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Test zu Squids Odyssey - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Squids Odyssey
  • USA USA: Squids Odyssey
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
05.07.2018
Vertrieb
The Game Bakers
Entwickler
The Game Bakers
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Tentakelkeilerei im Meer

Von Matthias Ksoll () Das rundenbasierte Action-RPG Squids Odyssey erschien bereits im Jahr 2014 für die Wii U und den Nintendo 3DS und war zuvor schon auf Smart Devices Zuhause. Nun wurde das Spiel vom Entwickler The Game Bakers auch auf die Nintendo Switch portiert.

Im Spiel steuert ihr eine Gruppe Kalmare (Squids) durch verschiedene Gebiete unter dem Meer. Die Hauptfiguren Steev und Vahine, welche unter anderem zu dieser Gruppe gehören, müssen sich gegen eine Gefahr behaupten. Ihre Unterwasserwelt wird durch einen ansteckenden schwarzen Schleim bedroht. Dabei gilt es, verdorbene Krabben und Krebse, im Spiel „Modder“ genannt, zu besiegen und die vorherige Ordnung wiederherzustellen.

Um sich her geschleudert wird in der Top-down-Perspektive. Der Artstyle weiß dabei zu gefallen.

Präsentiert wird das Ganze dabei in einer liebevoll gezeichneten Comic-Aquarell-Optik mit karibischen Klängen. Zwischen den einzelnen Leveln wird die Geschichte durch Zwischensequenzen vorangebracht. Diese bestehen aus Standbildern und werden u.a. auch auf Deutsch präsentiert. Die Story ist in mehrere Kapitel mit einer unterschiedlichen Anzahl an Leveln unterteilt. Die Kapitel bieten euch viele unterschiedliche Welten und Szenarien, sodass für Abwechslung gesorgt ist. So gibt es eine Welt im Stil des Wilden Westens, ihr könnt einen alten asiatischen Tempel erkunden oder aber auch eine alte Zitadelle. In diesen Leveln gehört es beispielsweise zu euren Aufgaben einen anderen Ort aufzusuchen, alle Gegner zu besiegen oder lange genug auszuhalten, um weiterzukommen.

Kommen wir aber nun zum Gameplay von Squids Odyssey. Dieses geht einen schnell in Fleisch und Blut über und wird am Anfang in einem Tutorial-Level gut und verständlich erklärt. Ihr steuert eure Squids rundenweise durch das jeweilige Level. Fortbewegen könnt ihr diese durch das Halten eines Knopfes oder mittels eures Fingers auf dem Touchscreen. Dabei zieht ihr auf dem Controller den Analog-Stick bzw. euren Finger nach hinten, um die Squids durch das Level zu schleudern. Auf genau die gleiche Weise attackiert ihr auch eure Gegner. Der Schadenswert richtet sich dabei nach der Heftigkeit des Aufpralles. Ihr müsst aber zusätzlich auf eure Ausdauer-Anzeige achten, die jeder Squid pro Zug hat. Ist diese nämlich leer, kann dieser Squid keine Aktion mehr ausführen und euer nächster ist an der Reihe oder eben die Kontrahenten. Im Laufe des Spiels steigen eure Squids im Level auf und das lässt eure Attribute rollenspieltypisch steigen.

Das Ganze fühlt sich eher wie RPG-Light an.

Neben dieser einfachen Schleuderattacke gibt es auch noch sammelbare Items in den Levels, welche in Flaschen versteckt sind und euch weitere Vorteile verschaffen. Da gibt es z.B. einen Schildkrötenpanzer, der einen für eine Runde schützt, oder einen Cocktail, der die Ausdauer wieder steigen lässt. Einige der Items lassen sich auch im Shop erwerben. Ihr könnt außerdem Perlen einsammeln, diese stellen die Währung in Squids Odyssey dar. Ihr erhaltet sie, wenn ihr Gegner besiegt oder nach erfolgreichem Bestehen eines Levels. Die Perlen sind wichtig, um eure Squids mit neuen Gegenständen ausrüsten zu können und um eure Attribute zu verbessern. Am meisten bekommt ihr, wenn ihr so wenige Runden wie möglich braucht, um ans Ziel zu kommen und dabei keine Squids verliert. Mit den Perlen lassen sich dann im Shop neue Helme für eure Squids kaufen, mit denen deren Attribute gesteigert werden. Davon schaltet ihr nach und nach neue frei. Die Helme sind lustig gestaltet und passen perfekt zum Artstyle des Spieles.

