Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Lightseekers - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Lightseekers
  • USA USA: Lightseekers
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
10.01.2019
Vertrieb
PlayFusion
Entwickler
PlayFusion
Genre
Kartenspiel
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 2
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Ein neues Sammelkartenspiel erwartet euch...

Von Krispin Berndt () Mittlerweile sind rund drei Jahre ins Land gezogen, seit das britische Indie-Entwicklerstudio PlayFusion der Welt mit Lightseekers ein neues Franchise auf Kickstarter vorstellte und die Interessenten um fleißige Unterstützung bat. So wurde nicht nur ein Smart-Device-Titel vorgestellt, sondern auch ein digitales und physisches Sammelkartenspiel, welches als weltweit Erstes die digitale und reale Spielewelt miteinander kombinieren möchte. Dieses Konzept kam bei der Community durchaus gut an: Nicht nur konnte innerhalb von wenigen Tagen das angesetzte Finanzierungsziel von 200.000 Dollar erreicht, sondern mit 227.000 Dollar letztendlich sogar überschritten werden. Während im April und Mai 2017 die Unterstützer der Kickstarter-Kampagne mit der ersten Auflage des physischen Sammelkartenspiels versorgt wurden, folgte vor wenigen Monaten die passende App für iOS- und Android-Geräte. Zusätzlich kündigte PlayFusion im vergangenen Dezember an, dass das Free-to-Play- und Toys-to-Life-Sammelkartenspiel im Januar für die Nintendo Switch erscheinen wird. Wir haben einen Blick auf Lightseekers geworfen und verraten euch in den folgenden Zeilen, ob Lightseekers eine ernstzunehmende Alternative im heiß umkämpften Sammelkarten-Markt ist…

Zwischen Regelkunde und einer neuen Spielmechanik...


Wie es bei einem neuen Sammelkartenspiel meist üblich ist, darf natürlich das obligatorische Tutorial nicht fehlen, welches euch die Spielmechanik von Lightseekers näherbringen möchte. Vor dem Spielstart sollte jedoch erwähnt werden, dass Lightseekers aktuell nur über eine englische Sprachausgabe verfügt. Zwar reichen für das Regelwerk einfache Englischkenntnisse vollkommen aus, doch gibt es sicher einige Spieler, die lieber die deutsche Sprachausgabe in Videospielen bevorzugen. In der dreiteiligen Einführung werden euch die Grundlagen, die verschiedenen Effekte und die Kombinationsmöglichkeiten erklärt. So beginnt jedes Spiel im Tutorial mit dem Helden Quart, welcher der Kategorie Mountain zugeordnet ist. Sobald das etwa 15-minütige Tutorial absolviert wurde, können im Herausforderer-Modus mit Storm, Dread, Tech, Nature und Astral fünf weitere Helden-Kategorien und deren vorgefertigte Decks freigeschaltet werden.

Im Challenger-Modus warten hartnäckige Gegner mit besonderen Regeln. Zu gewinnen gibt es kostenlose Boosterpacks und Juwelen, welche im Shop gegen Decks, Kartenhüllen und Spielunterlagen eingetauscht werden können.

Das Spielprinzip von Lightseekers ist schnell erklärt: Zu Beginn eines Matches wählt jeder Spieler einen Helden seiner Wahl aus, vorausgesetzt natürlich, der Held wurde vorher im Herausforderer-Modus freigeschaltet. Diese verfügen dabei allesamt über verschiedene Spielstile. Jedes Deck besteht aus 30 Aktions- und 5 Kombo-Karten, mit denen ihr die 30 Lebenspunkte des Gegners so schnell wie möglich auf null reduzieren müsst, ohne dabei aber eure eigenen Lebenspunkte zu verlieren. So startet jeder Spieler mit drei Handkarten und kann in jeder Runde zwei Aktionen ausführen. Am Ende des Zuges erhält der aktuelle Spieler für jede nicht in Anspruch genommene Aktion eine weitere Handkarte, welche jedoch erst im nächsten Zug verwendet werden kann. Der eigene Spielzug sollte gut durchdacht werden, denn manche Karten erfordern gleich zwei Aktionen, um ausgespielt zu werden. Besonders in Verbindung mit den Kombo-Karten können diese schnell das Ende für den Gegner bedeuten.

Zusätzlich gibt es noch die Combo-Buff-Karten, die auf dem Spielbrett ausgespielt werden und einige Runden dort verbleiben. In jedem Spielzug drehen sich diese Buff-Karten und aktivieren einen besonderen Effekt. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um aufgeteilten Schaden für den Gegner, den er jede Runde hinnehmen muss. Natürlich können die eigenen Decks mit dem Freischalten neuer Karten, Absolvieren der täglichen Aufgaben, dem Spielen gegen Gegner oder dem Öffnen der kostenpflichtigen Booster Packs im Shop beliebig erweitert werden. Mit über 350 unterschiedlichen Karten gibt es genug Auswahl, um das eigene Deck nach den individuellen Wünschen anzupassen. Das Free-to-Play-Prinzip ist fair und zwingt keinen Spieler dazu, die neuesten Karten erwerben zu müssen, um im PVP eine Chance zu haben. Die Nintendo Switch- und Smartphone-Spieler werden zusammen in einen Topf geworfen und spielen gegeneinander. Es ist zudem möglich, das eigene Konto mit der Smartphone-App zu verknüpfen. So kann zu jeder Zeit der aktuelle Spielstand auf einem beliebigen Gerät fortgesetzt werden. Das ist besonders dann praktisch, wenn man unterwegs ist und der Akku der Nintendo Switch zu Neige geht.

