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Test zu Gelly Break - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Gelly Break
  • USA USA: Gelly Break
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
29.11.2018
Vertrieb
EuroVideo, Wild River
Entwickler
ByteRockers Games
Genre
Platformer
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Ein kooperativer 3D-Platformer

Von Roman Dichter () Als großer Fan des legendären Super Mario 64 schnellt immer neugierig meine rechte Augenbraue in die Höhe, wenn sich ein neuer 3D-Platformer ankündigt. So wurde ich auch auf Gelly Break aufmerksam, ein Spiel des deutschen Entwicklers ByteRockers Games, das jetzt für die Nintendo Switch erhältlich ist. Was dieser Titel zu bieten hat, kann ich euch jetzt berichten.

Im Spiel zu zweit helft ihr euch gegenseitig, um die verschiedenfarbigen Plattformen zu überwinden.

Da ich eingangs schon einen großen Namen (Super Mario 64) erwähnt habe, sollte ich vielleicht direkt mit einer groben Einordnung starten: Bei Gelly Break ist alles eine – vielleicht eher zwei oder drei – Nummern kleiner. Ihr durchlauft lediglich sechs Level bis zum Ziel. Hinzu kommen noch sechs schwierigere Alternativ-Level, die ihr freispielen könnt. Eure Aufgaben sind überschaubar, die Gegnertypen nicht sehr vielfältig und die Spielzeit ist eher kurz (vielleicht um die 2 Stunden, je nach eurer persönlichen Spielweise). Dass trotzdem knapp 35 Euro für den Kauf des Titels fällig werden, kann man kritisch sehen. Ich werde es erwähnen (hiermit geschehen), aber ansonsten nicht weiter auf die Goldwaage legen (auch nicht für die Wertung), zumal ein Spiel durch seinen Preis nicht automatisch besser oder schlechter wird und Ereignisse wie Preissenkungen oder Rabatt-Aktionen heutzutage keine Seltenheit mehr sind.

Blicken wir stattdessen auf das, was uns während der Spielzeit erwartet. In Gelly Break bewegt ihr zwei glibberige Wesen durch die 3D-Level und müsst das Ziel erreichen, wo euch jeweils ein Endgegner erwartet. Wenn ihr allein antretet, sind die beiden Protagonisten grundsätzlich übereinandergestapelt, sodass ihr im Grunde auch nur eine Figur steuern müsst. Zu zweit lassen sich die beiden kleinen Wesen unabhängig voneinander steuern, müssen aber auch beide ins Ziel kommen. Auch hier ist die gestapelte Huckepack-Variante von Bedeutung. Allein habt ihr nämlich angreifenden Gegnern nichts entgegenzusetzen. Springt ihr aber auf den Rücken des Partners, kommt es zu folgender Aufgabenteilung: Ein Spieler übernimmt das Laufen und Springen, der Partner kann aus seinem Mund (wenn man das so nennen kann) unbegrenzt Geschosse im Dauerfeuer absondern, indem er den Analog-Stick in die gewünschte Richtung bewegt.

Am Levelende erwartet euch ein cooler Bosskampf.

Das ist auch im Einspieler-Modus möglich, kann hier aber etwas krampfhaft zu steuern sein, wenn man im Kampf gleichzeitig den linken Stick zum Laufen, den rechten zum Schießen und noch die Knöpfe zum Springen bedienen muss. Möglich ist es durchaus und macht auch Spaß, aber man merkt, dass das Spiel besonders auf das kooperative Spiel zu zweit ausgelegt ist. Dazu gehören auch farbige Plattformen, die in der Farbe des einen oder des anderen Protagonisten auftauchen. Entsprechend sind die Plattformen für einen der beiden fest, für den anderen durchlässig. Wer also mit einem Freund zusammenspielt, wird häufig über die Taktik und die nächsten Schritte kommunizieren müssen. Wenn ihr gut miteinander harmoniert, macht das Ganze umso mehr Spaß. Besonders Sprungpassagen, in denen ihr in der Luft die Positionen tauschen müsst, um auch auf der nächsten Plattform landen zu können, erfordern Geschick, Timing und Konzentration von beiden Spielern.

