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Test zu Armello - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Armello
  • USA USA: Armello
  • Japan Japan: Armello
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
27.09.2018
Vertrieb
League of Geeks
Entwickler
League of Geeks
Genre
Strategie, RPG
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Würfel dich zum Ziel!

Von Erwin Sigle () Große Helden tragen die Lasten ihrer Reisen nicht auf den Schultern, sondern in ihren Herzen. Mit diesen Worten beginnt Armello, ein rundenbasiertes Strategiespiel, welches von League of Geeks entwickelt und erstmals im Jahre 2015 veröffentlicht worden ist. Armello hat ein äußerst umfangreiches Spielprinzip, doch beginnen wir zunächst mit der Geschichte des Spiels:

Armello ist ein Königreich voller Magie und Wunder. Dennoch schleicht ein dunkler Schatten über das Land. Der einst mächtige König wurde von der Böswilligkeit der Fäule berührt. Nun wird das Reich, welches er einst erfolgreich vereinte, von seiner Tyrannei und seinem Wahnsinn bedroht. An dieser Stelle kommt ihr ins Spiel. Ihr müsst versuchen mit allen erforderlichen Mitteln der König (oder die Königin) des Reiches Armello zu werden! Aber seid auf der Hut! Armello ist ein Spiel der Chancen und des Verrats, das Schicksal und eure Gegner werden sicherlich grausam zu euch sein. Doch vergesst nicht! Es ist der wagemutige Held, der die unvermeidbar erscheinende Niederlage abwendet und den Sieg erlangt!

Bevor eine Runde beginnt, müsst ihr euch ein Tier auswählen. Im Spiel treten dann vier Tiere, darunter Wölfe, Ratten und Bären, gegeneinander an. Euer Ziel ist es, den König zu stürzen. Jedes Tier hat bestimmte Eigenschaften, wie eine Affinität. Was genau eine Affinität ist, behandeln wir später, kommen wir zunächst zu den Grundlagen des Gameplays:

Durch solch ein Aufeinandertreffen beginnt der Kampf!

Wie bereits erwähnt, ist Armello ein rundenbasiertes Strategiespiel. Großteils spielt es auf einer riesigen Oberwelt, auf der man sich auch fortbewegt. Seid ihr an der Reihe, habt ihr die Möglichkeit, euch auf Hexagon-förmigen Kacheln fortzubewegen. Das Reisen zu einer Kachel kostet einen Angriffspunkt, erreichen kann man immer nur angrenzende Kacheln. Jedoch werden einzelne Kacheln auch von der Umwelt beeinflusst. So könnt ihr zu einer Kachel mit einem Berg reisen, jedoch würdet ihr dadurch zwei Angriffspunkte verlieren. Dies wird dadurch erklärt, dass es anstrengend ist zu Klettern. Des Weiteren gibt es Siedlungen. Betretet ihr eine solche, nehmt ihr sie auch ein. Die Kacheln sind an und für sich nicht mehr als ein Untergrund, auf dem ihr euch fortbewegen könnt, vergleichbar mit Schach. Lediglich die Siedlungs-Kacheln werden beim Betreten eingenommen und stehen unter eurer Herrschaft. Übernehmt ihr eine Siedlung, so erhaltet ihr bei jedem Sonnenaufgang etwas Gold. Mehr nützt euch die Siedlung nicht.

Beim Betreten einer Siedlung werdet ihr gut und gerne mal mit einer Aufgabe konfrontiert. Auch Aufgaben sind ein fester Bestandteil des Spiels, welche immer wieder auf euch zukommen werden. Um euch das Prinzip der Aufgaben näherzubringen, habe ich hier ein kleines Beispiel für euch: In einer eurer Siedlungen wurde ein Mord verübt. Euch werden nun zwei Möglichkeiten angeboten, eine sichere und eine riskante. Die riskante Möglichkeit wäre, den Mörder zu verfolgen und ihn aufzuhalten. Wählt ihr diese, so werdet ihr bei Erfolg mit speziellen Belohnungen wie einem Knappen vergütet, bei Misserfolg werden euch zwei Lebenspunkte abgezogen. Eine Erfolgswahrscheinlichkeit wird euch ebenfalls angezeigt. Wählt ihr die sichere Option, so erhaltet ihr keine speziellen Belohnungen, lediglich die normalen. Die normalen Belohnungen sind so etwas wie „+1 Ansehen“ oder „+1 Kampf“. Durch Ansehen reden die Leute mehr über euch und ihr werdet mehr Gefolgschaft erhalten, was euch Kampf bringt behandeln wir später.

