Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Airheart: Tales of broken Wings - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Airheart: Tales of broken Wings
  • USA USA: Airheart: Tales of broken Wings
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
31.01.2019
Vertrieb
Blindflug Studios
Entwickler
Blindflug Studios
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Eine willkommene Ergänzung klassischer Rogue-like-Titel

Von Kevin Franke () Dieselpunk ist ein Genre, das in Videospielen in der Regel nicht sehr häufig verwendet wird, daher ist es immer interessant zu sehen, was ein Entwickler sich einfallen lassen kann, wenn er sich dieser Ästhetik in seinem Projekt bedient. Dieselpunk ist ein steampunkähnliches Genre, das die Ästhetik der dieselbasierten Technologie der Zwischenkriegszeit bis in die 1950er-Jahre mit retro-futuristischer Technologie und Postmoderne verbindet. In diesem Zusammenhang sieht man häufig großartige Darstellungen von Flugmaschinen wie Zeppelinen und stark modifizierten Kampfflugzeugen. Airheart macht sich genau diesen Stil zu eigen und erschafft damit eine interessante Welt, die wir in der Form in Videospielen eher selten zu Gesicht bekommen.

Amelia wartet gespannt darauf den Himmel zu erkunden.

Airheart: Tales of Broken Wings ist im Grunde ein Twin-Stick-Shooter, bei dem ihr die Rolle der ehrgeizigen jungen Pilotin Amelia übernehmt. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn unsere Protagonistin ist an die amerikanische Flugpionierin Amelia Earhart angelehnt, die aufgrund ihrer fliegerischen Leistungen im frühen 20. Jahrhundert Berühmtheit erlangte. Amelia ist Pilotin und Fischerin, die auf der Suche nach fliegenden Fischen den Himmel ihr Zuhause nennt. Ihr oberstes Ziel ist es, den legendären Himmelswal in der oberen Stratosphäre ihrer Heimatregion Granaria zu jagen. Dafür müsst ihr in eurem sehr wendigen Flugzeug herumfliegen und Fische sammeln, die ihr zu Geld machen könnt. Diese Währung wird dann dazu verwendet euer Flugzeug zu verbessern und neue Teile herzustellen. Allerdings ist das Angeln nicht so einfach, da der Himmel mit lästigen Himmelspiraten übersät ist, die Chaos anrichten. Während ihr also auf der Suche nach Fischen seid, müsst ihr euch gleichzeitig der herumfliegenden Feinde entledigen, die in kleinen und schnellen Piratenflugzeugen, aber auch in riesigen, stark beschützten Zeppelinen daherkommen können.

Im Gegensatz zu den meisten typischen Spielen mit Rogue-like-Elementen, bei denen ihr in dunklen Verliesen herumirrt, geht es in Airheart mit jeder Stufe weiter nach oben. Ihr startet das Spiel an eurer Heimatbasis am Himmel mit dem Ziel, die Stratosphäre zu erreichen. Ich fand diese innovative Herangehensweise an das Genre erfrischend. Um zu verhindern, dass ihr nur die ersten Stufen stur nach Fischen absucht, um an Geld zu kommen, ist die Menge an Fischen pro Stufe begrenzt. Wie schon erwähnt dient das Geld dazu, an neue Teile, Waffen und Munitionstypen heranzukommen. Ein weiteres Ziel besteht darin, Piraten zu besiegen und die Verstecke auf jeder Stufe zu finden, die euch mit neuen Teilen und Bastelmaterial belohnen. Es ist ein einfaches, aber sehr effektives System, um den allgemeinen Fortschritt innerhalb des Spiels zu erleichtern.

Das Crafting-System ist Fluch und Segen zugleich.

An eurem Heimathafen angedockt, habt ihr die Möglichkeit euch im Shop auszutoben. Hier stehen steht euch von neuen Flügeln über neue Rümpfe bis hin zu Waffen alles zur Verfügung, was ihr zur Verbesserung eures Gefährtes benötigt. Je besser die Teile, desto höher sind die Anschaffungskosten und desto länger dauert es, bis ihr genug Geld verdient habt, um euch diese Artikel leisten zu können.

