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Test zu Nintendo Labo: Toy-Con 04 - VR-Set - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Nintendo Labo: Toy-Con 04 - VR-Set
  • Japan Japan: Nintendo Labo Toy-Con 04: VR Kit
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.04.2019
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Genre
Party, Kreativ
Spieleranzahl
Lokal: 0 - Online: 0
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Wenn VR-Träume wahr werden

Von Chris Holletschek () Zu Beginn dieses für mich besonderen Tests ein kurzer Hinweis: Ich bin generell ein großer Fan der VR-Technologie und trete deshalb mit einer positiven Grundeinstellung an das neue Labo-Set von Nintendo heran. Aufgrund der relativ kurzen Zeitspanne zwischen Ankündigung und tatsächlichem Release des VR-Baukastens war meine Vorfreude zwar kurz, aber dennoch nicht minder groß. Nichtsdestotrotz bin ich mir meiner Aufgabe als Tester bewusst und beleuchte für euch die positiven, aber natürlich auch die negativen Seiten. Dabei schwingt zudem immer der Gedanke mit, dass das Kit für Kinder und VR-Neulinge gedacht ist. Deshalb lasse ich von diversem Fachchinesisch ab – das überlassen wir lieber den Profis. Aber genug davon, stürzen wir uns ins Geschehen.

Das neue Set bietet zunächst viel Stoff für langanhaltende Basteleinheiten.

Das neue Set, das den griffigen Titel Nintendo Labo: Toy-Con 04 – VR-Set trägt, kommt wie seine Vorgänger in einem robusten und ansprechend gestalteten Karton daher und beinhaltet zahlreiche Pappbögen, die Spielehülle inklusive Cartridge, ein Plastiktütchen mit diversen Clips, Klebestreifen und Gummibändern sowie einen kleineren Extra-Karton, in dem sich die wichtigen Linsen befinden. Nintendo hat aber dafür gesorgt, dass trotz des vielen Inhalts nicht einmal ein Gefühl einer gewissen Überforderung entstehen kann, denn direkt beim Öffnen des großen Kartons sind Instruktionen mit das Erste, das euch entgegenschlägt. Diese besagen, dass die Software entnommen, gestartet, und anschließend nach den darauf befindlichen Anleitungen gebaut werden soll. Eigentlich selbstverständlich, aber der japanische Spieleentwickler lässt erfahrungsgemäß kaum eine Gelegenheit aus, um seine Kundschaft an die Hand zu nehmen.

Apropos Hand anlegen: Um Nintendos Interpretation der virtuellen Realität erleben zu können, muss zunächst gebaut, geknickt und gesteckt werden. Beim ersten Starten des Spiels bleibt euch die erhoffte grenzenlose Kreativität aber zunächst verwehrt. Vielmehr bleibt die Metapher des an euch Festhaltens bestehen, denn ihr werdet zu Beginn durch ein Tutorial gezerrt – ob ihr es nun wollt oder nicht. Dieses ist zwar sehr gelungen – Neueinsteigern wird das Prinzip der Anleitungen anschaulich vermittelt und am Ende haltet ihr mit einer Art Hülle für einen Joy-Con auch schon euer erstes selbstgefertigtes Produkt in der Hand – allerdings wird keine Möglichkeit zum Überspringen geboten. Ihr könnt das Tutorial zwar mittendrin schließen und zum Hauptmenü zurückkehren, dort wird euch aber lediglich die Alternative geboten, mit eben jenem Tutorial fortzufahren. Das aber nicht von dem Zeitpunkt, an welchem ihr die Anleitung geschlossen habt, sondern von Schritt 1 an. Das ist doppelt ungewöhnlich, denn bei den nachfolgenden richtigen Bauprojekten merkt sich das Spiel, an welcher Stelle ihr gegebenenfalls aufgehört habt. Was für Neulinge also einen gelungenen und direkt sehr praktischen Start ins Spiel bedeutet, kann für erfahrene Nintendo Labo-Besitzer in einer Odyssee enden.

Aber dann, wenn ihr die Spielerklärung erfolgreich abgeschlossen habt, dann endlich dürft ihr euer kreatives Schaffen entfesseln, oder? Nein, leider nicht, noch müsst ihr euch im Zaum halten. Denn im Menü erwartet euch nun erneut nur eine Bauoption: die VR-Brille. Sie dient als Grundlage und ist für alle weiteren Projekte essenziell. Da es sich bei der Brille aber ohnehin um die interessanteste Neuerung handelt, ist die begrenzte Wahlfreiheit sicherlich zu verschmerzen.

Jetzt bloß keinen Fehler machen! Die VR-Brille ist essenziell für das komplette Kit.

Das Bauen beginnt zunächst wie jedes andere Nintendo Labo-Projekt: Ihr schnappt euch den angezeigten Pappbogen, stanzt die benötigten Teile aus und faltet, knickt und drückt was die Finger hergeben. Relativ schnell werdet ihr dann aber zu einem ersten entscheidenden Moment gelangen: Das Spiel teasert euch an, dass es jetzt an der Zeit ist, sich den kleinen Karton mit den sagenumwobenen Linsen zu schnappen. Doch noch bevor es dazu kommt, wird Nintendo nicht müde mittels sehr auffälliger Warnhinweise zu erwähnen, dass man die Linsen auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen gegen die Sonne oder eine andere Lichtquelle halten soll. Sogar auf der Brille selbst klebt eine Schutzfolie, auf die derselbe Warnhinweis abgedruckt ist. Das scheint wohl wichtig zu sein.

