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Test zu YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade - Nintendo 3DS

  • Deutschland Deutschland: YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade
  • USA USA: YO-KAI WATCH BLASTERS: White Dog Squad
Plattform
Nintendo 3DS
Erscheinungsdatum
07.09.2018
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Level-5
Genre
Action, RPG
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Weiße Hunde in Lenzhausen?

Von Dennis Gröschke () Für diejenigen unter euch, die noch nie einen YO-KAI WATCH-Titel gespielt haben sei nur kurz die Prämisse dargelegt. Für uns Menschen in der Regel nicht sichtbar, existieren in unserer realen Welt im Verborgenen auch die sogenannten Yo-kai. Das sind kleine und große Monster, die für so manch auffälliges Verhalten von Lebewesen, seien es nun Tiere oder Menschen, verantwortlich sind. Im ersten YO-KAI WATCH-Spiel gelangt der Protagonist Nathan an eine sogenannte Yo-kai Watch (eine Uhr), mit der er die geisterförmigen Monster sehen und aufspüren kann. Unterstützt wird er dabei von einem Yo-kai namens Whisper, der ihm viele Geheimnisse der Yo-kai-Welt offenbart und ihm hilft, Probleme in seinem Umfeld zu lösen. In den Spielen der Hauptserie spielt ihr allerdings jeweils menschliche Figuren und steuert die Yo-kai nicht direkt. Kommt es zu einer Auseinandersetzung mit anderen Yo-kai, laufen die Kämpfe rundenbasiert ab, wobei ihr dort die jeweiligen Stärken eurer Yo-kai geschickt einsetzen müsst.

Euer Team kann aus bis zu 4 Yo-kai bestehen, wechseln könnt ihr sie nur in eurer Basis.

In der YO-KAI WATCH BLASTERS-Reihe gestaltet sich der Aufbau der Spiele ein wenig anders. Hier steuert ihr die jeweiligen Yo-kai direkt und kämpft auch in Echtzeit gegen eure Widersacher. Zu Beginn seht ihr euch einem großen Widersacher gegenüber, den ihr nicht besiegen könnt. So gelangt ihr niedergeschlagen zurück in eure Basis und betrauert eure Niederlage gemeinsam. YO-KAI WATCH BLASTERS schickt euch nämlich als Eingreiftrupp auf die Straße, um euch bösen Yo-kai oder anderen Problemen gegenüber zu stellen. Der momentane Anführer der Blasters – so der Name eurer Truppe – wird sodann auch gleich ausgewechselt und ihr übernehmt das Ruder. Ausbilder Schleifer, ein Yo-kai der drängelnden Sorte, überrascht euch in eurem Blasters-Haus mit einem Besuch und versucht eure „Gurkentruppe“ fortan für die anstehenden Missionen fit zu machen.

Wer bereits den zweiten Teil von YO-KAI WATCH gespielt hat, wird sich mit den Blasters vertraut fühlen. Eine etwas eingeschränktere Variante dessen, was uns nun hier im Spiel erwartet, war bereits im Blasters-Modus des zweiten Teils enthalten. Dies wird nun mit der Spin-off-Reihe aufgegriffen, stark erweitert und stellt den Kern des vorliegenden Spieles dar. Nicht nur finden sich mit Whisper, Jibanyan und Nixda gleich zu Beginn auch bekannte Charaktere in eurem Team, auch der Look und das Spielgefühl der YO-KAI WATCH-Spiele kommt direkt wieder auf. Dazu trägt auch die deutsche Übersetzung in Wort und Schrift bei, die das Spiel wie gehabt auch für die jüngere Spielerschaft interessant macht. Wer sich mit dem Franchise ein wenig besser auskennt, weiß auch über die 8 verschiedenen Stämme der Yo-kai Bescheid, die sich in unterschiedlichen Kategorien klassifizieren lassen. Habt ihr zwei oder mehr Yo-kai von einem Stamm in eurem Team, könnt ihr wie gehabt deren Kräfte bündeln. Hier kommt auch bereits eines der strategischen Elemente aus den Hauptspielen zum Tragen. Weiterhin besitzen alle Yo-kai ein Element, dem sie zugeordnet sind und mit dem sie Schaden anrichten können. Hier finden sich so bekannte Elemente wie Feuer, Wasser, Blitz und Erde, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Mithilfe dieser Elemente könnt ihr euch besser gegenüber anderen Yo-kai und Bossen positionieren. Profitiert ihr von einem starken Element und hat euer Widersacher gerade dort seine Schwachstelle, dann erhaltet ihr einen Schadensschub und teilt noch mehr Schaden aus.

