Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu Ape Out - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Ape Out
  • USA USA: Ape Out
  • Japan Japan: Ape Out
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.02.2019
Vertrieb
Devolver Digital
Entwickler
Gabe Cuzzillo
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
eBay

Superaffen machen Sachen

Von Ilja Rodstein () Der Titel Ape Out wurde hauptsächlich von drei Personen entwickelt. Dabei handelt es sich dabei um Gabe Cuzzillo, welcher der Hauptverantwortliche für Ape Out ist, Matt Boch, der für den Sound des Spiels zuständig war sowie Bennett Foddy, der sich für die Grafik verantwortlich zeigte. Dabei hat jeder Einzelne von ihnen etwas sehr Eigenes und Besonderes zu dem Spiel beigetragen. Gehen wir am Besten die Fakten zu Ape Out durch: Der Publisher ist Devolver Digital und das Spiel passt wunderbar zum chaotischen Image des Unternehmens.

Es hat schon seinen Grund, dass das Spiel von der USK mit einer Alterseinstufung von 16 Jahren versehen wurde.

Ihr spielt einen Menschenaffen, der anfangs in einem geheimen Labor festgehalten wird. Als es ihm gelingt, aus seinem Gehege zu entkommen, kennt dieser keine Gnade mehr. Sollten euch Menschen im Weg sein, dann stößt ihr sie weg. Als Affe seid ihr zwar nicht fähig, eine Waffe zu tragen, denn ihr lauft auf allen Vieren, doch reicht rohe Gewalt manchmal auch aus. Zwei weitere Möglichkeiten zur Interaktion habt ihr dann doch noch: Neben euren normalen Bewegungen, die ihr mit dem Analogstick ausführt, greift ihr mit ZL einen Gegner und haltet ihn quasi als Schutzschild vor euch. Mit der Taste ZR schleudert ihr diesen weit nach hinten, idealerweise gegen eine Wand, wo euer Widersacher sein Ende findet.

Das gesamte Spiel wird aus der Vogelperspektive gespielt. Hinter Wänden trefft ihr oft auf Gegner, welche meistens mit Schusswaffen bewaffnet sind. Dabei gibt es solche, die recht ängstlich sind und direkt weglaufen, wenn ihr diesen entgegenkommt, andere wiederum sind deutlich hartnäckiger und schießen solange auf euch, bis ihr ihnen die Rübe zerhauen habt. Jeder Gegner braucht nach Sichtkontakt etwa 2 Sekunden Vorlaufzeit, bevor er anfängt, auf euch zu schießen. Ohne diese wertvollen Sekunden hättet ihr keine Chance, da ihr ja unbewaffnet seid. Trifft der Spieler auf eine Gruppe von zwei bis drei Gegnern, lohnt es sich, einen von diesen mit ZL zu schnappen und ihn mit ZR auf seine Kumpanen zu schleudern. Die Gegner können dabei äußerst gefährlich ausfallen. Einige sind mit einer Schrotflinte bewaffnet, andere sogar mit einem Raketenwerfer.

Kleiner Umfang, kurzweiliger Spaß
Insgesamt gibt es vier Kapitel, welche in mehrere Unterkapitel unterteilt sind. Um den Spielfortschritt speichern zu können, muss man jeweils ein Unterkapitel meistern. Die Mission ist ganz einfach: Erreiche das Ziel, was auf dem Weg bis dahin passiert, bleibt ganz euch überlassen. Ihr könnt entweder den schleichenden Ninja mimmen und euch vor jedem Gegner verstecken oder ihr spielt den Chaoten und greift alles und jeden, der euch im Weg steht, an.

Menschliche Schutzschilder halten alle gegnerische Attacken von euch fern.

Hinzu kommt noch der Fakt, dass die Level zufallsgeneriert sind, was jeden Lauf zu einem einzigartigen Erlebnis macht - jedoch manchmal auch zu einer unfairen Gegnerverteilung führen kann. Konkret bedeutet das, dass es dazu kommen kann, dass fünf Gegner an einem Fleck sind und ihr keine Chancen habt. Etwas mehr Balance hätte hier also nicht geschadet - doch letztendlich hat mich dieser Umstand keineswegs frustriert. Nach etwa drei Treffern stirbt der Affe und ihr habt das Level verloren. Eine Anzeige informiert euch dann darüber, wie weit ihr es in dem Level geschafft habt und für welchen Laufweg ihr euch entschieden habt. Dies lässt einen umso mehr fluchen, sollte man kurz vor Ende des Levels verloren haben. Doch sorgt dieses Spielelement gleichzeitig für einen enormen Energiekick, denn wenn ihr in dem Level gut vorangekommen seid, wird euer Puls stetig zu steigen beginnen. In etwa drei Stunden habt ihr alle Level des Spiels gespielt. Zwar kann ein schwierigerer Modus nach Abschluss eines Kapitels angegangen werden, dieser ändert aber nicht den Levelverlauf, sondern erhöht nur die Anzahl der Gegner. Ich empfand keinerlei Motivation, die Level ein weiteres Mal im schwierigen Modus weiterzuspielen, denn die Schwierigkeitsstufe im normalen Modus ist bereits herausfordernd genug. Einige neue Level hätte ich mir dann also doch gewünscht.

An Action fehlt es hier nicht
Zum Herzrasen trägt auch der hervorragend dynamische Soundtrack bei. Jedes Mal, wenn ihr einen Gegner besiegt habt, ertönt ein Becken-Geräusch. Je mehr Gegner ihr besiegt, umso impulsiver wird die Musik. Diese passt hervorragend zur Stimmung und trägt ordentlich zur Action bei. Die grafische Interpretation von Ape Out fällt wirklich sehr interessant aus und bietet einen sehr einzigartigen Stil. Nicht alle werden davon begeistert sein, doch der Stil erinnert mich ein wenig an einen Kinofilm des frühen 20. Jahrhunderts. Dazu trägt auch wunderbar die musikalische Untermalung bei. Der Grafikdesigner und der Komponist haben hier einen großartigen Job geleistet.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Ape Out

Meinung von Ilja Rodstein
Devolver Digital gab dem Spiel den Titel „Superaffen mit Superwaffen“, doch stimmt dieser nicht so ganz, denn der Affe kämpft sich mit seinen eigenen Fäusten aus einem geheimen Labor heraus. Dieser impulsive Spaß sorgt für jede Menge Action und ein ordentliches Gemetzel - wenn ihr denn wollt. Denn ihr könnt das Spiel auch ruhiger angehen lassen und wie ein stummer Ninja aus der Gefangenschaft ausbrechen. Mit einem hervorragenden Grafik- und Sounddesign ist dieses Spiel ein kleines Meisterwerk, welches ein wenig an der Balance und der Spieldauer zu knabbern hat. Wer aber auf kurzweilige Action steht, den führt kein Weg an diesem Titel vorbei, der sich perfekt auf der Nintendo Switch spielen lässt.
Mein persönliches Highlight: Das gesamte Spiel ist ein einzigartiger Arcade-Spielspaß

Kommentare 3