Habt ihr aber einmal all euren Mut zusammengenommen und euch getraut, die Linsen auszupacken und wie vorgesehen zu verbauen, geht der Rest recht schnell, sodass ihr nach einer guten halben Stunde die fertige Papp-VR-Brille in den Händen halten könnt. Anschließend folgt auch schon der Moment der Wahrheit: Erwartet euch eine echte VR-Erfahrung oder endet es eher wie die 3D-Technik des Nintendo 3DS? Ein Hinweis noch vor Spielbeginn, in dem es unter anderem heißt, dass der VR-Modus als „3D-Sicht mithilfe der Toy-Con-VR-Brille“ verstanden werden kann, ließ mich bereits ein wenig zweifeln. Aber genug der schnöden Theorie, VR-Modus durch ein Tippen auf die untere linke Ecke des Nintendo Switch-Bildschirms aktiviert, in die Brille gesteckt und ab in eine alternative Welt.

Eure erste Reise in die virtuelle Realität von Nintendo verfrachtet euch in einen sehr leeren, wandlosen Raum. Ihr seht nichts weiter als eine grüne Rasenfläche und einen blauen Himmel – und vor euch steht ein kleines graues Männchen mit langer Nase. Plötzlich fallen eine Handvoll Blöcke herunter, auf denen Instruktionen geschrieben stehen und die euch anweisen, einen Joy-Con zu nutzen, um den kleinen Papp-Jungen steuern zu können. Schon bei dieser kleinen Aufgabe geriet ich erst einmal ins Stutzen. Wie es das Spiel vorher von mir forderte, hielt ich mit beiden Händen die Brille an mein Gesicht – und jetzt soll ich doch einen Controller in eine Hand nehmen? Also wieder raus aus der VR, Joy-Con aufgenommen, die Brille mitsamt der sündhaft teuren Konsole in einer Hand ausbalanciert und wieder vor das Gesicht halten. Danach machen das Springen, Schießen und Klettern mit dem kleinen Männchen zwar kurzzeitig Spaß, von dieser Vorführung hatte ich aber relativ schnell genug, sodass ich den Weg zurück ins Menü wählte.

Bei eurem ersten Ausflug in die virtuelle Realität begrüßt euch dieser kleine Kerl.

Dort erwartete mich nun aber so einiges. Viele neue Bauprojekte, einige Minispiele und die aus den vorherigen Labo-Teilen bekannte „Entdecken“-Kategorie. In den 16 Minispielen, die ihr nur mit der VR-Brille allein ausprobieren könnt und die eher als Demo oder einfaches Level bezeichnet werden sollten, erhaltet ihr einen guten ersten Eindruck vom VR-Modus der Nintendo Switch. Für mich überraschend war die Erkenntnis, dass nicht nur die Joy-Con über je einen Gyrosensor verfügen, die es der Nintendo Switch ermöglicht, die genaue Haltung der Controller zu erkennen, sondern offensichtlich auch die Konsole selbst. Dadurch wird es erst möglich, dass ihr die VR-Brille nutzen könnt, ohne einen Joy-Con an der Konsole angeschlossen zu haben – was im Vorfeld von vielen vermutet wurde.

So könnt ihr euch zwar in einem vollständigen 360-Grad-Winkel und ohne jegliche Verzögerung flüssig umsehen, aufgrund fehlender weiterer Positionsbestimmungsmöglichkeiten ist aber zum Beispiel ein „näher rangehen“ an ein vor euch befindliches Objekt nicht möglich. Durch die Tatsache, dass die Controller über eigene Sensoren verfügen, fügen sie sich gut in das Spielgeschehen ein, sodass ein Greifen oder Zielen nicht nur flüssig von der Hand geht, sondern sich durchaus lebensecht anfühlt – die HD-Vibration tut da ihr übriges und trägt noch einmal ordentlich zum Empfinden bei.

Aber das Nintendo Labo: Toy-Con 04 - VR-Set verfügt bekanntlich nicht nur über eine VR-Brille, sodass ich mich relativ zügig mit dem Bauen der weiteren Toy-Con befasst habe. Einige Stanz-, Falt- und Steckmomente sowie rund 45 Minuten später stand auch schon die Kamera. Mit beiden Joy-Con sowie der Brille ausgestattet geht es im ersten Kamera-Minispiel ins kühle Nass. Ihr befindet euch in einer Unterwasserwelt, in der es gilt, umherschwimmende Fische und andere Meerestiere zu fotografieren, um damit ein eigenes kleines Bilderlexikon aufzubauen. Pro Runde unterliegt ihr allerdings der Beschränkung, dass ihr nur drei Mal den Auslöser drücken dürft, ehe ihr wieder auftaucht und die geschossenen Werke bewertet werden. So wird schnell der Hobby-Fotograf in euch geweckt, da euch Szene, Winkel und Ausrichtung eurer Bilder wichtig werden. Durch das Papp-Objektiv wird euch zudem ein heran- bzw. herauszoomen ermöglicht, das erstaunlich gut funktioniert.

Diese Stelle beim Bau des Vogels war dann doch recht knifflig.

