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Test zu SNK Heroines: Tag Team Frenzy - Nintendo Switch

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Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
07.09.2018
Vertrieb
NIS America
Entwickler
SNK Playmore
Genre
Kampf, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 8
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Die Damen des SNK-Universums treten gegeneinander an

Von Holger Wettstein () Einige Tage nach einem vorherigen „The King of Fighters“-Turnier, das natürlich besonders spektakulär endete, wurden einige der weiblichen Kämpfer aus unerfindlichen Gründen plötzlich bewusstlos. Nachdem sie aufwachten, befanden sie sich in einem fremden Anwesen. Die insgesamt 15 weiblichen Kämpfer müssen sich nun aus den Fängen eines Unbekannten nach Hause kämpfen. Während der Geschehnisse zeigt sich ab und zu die mysteriöse Person, die anscheinend hinter den Kulissen die Strippen zieht. Zumindest scheint diese sagenumwobene Gestalt für alles verantwortlich zu sein.

Diese weiblichen Tagteams treten gegeneinander an.

So seltsam die recht kurze Geschichte des neuesten SNK-Beat ’em ups mit dem Titel SNK HEROINES Tag Team Frenzy klingt, so herrlich skurril und extrem japanisch ist auch das restliche Setting. An eine Anpassung an die europäische Kultur haben die Kampfspiel-Experten erst gar nicht gedacht. Von der Manga-Optik bis hin zur teilweise nervigen asiatischen Singsang-Untermalung, bekommt ihr die volle Dröhnung Japan.

Das Roster der Klopperei besteht ausschließlich aus den weiblichen Kampfsportlen aus dem SNK-Universum. Hierbei sticht besonders eine Frauen-Version von Terry Bogard aus dem legendären Fatal Fury heraus – besonders, weil er immer noch in dem neuen Körper steckt und sich sichtlich über seine übergroße Oberweite wundert. Auch das ist ein Werk des mysteriösen Strippenziehers. Dieser erfreut natürlich über das brandneue sexy Erscheinungsbild. Man könnte fast meinen, der hundsgemeine Lustmolch wollte die Frauenwelt aus dem SNK-Universum nur für einen ganz bestimmten Zweck in sein Anwesen entführen. Generell sind die Dialoge sehr sexistisch, aber stets nicht ernst gemeint. Wer da nicht lacht, sollte lieber in den Keller gehen. Doch wieder zurück zum Roster: Das Beat 'em up besitzt insgesamt 15 Charaktere. Mit dabei sind Athena Asamiya (Psycho Solider), Kula Diamond (The King of Fighters), Mai Shiarnui (Fatal Fury und The King of Fighters), Leona Heidern (The King of Fighters), Yuri Sakazaki (Art of Fighting), Nakoruru (Samurai Shodown), Shermie (The King of Fighters), Gast-Charakter Thief Arthur aus dem Hause Square Enix und weitere Heldinnen wie Sylvie Paula Paula, Zarina, Love Heart, Mian, Luong und Mui Mui. Wer sich in der kultigen SNK-Welt auskennt, sollte das komplette Roster relativ schnell erkennen.

Hardcore SNK-Kampfsystem trifft auf Casual-Einflüsse

SNK HEROINES Tag Team Frenzy bedient sich sehr stark am The King of Fighters-Kampfsystem. Sämtliche Heldinnen verfügen über einen Backstep, einen Run und die obligatorische King of Fighters-Rolle, die nach vorne und nach hinten ausführbar ist. Neben den üblichen Beat ’em up-Standards, hat man sogenannte Dream Finishes implementiert. Bei diesen besonderen Finisher-Moves handelt es sich um eine Regelung, die King of Fighters-Fans sicherlich kennen dürften, wenn sie auch dieses Mal etwas abgewandelt wurde. Die Finish Chance erscheint automatisch, sobald die Lebensleiste des gegnerischen Tagteams einen vordefinierten Tiefstand erreicht hat. Dann ist es möglich das gegnerische Tagteam mit einem Dream Finish auf einen Schlag zu erledigen. Leider sind diese Moves ganz einfach mit einer Taste ausführbar, wodurch das Geschehen sehr casualisiert wirkt. Hier hätte ich mir lieber eine kompliziertere Tastenkombi a lá Mortal Kombat gewünscht. Wie der Titel es bereits erwähnt, tretet ihr und die gegnerische Truppe immer als Tagteam auf. Während der Kampfszenen könnt ihr also stets zwischen den beiden gewählten Damen in Echtzeit wechseln.

Da fliegen auch mal die Stofftiere durch die Gegend!

