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Test zu Modern Combat Blackout - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Modern Combat Blackout
  • USA USA: Modern Combat Blackout
  • Japan Japan: Modern Combat Blackout
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
14.02.2019
Vertrieb
Gameloft
Entwickler
Gameloft
Genre
Shooter, First-Person
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 12
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Venedig oder Tokyo? Hauptsache Italien.

Von Aeroek () Auf den Konsolen von Nintendo gibt es nur Titel für Kinder, das hört und liest man oft. Doch die Switch hat auch blutige Spiele für Erwachsene zu bieten, die kein Kinderauge zu Gesicht bekommen sollte. In diese Kategorie gehört auch Modern Combat Blackout aus dem Hause Gameloft, die für ihre Spiele auf Mobiltelefonen bekannt sind. So wurde das Spiel ursprünglich als Modern Combat 5: Blackout für Smartphones entwickelt und nun, nach fünf Jahren, auf die Nintendo Switch gebracht. Dass die Spiele Erfolg haben, merkt man daran, dass Blackout schon der 5. Teil der Reihe ist. Dabei machen die Entwickler kein Geheimnis daraus, dass sie sich an den großen Vertretern des Genres, wie Call of Duty, orientieren.

Noch sieht es ganz idyllisch in Venedig aus, doch das ändert sich bald.

Ihr schlüpft in die Rolle von Cayden Phoenix, einem ehemaligen Soldaten, der nun sein Leben für eine weltweit handelnde Sicherheitsfirma aufs Spiel setzt. Diese Firma ist Gilman Security, die sich dem Kampf gegen den Terrorismus verschworen hat. Als die Terroristengruppe World Liberation Army, kurz WLA, Venedig angreift, um Massenvernichtungswaffen zu stehlen, wird Phoenix in den Einsatz geschickt, um sich den Angreifern in den Weg zu stellen. Eine Woche später kommt es zu mehreren Cyberangriffen im asiatischen Raum. Aufgrund dessen wird Phoenix zu einer Sicherheitskonferenz nach Tokyo beordert. Hier wird ihm bald klar, dass Gilman Security scheinbar der Drahtzieher hinter all den Ereignissen der letzten Wochen ist und somit der Auftraggeber der eigentliche Feind ist. Soweit zur Story, die man eigentlich nach den ersten Minuten im Spiel wieder vergessen hat, wenn man ihr überhaupt gefolgt ist, denn wirklich filmreif ist diese nicht inszeniert. Neben einer Karte mit animierten Pfeilen und Symbolen, die die Angriffe und Schauplätze zeigen, bekommen wir sonst nur die Bildschirmtexte eingeblendet. Danach geht es mit der ersten Mission los.

Vor jeder Mission, die immer zwischen fünf bis zehn Minuten dauern, wählt ihr eine von vier Klassen aus. Jede bietet verschiedene Eigenschaften und Waffen, um den Gegnern das Leben schwer zu machen. Nach einer kurzen Startsequenz befindet ihr euch im malerischen Venedig, das durch die ganzen Kriegsgeräusche im Hintergrund leider seine Romantik verloren hat. Doch lange könnt ihr euch nicht an der Kulisse erfreuen, denn da kommen auch schon die ersten Gegner auf euch zu und wollen euch ans Leder.

Da haben wir kurz nicht hingeschaut und schon werden wir von einem Heli verfolgt.

Hier bekommt ihr auch gleich die Grundlagen der Steuerung gezeigt, bei der sich jeder eingefleischte Shooter-Spieler direkt heimisch fühlen wird. Hin und wieder bekommt ihr eine Quicktime-Sequenz, in der ihr wahlweise den rechten Stick in eine bestimmte Richtung drücken oder mit dem Finger über den Bildschirm wischen müsst, um einen Angriff oder eine Bewegung auszuführen. Das ist zwar kein schwieriges Unterfangen, lockert aber das ansonsten ziemlich eintönige Geballer ein wenig auf, denn die Feinde sind nicht sehr schlau und rennen auch gern direkt in euer Schussfeld. Eine weitere Besonderheit ist die Bewegungssteuerung, wenn ihr zielt oder mit dem Visier heranzoomt. Durch Neigen der Konsole könnt ihr so viel genauer zielen, um den Gegnern mit Kopfschüssen schnell den Garaus zu machen. Im Verlauf des Spiels kommen vereinzelt Railshooter-Elemente auf euch zu, in denen ihr an einem Geschütz sitzt und alles abschießt, was sich bewegt. Schon in der ersten Mission sitzt ihr beispielsweise in einem Motorboot und werdet von einem Helikopter durch die Wasserstraßen Venedigs gejagt, während um euch alles explodiert.