Schon etwas anspruchsvoller und etwas mehr Zeit nimmt das Bauen des Elefanten ein. Wobei hier der Schwierigkeitsgrad des Bastelns stets in Relation gesetzt werden muss. Durch die sehr gute Videoanleitung, die ausnahmslos jeden Schritt minutiös erklärt, fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt überfordert. Auch die jüngere Zielgruppe sollte sich so problemlos durch die teils mehrere Stunden veranschlagenden Basteleien kämpfen können, wenngleich es vereinzelt durchaus Stellen gibt, die kniffliger werden können. Seien es sehr kleine Faltlinien oder ein Gummiband, das in einem bestimmten Winkel und auf eine bestimmte Weise gezogen und angebracht werden muss – manches Mal hätte ich mir tatsächlich eine dritte Hand gewünscht.

Mit Geduld und Ruhe ist aber jedes Hindernis zu bewältigen, sodass ich alsbald auch die fertige Elefantenmaske inklusive Rüssel in den Händen halten konnte. Im Vorfeld hatte ich nicht die geringste Ahnung, welches Minispiel mich hier erwartet. Umso größer war die Überraschung, als ich in der alternativen Realität plötzlich nicht mehr einen Rüssel, sondern eine Art Pistole in der Hand hielt, mit der ich allerdings nicht schießen, sondern nur greifen konnte. Damit besteht die Aufgabe darin, eine automatisch herabfallende Kugel über diverse bewegliche Plattformen durch einen Zielring zu befördern. Was am Anfang noch recht linear funktionierte, wurde relativ schnell zum Beispiel durch Spiralen, Trampoline und die Möglichkeit zum Umkehren der Schwerkraft ergänzt, wodurch sich durchaus fordernde Rätsel ergaben, die mir gepaart mit der wunderbar präzise funktionierenden Steuerung viel Spaß bereiteten.

Die Sache mit der fehlenden Halterung …

Bei der Ankündigung des Nintendo Labo: Toy-Con 04 - VR-Sets ist vielen vor allem eine Sache aufgefallen: Wieso halten sich die Personen im Trailer die Brille mit den Händen vor das Gesicht? Normalerweise verfügt eine solche Brille, wenn sie denn den Anspruch verfolgt, dass man damit Games spielen kann, über eine Kopfhalterung, die zwar durchaus die eine oder andere Frisur zerstören kann, dafür aber freie Hände ermöglicht, die dann für das Nutzen eines Controllers eingesetzt werden können. Bei Nintendos VR-Brille fehlt eine solche Halterung nun vollständig und auch nach dem ersten Antesten frage ich mich weiterhin: Warum?

Bei einem Toy-Con wie der Kamera ist das Fehlen noch durchaus zu verschmerzen, da die Hände auf ganz natürliche Weise zum Halten und Nutzen des Fotoapparats eingesetzt werden, aber schon beim allerersten Minispiel, bei dem nur die VR-Brille zum Einsatz kommt, hat es mich genervt, dass ich das Gerät umständlich mit einer Hand vor mein Gesicht halten muss, um mit der anderen den Joy-Con bedienen zu können. Bei dem Elefanten hat Nintendo wiederum zumindest versucht, das vorliegende Problem auf kreative Weise zu umgehen. Mittels eines extra angebrachten Griffs wird das Toy-Con mit einer Hand wie eine Maske vor dem Gesicht getragen, während die andere Hand am Rüssel zugange ist. Das sieht für Außenstehende gewiss belustigend aus – und der Spieler selbst hat beim Lösen der Rätsel auch Spaß – aber mit einer Kopfhalterung wäre es noch einmal eine Ecke spielfreundlicher geworden. Denn zum einen ist die Reichweite des Rüssels begrenzt – was zugegebenermaßen aber nur selten ein Problem wird – und zum anderen werden die Arme irgendwann dann doch schon relativ schwer.

Ich hatte gehofft zu verstehen, weshalb Nintendo den Entschluss gefasst hat, auf den Komfort durch eine geeignete Kopfhalterung zu verzichten, aber eine Antwort auf diese Frage ist man mir weiter schuldig, sodass ich weiterhin nur Mutmaßungen anstellen kann. Ist die Nintendo Switch zu schwer und die Pappkonstruktion gleichzeitig zu instabil für ein entsprechendes Band? Will Nintendo das jüngere Publikum davon abhalten, zu viel Zeit in der virtuellen Realität zu verbringen, indem sie die Konsole selbst hochhalten müssen, was zu schweren Armen führt? Oder steht doch ein ganz anderer Grund hinter dieser Entscheidung? Letztlich bleibt mir noch die leise Hoffnung, dass sich Nintendo einsichtig zeigt und gegebenenfalls eine entsprechende Halterung nachreicht – gerade für Titel wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild, das gegen Ende des Monats komplett in VR spielbar sein soll, wäre das sehr wünschenswert.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann Knicken sie noch heute ...

