt. Hat jemand eine Ahnung, um welche Version es sich hier handelt? Ich möchte ja ungern jetzt noch zur alten (schlechteren) Version greifen.
  • D. Olafson Turmknappe - 27.08.2018 - 11:41

    Ich habe bisher immer von allen Seiten gehört, dass der Multiplayer erst den ganzen Reiz ausmacht. Aber ich kann das Spiel nur mit Leuten aus meiner Freundesliste spielen? Unf dann nur wenn Jemand gegen Bezahlung einen Realm gemietet hat?

    Also keine Public Server wie man es von anderen Multiplayer Titeln kennt?

    @Cmdr
    Besitzer der alten Version erhalten automatisch Zugriff auf die neue Nintendo Switch Edition (Per automatischen Download).

    So war es jedenfalls wenn man vor dem Update die alte Version besaß. Ich denke heute sollte es eigentlich gar nicht mehr möglich sein die alte Version zu erwerben.
  • Splatterwolf Flop-Weltstar seit 1889 - 27.08.2018 - 12:19

    Zitat von D. Olafson:

    Aber ich kann das Spiel nur mit Leuten aus meiner Freundesliste spielen?
    Jein. Es gibt Multiplayer-Server. Soweit ich das sehen konnte, sind diese auf der Switch noch nicht verfügbar und bieten auch nur "Mini-Spiele". Es ist aber jederzeit möglich, eine Welt zu erstellen und Freunde einzuladen mit dir in der Welt zu spielen.

    Zitat von D. Olafson:

    Unf dann nur wenn Jemand gegen Bezahlung einen Realm gemietet hat?
    Der Realm ist quasi ein Server, den man mietet. Sprich, der Realm bleibt immer online, auch wenn du dich ausloggst. So können deine Freunde auf dem Server weiterspielen, was im normalen Multiplayer ja nur geht, wenn du die ganze Zeit online bleibst, sofern du deine Welt zur Verfügung stellst.

    Zitat von D. Olafson:

    Also keine Public Server wie man es von anderen Multiplayer Titeln kennt?
    Die Server sind eben noch nicht freigeschaltet in der Switch-Version. Ob dann später auch normale Bau-Server als Public Server angeboten werden, weiß ich nicht. Bei der Win10-Version jedenfalls gibt es einige Server, auf denen man Mini-Spiele spielen kann.