Angesagte Action auf allen Arealen

Steigen wir doch gleich in die Action ein! Anhand einer typischen Mission möchte ich euch nun das allgemeine Gameplay erläutern. Nachdem ihr euch in eurer Basis so gut es geht vorbereitet und ausgestattet habt, könnt ihr eure Missionen bei Ausbilder Schleifer starten. Dafür lest ihr euch ein kurzes Missionsbriefing durch, in dem erläutert wird, welche Stufe ihr für diese Mission am besten mitbringt, welche speziellen Yo-kai zu erwarten sind und was überhaupt euer Missionsziel ist. Nehmt ihr die Mission an, startet eine kurze Zwischensequenz, bei sich euer Team in das Einsatzfahrzeug schwingt und zum Einsatzort fährt. Yo-kai jagen in diesem Spiel also andere Yo-kai, im Original heißt das Spiel ja nicht ohne Grund YO-KAI BUSTERS – wenn ich bloß wüsste, an was mich das erinnern soll...

Die Zwischensequenzen sind insgesamt sehr schön gestaltet und stimmen gut auf das Spiel ein. Im Zweifel lassen sie sich aber auch auf Knopfdruck abbrechen.

Nach der Zwischensequenz findet ihr euch direkt an eurem Einsatzort wieder und erhaltet letzte Instruktionen von Schleifer. Dort könnt ihr euch in einem abgesteckten Gebiet völlig frei bewegen und euer Missionsziel verfolgen. Zu Beginn handelt es sich meist um Ziele, bei denen es darum geht, ein entsprechendes Gebiet von anderen Yo-kai zu befreien. Ihr lauft also mit eurem Anführer durch das Gebiet und sucht nach den entsprechenden Zielobjekten. Euch zur Seite stehen bis zu drei weitere befreundete Yo-kai, die euch vor Ort unterstützen. Eure Begleiter wählt ihr natürlich mit Bedacht aus, wollt ihr euch doch in den Missionen gut aufgestellt wissen. Die Yo-kai sind dazu noch in eine von vier Klassen unterteilt: Krieger, Wächter, Heiler und Schütze. Krieger setzen ihre Stärken in den direkten Angriff, Wächter besitzen eine sehr gute Verteidigung, Heiler kommen verwundeten Team-Mitgliedern schnell zur Hilfe und Schützen nutzen diverse Techniken im Kampf. Ein ausgewogenes Team kann hier von großem Vorteil sein, wobei das aber auch von eurer Spielweise abhängt.

Mit Hilfe einer Karte auf dem unteren Bildschirm des Nintendo 3DS werden euch jedoch die Standorte der gesuchten Yo-kai angezeigt, weswegen es lediglich an euch ist, dorthin zu laufen. Serienkenner werden hier nur müde lächeln, spielen sich doch die ersten Missionen in Lenzhausen oder auch Blütenbühl ab – in Orten also, die ihr in den Hauptspielen nur allzu gründlich kennengelernt habt. In den Straßen und Parks liegen auf eurem Weg aber auch noch Items sowie Onikugeln. Diese Onikugeln sind wichtig für euch, stellen sie doch für euch eine Art Erfahrungspunkte dar. Die Kugeln könnt ihr in der Basis zum Aufleveln eurer Yo-kai oder zur Verbesserung und Herstellung von stärkeren Gegenständen verwenden, es lohnt sich also durchaus die Gebiete ordentlich abzuklappern.