Bis dahin gibt es aber noch andere Toy-Con, die beleuchtet werden wollen. Sowohl der Vogel als auch das Windpedal sind im Grunde nicht schwierig zu bauen, nehmen aber ebenfalls durchaus Zeit in Anspruch, um fertiggestellt zu werden. Von den beiden Figuren ist der Vogel eindeutig mein Favorit. Auch wenn die Bedienung recht eigenartig ist – das Toy-Con muss mit beiden Händen an bestimmten Stellen zusammengedrückt werden, sodass eine Art Flügelschlag entsteht – bietet es eines der wenigen Minispiele, in dem der Spieler nicht etwas, sondern sich selbst durch den Raum bewegt. So landet ihr in einer Welt, die mich aufgrund des einfachen grafischen Stils etwas an die Fluglevel aus dem PlayStation-Klassiker Spyro the Dragon erinnert, und könnt diese grundsätzlich frei erkunden. So fliegt ihr von links nach rechts und von oben und nach unten, sammelt diverse Gegenstände ein, füttert Küken und entdeckt das eine oder andere Geheimnis. Auch hier erwartet euch wahrlich kein spielerisches Meisterwerk, trotzdem bietet das Spiel durch seine klar aufgetragenen Aufgaben etwas Raum für eine gewisse länger anhaltende Motivation.

Das Windpedal konnte mich dagegen nicht sonderlich überzeugen. Zwar ist es sehr stabil gebaut, sodass die Nutzung des Toy-Con mit dem Fuß absolut gefahrlos möglich ist, doch allein durch seine schiere Größe – die vor allem durch den riesigen Fächer bedingt ist – hätte ich mir mehr erhofft. Letztlich ist damit aber nur eine Eingabemöglichkeit gegeben, womit auch das erste auf das Windpedal ausgelegte Minispiel eher mau ausfällt. Ihr schlüpft darin in die Rolle eines Froschs und müsst … springen. Nichts weiter. Ihr werdet mit Bällen beschossen und müsst im richtigen Augenblick in die Höhe eilen, um anschließend genau auf diesen Bällen zu landen und darauf wie ein Elefant im Zoo zu balancieren. Ziel des Spiels ist es, einen neuen Höhenrekord aufzustellen. Abwechslung gibt es dabei nur kaum: Mal wird es etwas schneller, mal kommen die Bälle von einem anderen Winkel auf euch zu und manchmal droht auch ein Fußball in hohem Bogen auf euch hinabzufallen, den ihr aber mit einem gezielten Sprung-Kopfball wegschlagen könnt. Werdet ihr dreimal von den Bällen getroffen, ist euer Höhenflug vorbei. Durch den angebrachten Fächer blast ihr euch mit jedem Sprung zwar einen kurzen Windhauch ins Gesicht, der gewiss zur Immersion beiträgt, der Spaß blieb dabei jedoch eher auf der Strecke.

Die hohe Labo-Kunst: Der Blaster

Wollt ihr dagegen zum absoluten Nintendo Labo-Großmeister aufsteigen, ist der Blaster gewiss etwas für euch. Der Bau dieses letzten großen Toy-Con des VR-Sets nimmt die meiste Zeit in Anspruch und verlangt von euch noch einmal alles ab. Falten, Knicken, Stecken, ineinander verhaken, Ösen und Clips, Gummibänder sowie Marker und Klebestreifen sind alles ein Bestandteil dieser großen Waffe. Das Endergebnis kann sich aber wahrlich sehen lassen und macht ordentlich was her. Auch das erste Minispiel bietet eine interessante Erfahrung. In bester Earth Defense Force-Manier werdet ihr, bewaffnet mit eurem Blaster, automatisch durch eine Stadt gezogen, die von Aliens heimgesucht scheint. Eure Aufgabe ist es, möglichst viele dieser zu groß geratenen Viecher abzuschießen, also heißt es: Nachladen, zielen und Feuer! Ein Level besteht dabei aus drei Etappen. Im ersten Level werdet ihr beispielsweise zunächst durch zwei verschiedene Abschnitte der Stadt gezogen, um dann in der letzten Etappe die Anweisung zu erhalten, auf einem größeren Platz stehend alle Aliens in weniger als einer Minute abzuschießen. Am Ende erhaltet ihr einen Punktestand, der sich aus der Anzahl der getroffenen Gegner und eurer Treffgenauigkeit zusammensetzt, und je nachdem wie hoch euer Score ausfällt, werdet ihr mit einer Medaille belohnt. Das Minispiel besteht insgesamt aus knapp mehr als einer Handvoll Level – ihr bekommt hier also vergleichsweise viel und auch spaßigen Inhalt geboten.

Abschließend lässt sich festhalten, dass ich derzeit noch lange nicht am Ende meiner VR-Reise angelangt bin. Geschuldet durch die kurze Testzeit blieben einige Inhalte, wie ein Großteil der mehr als 64 Minispiele oder die interessante VR-Werkstatt, von mir unberührt. Gerade der letztgenannte Modus könnte einen großen Teil zur Langzeitmotivation beitragen. Nutzer sollen dort in der Lage sein, ihre eigenen VR-Spielchen zu entwickeln, weshalb ich bereits sehr gespannt bin zu sehen, was die kreativsten Köpfe imstande sind zu leisten. Auch die „Entdecken“-Kategorie wartet schon gespannt darauf, mir allerlei Tipps und Tricks über die Toy-Con vermitteln zu dürfen. Letztlich bin ich aber dennoch froh, euch einen ersten Eindruck nicht nur von den neuen Figuren, sondern auch von Nintendos Ausflug in die virtuelle Realität verschafft haben zu dürfen.

