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Test zu Wandersong - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Wandersong
  • USA USA: Wandersong
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
27.09.2018
Vertrieb
Humble Bundle
Entwickler
Greg Lobanov
Genre
Musik
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Rette die Welt durch... Singen?

Von Erwin Sigle () Vor etwa acht Jahren, als Humble Bundle gegründet worden ist, war es nicht mehr als eine Plattform, die Indie-Spiele, welche zu einer kleinen Sammlung gebündelt worden sind, zu einem vom Käufer festgelegten Preis verkaufte. Heute ist Humble Bundle schon so groß, dass es sogar als Publisher für einige Titel wie A Hat in Time oder Wizard of Legend fungiert. Das neueste von Humble Bundle vertriebene Spiel ist Wandersong, ein Spiel, in dem ihr die Welt durch Singen retten müsst. Ob das Spiel tatsächlich etwas taugt oder doch nur große Töne spuckt, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen:

Bewaffnet mit eurer Stimme, könnt ihr in verschiedene Richtungen trällern.

Startet ihr das Spiel, werdet ihr sofort in das Geschehen geworfen. Eine düster gehaltene Welt und ein mächtiges Schwert erwarten euch. Kaum schnappt ihr das Schwert, werdet ihr darauf hingewiesen, dass ihr es durch das Bewegen des rechten Analog-Sticks steuern könnt. Dies ist anfangs etwas umständlich, jedoch gewöhnt sich der Spieler daran. Keine 100 Meter weit gelaufen erscheint das erste, durchaus furchteinflößende Monster vor euch. Selbstverständlich nehmt ihr all euren Heldenmut zusammen und greift das Monster an, jedoch fällt euch einfach das Schwert aus der Hand! Was tut ihr nun? Ihr singt! Bewegt ihr nun den rechten Analog-Stick steuert ihr diesmal kein Schwert, sondern die Stimme des Protagonisten. Die Töne, die er von sich gibt scheinen dem Monster zu schaden und tatsächlich, die Welt wird heller und auch das Monster zerfällt. Es verwandelt sich in ein... schwebendes Mädchen?

Schon in den ersten Minuten fällt dem Spieler auf, dass Wandersong einen großartigen Humor hat. Es wurde noch kein einziges Wort gesagt und dennoch merkt man anhand der Gesichtsausdrücke und der Animation des Protagonisten, welcher sich selbst als Barde bezeichnet, dass hier ein humorvolles Spiel auf einen wartet. Doch zurück zur Story: Das schwebende Mädchen stellt sich dem Protagonisten als Bote der Göttin Eya vor. Eya sang einst ein Lied, welches das gesamte Universum erschuf und bald wird sie dieses Lied wieder singen. Klingt nach nichts Besonderem, oder? Nun, singt Eya genanntes Lied erneut, wird das aktuelle Universum durch ein neues ersetzt.

An dieser Stelle endet das Gespräch sehr abrupt und der erste Akt beginnt. Mit Beginn des ersten Akts startet auch das Gameplay. Das Erste, was euch ins Auge fallen wird, ist die Tatsache, dass das Spiel äußerst farbenfroh ist und den Spieler in eine glückliche Stimmung versetzen soll – das schafft es auch. Ziemlich schnell werdet ihr auf die „Geister“ angesprochen. Scheinbar soll ein Dorf, welches nicht allzu weit von euch entfernt liegt, von Geistern überfallen worden sein. Mutig wie ihr seid, begebt ihr euch dahin, jedoch liegen auf dem Weg lauter Hindernisse. So kommt es des Öfteren vor, dass es Vorsprünge gibt, die zu hoch sind, als dass ihr sie erreichen könnt. Was tut ihr in so einem Fall? Die Macht der Umwelt nutzen!

Geister! Verjagt sie mit Gesang!

Befinden sich Vögel in eurer Nähe, so könnt ihr diese anlocken. Dies tut ihr, indem ihr einen vom Vogel vorgegebenen Ton singt. Habt ihr dies erledigt, so folgt euch der Vogel erst einmal überall hin. Drückt ihr nun den „B“-Knopf, um zu springen, so gelangt ihr viel höher. Dies klappt aber auch nur einmal, da der Vogel nach Verwendung seiner „Fähigkeit“ wieder abhaut. Wollt ihr noch einmal so hoch springen, müsst ihr den Vogel erneut anlocken. Jedoch ist das Singen auch bei einigen Pflanzen nützlich. Auf eurer Reise werdet ihr Pflanzen begegnen, welche ihr steuern könnt. Dies geschieht, indem ihr in eine bestimmte Richtung singt. Tut ihr dies, folgen die Pflanzen eurem Gesang. Stellt ihr euch auf die Pflanzen, könnt ihr durch das kontrollierte Wachsen an höhere Ebenen gelangen, hört ihr auf zu singen, kehren die Pflanzen zu ihrer ursprünglichen Position zurück.