Wie bereits angesprochen, steuert ihr die Yo-kai in diesem Spiel direkt. Dies geschieht mit dem Schiebepad in die gewünschte Richtung. Die Kameraperspektive ist wie gehabt in einer Ansicht von schräg oben gehalten, mit den Schultertasten könnt ihr die Ansicht ein wenig nach links und rechts drehen, eine komplette Drehung ist nicht vorgesehen. Mit den Aktionstasten setzt ihr euch im Kampf zur Wehr. Ist der A-Knopf noch mit dem Standard-Angriff belegt, lässt euch ein Druck auf die B-Taste rennen. Dies ist insofern auch im Kampf von Interesse, weil ihr so in Kämpfen mit größeren Gegnern auch deren Sprüngen von oben beispielsweise ausweichen könnt. Die beiden übrigen Tasten könnt ihr mit weiteren Angriffen oder anderen Fähigkeiten belegen, die euch im Kampf unterstützen. Hier seien Fähigkeiten zur Lähmung von Gegnern oder auch zur eigenen Heilung exemplarisch erwähnt. Zeigt sich ein Yo-kai euch gegenüber als freundlich gesinnt, besteht eine Aussicht auf Freundschaft, die ihr mit Hilfe eines kleinen Minispiels erlangen könnt. Freundet ihr euch mit diesem Yo-kai erfolgreich an, erhaltet ihr seine Yo-kai-Medaille und könnt einige in zukünftigen Einsätzen mit in euer Team aufnehmen.

In den Missionen seht ihr euer Blasters-Team aus der Vogelperspektive. In einigen Passagen dürft ihr aber auch aus der Third-Person-Perspektive agieren und kämpfen. Auch das klappt ganz gut.

Im Verlauf der Handlung, wie die Kampagne hier genannt wird, stehen euch unterschiedliche Missionsarten zur Verfügung. In der Regel müsst ihr in allen Missionen gegen andere Yo-kai kämpfen, das zählt immer mit zu euren Aufgaben. Darüber hinaus gibt es Missionen, in denen es eure Aufgabe ist, eine entsprechende Anzahl an Gegenständen aufzusammeln, Freunde vor Angriffen feindlicher Yo-kai zu beschützen oder auch die allseits beliebten Eskortiermissionen zu absolvieren. Gegen Abschluss eines Kapitels begegnen euch auch Zwischenbosse, bei denen es vorkommen kann, dass ihr diese über einen langen Weg verfolgen und bekämpfen müsst. Wabbelwutz beispielsweise müsst ihr als einen der ersten Bosse bekämpfen. Habt ihr ihn im Gebiet ausfindig gemacht, gilt es ihn zu besiegen. Jedoch flieht er kurz bevor ihr zum finalen Schlag ausholen könnt. Verfolgt ihr ihn, lässt er jede Menge Onikugeln und andere Items fallen. Schließlich stellt ihr ihn vor einem Badehaus. Aber auch dort könnt ihr ihn nicht endgültig erledigen, denn er flieht ins Gebäude. Hier wechselt dann die Perspektive und auf einmal seht ihr euch in einer Third-Person-Perspektive von hinten in einer 3D-Umgebung. Das Badehaus fungiert hier als Arena, der ihr vorerst nicht entkommen könnt. Also gilt es weiter auf Wabbelwutz einzuwirken, bis dieser nach langem Kampf endlich besiegt ist und ihr der Arena entkommen könnt.

Dieser Aspekt des Perspektivenwechsels bringt eine willkommene Abwechslung ins Spielgeschehen, wenn auch die Umsetzung nicht ganz frei von Problemen in der Performance des Spiels ist. Dennoch lassen sich auch hier die Yo-kai gut steuern und ihr könnt schnell zwischen ihnen hin und herschalten. Richtig gelesen: In den Missionen, auch außerhalb der Arenen, könnt ihr jederzeit zwischen euren Team-Mitgliedern auf Knopfdruck wechseln. Dies spielt ebenfalls in die strategische Komponente des Spieles mit hinein. In entscheidenden Momenten kann es nämlich von Vorteil sein, die Steuerung eines Teamkameraden zu übernehmen, um zum gewünschten Ziel zu kommen. Die anderen Team-Mitglieder werden dann automatisch vom Computer gesteuert und agieren ihren Klassen entsprechend.