Unser Fazit zu Nintendo Labo: Toy-Con 04 - VR-Set

Meinung von Chris Holletschek
Das Nintendo Labo: Toy-Con 04 – VR-Set kommt nicht nur mit einem großen Karton daher, sondern hat extrem viel Inhalt zu bieten – und damit beziehe ich mich nicht (nur) auf die unzähligen Pappbögen. Allein in das Zusammenbauen der VR-Brille und den damit zusammenhängenden Toy-Con können und werden bereits Stunden investiert. Und danach fängt der Spaß ja erst richtig an. Das Eintauchen in eine virtuelle Welt funktioniert trotz oder gerade wegen der kreativen Pappkonstruktionen tadellos. Erfahrene VR-Nutzer werden wahrscheinlich eher die Nase rümpfen, für Neueinsteiger bietet es aber eine ideale Möglichkeit, alternative Welten hautnah zu erleben. Und während es sich bei so manchen Minispielen eher um kleinere Demonstrationen handelt, die eine bestimmte Spielmechanik oder einfach nur die Möglichkeiten der VR erläutern sollen, sind andere gefüllt mit zahlreichen Levels, Schwierigkeitsgraden, Missionen oder einfach nur schönen Ideen, die den Spieler ebenfalls lange beschäftigen können. Nach wie vor schade ist jedoch das Fehlen einer Kopfhalterung an der VR-Brille, das das Spielerlebnis an nicht wenigen Stellen durchaus trübt. Aber wer weiß? Gerade weil Nintendo Labo den kreativen Geist anregen soll, bastele ich mir vielleicht einfach selbst eine passende Halterung. Bis dahin freue ich mich aber noch über die Unmengen an Inhalt, der von mir entdeckt werden will.
Mein persönliches Highlight: Die Kombination aus 360-Grad-Rundumsicht und wahnsinnig präziser Steuerung.

Kommentare 38

  • RhesusNegativ Meister des Turms - 11.04.2019 - 14:15

    Ich warte noch ab bis es mehrere Updates für Spiele gibt um VR zu unterstützen. Aber ich glaube dann kann ich meine Neugier nicht zurückhalten. PS VR fand ich furchtbar. Aber Labo gebe ich noch ne Chance.
  • AgentYork Turmheld - 11.04.2019 - 14:23

    Ich bin da etwas skeptisch, auch wenn es bei entsprechendem Erfolg sicherlich Stufe 1 für Nintendo ist.
    PS VR hatte ich auch eine Zeit lang, mir wurde auf Dauer aber immer etwas schummrig zumute und bekam auch teilweise Kopfschmerzen davon - daher bin ich wohl nicht ideale VR-Typ :D Oder zumindest mit der momentanen Technik nicht.
  • Cyd Turmfürst - 11.04.2019 - 14:33

    Zitat von RhesusNegativ:

    PS VR fand ich furchtbar. Aber Labo gebe ich noch ne Chance.
    was fandest du an PSVR denn furchtbar? Falls es an der Technik und dem Minispielcharakter mancher Spiele lag, dürfte Labo VR wohl kaum ein besseres Ergebnis liefern.

    Bin selbst auch mal gespannt. Hab mir das Basispaket geholt (Zelda-VR Modus hatte mich überzeugt). Mangelnde Kopfhalterung ist da aber mehr als schlecht. Der eine oder andere Dritthersteller wird aber sicher auch ne Plastikvariante für wenig Geld anbieten. Gibt ja schon unzählige für Smartphones, müsste nur noch an die Switch angepasst werden... und das Basteln kann man sich dann auch ersparen, wenn man nicht so sehr drauf steht. Durch Nintendos Konzept wird es dann aber wohl keine/kaum Spiele geben, in denen man beide JoyCons in der Hand hält, um die virtuellen Hände zu simulieren, haben sie ja vorgesehen, dass ich mich mit meinen Händen ständig an den Kopf fassen muss.

    Fehlende Kamera ist natürlich auch schade. Weiß noch, mein erstes VR Erlebnis mit der PSVR und Batman, als ich auf dem Balkon stand, einen Schritt nach vorne ging, um mich über das Geländer zu lehen und nach unten zu schauen... tolle Immersion.
  • BSnake Turmritter - 11.04.2019 - 14:34

    waaas? ps4 vr mit astro bot oder moss ist doch total genial :thumbsup:
  • Tisteg80 SSB #hypebrigade - 11.04.2019 - 14:53

    @Chris Holletschek
    Aber was ist denn jetzt mit dem Vergleich zur 3D Funktion des 3DS? Fühlt sich das Labo VR auch so an? Also nur stereoskopisches 3D?

    Und wie schlimm wirkt sich die geringe Auflösung aus?
  • Moe Skywalker Nintendo-Anhänger seit NES - 11.04.2019 - 15:09

    Danke für den ersten Einblick. Hatte bis zum Schluss gehofft, dass sich still und heimlich doch noch eine Halterung im Set befindet. Möchte mir auch ungern etwas selber basteln müssen und im Endeffekt mache ich damit irgendetwas kaputt. Jetzt wäre noch interessant zu wissen, wie sich die grafische Darstellung präsentiert und ob erstellte Inhalte mit der Werkstatt teilbar sind.
  • Chris Holletschek Redakteur - 11.04.2019 - 15:10

    @Tisteg80
    Die VR-Funktion wurde wirklich toll umgesetzt und lässt sich in seiner Basis durchaus mit den Standards herkömmlicher VR-Brillen vergleichen – nur halt abzüglich von Funktionen wie Head-Tracking usw.

