Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Test zu The LEGO Movie 2 Videogame - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The LEGO Movie 2 Videogame
  • USA USA: The LEGO Movie 2 Videogame
  • Japan Japan: The LEGO Movie 2 Videogame
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
28.02.2019
Vertrieb
Warner Bros. Interactive Entertainment
Entwickler
TT Games
Genre
Adventure, Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
Besitzt du dieses Spiel?
Anmelden
Magst du dieses Spiel?
Jetzt kaufen und ntower unterstützen
Amazon eBay

Ein neues LEGO-Abenteuer

Von Daniel Busch () Am 7. Februar 2019 startete The LEGO Movie 2 in den deutschen Kinos. Passend dazu gibt es von Warner Bros. und TT Games nun auch ein passendes Videospiel dazu. Wir haben uns die Videospiel-Version angesehen und erläutern euch, ob auch in The LEGO Movie 2 Videogame „alles super“ ist.

Wer bereits einige LEGO-Titel gespielt hat, dem wird die Struktur dieser Spiele bekannt vorkommen. Man läuft durch lineare Level, wechselt munter zwischen verschiedenen Figürchen umher, um simple Rätsel zu lösen und baut vorgegebene kleine Modelle, die meist ebenfalls das Weiterkommen ermöglichen. Manch einer hat zwar durchaus seinen kurzweiligen Spaß, doch gerade die Stimmen, die die immergleiche Spielstruktur kritisieren, haben die Entwickler erhört und krempeln die Inhalte in The LEGO Movie 2 Videogame nun gehörig um. Das ist definitiv eine Überraschung und bringt frische Entdeckerlaune.

The LEGO Movie 2 Videogame bietet viele Welten zum Entdecken. Einige sind aus dem Kinofilm, andere wiederum sind eigens für das Spiel entworfen.

Euch werden im neuesten Bauklötzchen-Spiel eine Vielzahl an offenen Welten geboten, die von euch erkundet werden können. Die zahlreichen Aufgaben werden euch dabei von Questgebern aufgetragen, die in den Welten zu finden sind. Dabei führen einige Planeten die Handlung weiter und andere dienen lediglich der Entdeckerlaune abseits der Haupthandlung. So finden sich neben vielen aus dem Film bekannten Orten wie Apokalypstadt auch andere Welten wie der Wilde Westen, die von den Entwicklern quasi als Bonus ins Spiel integriert wurden. Die Welten sind dabei alle nicht besonders groß, jedoch gibt es viel zu entdecken und so einige Aufgaben zu erfüllen. Leider sind ebendiese Aufgaben allesamt sehr einfach und wiederholen sich oft. Eine Herausforderung oder Abwechslung erwartet euch nie. Entweder vermöbelt ihr stumpf einige Feinde mit einem weiterhin sehr monotonen Kampfsystem (es gibt eine Taste zum Angreifen, mehr nicht), sucht spezielle Zutaten beziehungsweise Gegenstände oder baut etwas Bestimmtes. Es gibt nun einige Spezialangriffe, die sich auf Knopfdruck aktivieren lassen. Es folgt dann eine Reihe von angezeigten Eingabebefehlen, welche anschließend die Spezialattacke auslösen und den Gegnern in einem kleinen Umkreis Schaden zufügt. Nichts, was simples draufkloppen nicht auch genauso schnell lösen würde. Immerhin sind die Bosskämpfe gut umgesetzt, wovon es aber recht wenig in dem Spiel gibt. Zum Beispiel müsst ihr in Apokalypstadt einen großen Dinosaurier aus DUPLO-Steinen unschädlich machen. Leider werdet ihr im Laufe des Spiels nicht alle Welten besuchen können. Drei bleiben nämlich erstmal gesperrt, diese müssen mit einem DLC freigeschaltet werden.

Ein LEGO-Spiel abseits der bekannten Formel

Eine ganz spezielle Welt stellt dabei Syspokalypstar dar. Besucht ihr diesen Planeten zum ersten Mal, stellt ihr fest, dass alles eigentlich nur aus einer kahlen Wiesenlandschaft besteht. Der Clou ist nämlich: Hier baut ihr eure ganz eigene LEGO-Welt. Während des Spiels lassen sich nämlich verschiedene Lego-Modelle finden, die sich dort frei Schnauze platzieren lassen. Eine nette Aufgabe, um eure Kreativität auszuleben und eine kleine Pause von der Haupthandlung zu bekommen. Zwar sind immer fertige Modelle vorgegeben, dennoch sind wirklich viele Möglichkeiten geboten euer eigenes Klötzchen-Paradies zu erschaffen. Je mehr gebaut wird, desto belebter wird es natürlich auch. Definitiv eine gelungene Idee, die auch den Geist der Kreativität einfängt, die LEGO immerhin ausmacht.