Zu zweit kniffelig, aber sehr unterhaltsam

Die Schwierigkeit ergibt sich aus diesem fordernden Zusammenspiel der Partner, aus manchen kniffeligen Platformer-Passagen und aus gelegentlich in Rudeln angreifenden Gegnern. Unterm Strich sind die Aufgaben aber allesamt gut schaffbar, zumindest für erfahrene Spieler. Das heißt allerdings nicht, dass ihr nicht auch gefordert werdet! Allerdings werden euch Fehler großzügig verziehen, weil ihr, auch beispielsweise nach Stürzen in den Abgrund, dann nicht sofort gescheitert seid, sondern direkt am letzten Rücksetzpunkt wiedereinsteigen könnt. Darüber bin ich auch froh, denn ganz kurz sind die Level nicht. Während euer Weg zum Ziel vergleichsweise abwechslungsarm ist und nur deshalb nicht langweilig wird, weil das Abenteuer halt recht kurz ist, sind die Endgegner echte Highlights. Diese wurden allesamt kreativ und unterhaltsam designt und tragen einen großen Teil zum Spielspaß bei.

Die Grafik wirkt manchmal etwas eintönig, bietet aber auch ein paar Highlights.

Aber versteht mich nicht falsch, auch die Level vor den Endgegnern wissen zu unterhalten. So gibt es Passagen, die kurzzeitig in eine Seitenansicht wechseln, wie ein 2D-Jump ’n‘ Run. Zudem könnt ihr pro Level drei in Käfige eingesperrte Freunde finden und befreien, was dann aber auch schon eure einzige Nebenaufgabe neben dem Erreichen des Ziels ist. Wenn ihr es schafft, öffnet sich der Pfad zum etwas schwierigeren Alternativ-Level. Zumindest für einen zweiten Durchlauf, in dem ihr die fehlenden Level freispielen und erfolgreich bestreiten könnt, reicht die Langzeitmotivation aus. Zudem kann es reizvoll sein, sowohl einen Durchgang allein, als auch einen mit Partner zu spielen. Habt ihr all dies aber erledigt, verliert auch Gelly Break seinen Reiz. Die Spielzeit bis dahin ist aber wirklich unterhaltsam und empfehlenswert.

Die Grafik ist ganz nett anzusehen und die verschiedenen Level sind abwechslungsreich gestaltet, allerdings fehlen die Details und – so realistisch muss man es einfach sehen – wohl auch das Budget, um optisch wirklich eindrucksvoll zu sein. Dafür wird eine technisch insgesamt saubere Performance geboten. Die Steuerung der Kamera liegt übrigens nicht in eurer Hand, sondern wird vom Spiel vorgegeben. Damit sind typische Probleme von 3D-Sprungpassagen meist kein Thema, weil ohnehin günstige Blickwinkel gewählt werden. Stellenweise habe ich mir aber gewünscht, mal die Ansicht verschieben zu können, um einen besseren Blick auf die Lage der Plattformen zu haben. Da wäre eine stereoskopische 3D-Ansicht wie auf dem Nintendo 3DS auch hilfreich gewesen. Große Probleme hat mir das allerdings nie bereitet.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Gelly Break

Meinung von Roman Dichter
Gelly Break ist ein sehr unterhaltsames Spiel, das ich Fans von 3D-Platformern sehr ans Herz legen möchte. Was dieses Spiel macht, macht es gut und es unterhält besonders im teils kniffeligen Zweispieler-Modus, den ihr kooperativ bewältigen und euch dafür auch gut abstimmen müsst. Darum verleihe ich Gelly Break feierlich den dazu passenden Award, unseren ntower Mehrspieler-Hit. Auch allein ist der Titel spielbar und unterhaltsam. Besonders die Bosse am Ende jedes Levels bleiben in guter Erinnerung. An die ganz großen Spiele des Genres kommt Gelly Break aber nicht heran, weil es doch unterm Strich eher minimalistisch ist und viele Dinge eben nicht bietet. Die Spielzeit ist kurz, die Anzahl der Level ist gering. Auch Gegner-Typen sind nicht sehr vielfältig vorhanden und abwechslungsreiche Sammelaufgaben, Zusatzmodi oder andere Besonderheiten sucht man vergeblich. Wer sich daran nicht stört, ebenso wie am vielleicht etwas zu hoch angesetzten Preis, wer zudem 3D-Platformer mag und gerne kooperativ mit einem Freund auf der Nintendo Switch spielt, der ist bei Gelly Break an der richtigen Adresse.
Mein persönliches Highlight: Die Bosskämpfe sind sehr gelungen und abwechslungsreich!

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