Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Ihugu - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Ihugu
  • USA USA: Ihugu
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
21.01.2019
Vertrieb
Kool2Play
Entwickler
Kool2Play
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Komm in meine Arme!

Von Roman Dichter () Liebe Trolle, Hater, Bullys, Miesepeter und Griesgrame: Schön, dass ihr hier seid, aber ab jetzt habt ihr ein paar Minuten frei. Legt eure übellaunige Leidenschaft für einen Moment beiseite und begebt euch mit mir in die Welt des Kuschelns. Denn bei diesem Spiel verfliegen sämtliche negativen Gefühle spätestens nach der zehnten Umarmung.

Habt ihr diesen Kollegen schon einmal umarmt? Wenn nicht: Knuddelattacke!

Es folgen ein paar Sätze, die man ehrlicherweise als Spielverzögerung bezeichnen könnte. Im Grunde könnte ich nämlich alles Wissenswerte über diesen Titel in zwei Sätzen schreiben. Aber wie sähe das denn aus? Füllen wir den Text zu Beginn also mit einer kleinen Besprechung darüber, wie man das Spiel, um das es hier geht, richtig schreibt. Tatsächlich habe ich nämlich keine wirklich einfache Antwort auf diese Frage. Wenn wir uns nach Nintendo richten, einer verlässlichen Quelle für die Schreibweise diverser Spiele, dann sprechen wir über IHUGU, also ein Wort, in dem alle Buchstaben großgeschrieben sind. Wer es auf jeden Fall wissen sollte, sind die Macher des Spiels (Kool2Play), die es auf ihrer Homepage iHUGU schreiben, also mit kleinem „i“. Im Beschreibungstext derselben Seite lesen wir dann plötzlich I Hug U, also praktisch einen Satz (zu Deutsch „Ich umarme dich“), bei dem jedes Wort mit einem großen Buchstaben beginnt. Würde man diese spezielle Großschreibung außer Acht lassen, wie es nach englischer Grammatik korrekt ist, und die zusammengeschriebene Variante wählen, hätten wir Ihugu. Dieser Argumentation folgt Falko, der Herrscher über unsere Datenbank. In den Weiten des Internet habe ich noch weitere Schreibweisen gefunden. Der Verzweiflung nahe habe ich deshalb entschieden, den Titel ab jetzt zu vermeiden.

Kommen wir nun zu etwas weniger Interessantem: dem Spiel. Immerhin kann es eine Sache von sich behaupten: Es verbreitet Liebe. Allerdings geht es bei den Umarmungen, die hier ausgetauscht werden, eher um Quantität als um Qualität. Eine Umarmung dauert deutlich weniger als eine Sekunde, was nicht einmal ansatzweise ausreicht, um „komisch“ zu werden. So kommt eher Hektik als Knuddelfeeling auf. Denn hier werden zärtliche Gesten zur Fließbandware. Ginge es im Kern um die perfekte Umarmung, könnten wir den Titel direkt in die Mülltonne verbannen. Doch tatsächlich handelt es sich um eine Art Memory-Spiel. Es geht darum, euch gut zu merken, welche der diversen auftauchenden Charaktere ihr bereits umarmt habt. So sind die Spielregeln einfach zusammenzufassen mit: Umarme jeden Passanten, aber nie mehr als einmal!

Zu zweit spielt ihr gegeneinander: Wer erinnert sich noch, ob dieser Charakter bereits umarmt wurde?

So wählt ihr zu Beginn einen von über 100 Charakteren, die ihr freischalten oder in einem Editor erstellen könnt. Dieser ist allerdings recht eingeschränkt: Ihr sucht euch einen Kopf und einen Körper unter vorgegebenen Figuren aus. Auch wenn die Grafik recht einfach und unspektakulär gestaltet wurde, sind schon einige abgedrehte Figuren designt worden. Das ist auch gut so, denn schon startet das Spiel und euer Erinnerungsvermögen ist gefragt. Durch ein einfaches Wischen nach links oder rechts auf dem Touchscreen (woran erinnert mich das?) bzw. durch das Auswählen entsprechender Richtung per Stick oder Steuerkreuz entscheidet ihr, ob euer Gegenüber auf dem Bildschirm umarmt werden soll oder nicht. Wie gesagt: Jeder muss genau einmal geknuddelt werden! Entscheidet ihr euch falsch, ist die Runde vorbei und ihr seht eure Punktzahl. Ansonsten geht es mit dem nächsten potenziellen Kuschelpartner weiter. Wer gut ist, erreicht die nächste Runde, die dann eine neue von 10 verschiedenen Umgebungen für euch bereithält. Die zuvor umarmten Figuren dürft ihr dann vergessen, das Erinnern startet von vorn.

Exklusiv für Nintendo Switch dürft ihr euch zusätzlich auf einen Zweispielermodus freuen. Dieser animiert euch allerdings auch nicht unbedingt zum Knuddeln, denn er ist kompetitiv angelegt. Ihr spielt also gegeneinander und entscheidet gleichzeitig, ob der Charakter vor euch umarmt werden soll. Das Ganze geht weiter, bis einer von beiden die falsche Entscheidung trifft – dann gewinnt der andere die Runde. Liegen beide daneben, gibt es ein Unentschieden. Egal ob allein oder zu zweit: Das Spielprinzip ist sehr minimalistisch und bietet nur sehr wenig Abwechslung. Zwischen den Runden gibt es schon einmal ein Minispiel, bei dem ihr grüne Blätter sammeln müsst, die beispielsweise von oben herabfallen. Das ist eine nette Abwechslung, macht aus dem Spiel aber auch kein Meisterwerk. Die Dudelmusik im Hintergrund würde ich als erträglich beschreiben und den optionalen „80er TV“-Modus, der den Look noch etwas mehr in die Retro-Richtung schiebt, als eher unspektakulär.

Redaktionswertung

4

Erträglich

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Ihugu

Meinung von Roman Dichter
Eine Premiere: Erstmals gratuliere ich den Lesern, die sich direkt auf das Fazit stürzen, denn (wie oben erwähnt) es lässt sich alles Wissenswerte über dieses Spiel in zwei Sätzen zusammenfassen, was ich jetzt machen werde: Ihr trainiert euer Erinnerungsvermögen, indem ihr entscheidet, ob ihr euer Gegenüber umarmen wollt oder nicht. Jeder Charakter muss genau einmal umarmt werden. Das war es auch schon, jetzt kennt ihr das Spiel. Das Spielprinzip ist im Grunde in Ordnung, und wer auf Memory und vergleichbare Spiele steht, darf gerne im Nintendo eShop vorstellig werden. Unterm Strich ist mir das Ganze aber zu dünn und zu einseitig (auch wenn man zu zweit spielen kann). Wahre Begeisterung kam beim Spielen einfach nicht auf und somit kann ich euch nur empfehlen, nach vielfältigeren und unterhaltsameren Spielen zum Gedächtnistraining Ausschau zu halten. Echte Umarmungen sind mir jedenfalls lieber.

Kommentare 0

  • Noch keine Kommentare verfasst :(