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Test zu Flat Heroes - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Flat Heroes
  • USA USA: Flat Heroes
  • Japan Japan: Flat Heroes
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
02.08.2018
Vertrieb
Deck 13
Entwickler
Parallel Circles
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Bekommt man viereckige Augen vom Fernsehen?

Von Krispin Berndt () Bereits vor rund zwei Jahren veröffentlichte das Indie-Entwicklerstudio Parallel Circles aus Manchester eine Early-Access-Version des 2D-Action-Titels Flat Heroes auf Steam für den PC und machte in der Indie-Szene, unter anderem durch sehr positive Kritiken in den folgenden Monaten, von sich reden. Am 02.08.2018 feierte das Spiel dann die finale Veröffentlichung – darunter auch auf der Nintendo Switch. Ob das selbsternannte „minimalistische, epische Abenteuer“ auch auf dem Hybriden von Nintendo eine gute Figur macht und den Vorschusslorbeeren gerecht werden kann, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Simple Grafik trifft auf anspruchsvolles Gameplay…

Das Spielprinzip ist leicht erklärt: In Flat Heroes steuert ihr ein kleines, farbiges Quadrat und müsst unterschiedliche Level, welche immer aus einem großen, quadratischen Raum mit vier Wänden bestehen, entweder im Einzelspieler- oder gemeinsam mit Freunden im Mehrspieler-Modus erfolgreich meistern, um in das nächste Level zu gelangen. Die Level sind dabei sehr minimalistisch gehalten und beinhalten neben den obligatorischen vier Wänden meist nur wenige weitere Striche, die euch dabei helfen sollen, den gegnerischen Geschossen auszuweichen. Um dies erfolgreich zu meistern, könnt ihr mit eurem Quadrat in jede Himmelsrichtung springen, euch an den Wänden festkleben und Gegnern mit einer Art Attacke, welche das Quadrat für einen kurzen Augenblick unsterblich werden lässt, ausweichen. Außerdem beseitigt ihr einen Großteil eurer Gegner mit der Attacke, wenn ihr diese mit der Aura berührt. Doch es ist Vorsicht geboten: Berühren euch hingegen die Gegner, was durchaus regelmäßig vorkommen wird, müsst ihr das Level von vorne beginnen. Das typische Trial-and-Error-Prinzip.

Nicht selten verbleibt der Spielfigur nur wenig Freiraum um den verschiedenen Gegnern ausweichen zu können. Jede Sekunde, die der Spieler zum Nachdenken braucht, könnte schon zu viel sein. Dann muss das Level von vorne begonnen werden.

Das aktuelle Level ist erst dann beendet und erfolgreich abgeschlossen, wenn ihr alle Gegnerwellen überlebt habt. Dies kann, besonders bei mehreren Gegnerwellen, hin und wieder ziemlich knifflig sein und erfordert durchaus eine Vielzahl an Anläufen. Ein Tutorial, welches das Spielprinzip und die Steuerung erklärt, werdet ihr vergeblich suchen. Dies ist, aufgrund der wenigen Tasten, die für das Spielen benötigt werden, aber auch nicht notwendig. Die einfache Steuerung sowie das schnell zu verstehende Spielprinzip sind selbsterklärend und sollten spätestens nach den ersten paar bestandenen Leveln verinnerlicht sein. Die ersten Level des Kampagnen-Modus sind zwar recht anspruchslos, aber dies ändert sich spätestens mit dem Endgegner der ersten Welt. Im späteren Spielverlauf werden euch dann die verschiedenen Gegnertypen vorgestellt und miteinander kombiniert. Das sorgt für eine Menge Chaos auf dem Bildschirm und erfordert durchaus flinke Augen und Reaktionsvermögen.

So kreisen zum Beispiel kleine, drohnenähnliche Gegner durch den Raum und verfolgen euch solange, bis sie auf ein Hindernis, im besten Fall natürlich nicht euch, treffen und explodieren. Gleichzeitig müsst ihr dabei scharfen Geschossen ausweichen, die von den Wänden in eure Richtung donnern. Nur in den seltensten Fällen schafft man die Level direkt und meistens braucht man eine Menge Anläufe bis sämtliche Gegner und deren Laufwege einstudiert sind. Dies sorgt aber für einen knackigen und selten langweilig werdenden Schwierigkeitsgrad. Im Grunde wird der Spieler in den folgenden Welten auf den finalen Endkampf vorbereitet. Dieser verlangt einem über mehrere Minuten, ein letztes Mal und wie es sich für einen finalen Gegner gehört, eine Menge Ruhe und Konzentration ab.

Jedes Spiel hat ausbaufähige Ecken und Kanten, auch Flat Heroes...