Vor jedem Start bekommt ihr drei Missionsziele, die euch nach Abschluss Bonuspunkte geben. Dafür müsst ihr beispielsweise eine gewisse Anzahl an Kopfschüssen erledigen oder dürft eine vorgegebene Trefferquote nicht unterschreiten. Die Bonuspunkte fließen dann auf euer Konto. Diese könnt ihr dann sowohl für den Einzelspieler, als auch für den Multiplayer-Modus benutzen, um neue Waffen und Modifikationen, wie Schalldämpfer oder Tarnungen, freizuschalten. Je nach Spielweise ist die Kampagne, die in sechs verschiedene Kapitel unterteilt ist, nach vier bis fünf Stunden beendet und ihr könnt euch mit all euren Errungenschaften in den Mehrspieler-Modus stürzen.

Visuell bekommt ihr dabei einiges geboten. Die Grafiken und die Sounds wurden im Vergleich zur Mobilversion etwas aufgebohrt. Vor allem im Handheld-Modus macht das Spiel einen sehr soliden Eindruck. Im TV-Modus merkt man allerdings, dass das Spiel schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Die Grafiken sehen um einiges matschiger aus und die Kanten zeichnen sich viel deutlicher ab. An Inszenierung und Atmosphäre verliert das Spiel dabei allerdings nicht. Die verschiedenen Locations sind alle sehr detailreich, ob nun das wunderschöne Venedig oder die Innenstadt von Tokyo. Die Umgebung ist dabei auch zu gewissen Teilen zerstörbar und zu eurem Vorteil nutzbar. In Tokyo lassen sich beispielsweise die charakteristischen Schiebetüren durchschießen, um dahinter befindliche Feinde zu überraschen. Viel Freiraum zum Erkunden habt ihr allerdings nicht, denn die Level sind sehr linear aufgebaut und ein Pfeil am oberen Bildschirmrand zeigt euch immer, in welcher Richtung die nächste Gegnerwelle auf euch wartet.

Jetzt müssen wir schnell sein, sonst enden wir als Messerblock.

Wie zuvor schon erwähnt, verfügt das Spiel auch über einen Mehrspieler-Modus, der sowohl Online, als auch Lokal mit Freunden gespielt werden kann. Der Online-Modus ist noch einmal in "Wettkampf" und "Ranglos" unterteilt. Im ersten Modus könnt ihr Ränge aufsteigen und euch so in der laufenden Saison an die Spitze kämpfen, um euch die Ligabelohnungen unter den Nagel zu reißen. Dabei steht euch frei, ob ihr euch in „Jeder gegen Jeden“ alleine durchschlagt oder im „Teamkampf“ eine Gruppe unterstützt. Egal worauf eure Wahl fällt, um die Runde für euch zu entscheiden, müsst ihr eine gewisse Punktzahl erreichen. Im ranglosen Modus könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und eine eigene Partie erstellen. Hier wählt ihr eine von neun unterschiedlichen Karten aus, die sich an den Schauplätzen aus der Kampagne orientieren, entscheidet, wie viele Spieler mitmachen können und legt Beschränkungen bei der Waffenwahl fest. Ihr könnt auch ein Passwort vergeben, um nur Leuten den Zutritt zu gewähren, die ihr für würdig haltet.

Sobald ihr genügend Schlachten für euch entschieden habt und eine Pause vom Schlachtfeld benötigt, ist es an der Zeit eure hartverdienten Credits auf dem Schwarzmarkt gegen Lootboxen einzutauschen. In diesen Kisten, die sich ausschließlich durch die InGame-Währung kaufen lassen, befinden sich dann zufällige Dekorationen, wie Masken oder Tarnungen für euren Charakter oder eure Waffe. Diese Gegenstände bringen euch im Kampf keine Vorteile und sind nur dazu da, euren Charakter zu individualisieren, um sich wieder in die Schlacht zu stürzen und neue Credits zu sammeln.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Modern Combat Blackout

