Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Cast of the Seven Godsends - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Cast of the Seven Godsends
  • USA USA: Cast of the Seven Godsends
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
03.05.2018
Vertrieb
Merge Games
Entwickler
Raven Travel Studios
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Das Königreich Dareca braucht seinen Prinzen

Von Tim Czerwinski () Die Side-scrolling Action-Platformer haben in den 80er Jahren ganze Generationen dazu gebracht, ihr hartverdientes Geld oder Taschengeld in Arcade-Hallen in die Automaten zu stecken. Spieleklassiker wie Super Ghouls ‘n‘ Ghosts oder auch Castlevania haben auch heute noch eine große Fanbase. Grund genug für die italienischen Entwickler von Raven Travel Studios mit Cast Of The Seven Godsends eine Hommage an ebendiese Spiele zu veröffentlichen.

Euer Kind wird vom bösen Imperator entführt!

Cast Of The Seven Godsends erzählt die Geschichte vom Prinzen Kandar, der das Königreich Dareca vor dem bösen Imperator Zaraaima beschützen muss. Dieses Unterfangen geht für den Adelsspross jedoch schon einmal gar nicht so gut los. Nicht nur wird sein Kind entführt, er selbst segnet bei diesem Schachzug seines Gegners auch noch das Zeitliche. Es wäre vermutlich ein sehr kurzes Spiel, wenn nicht die sieben namensgebenden Gottgesandten in Erscheinung treten würden, um den Prinzen wiederzuerwecken. Auferstanden von den Toten, will Kandar nun sein Königreich und natürlich sein Kind retten. In dem Moment kommt ihr ins Spiel.

Typisch für dieses Genre ist die minimalistische Tastenbelegung. Neben dem Analog-Stick oder den Richtungstasten kommt ihr mit zwei weiteren Knöpfen aus: Einer ermöglicht euch das Springen, während der andere einen Angriff ausführt. Mit diesem Wissen startet ihr ohne Tutorial in das Spiel, in dem ihr euch klassisch von links nach rechts durch die einzelnen Level bewegt. Unterwegs erscheinen Gegner und Sprungpassagen, gerne auch kombiniert, die euch den Durchmarsch der Level nicht zu einfach machen wollen. Und diese Formulierung ist noch recht zurückhaltend gewählt, denn Cast Of The Seven Godsends hat es gehörig in sich. Um die sechs Level zu bestehen, müsst ihr einen frustrierenden Weg bestehend aus dem Auswendiglernen der Gegnerspawns, der Levels und der Positionen der Power-ups auf euch nehmen.

Der Schwierigkeitsgrad balanciert zwischen schwer und frustrierend

Letztere gibt es entweder in Form von Waffen- oder Rüstungsupgrades. Während die Waffen unterschiedliche Attribute in Hinsicht auf die Anzahl der Wurfgeschosse oder auch der Reichweite und Flugbahn haben, erfüllt die Rüstung neben dem Schutzfaktor noch einen elementaren Bestandteil des Spiels. Sammelt ihr zwei Rüstungsupgrades ein, könnt ihr zu einem der sieben Gottgesandten werden. Abhängig vom Level greift ihr dabei auf die verschiedenen Elementtypen zurück, die gerade gefordert sind. Nach der Verwandlung steigt der Schaden, den ihr verursacht und ihr habt die Möglichkeit eine magische Attacke auszuführen, mithilfe derer ihr alle Gegner auf dem aktuellen Bildschirm besiegt. Da jeder Gottgesandte ein anderes Moveset hat, besteht die Motivation darin, alle einmal ausprobiert zu haben.

Hier ist eine der Verwandlungen zu sehen. Der Boss greift abwechselnd mit Nah- und Fernkampfangriffen an. Einzig der Vorsprung kann euch vor einem Treffer bewahren.

Diese Motivation kann jedoch schnell in Frust umschlagen, da man seine Rüstung bereits nach einem Treffer wieder verliert und man oft tatsächlich nur zwei Rüstungen vor dem nächsten Bosskampf findet. Ohne Rüstung könnt ihr einen Treffer einstecken, bevor ihr beim nächsten Treffer abdanken werdet. Doch damit ihr dieses Schicksal von euch abwenden könnt, wird nach dem ersten Treffer (ohne Rüstung) automatisch ein kleiner Helfer beschworen, der ebenfalls als Angreifer fungiert, sobald ihr den Angriffsknopf drückt. Manchmal wünscht man sich diesen Helfer dauerhaft dabei, da die Gegner viel zu schnell respawnen. Oftmals reicht schon ein Schritt in die andere Richtung, sodass der Gegner wieder auftaucht. Auch die Bosskämpfe sind teilweise sehr frustrierend, da man das Gefühl hat, gewissen Angriffen nicht oder nur schwer ausweichen zu können. Hinzu kommt, dass das Spiel, ähnlich wie die Arcade-Automaten damals, mit einem limitierten Lebensvorrat und dem schonungslosen Game Over-Bildschirm daherkommt.

Optisch orientiert sich das Spiel an der SNES-Ära, könnte aber auch ein aktuelles Handyspiel sein. Der Soundtrack ist in Ordnung, ist aber nicht weiter erwähnenswert. Als Lektor muss ich noch anmerken, dass die Groß- und Kleinschreibung innerhalb des Spiels an die englische Sprache angelehnt ist und auch sonst offenbar ein Übersetzungsprogramm genutzt wurde. So bleibt am Ende zu sagen, dass es sich um ein mittelmäßiges Spiel handelt, dessen Umfang nur wegen des Schwierigkeitsgrades nicht zu gering ausfällt.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Cast of the Seven Godsends

Meinung von Tim Czerwinski
Bei Cast Of The Seven Godsends habe ich mich wirklich schwer getan. Eigentlich bin ich für gute Platformer immer zu haben und auch ein gehobener Schwierigkeitsgrad motiviert mich in der Regel. Das konnte ich allerdings von diesem Spiel nicht behaupten, da es mich fast nur frustriert hat. Das ging sogar so weit, dass ich mich über abgeschlossene Level nicht gefreut hab, sondern eher dachte: „Das wurde auch endlich Zeit.“ Ich bin froh, dass ich meine Controller nicht vor Wut in den TV geworfen habe. Sicherlich gibt es jedoch den ein oder anderen Dark Souls-Spieler unter euch, der masochistisch so veranlagt ist, dass er dieses Spiel ausprobieren muss. Für andere Spieler mit einer geringeren Frusttoleranz empfehle ich aber den Griff zu einem anderen Spiel.

Kommentare 3