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Test zu Battlloon - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Battlloon
  • USA USA: Battlloon
  • Japan Japan: Battlloon
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.02.2019
Vertrieb
Unties
Entwickler
Noname Studio
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Enthüllungsreport: Alles über den Battlloon-Skandal

Von Roman Dichter () Stille Wasser sind tief. Seit unzähligen Jahren lassen wir harmlos scheinende Luftballons vertrauensvoll in unser Heim. Wir verbinden sie mit Freude und Ausgelassenheit und haben auch keine Hemmungen sie mit unseren Kindern allein zu lassen. Verdächtige Platzgeräusche haben uns dazu veranlasst, die aufgeblasenen Partylöwen heimlich zu beobachten, wenn sie unter sich sind. Dies führte zu schockierenden Erkenntnissen, die wir jetzt in diesem Enthüllungsbericht aufdecken werden. Erfahrt nun alles über den wahren Charakter der Luft-Rowdies.

Bis zu vier Spieler rammen sich gegenseitig in gefährliche Stacheln am Rand – der letzte Überlebende gewinnt.

Was treiben Ballons, wenn sie nicht gerade Grußkarten durch das Land transportieren oder zwielichtige Partykeller dekorieren? Auf der Nintendo Switch liefert uns Entwickler Noname Studio die Antwort: Sie verabreden sich in Kampfarenen und duellieren sich bis zum Tod – ähm – oder bis zum Platzen. Da sie selbst nicht die körperlichen Voraussetzungen mitbringen, um sich gegenseitig massiven Schaden zuzufügen, veranstalten sie ihre grausamen Kämpfe in brutalen Kampfarenen, die mit gefährlichen Stacheln an den Rändern ausgestattet sind. Mit Anlauf rammen sie sich gegenseitig hemmungslos durch die Gegend, bis die Gegner schließlich an einem spitzen Stachel ihr Ende finden. Ihre Versuche, die Grausamkeit dieses Unterfangens durch das Abspielen lustiger Chiptune-Musik in kunterbunten Umgebungen zu vertuschen, konnten wir schnell als dreiste Ablenkungsmanöver entlarven.

Generationen von leichtgläubigen Menschen wurden von der Spezies Ballon hemmungslos zum Narren gehalten. Wie so viele von uns wurde auch ich dazu missbraucht, immer wieder intimen Oralkontakt zu den gummierten Hohlkörpern aufzunehmen, damit sie über sich hinauswachsen und andere mit ihrer beeindruckend angewachsenen Größe einschüchtern. Jetzt stellt sich heraus, dass sie sehr wohl eigenständig dazu in der Lage sind, ihre eigene Inflation durchzuführen. Ein einfacher Knopfdruck auf ihrem Nintendo Switch-Controller reicht dafür aus. Diesen diabolischen Trick nutzen sie, um trotz des Fehlens von Gliedmaßen eine eigenständige Fortbewegung zu initiieren. Durch das Ablassen der in ihnen angestauten Luft bauen sie Schwung auf, mit dem sie gnadenlos auf ihre Artgenossen zu jagen, um diese wie beschrieben in ihr Verderben zu rammen.

In manchen Kampfarenen sorgen Besonderheiten wie diese riesige Bombe für zusätzliche Gefahr. Verstorbene Ballons dürfen als Geister weiter mitmischen.

Bei diesem geschmacklosen Ritual treten stets zwischen zwei und vier Kampfballons gegeneinander an. Einzelne Ballons finden offenbar keine Erfüllung in friedvollen Einzelspieler-Beschäftigungen, darum verbleiben sie in der Verpackung, bis ihre Freunde die Bereitschaft zum lokalen Todeskampf signalisieren. Diese Beschäftigung scheint sie aus unerfindlichen Gründen durchaus zu amüsieren, als distanzierter Beobachter muss ich aber feststellen, dass diese wenig abwechslungsreiche Tätigkeit sie nur für eine sehr begrenzte Dauer wirklich motivieren kann. Interessanterweise konnte ich herausfinden, dass die nicht wirklich lebendigen Ballonwesen auch nicht wirklich sterben. Zerplatzt ein erfolgloser Kontrahent, verbleibt er als Geistergestalt auf dem Spielfeld und mischt weiter mit, bis nur noch ein Ballon unversehrt geblieben ist. Diesem werden dann Siegpunkte gutgeschrieben, und wie von Zauberhand sind seine Kontrahenten für den nächsten Durchgang wieder unversehrt am Start.

Auch wenn es in diesem mittelalterlich-brutalen Kampfspiel keine wirklich erwähnenswerten Zusätze gibt, bewahren ein paar Besonderheiten der Kämpfer und Arenen diese außergewöhnliche Spezies vor der totalen Langeweile: Zwischen den verschiedenen Kampfrunden wechseln die Arenen, was sich nicht nur durch eine optische Varianz bemerkbar macht. Die tödlichen Stacheln sind in den verschiedenen Umgebungen unterschiedlich angeordnet, zudem können plötzlich durch den Raum katapultierte Geschosse für zusätzliche Gefahr sorgen. Die einzelnen Ballon-Kämpfer haben derweil eine Art Charakter, von dem uns manchmal auch zwischen den Runden berichtet wird. So unterscheiden sich auch ihre Fähigkeiten leicht voneinander, sodass sie beispielsweise mehr oder weniger Luft aufnehmen und mit mehr oder weniger Schwung attackieren können. Bisher konnte nur beobachtet werden, wie sie sich innerhalb ihrer Art bekriegen. Beten wir, dass sie sich nicht eines Tages gegen die Menschen erheben und mit ihren grausamen Kämpfen unsere Familien in Gefahr bringen!

Redaktionswertung

4

Erträglich

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Unser Fazit zu Battlloon

Meinung von Roman Dichter
Battlloon ist ein zeitweise unterhaltsames kompetitives Mehrspieler-Minispiel aus dem Nintendo eShop. In ausschließlich lokalen Duellen zwischen zwei, drei oder vier Kontrahenten kann jeder Spieler schnell in das sehr einfache Gameplay hineinfinden: Per Knopfdruck blast ihr euch auf. Lasst ihr den Knopf los, entweicht die Luft und gibt euch Schwung, mit dem ihr die Gegner in die Stacheln am Rand rammt. Die Herausforderung liegt in der Steuerung, zumal ihr nicht wie auf Schienen umherfliegt, sondern den vorhandenen Schwung und die Bewegungsrichtung durch Anpassung der Ausrichtung eures Luftlochs regulieren müsst. Das Ganze ist durchaus unterhaltsam und auf jeden Fall für ein paar Runden mit euren Freunden empfehlenswert – mehr aber auch nicht. Es wirkt wie ein kleines Minispiel aus einer Minispiele-Sammlung, das zwar für sich gelungen ist, aber keine weiteren nennenswerten Zusätze bietet, nicht einmal einen Einspieler-Modus gegen Computergegner. Damit ist aus euren Ballons nach ein paar lustigen Runden einfach die Luft raus. Für die kleine Mehrspieler-Abwechslung zwischendurch dürft ihr euch Battlloon also gerne kaufen, erwartet aber nicht zu viel vom Spiel – sonst zerplatzen eure Hoffnungen schneller als eure Gegner.

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