Manche Missionen machen Mut

Nicht alle Missionen zählen zur Haupthandlung, es gibt auch optionale Einsätze, die ihr euch schnappen könnt. Diese optionalen Missionen sind natürlich gut, um eure Yo-kai weiter aufzubessern, finden sich doch in diesen Missionen auch Onikugeln, Items zur Verbesserung eurer Ausrüstung oder auch Yo-kai selbst, bei denen Aussicht auf Freundschaft besteht. Es lohnt sich also durchaus auch abseits des Hauptpfades einige Missionen anzunehmen. In den Missionen steht euch jederzeit eine Karte zur Verfügung, auf der ihr sehen könnt, wo sich die gegnerischen Yo-kai, Onikugeln, Items oder weitere Ereignisse befinden. Dies ist enorm hilfreich, solltet ihr keines der Hauptspiele gespielt haben und euch in Blütenbühl oder Lenzhausen nicht auskennen. Mittels Pfeilen wird euch auf der Karte auch gerne das nächste Ziel angezeigt oder schließlich auch, wo sich der Ausgang in Form einer Schiebetür befindet.

Im Verlauf der Spielzeit stehen euch neben der Handlung auch noch Patrouillenmissionen zur Verfügung. In diesen Missionen dürft ihr frei in vorgegebenen Gebieten herumlaufen, ohne ein konkretes Ziel zu verfolgen. Wie der Name schon vorgibt, patrouilliert ihr in dem Gebiet und versucht hier, euch mit anderen Yo-kai anzufreunden und sie entsprechend mit in eure Team-Auswahl aufzunehmen. Innerhalb der Patrouillenmissionen gibt es noch die sogenannten Mini-Mini-Missionen. Dies sind ortsgebundene Ereignisse, die ihr manuell auslösen könnt und die meist darauf hinauslaufen eine gewisse Anzahl von Yo-kai hier auf der Stelle zu besiegen.

Ausbilder Schleifer entlässt euch in die Missionen und gibt euch vor Ort auch hilfreiche Tipps.

In den Missionen ist euch ein Zeitlimit gesetzt, was euch vorher in den Missionszielen auch angezeigt wird. Neben der Übersicht über den Status eures Teams, ist diese Zeitanzeige oben rechts ebenfalls jederzeit sichtbar und macht so klar, wie viel Zeit euch noch bleibt. Habt ihr das Missionsziel erfolgreich abgeschlossen, erscheint irgendwo auf dem Areal eine Schiebetür, durch die ihr wieder aus dem Einsatzareal entkommen könnt. Benutzt ihr die Tür vor Abschluss der Mission, so flieht ihr und die Mission gilt als nicht abgeschlossen. Dies bedeutet zwar, dass ihr diese Mission nochmals angehen müsst, alle aufgesammelten Items und Onikugeln dürft ihr allerdings behalten.

Schließt ihr eine Mission erfolgreich ab, wird euch dies auch im Spiel angezeigt und ihr könnt innerhalb der Missionszeit auch weiterhin noch in dem Areal verweilen, um weitere Onikugeln zu sammeln oder Gegner zu besiegen. Ihr könnt unmittelbar darauf aber auch das Areal und somit die Mission durch die Schiebetür verlassen. Auf der stets eingeblendeten Karte seht ihr auch den Standort der Schiebetür, um den kürzesten Weg dorthin ausfindig zu machen. Verlasst ihr das Missionsareal durch die Tür, landet ihr durch eine weitere Schiebetür schließlich auf dem Dach eures Blasters-Hauses, welches euch als Basis und Zufluchtsort dient. Dies ist unabhängig davon, ob ihr die Mission erfolgreich abgeschlossen habt oder aus dem Areal geflohen seid.

