Setzt eure Meinung mit viel Tinte und lustigen Hüten durch

Es herrscht Krieg zwischen den Oktopussen und den Menschen. Die Armee der Oktopusse wird von Bako angeführt, dem Bruder des Protagonisten Tako. Als eine Fee euch die Fähigkeit verleiht, auch an Land überleben zu können, macht ihr euch mit Tako auf den Weg, um den Krieg zwischen Menschen und Oktopussen zu beenden. Wie sich Takos Abenteuer in diesem 2D-Platformer-Titel in Game Boy-Optik gestaltet, erfahrt ihr in diesem Test.


Auf eurer Quest durchquert ihr sechs Welten mit vielen Leveln sowie Dörfern, Städten und anderen besonderen Schauplätzen. In einem typischen Level lauft ihr mit Tako von links nach rechts, weicht Gegnern aus und manövriert euren Charakter möglichst geschickt, damit er nicht in Abgründe fällt oder vor Hindernisse läuft. Die Gegner unterscheiden sich dabei nicht nur von der Optik – ihr könnt auf Vögel, fiese Nüsse werfende Eichhörnchen oder auch menschliche Soldaten treffen –, sondern auch von der Verhaltens- und Angriffsweise. So trefft ihr in fast jeder Welt auf neue Gegner, sodass ihr beim Durchqueren der Level hin und wieder Abwechslung habt.


Unterstützt Tako bei seiner Mission, den Krieg zwischen Mensch und Oktopus zu beenden.


Springt ihr mit Tako oder einem anderen später spielbaren Charakter an die Kante einer Plattform, könnt ihr euch daran hochziehen, was euch häufig gerade bei knappen Sprüngen retten wird. Ansonsten ist das Spiel weniger zuvorkommend: Trifft euch ein Gegner ein einziges Mal, verliert ihr ein Leben, und wenn ihr euch zu viel durch das Schießen mit Tinte wehrt, ist eure Tinte leer und ihr könnt nicht mehr schießen. Dabei ist das Tinteschießen die einzige Art, wie ihr euch gegen Gegner zur Wehr setzen könnt. Um euch das Durchqueren der Level zu erleichtern, gibt es zwar auch Checkpoints, doch werden auch diese wieder zurückgesetzt, sobald ihr den Game Over-Screen seht. Habt ihr ein Level abgeschlossen, wird das automatisch gespeichert. Doch kann sich das Abschließen eines Levels durchaus aufgrund von kniffligen Stellen mal in die Länge ziehen.


Mit dieser Kopfbedeckung könnt ihr mehr als nur einen Schlag einstecken, bevor ihr ein Leben verliert.

Um Tako die Chance zu geben, sich auf die Vielzahl an Gegnern einzustellen und ihnen stilsicher entgegenzutreten, könnt ihr eure Kopfbedeckung bei einem befreundeten Otter wechseln. Die Kopfbedeckungen sehen dabei nicht nur sehr knuffig aus, sondern verleihen euch auch besondere Fähigkeiten. So könnt ihr Tako zum einen einen Robin Hood-Look verpassen und ihn Pfeile statt Tinte verschießen lassen. Zum anderen könnt ihr den süßen Oktopus mit einer Feder schmücken und ihn viel schneller durch die Level (und möglicherweise in einen viel schnelleren Tod) rasen lassen oder ihn aber auch einfach nur mit einem Hut, der Tako elegant aussehen lässt, ausrüsten. Nicht alle Kopfbedeckungen haben einen Einfluss auf Takos Attacken, aber alle verpassen ihm ein einzigartiges Aussehen, wie ihr auf den Screenshots zum Teil erkennen könnt.