Das System des Bauens wurde ebenfalls überarbeitet. Wo ihr in früheren Spielen bei herumspringenden Steinehäufchen immer die Aktionstaste gedrückt gehalten habt und es hat sich von selbst ein kleines vorher festgelegtes Modell aufgebaut, gibt es nun mehr Freiheiten. Ihr könnt Baupläne sammeln oder verschiedene Objekte scannen und zahlreiche Gegenstände bauen sowei in der Welt platzieren. Bevor das aber möglich ist, müsst ihr natürlich auch einen ausreichenden Steinevorrat besitzen. Ohne Steinchen lässt sich immer nichts bauen. Mit einigen Schlägen haut ihr also Gebilde in den LEGO-Welten auseinander und sammelt euch so Steinchen zusammen, mit denen ihr neue, andere Modelle erschafft. Diese helfen euch meist kleinere Aufgaben zu erledigen, Rätsel zu lösen, oder weiterzukommen. Bei bestimmten Aufgaben ist auch gekennzeichnet, wo ihr was hinbauen müsst, ansonsten habt ihr aber eure eigene Freiheit, zu entscheiden, wie ihr die kleinen Aufgaben löst. So lässt sich zum Beispiel ein Trampolin bauen, mit dem ihr in die Höhe springen könnt oder ein Sprinkler, um Blumen schnell zum Wachsen zu bringen, was entweder mit Früchten oder einer Klettermöglichkeit belohnt wird. Gerade Fans der The LEGO Movie-Kinofilme werden dieses Bausystem bevorzugen, da das kreative Bauen gerade ein großer Bestandteil dieser Filme ist. Im Spiel seid ihr also selbst ein „Meisterbauer“.

Batman sorgt für Rettung! Viele Bewohner der einzelnen Welten haben Aufträge für euch, die ihr mit Batman oder einer der anderen spielbaren Figuren löst.

The LEGO Movie 2 Videogame führt ein Lootboxensystem ein, durch welches ihr die Charaktere, Gegenstände oder Gebäude in dem Spiel freischaltet. Während eures Abenteuers sammelt ihr verschiedene Kapseln, die ihr in einem Shop öffnen könnt. Je nach Sorte springen andere Belohnungen heraus. Dies führt einerseits dazu, dass ihr wahrscheinlich sehr lange auf euren Wunschcharakter warten müsstet und Doppelungen lassen sich auch nicht vermeiden. Generell finden sich in dem Spiel eher wenige wirklich nennenswerte Charaktere. Wo ihr in früheren LEGO-Spielen mit einer riesigen Fülle an beliebten Marvel-Superhelden oder ikonischen Star Wars-Charakteren agieren konntet, finden sich hier halt die Handvoll an Protagonisten aus dem Film. Ansonsten wird das Charakterfeld mit namenlosen und teils sehr generischen Figuren wie einem Koch gefüllt. Dass ihr wie in den vorherigen LEGO-Spielen häufig eure Charaktere wechselt, um verschiedene Rätsel zu lösen, ist nun nicht mehr so oft nötig. Da ihr Charaktere mit verschiedenen Items ausrüsten könnt, könnt ihr den Großteil eures Abenteuers auch mit eurem Wunschcharakter bestreiten. Nur für einige spezielle Aufträge müsst ihr einen bestimmten Charakter ausgewählt haben – manchmal wird auch eine bestimmte Kopfbedeckung oder ähnliches gebraucht.