Eure Einsätze plant ihr in Zukunft immer von der Basis, dem Blasters-Haus, aus. In dem mehrstöckigen Gebäude, in dem ihr frei herumlaufen könnt, findet ihr auf den Etagen unterschiedliche Möglichkeiten der Interaktion. Im Verlauf des Spieles werden euch neue Bereiche freigeschaltet, die zu Beginn noch versperrt sind. Im Folgenden werde ich euch eine Führung durch das Gebäude geben und aufzeigen, wo ihr entsprechende Interaktionen durchführen könnt. Da wir uns bisher ja mit den Missionen und den Kämpfen beschäftigt haben, starten wir da, wo wir nach den Missionen landen: auf dem Dach.

Das Blasters-Haus ist Basis und Zuflucht zugleich

Zum Abschluss einer Mission tretet ihr durch die Schiebetür und landet auf dem Dach des Blasters-Hauses. Diese Tür verschwindet aber unmittelbar nach eurer Ankunft wieder und an deren Stelle steht normalerweise ein Yo-kaimat. Füttert ihr diesen Yo-kaimat mit entsprechenden Münzen, könnt ihr seltene Gegenstände oder Material bis hin zu Yo-kai erhalten, die sich dann auch in eurem Besitz befinden. Nutzen könnt ihr den Yo-kaimat maximal dreimal am Tag.

Den Ausbilder Schleifer findet ihr im dritten Stockwerk in der Kommandozentrale. Von hier aus startet ihr die nächste Mission und rüstet euch noch mit Items für eure Team-Mitglieder aus, die sie im Verlauf der Mission gebrauchen könnten. Hier wählt ihr auch die Missionsart aus, ob ihr mit der Handlung weiter fortfahren möchtet oder eine Patrouillenmission anwählt.

Bei Frohland könnt ihr euren Einsatztrupp bestücken und auswechseln.

In der zweiten Etage ist ein Wohnbereich, den ihr zur Optimierung und Besetzung eurer Einsatztruppe nutzen könnt. Hier wohnt Frohland, der euch alle erforderlichen Informationen für eure Team-Mitglieder und weitere befreundete Yo-kai zur Verfügung stellt. Insbesondere vor und nach den Missionen werdet ihr hier viel Zeit verbringen, um euch für die Einsätze entsprechend auszurüsten. Wählt für jedes eurer Team-Mitglieder die entsprechende Ausrüstung, schaut euch die Werte und den Status eurer Team-Mitglieder an und entscheidet je nach Mission, welche Mitglieder dafür am besten geeignet sind. Ebenso stattet ihr den jeweiligen Yo-kai mit einer Strategie aus, entscheidet also, wie er sich im Falle eines Kampfes verhalten soll. Hier habt ihr auch die Möglichkeit die Tastenbelegung für die Einsätze anzupassen und diese neu zu belegen.

Klingelt auf dieser Etage mal das Telefon, solltet ihr unbedingt drangehen. Durch diese Gespräche schaltet ihr weitere Missionen frei, die dann in früheren Kapiteln des Spieles erscheinen. Diese Missionen spielen abseits der fortlaufenden Handlung. Sie sind dazu da, einige Charaktere aus den Hauptspielen auftreten zu lassen oder um Yo-kai aus eurem Team ein wenig mehr Hintergrundgeschichte zu geben. Diese Missionen zählen mit zu den Highlights im Spiel, bringen sie doch Abwechslung ins Geschehen und spielen auch mal außerhalb von urbanen Gebieten. Also ruhig den Anruf aus der Vergangenheit entgegennehmen...

Im ersten Stock wiederum befindet sich zum einen der Laden von Yo-kai Simpel. Dort könnt ihr Items für die Missionen kaufen und verkaufen sowie auch mit gefundenen Materialien neue Gegenstände herstellen lassen. Dies kostet euch nicht nur Material, sondern auch Onikugeln. Zum anderen findet ihr in dieser Etage noch die Turnhalle, wo ihr bei Trainer Renné mit euren gesammelten Onikugeln die Stufen eurer Yo-kai steigern könnt.