Die Story wird in Standbildern weitergesponnen.

Dazu verfügt jeder der 15 Charaktere, die ihr im Laufe des Spiels dazugewinnt, über eine Spezialfähigkeit, die sich während der eigenen Runde einsetzen lässt. Die Art derer richtet sich nach der Klasse des jeweiligen Squids. Von denen gibt es vier Stück: Stürmer, Heiler, Pfadfinder und Schütze. Der Stürmer schießt keine Tore, sondern ist der Mann fürs Grobe. Er kann eine Stampfattacke ausführen, um den Gegnern innerhalb eines bestimmten Radius‘ einzuheizen. Die Heiler heilen ihrem Namen entsprechend die Mitstreiter durch einen Stoß. Die Schützen sind bestens für den Fernkampf geeignet und treffen auch von großer Entfernung. Die Pfadfinder zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich öfter fortschießen können als die Anderen. So können so schneller die Umgebung erschließen. Ihr könnt mit ihnen aber auch einfach öfter die Feinde attackieren.

Auch diese haben verschiedene Merkmale, auf die man gegebenenfalls achten muss. Es gibt kleine und große Gegner, die sich in der Größe ihrer Lebensenergie und im Schaden, den sie ausrichten, unterscheiden. Es gibt welche, die sich nur durch eine bestimmte Aktion oder Items besiegen lassen. So passiert dies bei manchen nur, wenn man sie in den Abgrund stößt. Aber Vorsicht! Dieses Schicksal kann euch auch leicht ereilen! Für andere wiederum benötigt man die Hilfe eines Reittieres, weil diese die Panzerung des Gegenübers durchdringen können und ihnen so Schaden zugefügt wird. Außerdem lassen sich mit ihnen pro Zug längere Strecken zurücklegen. Die Reittiere werden im Laufe des Spiels freigeschaltet und sind ab diesem Zeitpunkt dann und wann in manchen Leveln verfügbar. Generell sind die Kämpfe mit der Zeit fordernd und machen Spaß. Da Kämpfe die Hauptkomponente des Spieles sind, ist das ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Was Squids Odyssey dann doch ein bisschen vermissen lässt, ist die spielerische Tiefe. Das Ganze fühlt sich eher wie RPG-Light an. Die eine oder andere Klasse mehr hätte nicht geschadet. Diese haben zudem nur eine spezielle Attacke. Auch mehr Ausrüstungsgegenstände als nur die Helme hätten dem Gameplay mehr Tiefe verleihen können.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Squids Odyssey

Meinung von Matthias Ksoll
Squids Odyssey ist ein gutes Spiel für zwischendurch. Es bietet einen leichten Einstieg und man verliert sich leicht in den Unterwasserwelten. Zu mehr reicht es aber auch nicht. Dazu bietet das Spiel zu wenig Gameplay-Tiefe, ist eher ein Casual-RPG. Einzigartig und schön ist derweil die Präsentation. Der Aquarell-Comic-Look ist ansprechend und das Setting einzigartig, die Story wird mit den toll gezeichneten Standbildzwischensequenzen anständig präsentiert, sodass ich immer wieder mal eine kleine Runde eingelegt habe.
Mein persönliches Highlight: Der tolle Aquarell-Look

Kommentare 2

  • felix SSB #hypebrigade - 28.08.2018 - 23:52

    Erster Gedanke beim Lesen der Überschrift: Crossover zwischen Splatoon & Mario Odyssey!?
    Erster Gedanke beim Betrachten des Newsbildes: Findet Nemo!
  • Lockenvogel Dumm aber klug! - 29.08.2018 - 08:38

    Das Spiel habe ich auf der Wii U schon sehr gerne gespielt. Die rudimentären RPG-Mechaniken sind zwar eher zuvernachlässigen, die Kämpfe dagegen umso spaßiger.