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Test zu Mini Metro - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Mini Metro
  • USA USA: Mini Metro
  • Japan Japan: Mini Metro
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.08.2018
Vertrieb
Radial Games
Entwickler
Radial Games
Genre
Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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U-Bahn-Bau leicht gemacht

Von Thomas Steidle () Die öffentlichen Verkehrsmittel können oft nervenaufreibend sein, wie sicherlich viele der Leser wissen. Dies betrifft oft die Züge, kann aber natürlich auch mal den Bus oder die Straßenbahn erwischen. Auch mit dem Auto ist man wegen Staus durch Baustellen oder Unfälle nicht verschont. Ein weiteres Verkehrsmittel ist die U-Bahn, welche man besonders von Metropolen kennt. Als einfacher Fahrgast macht man sich vielleicht nicht allzu viele Gedanken, wie das alles (meistens) reibungslos funktioniert. Dass das aber eigentlich gar keine leichte Aufgabe ist, zeigt das Spiel Mini Metro. Ob die etwas andere Art von Simulation überzeugen kann, erläutere ich im Folgenden.

Solltet ihr eure Haltestellen gut verknüpft haben, könnt ihr mehrere hundert oder tausend Fahrgäste in der Woche transportieren.

Am Anfang beginnt ihr mit drei Symbolen. Einem Quadrat, einem Dreieck und einem Kreis. Diese stellen simple Haltestellen dar, welche ihr verbinden müsst, da Fahrgäste bei den Stationen auftauchen, die zu den anderen Haltestellen wollen. So kann bei einem Dreieck ein kleiner Kreis auftauchen, welcher von der U-Bahn zu einem großen Kreis transportiert werden will. Nach und nach tauchen auch immer mehr Stationen auf, also muss man gut aufpassen. Grundsätzlich ist das alles, was ihr für das Spiel wissen müsst. Später tauchen noch ein paar spezielle Symbole auf, bei denen es auf Dauer ziemlich schwierig wird, dessen Fahrgäste zu der speziellen Station hin zu bringen. Nach und nach kommen auch weitere Funktionen hinzu. So könnt ihr die verschiedenen Stationen nicht nur mit einer Linie, sondern auch mit mehreren verbinden. Damit ist eure Stadt noch besser verbunden. Dabei ist es auch schlau, manchmal mit mehreren Linien dieselbe Station anzufahren.

Ihr habt hierbei verschiedenste Städte zur Auswahl – beispielsweise London, Berlin und Osaka (Japan). Manche Orte bieten verschiedene Extrafunktionen, so wie Osaka. Wie auf jeder Karte erhaltet ihr nach einer Woche einen neuen Zug, aber in Osaka könnt ihr euch zwischen zwei normalen und einem schnelleren "Shinkansen" entscheiden. So müsst ihr abwägen, ob ihr momentan eher mehr oder eher schnellere Lokomotiven benötigt. Außerdem erhaltet ihr nach jeder vergangenen Spielwoche die Auswahl zwischen weiteren Dingen. So könnt ihr eine neue Linie, einen weiteren Waggon, Tunnel zum Durchqueren von Gewässern oder einen Hauptbahnhof erhalten. Letzteren setzt ihr an besonders beliebten Haltestellen, denn: Sollten zu viele Fahrgäste an einer Station sein, heißt es für euch nach kurzer Zeit Game Over. Bei einem Hauptbahnhof können viele weitere Gäste warten, ohne dass ihr allzu schnell Probleme bekommt.

Ihr müsst dringend aufpassen, dass an keiner Station zu viele Fahrgäste warten, sonst heißt es Game Over für euch.

Wie ihr seht, bietet das Spiel viele verschiedene Karten, die alle auch etwas ihre eigenen Kniffe besitzen. Wirklich viel mehr passiert im Spiel allerdings nicht. Ihr habt insgesamt drei Modi und zwanzig verschiedene Städte zur Auswahl. Im normalen Modus spielt ihr so lange, bis eine eurer Stationen überlaufen wird. Von Beginn an oder nach dem Game Over könnt ihr im Endlosmodus (weiter-)spielen. Für sehr erfahrene Spieler wartet eine Herausforderung im Modus „Extrem“. Dieser funktioniert wie der normale Modus, aber hier könnt ihr eure Bahnlinien nicht mehr ändern, nachdem ihr sie einmal gesetzt habt. Hier gibt es etwas für jeden Spielertypen.