Lasset die Kämpfe beginnen!

Schließt ihr Aufgaben ab, werdet ihr belohnt, zum Beispiel mit einem Knappen. Diesen könnt ihr rekrutieren und er wird euch auf eurer Reise begleiten. Doch etwas Wichtiges fehlt noch: Waffen! Was wäre ein Strategiespiel ohne Waffen? So kommt es vor, dass ihr mit Waffen wie einem Schwert belohnt werdet. Vor dem Verlassen der Siedlung rüstet ihr es aus und erhaltet mehr Punkte auf euren „Kampfwert“.

Die Artworks im Kampf sind ziemlich hübsch.

Das Kampfsystem in Armello ist relativ simpel, dennoch gibt es einiges zu beachten. Ihr spielt mit Würfeln, jeder „Kampfwert“ stellt einen Würfel dar. Im Kampf lest ihr auch etwas von den bereits erwähnten Affinitäten. Dies sind spezielle Fähigkeiten der Tiere, so ist es der Fall, dass Wölfe bei Nacht einen zusätzlichen Würfel erhalten. Bekanntlich hat ein Würfel sechs Seiten, so ist es auch in Armello. Ein Würfel zeigt die Symbole „Schwert, Schild, Sonne, Mond, Wyldnis und Fäule“. Schwert gewährt einen Angriffspunkt, Schild einen Verteidigungspunkt. Werft ihr Sonne, so trefft ihr bei Tageslicht, bei Mondschein geht der Schlag daneben. Werft ihr einen Mond, passiert das Gegenteil. Wyldnis sorgt für einen garantierten Treffer, der eine Explosion erzeugt und einen weiteren Würfel erschafft, während Fäule einfach gar nichts macht. Doch wie funktioniert nun das Kämpfen? Nun, angenommen ihr habt vier Mal Schwert geworfen und euer Gegner drei Mal Schild: Ihr werdet vier Mal auf euren Gegner einschlagen, doch nur der letzte Treffer wird Schaden erzeugen, da die vorherigen Treffer durch die Verteidigungspunkte des Gegners geblockt werden. Sonne, Mond und Wyldnis werden ebenfalls von Schild blockiert. Nach einem Zug ist der Kampf vorbei und der Verlierer wird von seiner aktuellen Kachel zurückgedrängt. Was mich persönlich am Kampfsystem nervt ist die Tatsache, dass es nur bedingt strategisch ist. Man hat keinerlei Einfluss darauf, was die Würfel anzeigen werden. Man könnte höchstens zu einer bestimmten Tageszeit angreifen, um einen zusätzlichen Würfel zu erhalten.

Doch wie stürzt man nun den König? Nun, dies ist simpler als es scheint. In der Mitte der Karte hat der König sein Schloss, dieses wird von seinen Leibwächtern bewacht. Eure Aufgabe ist es nun, in das Schloss einzudringen und den König zu töten. Wie ihr das macht, ist euch überlassen. Ihr könnt entweder auf brutalste Weise hineinstürmen, die Wachen und danach den König erledigen, ihr könnt euch aber auch an den Wachen vorbeischleichen und nur den König herausfordern. Habt ihr den König in einem Kampf besiegt, so habt ihr die Runde gewonnen. Ihr habt ebenfalls die Möglichkeit, zunächst eure Gegner und dann erst den König auszuschalten. Wer mitten in einem Spiel stirbt, hat verloren und kann es verlassen.

Eine Wald-Kachel bietet Schutz bei Nacht, ziemlich praktisch.

All dies soll scheinbar auch online im Kampf gegen andere Spieler möglich sein, jedoch besteht die Aufgabe hierin, erstmal Gegner zu finden. Eine Runde beginnt erst, wenn man vier Spieler gefunden hat, aber auch nach einer Suchzeit von fünf bis zehn Minuten, hatte ich nicht mehr als einen Gegner in meiner Lobby.