    Eine zu geringe Auflösung ist mir wiederum nicht einmal in den Sinn gekommen. Das wäre in der jetzigen Form aber auch schwierig festzustellen bzw. zu kritisieren, da sich die grafische Darstellung in der Regel auf einem sehr einfachen Level bewegt. Ich bin aber schon gespannt, inwieweit das bei dem kommenden VR-Modus in Zelda BotW ins Gewicht fallen wird.
  • Splatterwolf Flop-Weltstar seit 1889 - 11.04.2019 - 15:19

    Kaufe mir das Basis-Set am Ende des Monats, um es mit Zelda und Mario mal zu testen, aber auch einige der enthaltenen Games können sicherlich unterhalten. Ob ich dann noch upgrade auf die anderen Pappkonstruktionen schaue ich mal. In erster Linie will ich aber richtige Spielerfahrungen, weil so Minidemos können bestenfalls nur wenige Minuten unterhalten.
  • OnkelBob Turmritter - 11.04.2019 - 15:24

    Auf "mixed.de" gibt's einen Artikel der ganz einleuchtend erklärt, warum Nintendo wohl kein Köpfband mitliefere.
    Ich selbst nenn' ein Notebook mit Nvidia GTX1070 plus HTC Vive mein Eigen.... Das fetzt natürlich unverglichen mehr.
    Aber ein bisschen schiele ich schon nach Zelda BotW VR. *-*
  • Andynukular Turmbaron - 11.04.2019 - 15:47

    4players hat das mit 40 vernichtend schlecht bewertet, Augenschmerzen sollen auch auftreten
  • Sperlink Turmbaron - 11.04.2019 - 15:58

    Ich wäre hier bei diversen Tests im Internet vorsichtig, denn das bewerten auch oft Leute, die von vornherein womöglich überhaupt keinen bock darauf hatten und von ganz anderen Standards verwöhnt sind.
  • Cyd Turmfürst - 11.04.2019 - 16:05

    Zitat von Andynukular:

    4players hat das mit 40 vernichtend schlecht bewertet, Augenschmerzen sollen auch auftreten
    danke für den Hinweis. Auch komplett unverständlich, wie Nintendo sowas für Kinder bewirbt. Selbst bei technisch besseren Versionen wird darauf hingewiesen, dass man die VR Brille nicht Kindern unter 12 Jahren geben soll. Vor jedem Start der PSVR z.B. dieser Hinweis. Auch allgemein gilt

    Zitat von spiegel.de:

    Zudem heißt es, dass Kinder unter 13 Jahren die VR-Brille nicht benutzen sollten, weil sie sich in einer kritischen Phase der Entwicklung des Sehens befinden.

    Zitat von vr-world:

    Hier zeigen Studien erste Belege auf, dass „lange Naharbeit möglicherweise Kurzsichtigkeit erzeugen könnte.“ Kinder unter 12 Jahren sollten VR-Brillen daher lieber nicht verwenden.
    aber anders als ein Kinderspielzeug kann Nintendo ihre VR-Spiele und ihr Pappkarton wohl nicht bewerben.
  • RhesusNegativ Meister des Turms - 11.04.2019 - 16:18

    @Cyd
    Fand die ganze Brille einfach sehr unbequem und nervig.
    Und da Labo deutlich günstiger wird und eher ne kleine Spielerei für zwischendurch wird, würde ich das nochmal ausprobieren wollen was nintendo da gewagt hat.
  • billy_blob aka DelPadio - 11.04.2019 - 17:02

    @BSnake

    Batman VR nuff said :)
    Ich bin Batman! Feeling bei dem Spiel.

    Und das Ende war auch sehr sehr sehr gruselig in Form von ich denke er spricht mit mir :D
  • Ande Turmbaron - 11.04.2019 - 18:04

    @RhesusNegativ
    Ich hab PSVR auch mal ausprobiert. Furchtbar würde ich es zwar nicht nennen, trotzdem war es mir für das Gebotene zu teuer. Auch den ganzen Kabelsalat, der damit einhergeht muss ich nicht haben. Die Erfahrung fand ich ganz nett, die beiden "Bro's", die es vor mir Testeten, waren total aus dem Häuschen, die Begeisterung liess aber, nachdem sie den Preis sahen, auch stark nach. :D
    Labo-VR bietet einen günstigeren Einstieg und ist damit wohl auch für den Massenmarkt interessanter.

    Bei mir ist es so, dass ich es vorher sehr gerne selber antesten würde. Zum Start des 3DS ging Nintendo damit bei uns durch die Einkaufszentren, wo mein skeptisches Ich den 3D-Effekt zum ersten mal selber sehen konnte. Auch bei der Switch konnte ich vorher mal mit 1-2 Switch die HD-Rumble Funktion testen und war fasziniert, dass ich kleine Kugeln im JoyCon fühlte. Das müssten sie dringend auch mit Labo machen, ich traue der Pappe nicht so ganz und wie gut das VR-Gefühl ist, muss man mMn selber erfahren...

    Trotzdem Danke für die Eindrücke. ;)
  • aveiro23 Thx4 Switch, Iwata-san! - 11.04.2019 - 19:41

    Freu mich schon auf morgen :D
    Hab‘s noch günstig für 33€ vorbestellen können.