Das Spiel erschien ursprünglich auf dem PC und war dort mit der Maus leicht zu bedienen. Im Handheld-Modus könnt ihr die Touchsteuerung nutzen, die in der Nintendo Switch-Version am intuitivsten erscheint. Ansonsten könnt ihr das Spiel über die Knöpfe und den Stick steuern, was etwas hakelig sein kann. Eine Lösung stellt hier die Bewegungssteuerung im TV- oder Tisch-Modus dar. Egal ob mit dem Nintendo Switch Pro Controller oder den Joy-Con: Bewegt euren Controller und euer Zeiger bewegt sich in die entsprechende Richtung auf dem Bildschirm. Mit einem simplen Drücken des Analog-Sticks schaltet ihr die Bewegungssteuerung ein. Insgesamt sind die verschiedenen Steuerungstypen ganz gut gelungen, dafür, dass das Spiel vor der Nintendo Switch erschienen ist und dementsprechend nicht dafür geplant war.

Endstation: Grafik und Soundtrack

Vielleicht habt ihr noch nie etwas vom Spiel gehört und würdet ihr nicht die Screenshots im Test sehen, dann hättet ihr euch das Spiel eventuell ganz anders vorgestellt. Die Grafik ist sehr minimalistisch gehalten, sogar so minimalistisch wie kaum in einem anderen Spiel. Aber minimalistisch ist nicht unbedingt schlecht, so auch bei diesem Spiel. Es hat somit einen ganz eigenen Charme. Wie auf diversen Webseiten könnt ihr entweder ein helles oder dunkles Thema aussuchen, je nachdem was euch besser gefällt. Der Soundtrack ist ebenso komplett anders, als ihr ihn euch vorstellen würdet. Es spielt im Hintergrund nicht einfach irgendein Musikstück. Alle Geräusche kommen von den verschiedenen Linien und den Fahrgästen, die ein- und aussteigen. Das mag jetzt zuerst sehr wirr und nervig klingen, aber es ist eine etwas andere Art von Soundtrack. Insgesamt ist er auch eher subtil und kann nur nach längerer Spielzeit ein wenig negativ auffallen. Übrigens: Als netten Zusatz könnt ihr mit bis zu drei Freunden lokal euer U-Bahn-Netz bauen. Hier kann jeder mit seinem eigenen Zeiger neue Linien bilden und weitere Haltestellen verbinden.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Mini Metro

Meinung von Thomas Steidle
Insgesamt lässt sich sagen, dass Mini Metro etwas ganz Eigenes ist – angefangen vom Spielkonzept bis zum Soundtrack. Das Verbinden verschiedener Stationen mit den U-Bahn-Linien hört sich anfangs nicht so spannend an, kann einen aber auf Dauer doch fesseln, sollte man neue Highscores aufstellen wollen oder im Modus „Extrem“ sein Können beweisen. Die minimalistische Grafik besitzt einen ganz eigenen Charme und senkt den Spielspaß keineswegs. Alle Spieler, die sich viel Abwechslung im Gameplay erhoffen, sind bei diesem Spiel allerdings falsch. Alle anderen erwartet hier ein solides Spiel für eine kurze Runde zwischendurch.
Mein persönliches Highlight: Das generelle Spielkonzept, welches zwar simpel, aber teilweise herausfordernd ist.

Kommentare 4

  • MoshPitches The Ultimate Smash! - 21.09.2018 - 09:28

    Ich habe das Spiel eine Zeit lang auf dem PC gespielt und ich war echt gefesselt von der Herausforderung, die das Spiel mit der Zeit brachte.
    Am Anfang ist es noch ganz einfach, den Verkehr zu regeln, aber mit laufender Spieldauer wird es doch extrem knifflig, sodass man manchmal komplett umstrukturieren muss, um dem Verkehrschaos gerecht zu werden.
    Mir hat es viel Spaß bereitet, aber ich weiß nicht, ob ich das auf der Switch nochmal genauso häufig spielen werde :)
  • michael82 Turmknappe - 21.09.2018 - 09:38

    @MoshPitches

    jap, doch so simpel aber sehr innovativ.

    würde es mir aber wohl eher dann noch fürs smartphone holen.
  • King Kasi King of the playground. ツ - 21.09.2018 - 09:53

    Ich habe das Spiel sowohl für die Switch als auch fürs Smartphone und bin mehr als gefesselt.
    Es ist ein wirklich einfaches Spielkonzept, aber die Grundidee dahinter ist enorm weitläufig. Man hat mit vereinfachter Darstellung den Eindruck, eine Großstadt, seine Bahnhöfe und die Passagiere verwalten zu müssen. Und genau dieser Stress zeigt sich, je weiter man kommt; je mehr Bahnhöfe dazukommen, je länger die Strecken werden und je mehr Passagiere einsteigen wollen.

    Auch wenn sich das Spielprinzip in jeder Runde wiederholt oder man nach Versagen neustarten muss; es ist dennoch eine lohnenswerte Spielerfahrung und für zwischendurch einfach genau richtig.
  • Micha1711 Turmknappe - 21.09.2018 - 13:50

    Habe es mir letzte Woche für die Switch geholt und es nicht bereut. Ein Zeitfresser, weil man immer noch eine Runde spielen will (geht zumindest mir so).