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Test zu My Brother Rabbit - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: My Brother Rabbit
  • USA USA: My Brother Rabbit
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.09.2018
Vertrieb
Artifex Mundi
Entwickler
Artifex Mundi
Genre
Adventure, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Das fantasievolle Wimmelbild-Abenteuer für Nintendo Switch

Von Daniel Busch () Mit My Brother Rabbit bringt der polnische Entwickler Artifex Mundi ein fantasievolles Wimmelbild-Spiel auf die Nintendo Switch. Was euch in dem Abenteuer erwartet und ob sich der Titel lohnt, erfahrt ihr in unserem Spieletest.

Trotz bunter Farben ist die Stimmung in My Brother Rabbit nicht gerade fröhlich.

Die kleine Tochter einer vierköpfigen Familie ist schwer erkrankt. Ihr Schicksal gestaltet sich ungewiss, doch ihr Bruder und ihr Kuschelhase sind immer an ihrer Seite und muntern das kleine Mädchen auf. Ihre Krankheit breitet sich jedoch aus und um dem kleinen Mädchen zu helfen, begebt ihr euch mit dem Kuschelhasen auf eine Reise durch eine bunte Fantasiewelt. Auf eurer Reise stellen sich euch viele Hindernisse und Rätsel in den Weg, die es in gewohnter Wimmelbild-Manier zu lösen gilt. In der Regel gilt es immer, in den verschiedenen Bereichen spezielle Teile zu sammeln, die für Rätsel benötigt werden. Diese verstecken sich entweder in den kunstvoll gezeichneten Bereichen, oder aber müssen mit ein wenig Grips erst freigelegt werden, indem ihr mit verschiedensten Gegenständen agiert. Weiterhin verstecken sich überall kleinere Aufgaben, die es in der "Oberwelt" zu erledigen gilt, beispielsweise müsst ihr die Maschine eines Doktors bedienen, nachdem ihr die dafür nötigen Teile gesammelt habt oder eine Tür mittels Honig öffnen. Dabei läuft fast alles ohne Text ab, was allerdings auch zu Verständnisschwierigkeiten führen kann, was nun überhaupt getan werden muss. Zugegeben, die meisten dieser Aufgaben finden oft ohne jeglichen Kontext statt und so ertappt ihr euch oftmals dabei, per Zufall irgendwo draufzuklicken, weil nicht immer ersichtlich ist, was von euch verlangt wird. Auch wird in den verschiedenen Bereichen nicht markiert, womit interagiert werden kann.

Zum fehlenden Kontext hinzukommend, bestehen die ganzen Gebiete aus Fantasie-Elementen, die nicht wirklich zusammenpassen. Euch erwarten fliegende riesige Kannen mit Gesichtern, Projektoren mit Augen oder auch eine riesige Birne mit schlafendem Gesicht. Es wirkt vieles zusammengewürfelt und ohne roten Faden eingefügt. Es sieht zwar alles wie handgezeichnet aus und mag für einige charmant wirken, für mich allerdings fühlt es sich manchmal doch wie ein einziger Drogentrip an. Das erklärt vielleicht auch die vielen deprimierenden und melancholischen Momente im Spiel.

Euch erwartet eine bunte Zusammenstellung an Abstrusitäten. In dieser Fantasiewelt gilt es Rätsel zu lösen, und viele Objekte zu suchen.

Dem ersten Anschein nach sieht My Brother Rabbit wie ein Spiel für Kinder aus. Allerdings bezweifle ich, dass dies die richtige Zielgruppe ist. Nicht nur aufgrund der deprimierenden Momente im Spiel, sondern auch, da die Suchaufgaben eigentlich recht eintönig sind. In jedem Bereich gilt es wie gesagt immer, die verschiedenen Gegenstände (in häufiger Ausführung) zu finden. Für Kinder kann das schnell langweilig und eintönig werden. Ein wenig Hilfe gibt es allerdings dabei, da stets angezeigt wird, ob sich der betreffende gesuchte Gegenstand in dem Bereich befindet, in dem ihr euch gerade aufhaltet. Neben den Aufgaben in der Oberwelt werden auch "richtige" Rätsel geboten, die in einem separaten Bildschirmausschnitt stattfinden. Die meisten davon stellen klassische Rätsel dar, sei es das Vervollständigen eines Puzzles, Streichholzrätsel lösen oder verschiedene Zahnräder so zusammensetzen, dass der Mechanismus läuft. Sie stellen dagegen auch für Kinder kein Hindernis dar und können ohne größere Hilfe gelöst werden. Bei dieser Art von Rätseln gibt es auch immer einen kurzen bildlichen Hinweis, was getan werden muss und somit gestalten sich diese sogar recht kurzweilig.

Alles in allem solltet ihr mit My Brother Rabbit gut zwei Abende beschäftigt sein. Insgesamt besitzt das Spiel fünf Kapitel. Zudem sei angemerkt, dass die Touchscreen-Steuerung nicht funktioniert. Das Geschehen wird über einen Cursor mithilfe des Analog-Sticks gesteuert.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu My Brother Rabbit

Meinung von Daniel Busch
My Brother Rabbit macht seine Sache als Wimmelbild-Spiel durchaus ordentlich: Es gibt viel Sucherei und fantasievolle, gezeichnete Gebiete. Jedoch fehlt oft jeglicher Kontext und die Gebiete wirken oft abstrus und melancholisch, sodass ich mich wie in einem Drogentrip fühlte. Für Kinder könnten die ewigen Suchaktionen unter Umständen langweilig werden, auch wenn die verschiedenen Rätsel doch kurzweilig sind, aber auch schnell gelöst. Wer auf Wimmelbild-Spiele steht, darf gern einen Blick riskieren – ein Muss ist My Brother Rabbit allerdings nicht.

Kommentare 1

  • Bettmaaan Turmritter - 09.10.2018 - 15:54

    Schade. Als ich gelesen habe, dass es um ein Mädchen geht welches schwer Krank ist und der Bruder versucht zu helfen, war ich durchaus nicht abgeneigt. So kann man sicherlich eine gute Geschichte beginnen und fortführen. Leider scheint das Spiel diesen Weg nicht zu verfolgen und noch dazu zu einfach zu sein.