Es bleibt also an euch und eurer Spielweise hängen, ob ihr gefundene Onikugeln aus den Missionen für die Herstellung und den Kauf von Items verwendet, um damit eure Yo-kai zu stärken, oder ob ihr in der Turnhalle eure Yo-kai direkt entwickelt und die Level dieser Monster steigert. In der Regel macht es die Mischung, auch wenn ich persönlich immer dazu tendierte mehr Kugeln auf die Entwicklung zu verwenden, als auf das Erstellen und Reparieren von Waffen und Gegenständen. Steigert ihr die Entwicklung, erhöhen sich die Statuswerte eurer Yo-kai, die rollenspielgerecht mit Werten wie Lebenspunkte, Stärke oder Abwehr ausgestattet sind. Etwas abseits der Turnhalle steht Onkel Oden, bei dem ihr mittels „Kristalliseelung“ eines Yo-kai einen Seelenstein herstellen lassen könnt. Seelensteine sind Ausrüstungsgegenstände, die einem Yo-kai zum Tragen gegeben werden können. Je nachdem, welcher Seelenstein benutzt wird, erhöhen sich die Werte eines Yo-kais oder er verleiht ihm zusätzliche Effekte.

Im Erdgeschoss wartet das Einsatzfahrzeug darauf, von euch für die Missionen eingesetzt zu werden. In einer anderen Ecke stehen noch drei Yo-kai, bei denen ihr Downloadcodes eingeben oder limitierte Items über das Internet erhalten könnt. Weiterhin könnt ihr bei diesen Yo-kai Passwörter eingeben und QR-Codes einlesen, sowie Belohnungen erhalten. Falls ihr noch Yo-kai Medaillen zu Hause habt, einfach einscannen und ihr erhaltet Münzen für den Yo-kaimat oder weitere Gegenstände.

Das Spiel hat einen guten Umfang allein in der Kampagne. Dazu gesellen sich verschiedene Modi im Multiplayer.

Abschließend findet ihr im Keller das Wanderers Kolosseum. Dort habt ihr die Möglichkeit gegen sogenannte Wanderer-Teams zu kämpfen, dies sind Teams aus anderen Blasters-Häusern, denen ihr per StreetPass begegnen könnt. Kreiert ihr dort unten im Keller ein Team für diesen Modus, habt ihr anschließend die Möglichkeit andere Wanderer-Teams zu euch einladen und gegen sie in Arenen zu kämpfen. Dafür erhaltet ihr Abzeichen und Onikugeln, Items erhaltet ihr jedoch nicht und mit Yo-kai anfreunden funktioniert ebenfalls nicht.

YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade macht gleich von Beginn an Spaß – sowohl für diejenigen, die in ein bekanntes Universum zurückkehren und sich direkt heimisch fühlen, als auch für Spieler, die zum ersten Mal in die Welt der Yo-kai eintauchen. Nichtsdestotrotz werden auch Neueinsteiger im Spiel nicht völlig ins kalte Wasser geworfen. Sobald ihr die erste Mission gespielt habt, erhaltet ihr schon eure ersten Hilfsmittel, unter anderem ein Yo-kai Pad, mit dem ihr unter anderem auch eine Hilfefunktion bekommt. Alle spielrelevanten Hintergrundinformationen lassen sich dort bequem noch einmal nachlesen, seien es die Funktionen in eurer Basis, was es mit den Stämmen auf sich hat oder wie die Elemente zum Tragen kommen. Das mag zu Beginn vielleicht ein wenig viel sein, relativiert sich aber im Verlauf des Spieles und fügt sich nach und nach zusammen.