Meinung von Thomas Kurth
Ego-Shooter kann man auf der Nintendo Switch an einer Hand abzählen. Modern Combat Blackout möchte sich da unter den großen Namen, wie DOOM oder Wolfenstein, einreihen. Das gelingt ihm nur bedingt, denn man merkt dem Spiel an, dass es aus dem Mobiltelefon-Sektor stammt und schon ein paar Jahre hinter sich hat. Grafisch und atmosphärisch bekommt man zwar viel geboten, jedoch ist die Story überhaupt geradezu nichtig, was auch dem austauschbaren Hauptcharakter nicht zugutekommt. Die Mehrspielerrunden haben im Test ohne Probleme funktioniert, nur beim Starten hatte das Spiel Probleme, eigenständig eine Verbindung zum Internet herzustellen. Nach einer manuellen Verbindung kam es aber zu keinen weiteren Verbindungsproblemen. Sehr gut fand ich, dass die Spieler nicht zusätzlich durch Mikrotransaktionen zur Kasse gebeten werden, da die Lootboxen nur durch die Spielwährung zu erwerben sind. Wer Spaß an Shootern hat und Nachschub braucht oder die oben genannten Spiele zu teuer sind, dem kann ich Modern Combat Blackout für rund 20 € ans Herz legen.
Mein persönliches Highlight: Keine Mikrotransaktionen, alles lässt sich durch die Spielwährung kaufen.

Kommentare 21

  • Varg twitch.tv/evigagaming - 17.03.2019 - 11:21

    Eine 3 wäre definitiv angemessener gewesen. Ich habs mir mangels Alternativen schöngeredet aber das Game ist durch die Bank absolute Gülle.

    Grafik Müll.
    Steuerung Müll.
    Sound Müll.
    Menüführung Müll.
    Umfang Müll.
    Missionen langweilig.
    Ruckelt, laggt.

    Für 2,99 kann sich der Switch Spieler das zulegen da er sonst ja keine Alternativen hat.
  • Brokenhead Turmfürst - 17.03.2019 - 11:36

    Alleine das man es für smartphone und windows 10 seit 5 jahrem kostenlos spielen kann... macht die 20€ preisleistungs technisch echt keine gute figur... klar hat man keine microtransaktionen, die habe ich aber auch so bei der kostenlosen version kaum mitbekommen.
    Wertung von 5 ist noch zu nett. Ich meine selbst die steuerung ist murks, das ist schon ein totkriterium
  • MonHund Turmritter - 17.03.2019 - 12:09

    Typisches Handyspiel.... :dk:
  • Holzknarre Turmknappe - 17.03.2019 - 12:24

    @Brokenheadalso die mobile Variante, die ich mir zum Testen herunter geladen habe, ist mega penetrant in Richtung Werbung. Nach dem Starten erst Mal Werbung. Nach jeder Runde in der Campagne - Werbung. Weißt du keine Werbung gucken? Kein Problem, zahle 2,99€.
    Von daher sind die 20€ vermutlich schon ein guter Gegenwert.

    Aber leider macht das die Steuerung nicht besser. Ich habe es mit einem Xbox Controller auf dem Smartphone getestet, und es geht gar nicht. Dir Steuerung ist sehr wabbernd und scheint überhaupt kein auto-aim zu unterstützen (ist das auf der Switch besser?), was ja zumindest unterstützend vorhanden sein sollte.
  • UnbreakableAlex Turmritter - 17.03.2019 - 13:37

    Echt merkwürdig, wie man so ein Spiel releasen kann, immerhin arbeiten bei Gameloft ja fähige Leute, die nicht erst seit gestern programmieren.

    Die Switch braucht echt ein COD mit perfekter Gyrosteuerung. Habe letztens ein paar runden MW2 gezockt auf der PS4 aber so richtig Spaß macht das keinen mehr mit Twin Stick Steuerung, wenn man mal Splatoon 2 gezockt hat.
  • Swordman Zensiert - 17.03.2019 - 14:42

    Keine Ahnung was für'n Problem ihr alle mit der Steuerung habt. Ein wenig in den Einstellungen experimentieren und schon läuft das Perfekt. Meiner Meinung nach sogar besser als in Splatoon. Ändert allerdings nichts an den Performance-Problemen, die merkt man wirklich oft.
  • Holzknarre Turmknappe - 17.03.2019 - 14:46

    @Swordman Hat die Switch Version denn Aim-Assist?
  • Swordman Zensiert - 17.03.2019 - 14:50

    @Holzknarre im Multiplayer nicht. Braucht man auch nicht wegen Motion Controls
  • AlexWoppi Turmritter - 17.03.2019 - 16:22

