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Test zu Sports Party - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Sports Party
  • USA USA: Sports Party
  • Japan Japan: Sports Party
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.10.2018
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Genre
Party
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Sommer, Sonne, Sonnenschein…

Von Krispin Berndt () Erst im vergangenen September kündigte das französische Entwicklerstudio und Publisher Ubisoft mit Sports Party ein exklusives Nintendo Switch-Partyspiel für den Hybriden von Nintendo an. Wenige Wochen später feierte das Spiel die Veröffentlichung im Nintendo eShop und als Cartridge-Version im Handel. Zusätzlich warb Ubisoft im Vorfeld mit einer intuitiven und leicht zu erlernenden Steuerung sowie einem herausfordernden Gameplay für Jung und Alt. Wir haben unsere virtuellen Sportsachen angezogen und uns mit reichlich Sonnenmilch eingecremt, um die sechs Minispiele für euch auszuprobieren. Ob Ubisoft mit Sports Party ein gelungenes Partyspiel veröffentlichte oder ob es im großen Spiele-Ozean der Nintendo Switch untergehen wird, erfahrt ihr den folgenden Zeilen.

Eine idyllische Insel, sechs Minispiele und anpassbare Avatare

Im übersichtlichen Hauptmenü von Sports Party angekommen, stehen mit dem "Jetzt Spielen"- und dem "Meisterschaft"-Modus die beiden einzigen Modi zur Auswahl, in welchen die Spieler direkt und ohne große Umschweife in das Spielgeschehen geworfen werden. Während in "Jetzt Spielen" alle sechs Sport- und Minispiele auf Anhieb zur Verfügung stehen, trifft jeder Spieler im „Meisterschaft“-Modus in jeder Runde die eigene Entscheidung über das nächste Sport- und Minispiel. Obwohl bereits zu Beginn alle Spiele zur Auswahl stehen, müssen weitere Unterkategorien der jeweiligen Minispiele mit dem Erreichen bestimmter Ziele mit der Zeit freigeschaltet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr diese allein absolviert oder ihr gemeinsam mit bis zu drei weiteren Mitspielern im lokalen Mehrspielermodus um den Sieg kämpft.

Das Minispiel "Golf" gehört durch die verschiedenen Golfschläger, sowie den Platz- und Witterungsverhältnissen zu den anspruchsvolleren Minispielen und sorgt für spannende Duelle auf dem Grün.

Sind alle Vorkehrungen getroffen, muss nun – je nach Modus – zwischen einem der sechs verschiedenen Minispiele entschieden werden. Zur Auswahl stehen dabei die Spiele: Golf, Beach-Tennis, Basketball, Skateboard, Frisbee und Jet Ski. Bevor das Spiel jedoch losgehen kann, muss noch die bereits angesprochene Unterkategorie ausgewählt werden. So muss zum Beispiel bei dem Minispiel „Golf“ nicht nur zwischen Drei-, Sechs-, oder Neun-Löcher entschieden werden, sondern auch ein passender Golfplatz, welcher sich vor allem von den verschiedenen Platz- und Witterungsverhältnissen unterscheidet, ausgewählt werden. Vor dem Start des jeweiligen Minispieles gibt es zudem ein bildliches Tutorial, welches die Steuerung mit den Joy-Con, dem Nintendo Switch Pro Controller und der Bewegungssteuerung kurz und knapp, dafür aber einleuchtend erklärt. Anschließend findet ihr euch auf dem zuvor ausgewählten Golfplatz wieder und müsst, je nach Platz- und Witterungsverhältnissen, den passenden Schläger auswählen.

Natürlich ist das Ziel beim Golf einleuchtend und selbsterklärend: Wählt den passenden Schläger aus, landet mit diesem den besten Schlag und versenkt den Ball mit möglichst wenigen Schlägen im Loch, um das Spiel zu gewinnen. Während beim Golf noch etwas Fingerspitzengefühl und (minimale) körperliche Bewegung vorausgesetzt wird, bestehen andere Spiele, wie zum Beispiel Beach-Tennis, Frisbee und Basketball, aus etwas eintönigem Drücken von einer bis maximal zwei verschiedenen Tasten. Diese bringen damit nur begrenzt Spannung und Spielspaß in das Spielgeschehen ein. Im Gegenzug sind die beiden „Rennspiele“ Jet Ski und Skateboard, die eigentlich Longboards sind, je nach zuvor ausgewähltem Schwierigkeitsgrad die Highlights und versprechen spannende Kopf-an-Kopf-Rennen. Nicht nur das Gameplay besteht aus Licht und Schatten, sondern auch die Steuerung…