Kleine Einschränkungen trüben den Spielspaß…


Obwohl das Free-to-Play-Prinzip von Lightseekers durchaus fair gestaltet ist und den Spielern das Gefühl gegeben wird , die eigene Sammlung in regelmäßigen Abständen kostenfrei erweitern zu können, gibt es auch ein paar Schwachstellen. So kann Lightseekers nur mit einer aktiven Internetverbindung gespielt werden. Selbst eine schnelle Runde gegen einen computergesteuerten Gegner ist somit nicht möglich. Des Weiteren kann man das Sammelkartenspiel nur im Handheldmodus und auf dem Touchscreen der Nintendo Switch spielen – eine Controllerunterstützung gibt es nicht und wird aller Voraussicht nach auch nicht nachgeliefert. Dementsprechend fällt auch eine gemütliche Spiele-Session auf der Couch über den Fernseher flach. Durch die nicht vorhandene Kamera der Nintendo Switch fällt auch das AR-Feature, welches immerhin ein fester Bestandteil von Lightseekers ist, vollständig weg. Sollte man das eigene Konto mit der Smartphone-App verknüpft haben, ist es einem möglich, die realen Karten (sofern vorhanden) in der Smartphone-App von Lightseekers einzuscannen und eurer Sammlung hinzuzufügen. Technisch läuft alles flüssig und es gab während meiner Testphase zu keiner Zeit nennenswerte Probleme. Auch die im Hintergrund abgespielte Musik passt sich dem Spiel gut an.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Lightseekers

Meinung von Krispin Berndt
In Zeiten unzähliger (Online)-Sammelkartenspielen ist es wahrlich nicht einfach, als gänzlich neues Franchise Spieler für das eigene Produkt zu begeistern und diese von ihrer gewohnten Umgebungen wegzulocken. Besonders die Besitzer einer Nintendo Switch mussten sich nun eine ganze Zeit lang auf ein richtiges Sammelkartenspiel für den Hybriden von Nintendo gedulden. PlayFusion nutzt das mit Lightseekers aus, was die namenhafte Konkurrenz bisher verschlafen hat: den durchaus attraktiven und lukrativen Markt der Nintendo Switch und dessen Nutzer. Leider gibt es einige Kritikpunkte, welche den Spielspaß ein wenig trüben. Da wäre zum Beispiel der Online-Zwang. Selbst gegen computergesteuerte Gegner wird eine aktive Internetverbindung benötigt. Wieso, ist nicht nachvollziehbar. Bekanntlich hat die Nintendo Switch keinen SIM-Karten-Slot und man hat nicht überall zu jeder Zeit eine Möglichkeit, sich mit dem Internet zu verbinden. Leider finde ich die Steuerung via dem Touchscreen im Handheld-Modus der Nintendo Switch weniger optimal. Ich selbst nutze zu 90% den TV-Modus und möchte ungern dazu gezwungen werden, den Touchscreen der Nintendo Switch im Handheld-Modus nutzen zu müssen. Doch das frische Spielprinzip, in Kombination mit dem großen Kartenpool, lässt einen anfangs über die Probleme hinwegsehen und hebt das Spiel von der Konkurrenz ab. Die einzelnen Runden dauern , je nach Spielverlauf, ungefähr 10-15 Minuten – eine durchaus angenehme Zeit für eine Runde zwischendurch. Alles in allem kann ich Lightseekers empfehlen. Es macht durchaus vieles richtig, hat jedoch auch einige Schwächen, die sich bemerkbar machen. Als Free-to-Play-Titel kann man aber so oder so nichts verkehrt machen. Kost‘ ja nix.
Mein persönliches Highlight: Die durchaus erfrischend neue Spielmechanik.

Kommentare 4

  • Bettmaaan Turmritter - 10.01.2019 - 10:13

    Steuerung NUR per Touchscreen... geht gar nicht. :lakitu:
  • Tisteg80 SSB #hypebrigade - 10.01.2019 - 10:41

    Ich habe gesehen, es gibt auch schon deutsche Karten Boosterpacks zu kaufen. Vielleicht reichen sie dann ingame bald noch deutschen Text nach. Wäre ja wünschenswert.

    Die Beschränkung auf online only finde ich auch blöd, ebenso die Beschränkung auf Handheld/Touchscreen. Da kann man dann ja gleich das Smartphone benutzen.

    So ganz steige ich bei dem System aber noch nicht durch. Kann man mit den physischen Karten am Tisch gegen Freunde spielen und die Karten aber auch einscannen, um sie digital zu nutzen?
  • Krispin Berndt Redakteur - 10.01.2019 - 10:48

    Zitat von Tisteg80:

    So ganz steige ich bei dem System aber noch nicht durch. Kann man mit den physischen Karten am Tisch gegen Freunde spielen und die Karten aber auch einscannen, um sie digital zu nutzen?
    Genau. Du kannst dir die Sammelkarten (Booster und Decks) beim lokalen Händler oder in diversen Onlineshops kaufen und mit diesen gegen Freunde spielen. Außerdem können die (echten) Karten in der App über die Kamera vom Smartphone gescannt werden. Diese werden dann deiner Online-Sammlung hinzugefügt und können dann auch auf der Nintendo Switch verwendet werden. Vorausgesetzt du hast deinen Nintendo Switch- und Smartphone-Account in der App miteinander verknüpft.
  • YukkuriLord Yukkutastic - 10.01.2019 - 14:20

    Kein TV-Modus und nur Touch-Steuerung, ziemlich schlechter Port.
    Ich benutzte auch eigentlich nur den TV-Mode und solange sich dort nichts ändert, denke ich werde werde ich es noch nicht groß ausprobieren.