Nicht nur durch die unterschiedlichen Welten bekommt ihr Abwechslung in Save me Mr Tako: Tasukete Tako-San. Auch die Story rund um den Krieg zwischen Mensch und Oktopus bietet einige Wendungen. Zudem habt ihr die Möglichkeit, neben der Hauptquest auch einige Nebenquests zu erledigen. Diese werden euch zwar nicht in einem Menü angezeigt, doch wird die Annahme einer Aufgabe kurzzeitig akustisch hervorgehoben. Neben einigen Nebenquests gibt es auch viele NPCs, mit denen ihr sprechen und somit weitere Informationen zum Krieg und zur Lage der Betroffenen bekommen könnt. Um diese Dialoge sowie die gesamte Hintergrundgeschichte verfolgen zu können, benötigt ihr jedoch Englisch- oder Französischkenntnisse. Zusätzlich gibt es einige Minispiele, bei denen ihr euch Kristalle oder andere Belohnungen erspielen könnt. Alle hier genannten Aspekte verleihen dem Spiel viel mehr Tiefe als beispielsweise ein Standard-Platformer-Titel besitzt.


Hier seht ihr Tako mit Hexenhut, wie er einen Gegner mit einer Katze bewirft.

Wer zu Save me Mr Tako: Tasukete Tako-San greift und einen neuen Spielstand startet, hat die Wahl zwischen einem einfachen Schwierigkeitsgrad und einem normalen, der empfohlen wird. Wie zuvor bereits deutlich werden konnte, ist der normale Schwierigkeitsgrad an einigen Stellen recht knackig. Da euch mit den meisten Kopfbedeckungen ein einziger Schlag erledigt und ihr entweder am Anfang des Levels, an einem Checkpoint oder an der letzten durchschrittenen Tür wieder einsteigt, können Stellen mit sehr kleinen, sich bewegenden Plattformen oder vielen Gegnern gerne mal ein paar Schweißtropfen auf eure Stirn zaubern. Zudem fordern einige Level oder Bosskämpfe, die ihr zum wiederholten Male von vorne beginnen müsst, eure Geduld heraus. So kann es vorkommen, dass ihr euch immer wieder durch lange Dialoge klicken müsst, ohne die Option, diese überspringen zu können. Auf Dauer – vor allem, wenn ihr diese Stellen einfach nur schaffen und hinter euch bringen wollt – ist das Fehlen dieser Option durchaus nervig.


Wie ihr schon auf den Screenshots erkennen und in der Einleitung erfahren konntet, ist das Spiel optisch an Game Boy-Titel angelehnt. Eine besonders hübsche Funktion ist dabei das Wechseln vom Farbschemen und Rahmen, wie ihr ebenfalls auf den Screenshots seht. Der Soundtrack erinnert auch an Game Boy-Spiele und fügt sich somit zusammen mit der Optik in ein stimmiges Gesamtbild ein. Diese Optik und Akustik sowie der Schwierigkeitsgrad und die simple Steuerung mit nur einem Angriff als Verteidigungsmöglichkeit gegen Gegner können durchaus Geschmackssache sein. Auch die trotz der unterschiedlichen Gegner und etwas anders gestalteten Welten und Level vorhandene Wiederholung und zum Teil fehlende Abwechslung könnten den Spielspaß dämpfen.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Lisa Zander

Die Auswahl an verschiedenen Kopfbedeckungen kann Fans von knuffigen Oktopussen genauso wie Fans von 2D-Platformer-Titeln darüber hinwegtrösten, dass die Welten trotz einiger Unterschiede zum Teil repetitiv wirken. Fans des Genres und der Game Boy-Optik kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten. Wer jedoch kein Fan des Retro-Stils ist, könnte womöglich auch mit Save me Mr Tako: Tasukete Tako-San nicht wirklich warm werden. Wenn euch der Retro-Stil und das Genre hingegen zusagen, dürftet ihr mit diesem Titel nichts falsch machen.
Mein persönliches Highlight: Tako ist so knuffig. Sei es als Katzen werfender Tako oder als Pfeile schießender Tako mit Cape. Einfach süß!

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 1

  • stl1988

    Turmritter

    Ihr habt geschrieben: "Wie zuvor bereits deutlich werden konnte, ist der normale Schwierigkeitsgrad an einigen Stellen recht knackig." Habt ihr den einfachen Schwierigkeitsgrad überhaupt ausprobiert? Denn dann hättet ihr gemerkt, dass es zwischen den Schwierigkeitsgraden überhaupt keinen Unterschied gibt, außer, dass man auf Easy 20 Leben hat und auf Normal nur 9. Siehe dazu auch diesen Tweet vom Entwickler.