Definitiv ist zu empfehlen, vorher den Film gesehen zu haben, die Handlung des Spiels orientiert sich nämlich nur lose an dem Film. Bei den offenen Welten und den Questsystemen aber auch kein großes Wunder. Jedoch besitzen die Charaktere in der deutschen Fassung keine Sprachausgabe mehr, bis auf Lucy. Die Handlung wird in Bruchstücken quasi aus ihrer Perspektive nacherzählt, alle anderen Charaktere besitzen keine richtige Stimme mehr. Das ist schade, da besonders die neueren LEGO Spiele in den Zwischensequenzen deutlich bessere Präsentationen vorzuweisen hatten. Diese verliehen den Charakteren auch mehr Persönlichkeit, was in The LEGO Movie 2 Videogame nun leider schmerzlich vermisst wird. Vor allem viele Gags aus dem Film zünden gar nicht mehr. Da hätte ich mir wirklich eine Präsentation nahe zur Filmvorlage gewünscht. Die restlichen NPCs, die ihr in den Spielewelten antrefft, kommunizieren dagegen über Texttafeln, die darüber hinaus alles andere als kurzweilig zu lesen sind. Hier ist ebenfalls keine richtige Sprachausgabe enthalten.

Hier ist nicht alles super

Mein größter Kritikpunkt ist aber die technische Umsetzung. Grafisch überzeugt The LEGO Movie 2 Videogame so gar nicht. Kantenglättung ist nicht vorhanden und gerade in Welten wie Apokalypstadt werdet ihr mit lauter Treppeneffekten überflutet. Auch sehen die Texturen nicht unbedingt schön aus. Das komplette Spiel ist technisch überhaupt nicht auf der Höhe der Zeit, zumindest für Nintendo Switch. Die Bildrate wird auf euren Erkundungstouren in den verschiedenen Welten stets ein auf und ab erleben. An die instabile Performance müsstet ihr euch schon gewöhnen, wenn ihr das Spiel spielt. Zudem werdet ihr mit Sicherheit auch den einen oder anderen Bug entdecken und auch die Ladezeiten sind irre lang. Immer wenn ihr eine neue Welt betretet, lädt das Spiel erstmal genüsslich vor sich hin und ihr könnt euch nebenbei ein Brot schmieren. Sehr schade, die Nintendo Switch könnte eigentlich mehr, aber anscheinend bestand Zeitdruck, dass das Spiel noch rechtzeitig zum Kinofilm herauskommt. Das merkt man dem Spiel leider auch sehr an. Der Fluch der Lizenzspiele…

Redaktionswertung

6

Überzeugend

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu The LEGO Movie 2 Videogame

Meinung von Daniel Busch
Der neue Gameplay-Ansatz, den The LEGO Movie 2 Videogame bereithält, schien auf dem ersten Blick noch aufregend. Doch recht schnell wird deutlich, dass sich die Aufgaben immer wiederholen, das Kampfsystem immer noch sehr monoton bleibt und die technische Seite des Spiels sehr zu wünschen übrig lässt. Nicht nur gibt es Treppeneffekte soweit das Auge reicht, auch finden sich lange Ladezeiten und häufig Bugs. Es ist zudem sehr schade, dass die Filmvorlage nur halbherzig auf das Spiel übertragen wurde. Die Charaktere besitzen keine Sprachausgabe mehr und der einzig gesprochene Text ist von Lucy aus dem Off. Dadurch gehen viele Filmmomente und Witze im Spiel verloren. Kindern dürfte aber gerade das Entdecken der bunten Welten und das neue Bausystem gefallen. Anders als in vorherigen LEGO-Spielen könnt ihr nun frei Lego-Modelle in den Spielwelten erschaffen und so zahlreiche Aufgaben erfüllen.

Kommentare 3

  • Splatterwolf Flop-Weltstar seit 1889 - 14.03.2019 - 12:48

    Ich hab das Gefühl, die Lego Games sind auch nur noch Fließbandarbeit. Alleine auf der Switch gibt es schon wieder sieben Stück in der kurzen Zeit.
  • Rob64online Turmheld - 14.03.2019 - 15:58

    Ich hätte lieber ein LegoCity 2
    Die restlichen Lego Titel finde ich eher mau.
  • Adamantium THE LAST OF US - 14.03.2019 - 16:02

    Die besten LEGO-Spiele waren definitiv die Star Wars-Titel und City: Undercover, weil diese einfach etwas hatten, das sie besonders gemacht hat. Alles seitdem ist gefühlt nur noch Einheitsbrei, als würden sich die Entwickler überhaupt keine Mühe mehr geben und nur noch wegen dem Profit entwickeln... :/