    Ich habe schon 30 Stunden mit dem Spiel verbracht. Ja, die Verbindungsprobleme gibt es, auch das manche Anzeigen nicht korrekt angezeigt werden. Auch ruckelt es ab und an mal im Mehrspieler Modus. Aber es wird bereits an einem großen Patch gearbeitet.
    Ich bin zufrieden mit dem Spiel und gebe diesem eine 6, wenn der Patch alles besser macht, dann aufjedenfall höher.
  • Pepsi-Fan 123 Tischtennis/Rubik´s Cube Profi - 17.03.2019 - 16:30

    Das Spiel ist meiner Meinung nach absoluter Mist und es bekommt dafür eine 5. Diesselbe Bewertung die Reverie bekommen hat, obwohl es ein klasse Spiel ist.... :facepalm:
  • Hadez Turmknappe - 17.03.2019 - 17:18

    Auf den großen Konsolen erscheinen regelmäßig vollwertige Shooter mit guter Steuerung, Multiplayer, Voice-Chat uvm. von Studios die damit Erfahrung haben. Man muss schon ganz schön verzweifelt sein, um sich dieses Handy-Spiel zu kaufen.
  • min-Bekker Turmbaron - 17.03.2019 - 18:41

    @Pepsi-Fan 123
    ntower-Bewertungssystem: ich liebe es! <3 ^^
  • Klippi128 Turmheld - 17.03.2019 - 20:06

    Tja nicht alle Spiele sind gut.
  • AlexWoppi Turmritter - 17.03.2019 - 23:20

    @Hadez Nicht jeder hat x-beliebige Konsolen sondern nur ne Switch. Und verzweifelt sind wohl nur Leute wie Du (nicht allzu persönlich nehmen), die alles schlecht reden wollen ohne es selbst mal gespielt zu haben.
    Wie mich solche unnötigen Kommentare aufregen. X(
  • Varg twitch.tv/evigagaming - 18.03.2019 - 06:48

    @AlexWoppi

    Weisst du überhaupt ob er es gespielt hat?

    Das Spiel kauft man sich auf der Switch wohl nur aus Verzweiflung und mangels Alternativen. Es gibt keine kompetitiven Ego Shooter dieser Art auf der Switch.

    Jetzt kommt so eine Gurke daher und ein paar Leute klammern sich dran. Für mich war dieser Mist der Grund wieder zu einer vollwertigen Konsole zu wechseln.
  • AlexWoppi Turmritter - 18.03.2019 - 13:36

    Gut, das es verschiedene Geschmäcker gibt. Ich finde, das das Spiel keine Gurke ist, da gibt es weitaus schlimmere. Ich habe mehr Spielzeit darin investiert als zb in DOOM und das nur um Online Modus. Ich denke, das dieses Spiel auch nur zum Zwecke dienen soll, um zu schauen, ob es genügend Leute gekauft haben um ein brandneues zu machen und dies dann Switch exklusiv sein wird.
  • min-Bekker Turmbaron - 18.03.2019 - 14:28

    ...zumal der Umfang der Singleplayer-Kampagne genauso lang bzw. kurz ist wie bereits bei einem Call of Duty. Soll doch zocken, wer Lust drauf hat, ich meine: es kostet ja auch nicht die Welt!
  • AlexWoppi Turmritter - 19.03.2019 - 17:48

    Richtig, ich habe mit dem Singleplayer knappe 8 Std verbracht, und hänge noch an der letzten Spezialmission. Aber Online bockt mehr. Und solange keine vernünftige Alternative kommt, macht man nicht viel verkehrt, aber stimmt ja, 20€ ist den meisten schon zuviel. ;)
  • Cyd Turmfürst - 19.03.2019 - 18:33

    Zitat von AlexWoppi:

    20€ ist den meisten schon zuviel.
    für ein mittelmäßiges Free2Play Smartphone-Spiel? Jep.

    für ein Stardew Valley, Hollow Knight, Celeste, Dead Cells, Gris und Co.? Nö.
  • Holzknarre Turmknappe - 21.03.2019 - 12:53

    Zitat von AlexWoppi:

    Ich denke, das dieses Spiel auch nur zum Zwecke dienen soll, um zu schauen, ob es genügend Leute gekauft haben um ein brandneues zu machen und dies dann Switch exklusiv sein wird.
    Da dies nicht der erste Versuch von Gameloft ist, auf Konsolen zu landen (siehe deren Spiele auf PSP und PS Vita), kannst du das getrost mit "nein" beantworten.
  • AlexWoppi Turmritter - 21.03.2019 - 20:37

    Schade. :(