Da ihr nun wissen dürftet, wie das Gameplay in Armello funktioniert, ist es an der Zeit, einen Blick auf die Technik des Spiels zu werfen. Im Allgemeinen finde ich, dass Armello einen hübschen Grafikstil hat, selbst wenn dieser gewiss nichts Besonderes ist. Das Einzige, was jedoch sehr störend ist, sind die Framerate-Einbrüche. Ich konnte nicht herausfinden, wann und weshalb sie vorkamen, jedoch waren sie da. Beim Schwenken der Kamera, kann es durchaus vorkommen, dass das Spiel weit unter 20 FPS fällt. Die Musik in Armello ist nicht sonderlich auffallend, da sie nicht durchgehend spielt. Die Soundeffekte hingegen sind ziemlich gut gelungen. So erkennt man nur anhand der Geräusche, ob sich gerade zwei Schwerter oder ein Schwert und ein Schild getroffen haben. Die Steuerung im Spiel ist auch ganz gut umgesetzt, jedoch gibt es da auch nicht viel zu tun. Die Tasten werden relativ selten verwendet, man muss nur immer wieder mal den linken Analog-Stick und den „A“-Knopf zur Auswahl oder Bestätigung von Dingen benutzen.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Armello

Meinung von Erwin Sigle
Wer mit Strategiespielen warm wird, wird mit Armello sicherlich seinen Spaß haben. Das gesamte Spielprinzip ist ziemlich umfangreich und selbst das Vorrücken des Protagonisten ist von Strategie geprägt. Die FPS-Einbrüche sind zwar durchaus nervig, jedoch kommen sie nur auf der Oberwelt und dann auch nur relativ selten vor. Die Aufgaben sind eine Interessante Art und Weise den Spieler zu testen und zu schauen, ob er auf das Risiko aus ist oder doch eher vernünftig bleibt und den sicheren Weg geht. Lediglich das Kampfsystem dürfte einem Strategiespiel-Fan nicht gefallen, denn dieses ist eher auf Glück, statt auf Strategie basierend.
Mein persönliches Highlight: Die Aufgaben, bei denen ihr euch immer für die riskante oder sichere Option entscheiden müsst

Kommentare 5

  • Korok Turmritter - 09.10.2018 - 19:18

    Wennes im Sale ist wird es gekauft.
  • Remus Turmritter - 09.10.2018 - 20:45

    Es gibt 4 Möglichkeiten zu gewinnen. Den König zu töten ist nur eine davon.

    Armello möchte ein digitales Brettspiel sein und genau das ist es auch. Deshalb verstehe ich Kritik am Kampfsystem zum Beispiel gar nicht. Man hat einige Möglichkeiten, um darauf Einfluss zu nehmen. Am ehesten kann man es mit "Talisman" vergleichen.
  • Cyd Turmbaron - 10.10.2018 - 09:42

    Huch, überraschende Wertung. Hab es mir vor 2 Tagen runtergeladen, aber noch nicht wirklich dazu gekommen es ausgiebig zu spielen (nur den Prolog). Hatte es mir aufgrund der positiven Reviews (nintendolife z.B. vergab eine 9/10, metacritic liegt bei 82%) geholt und da ich Brettspiele mag. Bin mal gespannt wie ich es letzlich finden werde... aber alleine das Intro, dieses Intro. Ich schaue es mir immer wieder an und es fängt sofort diese besondere Atmosphäre ein...

    Unbedingt Kopfhörer aufsetzen, kurz innehalten und diese ruhige, melancholische Stimmung aufsaugen:


    und die Musik, diese Musik von Michael Allen:


    Ich musste sofort an Lisa Gerrard denken (die unter anderem mit Hans Zimmer an Gladiator gearbeitet hat, dort den Gesang übernahm). Und nach kurzem Recherchieren: Bingo
  • Schwinghenlohe Turmknappe - 10.10.2018 - 17:22

    Öhm....warum hat das jetzt nur eine 6 bekommen? Ich werd es mir auf jeden Fall zulegen. Das liest sich genau SO, wie man es von einem digitalem Boardgame erwartet. Und framerate Einbrüche....das kennt man ja. Bei einem stören göeich 1-2, andere sind da etwas toleranter. Und 20 fps auf nem boardgame sollten meiner Meinung nach immer noch ausreichen
  • Remus Turmritter - 10.10.2018 - 17:30

    Ich würde bei den Frames Entwarnung geben. Es ruckelt ein wenig, wenn die Ki ihre Züge berechnet, aber das kennt man so von allen möglichen rundenbasierten Spielen. Wenn man selbst am Zug ist, läuft es deutlich über 20 fps. Von meiner Seite aus, fällt das nicht negativ auf und ich bin sehr empfindlich. Siehe die Arena of Valor Diskussion. ;]