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Test zu Windjammers - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Windjammers
  • USA USA: Windjammers
  • Japan Japan: Flying Power Disc
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
23.10.2018
Vertrieb
DotEmu
Entwickler
DotEmu
Genre
Action, Sport
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 2
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Der verspätete Sommer

Von Dirk Apitz () Auf dem NeoGeo erschienen einige interessante und gute Multiplayer-Titel. Windjammers ist einer von diesen Titeln und erfreut sich selbst heute großer Beliebtheit. Sie ist so groß, dass es eine Neuauflage mit einem Online-Modus gibt, und ein zweiter Teil befindet sich bereits in Entwicklung. Doch nun kommt für die Nintendo Switch der erste Teil, und auch wenn der Sommer vorbei ist, diesen Multiplayer-Hit solltet ihr nicht verpassen.

Dieser hohe Wurf wird leicht zu fangen sein.

Doch was ist Windjammers eigentlich? Stellt euch ein Beach-Volleyball-Feld vor, nur dass es keinen Ball gibt sondern, ein Frisbee. Euer Ziel ist es, die Frisbee-Scheibe so zu werfen, dass sie in einer der Tore hinter dem Gegenspieler landet. Es gibt Tore, da bekommt ihr 3 Punkte oder 5 Punkte. Eine weitere Möglichkeit ist, dass ihr die Scheibe über den Gegner werft, wenn dieser zu nah am Netz steht. Kommt nämlich die Scheibe auf den Boden, bekommt ihr zwei Punkte. Der Spieler, der als erstes 12 Punkte hat, gewinnt die Runde. Wer zwei Runden gewinnt, gewinnt das Match. Eine Partie ist schnell beendet und die Steuerung ist leicht zu erlernen. Gespielt wird immer Eins gegen Eins.

Wie für solche Spiele üblich, ist diese nämlich simpel, aber gibt euch einige Möglichkeiten zur Hand, die dem Spiel eine gewisse Spieltiefe verleihen. So könnt ihr direkt nach dem Fangen einen sehr schnellen Wurf zurück schleudern oder wenn ihr zum Beispiel beim Werfen den linken Stick in einem Halbkreis dreht, schlägt das Frisbee selbst eine Kurve ein. Auch die Banden an den Seiten könnt ihr nutzen, um den Gegner etwas zu verwirren. Schafft ihr es im richtigen Moment das Frisbee zu fangen, dann könnt ihr zu einem Spezial-Wurf ansetzen. Auch in eine Richtung könnt ihr hechten, um im letzten Moment noch das Frisbee zu bekommen.

Damit nicht genug. Es stehen sechs Charaktere aus sechs verschiedenen Nationen zur Auswahl. Diese Charaktere haben verschiedene Eigenschaften und auch verschiedene Spezial-Fähigkeiten. So ist Klaus Wessel aus Deutschland ein Muskelprotz, der sich zwar langsam bewegt, aber viel Kraft einsetzt und seine Würfe dadurch sehr schnell macht. Loris Biaggi aus Italien ist schnell und stark, aber kann nicht so bewegliche Würfe anrichten und ist dadurch etwas berechenbarer. Ihr solltet also schnell euren Charakter finden, der auch zu eurem Spielstil passt. Jede der sechs Nationen bringt auch ein eigenes Spielfeld mit. Diese unterscheiden sich zum Beispiel durch die Größe der Tore. Manche Plätze haben am Netz auch Blockaden. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Dieser Wurf ist dagegen etwas unberechenbarer und kann euch zum Sieg verhelfen.

Für Solo-Spieler gilt dies allerdings nicht. Diese haben zwar einen Arcade-Modus, der mit mehreren Schwierigkeitsgraden bestückt ist. Aber hier ist schnell die Luft raus. Auch die zwei Minispiele wie Bowling mit Frisbee oder ein Frisbee-Weitwurf können nicht lange unterhalten. Dieses Spiel ist ganz klar ein Multiplayer-Erlebnis und hier macht es seine Sache auch richtig gut, besonders online. Hier könnt ihr euch nämlich in mehreren Ligen mit anderen Spielern messen und steigt entweder ein paar Ränge auf oder ab. Aber auch offline im lokalen Multiplayer kann das Spiel überzeugen und für eine kleine Windjammer-Schlacht zwischendurch auch immer wieder für schöne Momente sorgen. Schön ist auch, dass ihr mehrere Konsolen drahtlos verbinden könnt. Online lief der Spaß im Übrigen sehr flüssig, allerdings konnten wir kaum Spieler finden und zu manchen Uhrzeiten geht gar nichts. Das ist eben der Nachteil an solchen kleinen Titeln.

Grafisch orientiert sich das Spiel am Original und wer mit der 16-Bit Ära nichts anfangen kann, wird auch hier seinen Spaß nicht finden. Die Entwickler geben euch dafür einige Möglichkeiten das Spielerlebnis anzupassen. So wählt ihr, ob ihr lieber das 4:3-Format haben wollt oder 16:9. Scanlines, die das Spiel etwas dunkler wirken lassen, könnt ihr ebenfalls abstellen. Auch die Hintergründe könnt ihr verändern und anpassen. Ansonsten glänzt das Spiel mit tollen Animationen und Effekten. Der Soundtrack ist typisch für diese Zeit und fängt den Vibe des Spiels perfekt ein. Das Spiel läuft im Handheld und auch auf dem Fernseher stets flüssig und sauber. Besonders auf dem Handheld wirken solche Grafiken einfach sehr schön und schonen den Akku.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Windjammers

Meinung von Dirk Apitz
Für Solisten ist das Spiel ganz sicher eher nichts. Dafür bietet es einfach zu wenig Inhalt und zu wenig Langzeitmotivation. Windjammers will aber ein Spiel für lustige Abende zu zweit sein. Dies macht es verdammt gut und ist wirklich spaßig. Was schon damals funktionierte, funktioniert dank Online-Modus heute auch. Hier muss sich zeigen, wie lange dieser überhaupt noch aktive Spieler hat, aber ein Match gegen Freunde auf der Couch oder auch über das Internet ist immer möglich.
Mein persönliches Highlight: Die spannenden Online-Partien, die wirklich immer knapp waren

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