Etwas anders ist auch die kombinierte Specialmove-/Lebensleiste. Anfänglich hat man einen vollen Special Meter, der sich je nach Einsatz der Specialmoves schnell reduziert. Trifft man einen Gegner, erhält man einen minimalen Teil auf das eigene Special Move-Konto. Gleichzeitig entsteht in der gegnerischen Lebensleiste etwas Platz für die Special Move-Balken, sodass diese sich währende dem Kampfablauf vergrößern. So hat man gewissermaßen ein sehr ausgeklügeltes taktisches Element eingebaut, das bei Viel-Spielern sicherlich für Tiefgang sorgen wird.

Auch Items tauchen während der Fights auf, die besondere Fähigkeiten kurz freischalten oder Schläge massiv verstärken. Gegnerische Vergiftungen, die Erhöhung der eigenen Lebensenergie oder ein massiver Hurricane sind mit den zahlreichen Items möglich. Nebenbei hat man noch einen Item-Slot, sodass man einige Gegenstände mit einem gezielten Timing verwenden kann. Das hört sich jetzt alles nach einem waschechten SNK-Kampfsystem an. Trotzdem spürt man in jedem Pixel die eigentliche Zielgruppe der Entwickler. Der Fokus liegt hier ganz klar auf Casual-Zockern. Besonders bei den Auto-Combos und den sehr einfach ausführbaren Dream Finishes fällt dies auf.

Bei den Modi feuert man auch sämtliche aktuellen Standards ab. Im Storymodus erlebt man die Story des Spiels, die durch zahlreiche Cut-Scenes ausgemalt wird. Der Kampfmodus ist in einen normalen Versusmodus, einen Überlebensmodus (bei dem ihr gegen unendlich viele Gegner antretet), ein Training, ein Tutorial und ein lokales Raumspiel unterteilt. Letztere Variante ermöglicht das verbinden von Nintendo Switch-Konsolen und lädt zu einer kleinen lokalen "LAN"-Party ein.

Ordentlicher Mehrspielerspaß in zahlreichen Off- und Onlinemodi

Einen waschechten Onlinemodus bekommt ihr ebenso spendiert. Wie üblich dürft ihr nach einem schnellen Spiel suchen oder im Raummodus mit mehreren Leuten Kämpfe austragen. Leider konnten wir den Onlinemodus im Vorfeld nicht wirklich testen, da kaum Leute online waren. Das ist allerdings dem geschuldet, dass das Spiel beim Testen noch nicht erschienen war. Wir reichen aber noch unsere Onlineerfahrung in diesem Spieletest per Update nach.

Ein umfangreicher Individual-Modus ermöglicht detaillierte Anpassungen des Damen-Rosters.

Zusätzlich findet ihr im Menü noch eine Galerie, in der ihr freigeschaltete oder mit den in den Kämpfen erworbenen Coins virtuell gekaufte Cutscenes, Artworks und Sounds bestaunen dürft. Im Profil erwerbt ihr besondere Titel und ändert euren Avatar. Kampflisten, Spielrekorde und Charakterrekorde sind im Punkt „Daten“ abrufbar. Unendlich viele Optionen sind auch dabei. Die Sprache, die Steuerung und vieles mehr sind bis ins letzte Detail einstellbar. Neben den Kampfmodi ist noch der Menüpunkt „Individuell“ am interessantesten. An dieser Stelle dürft ihr die wunderschönen Damen in Punkto Aussehen, Outfit und Posen individualisieren. Um euch eure Traumfrau zu basteln benötigt ihr zahlreiche Coins, die ihr wiederum während der Fights einkassiert – ein kleiner Turbo bezüglich der Langzeitmotivation des Spiels.

Audiovisuell stechen natürlich besonders die schön gebauten Frauen im Spiel ins Auge. Dagegen sind die Hintergründe und die Räumlichkeiten, in denen ihr kämpft, mehr als langweilig. Die Umgebung wird leider so gut wie nie in den Kampf mit einbezogen. Trotzdem sind das Design und die grafische Umsetzung mehr als solide umgesetzt. SNK setzt hier nicht auf extreme Effektorgien, sondern bekennt sich zu seinen Wurzeln und setzt vorwiegend auf die Kurven der Frauenwelt. Musikalisch finde ich persönlich den Titel eher unterirdisch. Man muss schon auf sehr japanisch orientierte Musikstücke stehen, um sich daran zu erfreuen. Auch bei den Soundeffekten sticht, bis auf die hohe Tonlage der Kämpferinnen, nichts heraus.