Massive Mehrspieler-Modi mit modernen Modalitäten

Habt ihr euch für ein paar Runden mit der "Gurkentruppe" beschäftigt, stehen euch noch zahlreiche Möglichkeiten für Mehrspieler-Partien zur Verfügung. 2-4 Spieler können die Missionen der Handlung oder auch die Patrouillen gemeinsam übernehmen. Dabei ist es egal, ob ihr lokal oder online miteinander spielt. Beim Online-Spiel habe ich persönlich kein Problem mit dem Spielgefühl gehabt, alles lief wie gehabt ab, ohne größere Verbindungsabbrüche. Kommunizieren könnt ihr mit vorgegebenen Phrasen, die ihr per Stylus auswählen könnt. Darüber hinaus stehen euch noch Modi für StreetPass zur Verfügung, die ich mangels Spielpartner in der Nähe nicht ausprobieren konnte. Habt ihr eines der Spiele von YO-KAI WATCH 2, könnt ihr YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade damit verbinden, um die Möglichkeit zu erhalten euch mit einem besonderen Yo-kai anzufreunden. Spezial-Herausforderungsmissionen stehen euch zur Verfügung, wenn ihr beide Varianten von YO-KAI WATCH BLASTERS besitzt. Zusammen mit den ganzen Mehrspieleroptionen bietet euch YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade einen enormen Funktionsumfang, den nicht jeder vollständig nutzen kann, wobei die Einzelspieler-Erfahrung euch auch locker 15 bis 20 Stunden Unterhaltung bietet.

Das Spielprinzip orientiert sich dabei an einem Dungeon-Crawler, besucht ihr doch die unterschiedlichen Örtlichkeiten immer und immer wieder, wenn auch mit leicht anderen Missionszielen. Darauf kehrt ihr zu eurer Basis zurück, um euch zu stärken, neu auszurüsten oder die Erfahrung in entsprechenden Werten zu steigern. Hier ist in den ersten Stunden durchaus für Abwechslung gesorgt und Stück für Stück schaltet ihr neue Funktionen und Inhalte frei. Sobald es dann daran geht, neue Yo-kai zu sammeln beziehungsweise deren Medaillen zu finden, um ein volles Set zu erhalten, fängt es bei mir an problematisch zu werden. Als erwachsener Spieler gehört der Reiz, wirklich alle Yo-kai, Items, Materialien usw. zu finden und freizuschalten, nicht mehr zu den Kerndisziplinen beim Spielen von Videospielen. Aber YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade ist ja nicht unbedingt für meine Zielgruppe gedacht, weswegen ich diesen Aspekt des Spieles nicht negativ bewerten möchte.

Der Ansatz mit Echtzeitkampf funktioniert im Yo-kai-Setting erstaunlich gut und öffnet das Universum für mögliche weitere Ableger. Dabei kommen die Areale in der Third-Person-Ansicht nicht ganz ohne Ruckeln aus und auch in den Missionen mit Vogelperspektive kommt die Handheld-Hardware durchaus ins Stocken. Das ist nicht weiter spielentscheidend, zeigt aber auch auf, dass das Ursprungsspiel einfach schon ein paar Jahre auf dem "Buckel" hat. Der 3D-Effekt auf dem Nintendo 3DS XL, der mir zum Test zur Verfügung stand, ist nicht gut gelungen, zeigten sich mir doch oft Dopplungen der Charaktere, weswegen ich den Modus schnell wieder abgeschaltet habe. Weiterhin negativ ins Gewicht fällt die fehlerhafte deutsche Übersetzung in der schriftlichen Form. Gefällt mir die deutsche Sprachausgabe immer noch sehr gut, wie bereits im ersten Teil der Hauptreihe, haben sich in den Texten der Beschreibungen und Dialoge mehrere Male Fehler eingeschlichen, die ärgerlich sind und hätten vermieden werden können.