    Für den Preis probier ich Labo gerne mal aus und auf Zelda bin ich dann richtig gespannt :triforce:
  • TrippleF Turmbaron - 11.04.2019 - 19:55

    Habe es jetzt doch noch ergattern können. Bin gespannt was mich erwartet. Mehr als eine Spielerei und erstes Rantasten an VR erwarte ich nicht.
  • Tisteg80 SSB #hypebrigade - 11.04.2019 - 22:21

    Hm, also nach der ersten halben Stunde ausprobieren bin ich doch etwas unterwältigt. Nachdem viele geschrieben haben, es wäre ganz gut gemacht, besser als man denken würde, habe ich mir mehr von Labo VR versprochen. Ich habe bisher nur die Brille zusammengebaut und die dafür vorgesehenen Minispiele ausprobiert. Die meisten davon werde ich wohl kein zweites Mal spielen.

    Aber es geht nicht so sehr um die Minispiele, mehr um die Technik. Die Auflösung ist schon wirklich extrem niedrig und bei Bewegungen gibt es noch eine Unschärfe dazu. Dazu kommt, dass das Halten der Brille echt nach kürzester Zeit unangenehm wird. Also da haben sich alle Befürchtungen leider bestätigt. Ich habe auch mal mein Smartphone in die Brille geschoben und mir YouTube Videos angeschaut. Trotz höherer Auflösung waren auch die sehr verschwommen. Scheint wohl viel an den Linsen zu liegen und vielleicht nicht mal so sehr an der Switch. Gut, das Fliegengitter ist klar zu sehen, aber das stört nach kurzer Zeit gar nicht mehr so.

    Andererseits ist es als erster Blick in die VR Möglichkeiten ziemlich gut geeignet. Das eine oder andere Minispiel ist als Demo ganz nett. Wenn auch mit verkrampfter Steuerung.

    Ich frage mich jetzt: Packe ich die Erweiterungen noch aus, lohnt sich das aufbauen? Oder lasse ich sie zu und verkaufe sie wieder? Ich denke, das werde ich entscheiden, wenn ich den Blaster gebaut und getestet habe.

    Gespannt bin ich auf die Updates für Mario Odyssey und Zelda, aber wie gesagt, diese verschwommene, niedrig aufgelöste Optik ist für mich ein echter Dämpfer. Könnte aber auch sein, dass ich bei diesen mir bekannten Spielen das dann anders wahrnehme als bei der Labo VR Auswahl, die ja doch sehr begrenzt und reduziert daherkommt.

    Sollte ich mal im Lotto gewinnen, könnte ich mir PSVR samt PS4 gönnen. Das VR Thema nimmt langsam Formen an und wird interessanter. Vielleicht macht ja auch echt Nintendo mit einer Switch 2 einen Schritt in diese Richtung. Das Labo VR ist jedenfalls mutiger und weiter als man es von Nintendo gewohnt ist.
  • nintendopower Turmheld - 11.04.2019 - 22:21

    Bisher mind auf dem Level meiner Oculus Go bin begeistert.

    Zu 4player sagt man lieber nichts :S
  • Knusel Turmheld - 11.04.2019 - 22:27

    Ich hoffe das nintendo noch weitere Spiele als vr upgradet...

    Dann könnte es auch tatsächlich eine echte Halterung aus Kunststoff geben ...

    Vielleicht ist die switch pro .... um die es Gerüchte gab .... für vr ausgelegt .

    Zumindestens bin ich neugierig geworden und werde es mir auch mal zulegen
  • Caramarc Turmheld - 11.04.2019 - 23:05

    Habt ihr eigentlich kein Embargo? 4Players musste seinen Test wieder offline nehmen.
  • Muki Turmheld - 12.04.2019 - 05:43

    Vielleicht wird es noch 3. Anbieter geben wo man die eigendliche "brille" reinmachen kann. Habe daher Mal das Basis Paket reserviert. Und Mal schauen was drauß wird. Aber ich kann mir nicht unbedingt vorstellen das andere Spiele einfach Mal so auf vr umzustellen sind. Vermutlich wird nur Nintendo die Zeit und wissen haben mit den verschiedenen toy con irgendwie zu integrieren. Vermutlich wird es nur Minigames geben.

    Aber schauen wir Mal...
  • KlaBooster Alles wird loot ... - 12.04.2019 - 06:07

    @Tisteg80

    Danke für deine Eindrücke und meine Befürchtung werden wohl wahr, denn:

    Nicht zu verachten sind Augenabstand/Breite ... dadurch kann man viel ändern was aber bei diesem Model nicht möglich ist.

    Bin gespannt, ob ich es Heute geliefert bekomme. Cardboard Gummiband liegt auch schon bereit!
  • Muki Turmheld - 12.04.2019 - 08:27

    Kann man nicht eine richtige VR Brille über usb-c anschließen? Quasi als "Dock"? Handy als Bildschirm hätte auch die nötigen gyro Sensoren...

    Es wäre ja schon OK wenn das normale Bild dann virtuelles rüberkommt. Per Update in einigen spielen dann vielleicht noch die Steuerung anpassen. So das man quasi alle 3d spiele, Shooter in "VR" spielen könnte.

    ARK würde ich so Mal gern spielen, aber OK die Auflösung wieder...
  • de Bopa Turmritter - 12.04.2019 - 16:11

    Gekauft, bin gespannt :)
  • Cyd Turmfürst - 12.04.2019 - 17:58

    Sodele, mal die Brille zusammengebaut. Hut ab an Nintendo, wie gut die Anleitung ist und wie gut alles zusammenpasst! Den Blaster aus meinem Paket werde ich aber wohl nicht zusammenbauen. Die Brille reicht mir völlig!

