Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Toby: The Secret Mine - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Toby: The Secret Mine
  • USA USA: Toby: The Secret Mine
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
07.08.2018
Vertrieb
Headup Games
Entwickler
Lukas Navratil
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

In die Mine voller Rätsel, Sprünge und Tode

Von Marco Kropp () Toby: The Secret Mine erschien Anfang 2017 für die Wii U und wurde von Lukas Navratil in der Unity-Engine entwickelt. Vertrieben durch Headup Games erschien der Titel in diesem Jahr auch im Nintendo eShop der Nintendo Switch. Inspiriert wurde der Entwickler auch von Limbo, was vor allem am Grafikstil gesehen werden kann.

In einem regenreichen Level seht ihr einen eurer Artgenossen im Käfig. Wenn ihr ihn erreicht, befreit ihr ihn ganz einfach.

Das Spiel startet in einem schemenhaft erkennbaren Dorf, wo ihr die Kontrolle über eine kleine, schwarze Figur habt. Springen und Interagieren (wenn nichts zum Interagieren da ist, zuckt die kleine Figur mit den Schultern) sind eure einzigen Handlungsoptionen neben dem Laufen. Nach ein paar Schritten trefft ihr auf eine ähnlich aussehende, allerdings erheblich größere und mit roten Augen ausgestattete Gestalt, welche vermutlich einen eurer Artgenossen in einen Käfig eingesperrt hat. Doch er erblickt euch beim Näherkommen und rennt hinunter in einen schwarzen Abgrund und natürlich – todesmutig wie ihr seid – springt ihr hinterher, rein in ein tiefes Loch und somit in das erste Level. Dieses erstrahlt nicht nur in den schwarzen Tönen vom Dorf, sondern besitzt einen hellen, grünlichen Hintergrund. Auch manche Lebewesen sind erkennbar.

Grafisch ist das Spiel schön anzuschauen und bietet abhängig vom Level andere Hintergründe und auch andere Strukturen, welche für Abwechslung bei der Bewältigung des Spieles sorgen. Denn im Laufe des Spieles gibt es Sprung-, Schiebe- und Rätsel-Passagen. Manchmal können euch die Sprungpassagen wegen sehr kleiner Plattformen aufregen, manchmal aber auch wegen eines sehr knappen Zeitintervalls und nicht auf Anhieb funktionierender Steuerung. Beispielsweise muss sich unter einer Säge durchgeschlichen werden, die hin und her schwenkt. Um dem Schwenken zu entkommen, gibt es Löcher, die mit Holzplatten bedeckt sind. Ein guter Sprung auf die Mitte einer solchen Platte zerstört diese und ihr fallt nach unten. Doch nicht immer gelingt dies und ihr werdet die Bekanntschaft mit der Kettensäge und dem Tod machen. Sterben werdet ihr vermutlich sehr viel in diesem Spiel. Aber eher erst in den späteren Level, denn zu Anfang habt ihr fast gar keine schwierige Stellen und es fühlt sich eher nach einem Spaziergang an.

Insgesamt können im Spiel 26 Wesen befreit werden, was kein Muss ist, denn ihr benötigt nicht alle Wesen, um das Ende des Spieles zu erreichen. Der erste Gefangene ist sehr einfach zu erreichen: eine Kiste geschoben, ein Hebel gedrückt und schnell habt ihr einen von 26. Im Verlauf des Spieles werden euch viele Gefangene gut erreichbar auf den Weg gelegt, manche müsst ihr aber auch suchen. Der Spieler wird eher weniger an die Hand genommen und manche Rätsel werden auch nur einmal benutzt, was wirklich schade ist, denn es gibt viele kreative Ideen. In einem Abschnitt wird aus den schwarzen Flächen plötzlich eine weiße Schneelandschaft samt einer Lawine, die euch zur Eile antreibt. An manchen Stellen muss der Spieler aktiv nach dem neuen Weg suchen, was Abwechslung und manchmal auch Frust bedeutet, denn manche Passagen, Rätsellösungen oder einige Gefangene sind hinter schwarzen Flächen versteckt.

Ein Balanceakt durch Stacheln. Nette Idee, leider nur einmal kurz genutzt und dabei erschwert durch die Kollisionsabfrage.

Neben der weißen Schneelandschaft besitzen andere Level auch verschiedene Kniffe, die ihr erst verstehen müsst. So sind in einem Level ausfahrbare Speere auf Bodenplatten platziert, die so gut wie nicht erkennbar sind – außer ihr wisst, wie ihr sie erkennt. In einem anderen Level müsst ihr während einer Lorenfahrt verschiedene Schalter aktivieren, um nicht in Stücke zerschnitten zu werden und in einem weiteren Level gilt es, den richtigen Moment abzupassen, um nicht vom tödlichen Laser in einer Fabrik getroffen zu werden. Leider sind viele Sachen auf das Trial and Error-Prinzip gemünzt. In einem Zeiträtsel müsst ihr einfach irgendwelche Kombinationen erraten, da ihr keine Hinweise auf die Bewältigung des Rätsels habt. Aber auch in anderen Abschnitten müsst ihr erst stets ausprobieren, also sehr oft ins Gras beißen.

Das Spiel steuert sich leider auch nicht allzu angenehm. Ab und an hängt ihr an Kanten festen und müsst etwas mit dem Analog-Stick wackeln, um wieder freizukommen. Manchmal ist die Kollisionserkennung seltsam: So stand ich fast komplett in einem Laser und wurde nicht getroffen, während ich bei einem herausschießenden Pfeil noch nicht mal einen Pixel berührt habe. Ansonsten kann sich technisch nicht viel beklagt werden: Die Ladezeiten zwischen den einzelnen Level sind recht kurz, es gab bei mir keine Abstürze und die Grafik sowie die Soundkulisse waren allesamt stimmig. Doch so abrupt die Level und Rätsel wechselten, endete auch das Spiel nach nur 21 sehr unterschiedlichen Leveln.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Toby: The Secret Mine

Meinung von Marco Kropp
Toby: The Secret Mine überraschte am Anfang durch die Grafik und die leichten Sprungpassagen und Rätsel. Auch der zunehmende Schwierigkeitsgrad und die Abwechslung führten anfänglich zu dem Wunsch, weiterspielen zu wollen. Doch nach einer Weile wandelte sich dieser eher in die Frage, warum ich weiterspielen sollte. Denn viel Motivation gab es nicht und die Rätsel, welche leider nur wenig genutzt wurden, wichen teils knappen und engen Geschicklichkeitspassagen, an denen verzweifelt werden kann. Nach etwa zwei bis drei Stunden solltet ihr das Spielende erreicht haben, auch wenn ihr vielleicht nicht alle 26 Bewohner retten konntet. Ein solides Spiel mit schöner Grafik, netten Rätseleinlagen und hohem Frustpotential.
Mein persönliches Highlight: Als die schwarze Ebene plötzlich weiß geworden ist.

Kommentare 2