Bis es jedoch so weit ist, schaltet ihr in der Zwischenzeit durch das Spielen der Kampagne nicht nur neue Farben für die Quadrate und Räume frei, sondern auch neue Modi für den Einzel- und Mehrspieler-Bereich. Der erste neue Modus „Überleben“, in welchem ihr euch einmal täglich so lange wie möglich gegen eine Vielzahl von Gegnern behaupten müsst, wird schon nach wenigen Welten freigeschaltet. Abgerundet wird dieser Modus durch täglich wechselnde Level und eine Online-Rangliste. Je höher ihr es schafft in der Rangliste aufzusteigen, umso mehr Punkte erhaltet ihr. Mit diesen könnt ihr euch neue Versuche in den täglichen Herausforderungen erwerben.

Ob allein, mit oder gegen bis zu drei weiteren Freunden oder gegen die KI: Die verschiedenen Mehrspieler-Modi, unter anderem im Vorherrschafts-Modus, bringen frischen Wind in das Gameplay.

In den vier reinen Multiplayer-Modi („Vorherrschaft“, „Gefecht“, „Verfolgung“ und „Wettlauf“) und im Kampagnen-Modus könnt ihr euch mit bis zu drei weiteren Freunden im lokalen Mehrspieler-Modus zusammenschließen und gemeinsam mit- oder gegeneinander antreten. Im Modus „Vorherrschaft“ müsst ihr so lange wie möglich in einer vorgegebenen Zone ausharren, um diese mit eurer Farbe zu markieren, und erhaltet mit der Zeit die nötigen Punkte, um das Spiel zu gewinnen. Wichtig dabei ist es, eure Gegenspieler möglichst oft mit eurer Attacke auf Distanz zu halten. Seid ihr oder eure Gegner besiegt, dauert es ein paar Sekunden bis wieder in das Spielgeschehen eingegriffen werden kann. In „Gefecht“ gewinnt der Spieler, welcher es als erstes schafft, 15 Mal die Gegner mit der Angriffstaste zu besiegen. Die vielen verschiedenen Modi sorgen für eine gelungene Abwechslung und für knallharte Gefechte untereinander.

Schade, dass Flat Heroes auf den Einzelspieler- und lokalen Mehrspieler-Modus ausgelegt ist. Nicht nur ein Online-Modus hätte dem Spiel gut zu Gesicht gestanden, sondern auch ein Level-Editor. Die vielen verschiedenen Level, Gegner und Hindernisse wären perfekt für einen Editor geeignet, um dort seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Wenn man diese noch Online mit anderen Spielern teilen und spielen könnte, würde das Spiel noch einmal um einiges an Umfang gewinnen. Flat Heroes läuft zu jederzeit vollkommen flüssig und die Ladezeiten zwischen den Welten sind nicht einmal wirklich erwähnenswert. Innerhalb eines Wimpernschlages findet man sich im nächsten Level wieder. Einen richtigen Soundtrack gibt es hingegen nicht, dieser würde aber auch nur vom Spielgeschehen ablenken.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Flat Heroes

Meinung von Krispin Berndt
Ich bin ehrlich: Als mir Flat Heroes zum Testen zur Verfügung gestellt wurde, war ich nur wenig begeistert. Der erste Eindruck vermittelte mir, es handele sich dabei um „Indie-Titel XYZ“, welcher schon kurz nach dem Starten für gähnende Langeweile sorgen würde. Die ersten Level sorgten aber prompt für eine positive Überraschung. Schnell packte mich der Ehrgeiz die kommenden Level zu schaffen. Jedes klägliche Versagen wurde mit einem „Echt jetzt?!“, „Ist klar…“ oder „Beim nächsten Versuch klappt es sicher…“ kommentiert. Das Trial-and-Error-Prinzip möchte genau das erreichen und sorgt dafür, dass man die Level unbedingt schaffen möchte – selbst dann, wenn man schon mehrfach gescheitert ist. Auch wenn das Spiel auf einen richtigen Online-Modus oder einen Level-Editor verzichtet, gibt es durch die verschiedenen Modi so viel zu entdecken und freizuschalten, dass die eine oder andere Stunde wie im Fluge vergeht. Trotzdem ist Flat Heroes, besonders durch die Vielfalt und den lokalen Mehrspieler-Modus eine sehr positive Überraschung und eignet sich besonders für einen gemeinsamen Spieleabend auf der Couch bei dem einen oder anderen Stück Pizza. Wer auf knifflige Spiele steht, wird mit Flat Heroes einige Stunden verbringen können.
Mein persönliches Highlight: Der steigende Schwierigkeitsgrad und die verschiedenen Gegnertypen sorgen für eine gelungene Abwechslung.

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