Der gesamte handwerkliche Aspekt von Airheart öffnet sich euch mit der Werkbank. Wenn ihr Piraten zerstört oder versteckte Beute in Levels findet und sicher nach Hause zurückkehrt, könnt ihr die gewonnenen Bauelemente zum Basteln verwenden. Euch stehen mehrere Slots zur Verfügung, in die ihr die einzelnen Teile platzieren und dann sehen dürft, ob ihr damit etwas Neues herstellen könnt. Dies kann in Form von neuen Waffen, Flugzeugteilen oder noch fortschrittlicheren Bastelmaterialien erfolgen, die später für noch anspruchsvollere Gegenstände verwendet werden können. Meine Reaktion auf dieses System fällt gemischt aus. Obwohl es gut funktioniert, basiert dieses System für meinen Geschmack etwas zu sehr auf Zufall. Noch dazu gehen bei einem fehlgeschlagenen Versuch, etwas Neues herzustellen, zwar keine der verwendeten Teile verloren, das bezahlte Geld ist damit allerdings verloren. Ihr werdet also in der Hoffnung, neue Gegenstände zu erhalten, eine Menge Zeit damit verbringen, auf verschiedene Teile zu klicken. den Prozess hätte man sicherlich noch optimieren können.

Der spielerische Aspekt von Airheart kann absolut überzeugen.

Wie bei jedem guten Rogue-like hat der Tod auch in Airheart Konsequenzen. Solltet ihr die sichere Landung auf Granaria versäumen, gehen die gesammelten Teile verloren, was aufgrund des Spielprinzips natürlich in einer langen Schleife von gescheiterten Versuchen enden kann. Doch ich wusste, worauf ich mich einlasse, und konnte nicht anders, als direkt ein neues Spiel zu starten. Blindflug Games hat das Spiel ausgewogen genug gestaltet, um wirklich frustrierende Situationen größtenteils zu vermeiden. Der Fortschritt stellt sich genau im richtigen Tempo ein und so wirkt der Schwierigkeitsgrad stets herausfordernd, aber nie wirklich unfair. Bei dieser Art von Spiel muss man sich eben darauf einstellen, dass der Tod unausweichlich ist und einfach dazu gehört, um sich über die Dauer stetig verbessern zu können.

Die Gesamtpräsentation von Airheart ist großartig anzusehen. Die visuelle Identität des Spiels zieht viele Inspirationen aus dem schon angesprochenen Dieselpunk-Genre und die Designs der Flugzeuge dürften die meisten von euch sicherlich begeistern. Abgerundet wird das Erlebnis durch einen soliden Soundtrack mit eingängigen Melodien, der allerdings nicht außerordentlich heraussticht. Das Gameplay wird dem Spielprinzip eine Rogue-likes absolut gerecht und überzeugt noch dazu mit flüssiger Steuerung eurer Maschinen. So macht die Jagd nach diesem ominösen Himmelswal immer wieder Spaß.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Airheart: Tales of broken Wings

Meinung von Kevin Franke
Airheart: Tales of broken Wings liefert ein ziemlich ausgewogenes, motivierendes Erlebnis mit einer besonderen Ästhetik, die auf der Nintendo Switch großartig aussieht. Das Gameplay besteht aus dem Bekämpfen von Luftpiraten, ergänzt durch ein interessantes, aber nicht immer zufriedenstellendes Bastelsystem. Dies tut dem Spiel als Ganzem aber insgesamt keinen Abbruch. Wer auf Rogue-likes steht und nach einem Spiel dieses Genres sucht, das eine gesunde Mischung aus Tod und Neuanfang bietet, dürfte mit Airheart gut bedient sein.
Mein persönliches Highlight: Visuell präsentiert sich Airheart von seiner besten Seite.

Kommentare 0

  • Noch keine Kommentare verfasst :(