Seid ihr in der Stadt angelangt, merkt ihr auch schon, dass hier so einiges nicht läuft, wie es sollte. Die Farben sind etwas düsterer und überall schwirren kleine Geister herum. Ein alter Mann spricht euch an und erwähnt, dass sein Haus von einem Geist geplagt wird. Selbstverständlich eilt ihr dem Mann zur Hilfe und begebt euch in das Haus, hier findet zum ersten Mal ein „Kampf“ statt. Kampf kann man dies nicht wirklich nennen, da weder ihr, noch der Geist vor euch wirklich Schaden nehmen könnt. Jedoch gibt es eine Möglichkeit den Geist zu vertreiben. Ihr werdet ziemlich schnell begreifen, dass der Geist euch bestimmte Töne vorgibt. Anfangs erst einen, später dann mehrere. Singt ihr diese nach, wird der Geist kleiner und kleiner, bis er schlussendlich verschwindet. Diese „Kämpfe“ bleiben aber nicht so einfach. Später wird es zum Beispiel vorkommen, dass ihr gegen drei Geister gleichzeitig antreten müsst.

Im letzten Haus des Dorfes befindet sich ebenfalls ein Geist, vertreibt ihr diesen und begebt euch wieder nach draußen, findet ihr einige Bewohner vor euch. Diese haben gemerkt, welch großartige Dinge ihr vollbracht habt und haben eine weitere Bitte an euch. Das Dorf hat einen Beschützer, welcher „Overseer“ genannt wird. Er könnte eventuell wissen, warum das Dorf von Geistern geplagt wird. Um ihn zu besuchen, müsst ihr euch lediglich zum Baum des Schlummerns begeben und das Lied des Overseers lernen. Das Lernen eines Liedes erinnert mich persönlich an The Legend of Zelda: The Wind Waker. Im Grunde genommen ist es wie das Singen selber, ihr müsst lediglich den Analog-Stick in eine bestimmte Richtung bewegen, jedoch werden euch hier mehrere Töne vorgegeben, welche ihr alle nachsingen müsst.

Das Spiel macht ab und an auch grafisch etwas her!

Dabei kann auch so einiges schiefgehen, macht ihr zum Beispiel zu viele Fehler, so müsst ihr das Lied erneut singen. Doch gut keine 200 Meter weit gelaufen, schon seid ihr beim Baum des Schlummerns angelangt. Singt ihr das Lied richtig, gelangt ihr in die „Geisterwelt“, hier trefft ihr erneut auf das schwebende Mädchen. Dieses erzählt euch, dass ihr die Welt retten könnt, indem ihr das Erdenlied singt. Dies ist aber nicht so einfach, wie es scheint, denn das Lied hat keine Melodie. Das Erdenlied trägt den vereinigten Willen aller Lebewesen auf dem Planeten in sich und der einzige Weg es zu lernen ist, indem ihr mit dem Overseer sprecht. Diese Mission ist jedoch schwerer als sie scheint, denn zu eurer Überraschung gibt es mehr als nur einen Overseer zu dem ihr sprechen müsst. Des Weiteren werden euch bei eurem Abenteuer auch Hexen und maskierte Fremde über den Weg laufen, seid also gespannt.

Die Steuerung des Spiels ist klasse! Bewegt ihr den Analog-Stick eures rechten Joy-Con nach links unten, so wird auch die entsprechende Note gespielt. Das einzige Problem hierbei ist, dass der Mensch selbst versagen könnte. In heiklen Situationen kann es dazu kommen, dass der Spieler etwas grob wird und deshalb den falschen Ton trifft, jedoch liegt die Schuld dann nicht beim Spiel. Visuell ist das Spiel großartig! Der Hinter- als auch der Vordergrund sind wunderschön gestaltet und passen in das Bild. Des Öfteren kommt es auch vor, dass die Umwelt auf euch reagiert. So wirbeln zum Beispiel die Blätter auf, wenn ihr durch einen Laubhaufen geht. Einen grafischen Unterschied zwischen Handheld-Modus und TV-Modus konnte ich nicht feststellen, jedoch ist mir aufgefallen, dass der Protagonist bei der Reise in die Geisterwelt etwas unscharf wirkte und seine Kanten, welche sonst schön glatt sind, etwas rauer und verpixelt waren.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Wandersong

Meinung von Erwin Sigle
Ein Spiel, in dem es ums Singen geht, hört sich anfangs nicht so interessant an, oder? Wandersong stellt all diese Vorurteile in den Schatten. Durch seine fröhlichen Farben und durch seine glückliche Welt, zaubert es dem Spieler immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. In den Dialogen mit anderen Figuren merkt man, dass das Spiel sich nicht allzu ernst nimmt und darauf ausgelegt ist, den Spieler zum Lachen zu bringen. All dies geschieht durch Animation, Farbwahl und Musikunterlegung durchgehend. Wer ein forderndes 2D-Jump 'n' Run erwartet, ist hier eindeutig falsch. Wer allerdings einfach nur eine lustige Zeit haben möchte, darf sich Wandersong nicht entgehen lassen.
Mein persönliches Highlight: Die Gesichtsausdrücke des Protagonisten, welche jedes Mal wie die Faust aufs Auge passen.

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