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Test zu The Legend of Evil - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Legend of Evil
  • USA USA: The Legend of Evil
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
19.10.2018
Vertrieb
Springloaded
Entwickler
Springloaded
Genre
Action, Strategie, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Einmal auf der bösen Seite sein

Von Daniel Busch () The Legend of Evil präsentiert sich als Tower Defense-Spiel in Pixel-Optik. In diesem Spiel seid ihr auf der Seite der Bösen, was ich eigentlich recht spannend finde. Ihr baut Türme und beschwört Monster, um die herannahenden Gruppen von Menschen zu besiegen. Viel mehr gibt es zur Prämisse von The Legend of Evil eigentlich auch nicht zu sagen. Ziel der einzelnen Runden ist es, das steinerne Gebilde am gegnerischen Ende des Schlachtfeldes zu zerstören, bevor der Timer abläuft und ohne die gegnerischen Gruppen an euer Spielfeldende vorbeiziehen zu lassen. Dabei präsentiert sich das Gameplay in einer 2D-Seitenansicht, die es euch erlaubt nach links und rechts zu rennen. The Tower of Evil hätte dabei durchaus das Potenzial zu einem netten und kurzweiligen Spielchen. Allerdings hat das Spiel mit einigen herben Problemen zu kämpfen. Das größte Problem ist das schiere Fehlen eines Balancings.

Mithilfe von Türmen erschafft ihr Monster, welche die herannahenden Gegnergruppen bezwingen müssen.

Das fängt schon damit an, dass euch zu Anfang des Spiels eigentlich kein vernünftiges Tutorial ins Spielgeschehen einführt. Man kann sich das Spielprinzip und die Steuerung allerdings schnell selbst beibringen, da das Spiel sehr einfach strukturiert ist. Ihr findet euch am Anfang einer Runde auf einem 2D-Schlachtfeld in Seitenansicht wieder. Am Ende jedes Feldes steht ein steinernes Gebilde. Wurde dieses zerstört, bedeutet es die Niederlage der betreffenden Seite. Um euch vor den nahenden Gruppen zu verteidigen beziehungsweise diese anzugreifen, baut ihr Türme an dafür vorgesehenen Stellen. Dabei könnt ihr zwei Arten von Türmen bauen: Angriffstürme, die Monster spawnen und rein strategische Türme, die lediglich dafür sorgen können, Seelen zu sammeln oder beispielsweise Gegner zu verlangsamen (Auch Angriffstürme verfügen über die zusätzlichen Fähigkeiten). Türme lassen sich auch verbessern, um beispielsweise schneller Monster spawnen zu lassen oder weitere Fähigkeiten freizuschalten, dafür benötigt ihr Seelen. Seelen sind quasi die Währung im Spiel und ein kostbares Gut im Kampf. Am Anfang startet ihr in der Regel mit hundert Seelen, wodurch ihr euch nur die günstigste und schwächste Monsterklasse oder strategische Türme leisten könnt. Von da an müsst ihr taktisch vorgehen und eure Armee schnell ausbauen oder verbessern, um den großen Gegnergruppen standzuhalten.

Eigentlich sollte das Prinzip eines Tower Defense-Spiels euch verschiedene Möglichkeiten erkunden lassen, euer Spielfeld aufzubauen. Allerdings lädt The Legend of Evil fast gar nicht dazu ein. Ihr besitzt so limitierte Ressourcen, dass ihr keine große Auswahl habt, was ihr baut und auch die Plätze, wo Türme stehen können, sind sehr limitiert vorgegeben. Obendrein läuft immer ein Countdown, in der ihr die Herausforderung schaffen müsst. Kurz gesagt: Euch erwartet immer ein Trial and Error-Prinzip, bei dem ihr oft in den Runden scheitern werdet. Ihr müsst quasi die beste Taktik herausfinden, wie ihr die Monster und Türme verbessern müsst. Das sorgt für viel mehr Frust als Spaß. Denn die Wellen an Gegnern sind wirklich nicht zu unterschätzen. Sie kommen in wirklich großen Wellen und wenn auch nur ein Mensch durchkommt, kann es schon das Ende für euch bedeuten. Es fühlt sich so an, als ob es einen vorgeschriebenen Weg gibt, das Match zu gewinnen und ihr per Versuch und Irrtum diesen Weg herausfinden müsst – keine Freiheiten, keine eigene Taktik.

Die Gegnerwellen haben es oft ganz schön in sich. Sie werden oft eure Verteidigung durchbrechen.

Neben der Kampagne gibt es auch einen Rogue Mode. Ihr erhaltet Münzen für das Spielen der Level, welche ihr für verschiedene Monster ausgeben könnt, die euch dann für die weiteren Spielrunden in diesem Modus zur Verfügung stehen. Ansonsten ist das Spielprinzip aber genau gleich wie in der Kampagne. Allerdings sollte man sich auch zweimal überlegen, ob die sehr teuren Monster ihr „Geld“ wert sind. Auch hier finde ich das Prinzip nicht wirklich ausbalanciert.

Alles in allem könnte The Legend of Evil von einem anständigen Tutorial sowie der Abschaffung des Countdowns nur profitieren. Die ohnehin schon großen Gegnerhorden auch noch auf Zeit zu besiegen sorgt mehr für Frust als für Spaß. Ansonsten weiß die charmante Pixeloptik des Spiels durchaus zu gefallen. Auch werden euch viele Kurzinfos zu den verschiedenen Gegnern und Items geboten. Die musikalische Untermalung passt stets zum Geschehen und kann mit seinen Retromelodien ebenso punkten. Die Steuerung ist sehr einfach gehalten und sowohl im Handheld-Modus als auch im TV-Modus gleichermaßen unkompliziert. Daher könnte ich keine Spielweise wirklich präferieren.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu The Legend of Evil

Meinung von Daniel Busch
The Legend of Evil macht es mir schwer Spaß mit dem Spielprinzip zu haben. Ich finde es aufgrund des fehlenden Balancings zu frustrierend. Euch werden praktisch keine Freiheiten geboten, die Level zu schaffen. Es fühlt sich mehr wie ein Trial and Error-Prinzip an, welches ich gerade bei einem Tower-Defense-Spiel nicht mag. Ich würde gerne verschiedene Taktiken ausprobieren können, die mir zum Sieg verhelfen, stattdessen ist es eher so, dass ich die eine beste Taktik herausfinden muss, ansonsten werde ich sofort geplättet oder ich schaffe den Sieg nicht in der Zeit.

Kommentare 8