Kontraintuitive Steuerung trifft auf durchschnittliches Gameplay

Die Steuerung von Sports Party wurde schon im Vorfeld von Ubisoft als "intuitiv und leicht zu erlernen" bezeichnet. Jedoch zeichnete sich bereits nach kürzester Zeit genau das Gegenteil ab. So muss bei dem Großteil der Minispiele mit der Steuerung mit den Joy-Con und dem Nintendo Switch Pro Controller nur wenig Eigenarbeit geleistet werden, um die Ziele des Spieles erreichen zu können. In manchen Spielen, wie zum Beispiel beim Beach-Tennis, wird selbst das Bewegen der Figuren vom Computer übernommen und gibt dem Spieler eher das Gefühl einem Let’s Play auf YouTube zuzuschauen, als aktiv um den Sieg des eigenen Teams zu kämpfen. Leider entpuppt sich auch die Bewegungssteuerung eher als Fehlschuss und kann nur in seltenen Momenten das Potenzial entfalten. Zwar werden die meisten Eingaben bei allen Steuerungsmöglichkeiten präzise und absolut akzeptabel umgesetzt, jedoch sollte man besonders bei Sportarten wie Golf, Beach-Tennis und Basketball etwas mehr Tasten-, sowie Körpereinsatz erwarten dürfen, oder?

Mit der Zeit schaltet ihr durch bloßes Spielen und das Absolvieren höherer Schwierigkeitsstufen neue kosmetische Items für euren Avatar frei und könnt diesen mit unzähligen Accessoires schmücken – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Grafik im TV- und Handheld-Modus reißt zwar keine Bäume heraus, kann sich aber durchaus sehen lassen und überzeugt mit kleinen Details. So stehen bei allen Minispielen nicht nur ein paar Zuschauer im Hintergrund, welche je nach Spielsituation auf das Spielgeschehen reagieren, sondern das gesamte Umfeld wirkt aufgrund von Segelschiffen, Joggern oder vorbeifliegenden Vögeln lebendig und sorgt für ein stimmiges Gesamtbild, ohne jedoch vom eigentlichen Spielgeschehen abzulenken. Doch auch wenn das Spiel die meiste Zeit flüssig läuft, gibt es auch Kritik an der Performance. Es kam vor, wenn auch nur sehr selten, dass das Spiel ohne erkennbaren Grund abstürzt und den/die Spieler zurück in das Hauptmenü der Nintendo Switch verfrachtet. Die Abstürze sorgen für Frust und zerstören nicht nur den Spielfluss sondern teilweise auch den bis dahin erspielten Spielfortschritt. Während die Abstürze vermehrt im Mehrspielermodus auftraten, blieb der Einzelspielermodus von dem Problem bisher verschont.

Dahingegen überzeugt der Soundtrack und die Vertonung der verschiedenen Charaktere. Natürlich ist Musik eine Sache des Geschmacks, jedoch gab es keinen Moment, an dem die Musik im Hintergrund aufdringlich oder nervig wurde. Auch die verschiedenen Sounds bei den Minispielen kommen ziemlich nah an das Original und sorgen für eine realistische Atmosphäre. Zudem gibt es die Möglichkeit, nicht nur weitere Unterkategorien für die Minispiele freizuspielen, sondern auch den eigenen Avatar mit unzähligen Accessoires zu individualisieren und neue Gegenstände für diesen freizuschalten. Dies sorgt für ein wenig Abwechslung im manchmal etwas tristen Minispiel-Alltag von Sports Party.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Sports Party

Meinung von Krispin Berndt
Sports Party besteht aus Licht und Schatten. Während die Minispiele Golf und Skateboard wirklich gut und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt wurden, stehen dem Frisbee und Beach-Tennis gegenüber, welche nicht nur einen lächerlichen Schwierigkeitsgrad besitzen, sondern auch nach höchstens zwei Runden langweilig werden. Für die jüngere Generation und Eltern mit wenig Erfahrung mit Videospielen mögen die Minispiele von Sports Party durchaus Spaß machen – auch über einen längeren Zeitraum. Wer jedoch wirklich eine Herausforderung sucht, sollte sich nach einem anderen Spiel umschauen. Genug Alternativen im Partyspiel-Genre gibt es für die Nintendo Switch mittlerweile allemal.
Mein persönliches Highlight: Das Golf-Minispiel und die vielen verschiedenen Möglichkeiten, seinen Avatar nach Belieben zu verändern…

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