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Test zu Prison Architect: Nintendo Switch Edition - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Prison Architect: Nintendo Switch Edition
  • USA USA: Prison Architect: Nintendo Switch Edition
  • Japan Japan: Prison Architect: Nintendo Switch Edition
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
20.08.2018
Vertrieb
Double Eleven
Entwickler
Introversion Software
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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DLC Erst Manager nun Insasse

Von Dirk Apitz () In Prison Architect müsst ihr eigentlich ein Gefängnis aufbauen und ausbruchsicher gestalten, damit eure Wirtschaft floriert. Ein anderes Gefängnis-Spiel ist ebenfalls sehr beliebt und nennt sich The Escapists, wovon die ersten beide Teile ebenfalls für die Nintendo Switch erhältlich sind (hier findet ihr unseren Test zu Teil 2). Hier geht es darum, dass ihr aus einem Knast ausbrechen müsst. Wäre es nicht toll wenn ihr aber aus dem Knast ausbrechen könnt, den zum Beispiel euer Kumpel gebaut hat? Genau diesen Gedanken hatten wohl auch die Entwickler von Prison Architect und erweitern ihr Spiel mit einem sogenannten Escape-Mode.

Beim Dealer können wir uns praktische Gegenstände holen.

Hier müsst ihr nämlich kein Gefängnis aufbauen, sondern aus einem ausbrechen. Dabei erstellt ihr vorher einen Insassen und könnt zum Beispiel das Aussehen verändern. Wie schon beim Originalspiel bleiben euch dabei nicht so viel Auswahlmöglichkeiten, da die Darstellung sehr minimalistisch ist. Danach könnt ihr noch Fertigkeitspunkte festlegen wie zum Beispiel Kampfkraft oder euer Handelsgeschick. Diese Fähigkeiten bestimmen eure Talente und ihr solltet schon vorher überlegen, wie ihr am besten ausbrechen wollt, damit ihr gleich einen guten Start habt. Im Spiel selbst könnt ihr aber alle Fertigkeiten auch trainieren und verbessern. Nur dauert dann ein Ausbruch eventuell länger. Auch müsst ihr auf eure Bedürfnisse achten. So müsst ihr zum Beispiel schlafen oder essen, damit euer Insasse nicht völlig vom Stuhl fällt.

In diesem Erweiterungspack werdet ihr dabei ein wenig allein gelassen. Sobald ihr in der Zelle landet, gibt es hier und da nützliche Tipps und Tricks, aber das war es auch schon. Von einem Gangboss bekommt ihr manchmal Aufträge, und ein kleiner Pfeil führt euch auch dahin. Ihr braucht diese Aufträge für Geld, damit ihr beim Händler diverse Gegenstände kaufen könnt. Ein Crafting-System wie bei The Escapists gibt es nicht. Hier ist wohl der größte Unterschied zum geistigen Vorbild. Dafür habt ihr ein Erfahrungssystem. Wenn ihr zum Beispiel Menschen zusammenschlagt, dann bekommt ihr Erfahrungspunkte auch als Schläger. Je härter euer Vergehen ist, desto mehr Punkte gibt es. Wenn ihr einen extrem hohen Wert habt, könnt ihr sogar Sicherheitstüren zerstören und Sicherheitskräfte mit einem Schlag umbringen. Natürlich könnt ihr auch anderes Personal zusammenschlagen und deren Kleidung und Schlüssel benutzen um auszubrechen. Ihr müsst aber aufpassen. Überall im Gefängnis gibt es auch Videokameras, die euch filmen. Gott sei Dank wird euch aber immer wieder angezeigt, dass ihr gerade beobachtet werden.

Ein weiterer Unterschied zu The Escapists ist, dass ihr hier eine ganze Crew erstellen könnt. Wenn ihr die Insassen kennenlernt, könnt ihr diese auch rekrutieren und ihnen Aufgaben geben. So können sie für euch andere Insassen umbringen oder auch einen Tunnel graben. Die Gangmitglieder sind dazu in verschiedene Klassen unterteilt. Ihr solltet schon bei der Wahl drauf achten, was sie für Klassen haben. Wenn ihr nicht so aggressiv spielen wollt, bringen euch die Schlägertypen eher wenig, dafür aber schnelle Klassen, die eben den angesprochenen Tunnel bauen können. Auch können eure Mitglieder Waffen oder andere Geräte, die zum Ausbruch verhelfen, in das Gefängnis schmuggeln. Doch Vorsicht: Natürlich bekommen die Gesetzeshüter im Gefängnis das mit und haben immer mehr ein Auge auf euch.

Mit dem Tunnel in die Freiheit!

Ihr habt natürlich verschiedene Möglichkeiten aus einem Knast auszubrechen. Der jetzt schon erwähnte Tunnel in die Freiheit ist nur eine Möglichkeit. Auch ein Aufstand im Knast kann euch zum Erfolg führen. Dies ist zwar die brutalste Variante und kann auch euer Leben kosten, aber auch mit die einfachste. So könnt ihr ein Feuer entfachen und damit ein Loch in der Mauer verursachen. Im Übrigen könnt ihr zum Beispiel die Werkstätten dafür nutzen, um mit Bohrern andere Insassen oder Polizisten umzubringen. Rücken allerdings die schwer gepanzerten Sicherheitskräfte an, wird es deutlich schwieriger und ihr solltet euch vielleicht etwas aus der Schusslinie begeben. Ihr merkt schon, viele Probleme, die euch noch als Manager zu schaffen machten, könnt ihr als Insasse selbst veranstalten. Die Idee ist ziemlich cool und ihr könnt sozusagen das Ganze aus zwei Perspektiven erleben. Die letzte Möglichkeit aus dem Gefängnis auszubrechen, ist eure Zeit abzusitzen. Unter uns: Langweilig!

Leider gibt es hier keinen Multiplayermodus, gerade durch die eigene Crew würde sich das ja anbieten. Dafür könnt ihr aber nicht nur vorgefertigte oder eure erbauten Gefängnisse auswählen zum Ausbrechen, sondern auch die eurer Freunde oder anderer Spieler auf der Welt. Tatsächlich finden sich online sehr harte Brocken und so bleibt die Langzeitmotivation bestehen. Vielleicht motiviert es euch ja, selbst einen ausbruchsicheren Knast zu bauen? Das ist eine ganz schöne Herausforderung, denn immerhin müsst ihr als Manager euch auch um viele Bedürfnisse der Insassen kümmern, und das bedeutet eben auch, dass ihr so etwas wie eine Küche bauen müsst, die man dann im Escape-Mode wieder als Möglichkeit zum Ausbrechen nutzt.

Unser Fazit zu Prison Architect: Nintendo Switch Edition

Meinung von Dirk Apitz
Insgesamt ist diese Erweiterung von Prison Architect schon fast ein eigenes Spiel, allerdings integriert sie perfekt das Hauptspiel und dessen Spielmechaniken in den DLC und so erweitern sich beide Pakete gegenseitig. Nun könnt ihr das Spiel aus der Sicht des Managers und eines Insassen spielen. Was euch als Manager noch Sorgen bereitet, müsst ihr als Insasse ausnutzen. Das ist ein interessantes Konzept, das die Spieldauer von diesem Titel nochmal erhöht. Ein Ersatz für das komplexe und auf Multiplayer ausgelegte The Escapists 2 ist dieses Spiel aber nicht.

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