Grafisch und akustisch gefällt mir YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade richtig gut. Einige Musikstücke aus den Hauptspielen werden hier gekonnt variiert und funktionieren auch immer noch sehr gut. Die Animationen sind auch wie gehabt gelungen, wobei einige Zwischensequenzen durchaus auch aus dem Animé stammen könnten. Die Spielengine scheint seit den Hauptspielen noch ein wenig verfeinert worden zu sein, wobei sie wohl von YO-KAI WATCH 2 übernommen wurde, hier aber merklich an ihre Grenzen stößt.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade

Meinung von Dennis Gröschke
Anfangs dauerte es ein wenig, bis mich YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade für sich begeistern konnte, zu repetitiv gestalteten sich die ersten Missionen. Mit fortschreitender Spielzeit überraschte mich das Spiel aber mit seinen abwechslungsreichen Missionen und löste sich ein wenig von den Mechaniken der Hauptreihe. Mit dem Team durch die Straßen zu ziehen und andere Yo-kai zu bekämpfen machte zusehends immer mehr Spaß. Oftmals ist es zwar ein schnelles Drücken immer derselben Taste, aber das macht ein Action-RPG halt auch aus. Dabei haben es mir insbesondere die Nebenmissionen aus der Vergangenheit angetan, die sich per Telefon freischalten lassen. Mit der Zeit fügen sich die Spielmechaniken immer weiter zusammen und zeigen euch mehr Möglichkeiten auf. Bekannte und neue Yo-kai begleiten euch auf eurem Abenteuer durch die unterschiedlichen Szenarien. Der Umfang des Spieles ist enorm und die Möglichkeiten mit anderen Spielern zu spielen fast schon unvergleichlich. Sei es lokal oder online, die Missionen gemeinsam anzugehen macht unheimlichen Spaß und klappte sehr gut. Was diesen Aspekt angeht, ist YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade vorbildlich und zeigt auf, was mit dem Handheld-Veteranen von Nintendo noch so alles möglich ist.
Mein persönliches Highlight: Die Missionen, die euch durch das Telefon im 2. Stockwerk zugänglich gemacht werden sind ganz klar mein Highlight.

Kommentare 7

  • blither aToMiisiert - 04.09.2018 - 15:53

    Habe eine so gute Wertung nicht erwartet. Damit landet das Spiel auf meiner Wunschliste.

    Gekauft wird es aber erst später. Die anderen Yo-Kai Watch-Spiele sind recht schnell und heftig im Preis gesunken, daher werde ich bei Blasters zunächst abwarten.
  • mercybeat83 Turmheldin - 04.09.2018 - 20:17

    Ich hole vorerst gar keine Yo-Kai Watch Sachen mehr, bevor nicht Teil 3 endlich für den 3DS im Westen rauskommt.
  • Skerpla 任天堂 - 04.09.2018 - 20:34

    Bei dem Namen, der wohl wortwörtlich übersetzt wurde kann man als ü10-Jähriger, der das spielt von seinen da nicht vertrauten Freunden nicht mehr wirklich ernst genommen werden.
  • Dennis RPGKING.FOREVER Turmfürst - 04.09.2018 - 20:49

    Puh es bin ich wirklich am überlegen ob ich mir einen 3ds wieder kaufe irgendwie vermisse ich den bis jetzt Yokai Watch Blasters und das Mario RPG Spiel was 2019 erscheint, sollte noch ein drittes Richtig gutes Spiel erscheinen werde ich mir den 3ds wieder holen. (vielleicht hole ich mir ihm trotzdem alleine wegen den Beiden Spielen will aber erst mal sparen.
  • Skerpla 任天堂 - 05.09.2018 - 08:55

    @Dennis RPGKING.FOREVER Da hast du natürlich Glück, da der 2DS und New 2DS XL im Moment richtig im Preis fallen. Und solange neue Modelle erscheinen, wird dieser Preisfall auch weiterhin existieren.
  • Splatterwolf Troll seit 1889 - 05.09.2018 - 12:57

    Ich warte dann doch lieber auf Teil 3 oder auf den Release des Switch-Spiels. Die Marke finde ich jedenfalls super, aber bin auch generell Fan von Level 5.
  • Fabinho84 Turmheld - 06.09.2018 - 02:50

    Hab dieses Jahr gerade mal Yokai Watch mit dem 2ten Teil gespielt und habe es gleich durchgedaddelt. Hat mir sehr gut gefallen auch wenn es ein einfaches Kampfsystem hatte . Mit einem actionorientierten Kampfsystem wie hier,stelle ich mir das super vor.