Die besondere Funktionalität der Nintendo Switch-Hardware wird teilweise genutzt. HD-Vibrationen, die verschiedenen Spielmöglichkeiten der Konsole und der Pro Controller werden vorbildlich unterstützt. Mich stören nur im Handheld-Modus ein wenig die fehlende Touchscreen-Bedienung im Menü und die zu kleine Schrift, die gefühlt fast sechs Punkt groß ist und somit minimal Sehgeschädigten das Leben schwer machen wird.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu SNK Heroines: Tag Team Frenzy

Meinung von Holger Wettstein
Wer sich auf SNK HEROINES Tag Team Frenzy einlässt, bekommt ein wirklich besonderes Beat ’em up. Jeder Pixel und jeder noch so kleine Ton ist durch und durch japanisch. Zusätzlich ist das Roster ausschließlich weiblich. Der für uns Europäer schräg wirkende Manga-Humor ist oftmals sehr sexistisch, aber natürlich nie wirklich ernst gemeint. Die audiovisuelle Umsetzung ist grundsolide. Wer mit diesen Eigenschaften klarkommt, den erwartet ein waschechtes SNK-Beat ’em up mit ordentlichem Umfang, ausgiebigen Mehrspielervarianten (Off- und Online) und einem sehr guten Balancing. Das Kampfsystem ist eine Mischung aus Old und New School mit einem Hauch Casual. Fans von klassischen Beat ’em ups und SNK-Kloppereien müssen zugreifen. Unseren Mehrspieler-Hit hat das Spiel jedenfalls verdient.
Mein persönliches Highlight: Die gelungene Mischung aus alten und neuen Kampfsystem-Elementen

Kommentare 8

  • DLC-King Freedom of Choice - 06.09.2018 - 17:35

    Habs mir gerade geholt gehört einfach in die Sammlung und wird sicherlich nicht sooo oft hier gepresst und wird daher irgendwann selten.

    Ansonsten hab ich es nur wegen den Titten gekauft.
    So ehrlich bin ich :troll:
  • Terranigma NewRetroWave - 06.09.2018 - 17:46

    "Der für uns Europäer schräg wirkende Manga-Humor", bin Europäer und wirkt kein bisschen schräg auf mich, "ist oftmals sehr sexistisch", klingt sehr nach SJW.
  • kraid Turmheld - 06.09.2018 - 18:02

    Nee, ist mir dann doch ne schippe zu überdreht-kunterbunt-japanisch.

    Gerade auch Aufgrund des Anime Grafikstils, des Effektechaos und der doch recht ähnlich aussehenden Kämpfer, geht mir da die Übersicht komplett flöten.

    Ich will gerade bei nem Prügelspiel schon noch ganz gern die Kämpfer auseinanderhalten können.
    In den Videos die ich mir angeschaut habe war das selten der Fall.
  • DarkStar6687 Meister des Turms - 06.09.2018 - 18:41

    Hört sich ja ganz ordentlich an. Ich werd aber mal abwarten ob der Preis nicht bald fällt.

    Bis dahin werden aber bestimmt die Tests der überwiegend amerikanischen Presse für Unterhaltung sorgen. Aufgrund der Darstellung der Kämpferinnen wird das Spiel bestimmt in Grund und Boden gewertet werden von einigen Seiten. :ugly:

    Zitat von Terranigma:

    klingt sehr nach SJW.
    Freu dich schon mal auf Kotaku, Polygon und Waypoint. :D :ugly:
  • Holger Wettstein Administrator - 06.09.2018 - 19:36

    @Terranigma
    Wenn du mich zitierst dann doch bitte vollständig:

    „Der für uns Europäer schräg wirkende Manga-Humor ist oftmals sehr sexistisch, aber natürlich nie wirklich ernst gemeint.“

    „Generell sind die Dialoge sehr sexistisch, aber stets nicht ernst gemeint. Wer da nicht lacht, sollte lieber in den Keller gehen.“

    Also unterstell doch bitte uns nicht fehlende Objektivität zu dem Thema oder irgendein Aktivisten-Mist. Ich hab jedenfalls kein Bock auf SJ-Punkte :ugly:
  • Trunks SSB #hypebrigade - 06.09.2018 - 21:19

    Ich bekomm Ausschlag, wenn ich immer Beat 'em up lese, obwohl die richtige Bezeichnung Fighting Game ist. :ugly:
  • EmpireOfSilence Turmbaron - 07.09.2018 - 22:48

    Meine Diamond Edition kam heute an, das nenn ich vom Inhalt mal eine CE mit schönem und reichlichem Inhalt :

    Hardcover Artbook, Axelshirt, Basecap, Schweißband, Handtuch, 2 CD Soundtrack und reichlich Pins
  • Shulk meets 9S Turmbaron - 11.09.2018 - 15:36

    Spielerisch ist es glaub schon gut, schließlich sind die entwickler Mega erfahren in dem Genre. Kann mir jemand gute Argumente geben, hab gestern das Spiel beim Müller gesehen war nur ein Exemplar. Denke es wird irgendwann teuer