    Ganz so extrem schlimm wie befürchtet ist das VR-Erlebnis nicht. Hab nur ein paar der Minispiele gespielt. Da war die Grafik aber so dermaßen minimalistisch (einfarbige Würfel und Co.), sodass man sich über Auflösung und Co. keine Sorgen machen muss, selbst niedrig aufgelöst gibt es nur wenig Texturen die verwaschen oder verpixeln können. Dafür ist das Fliegengitter recht sichtbar. Von den grafischen Spielen einer PSVR oder Vive jedenfalls meilenweit entfernt, aber das war klar. Bin mal gespannt wie sich Zelda schlagen wird. TRacking war super, keine Verzögerung oder dergleichen.

    Die Minispiele waren... ähm... vorhanden. Mehr als 7 Sekunden konnten mich die Minispiele, die ich ausprobiert hatte, nicht fesseln. Hatte da wenigstens 5 bis 6 Minuten erwartet.

    Headtracking fehlt natürlich für die Immersion. Man ist nicht wirklich in der Welt, sondern eher Zuschauer, der eben in alle Richtungen schauen kann. Dennoch ganz nett, wenn man noch nie VR erlebt hat und einen kleinen, kurzen Einblick haben möchte, was VR sein kann. Wobei hierfür auch die günstigeren und mMn besseren Smartphonevarianten völlig ausreichen, da kann man sich das Ding wengistens auf den Kopf schnallen und die Linsen meistens anpassen.

    Die Problematik, dass Kinderaugen eigentlich nicht so nah an einen Bildschirm gehören, hat Nintendo aber super gelöst. Mehr als 8,2 Minuten wird wohl kaum ein Kind die Switch ständig mit angewinkelten Armen vor sich hertragen können! Viele Pausen werden automatisch eingelegt, um Arme zu entlasten und Krämpfe zu vermeiden.

    P.S.: Brillenträger sollten keine großen Probleme haben diese mit Labo VR zu nutzen, ging zumindest mit meiner Lesebrille.
  • Dennis Meppiel Administrator - 12.04.2019 - 19:22

    @Caramarc

    Doch, aber wir haben die Richtlinien eingehalten. 4players hatte so einige gebrochen.
  • KlaBooster Alles wird loot ... - 12.04.2019 - 20:50

    Hab jetzt von dem Google Cardboard das Kopfband per Klett an die Switch VR Halterung angebracht.

    Passt super, doch jetzt merkt man was los ist und warum Nintendo es so gelöst hatte.

    Das Gewicht zieht die Switch vorn so runter, das schnelle Bewegungen nicht möglich sind, außer es führt noch ein Kopfband am oberen Bereich entlang.

    Es drückt auf und um der Nase, das es fast wieder unspielbar ist. Reicht aber um die Hände frei zu haben. Vllt noch die Pappstellen ein wenig aufpolstern.

    Da gibts bestimmt gute Tüftler



  • Muki Turmheld - 12.04.2019 - 22:50

    Habe mir das komplette Set geholt und erstmal nur die Brille gemacht. Ich find's bisher geil. Ich habe auch absolut keine Probleme was den Augenabstand angeht, vermutlich sind die Linsen schon so gemacht das auszugleichen.

    Ein bisschen drückt es auf der nase, vielleicht mache ich da Mal noch so ein Schaumstoff Klebeband an die stellen das es weicher wird. Ich hoffe doch das es bald ein 3. Hersteller gibt der dann eine brille macht die man am Kopf befestigen kann. Andernfalls könnte man nie mit pro Controller spielen.

    Manche spiele sind die Joy cons an der brille und sind dann der Haltegriff und Steuereingabe zugleich. Geht so Recht gut.

    Die Klettbänder auf dem Bildern im Post zuvor müsste man schon auf Höhe der Switch befestigen, der Punkt wo du die fest hast ist zu weit am Kopf. Ich würde Mal ein Versuch machen ein Gummiband komplett um die brille drum, dann sollte das Gewicht vielleicht egal sein.

    Morgen baue ich vielleicht Mal die Kamera.

    Für den Preis ist es aber völlig okay. Immerhin kostet eine VR Brille für ps4 850€?!?

    Ich hoffe doch inständig das Microsoft so schnell wie möglich ein Update oder eine VR Version von Minecraft bringt das wäre sowas von geil. Und grafisch ist es auch dem entsprechend was die Minigames haben.

    Ich hoffe es wird in Zukunft viele Games geben mit VR Unterstützung.
  • KlaBooster Alles wird loot ... - 12.04.2019 - 23:53

    @Muki

    Es ist genau hinter dem Einschieber der Switch angebracht, weiter geht's nicht. Komplett drum rum? Würde ja bedeuten die Switch rutscht dir samt Pappe von der Nase, wo soll da der Haltepunkt liegen? Wie gesagt, ich kann mich frei in alle Richtungen bewegen und brauche keine Hand um sie festzuhalten, man merkt lediglich, den Schwerpunkt bei schnellen Drehungen/Auf und Ab.

    Problemloses Ab und Anbauen an diversen Sets ohne das Band entfernen zu müssen

    Zelda und Co kann kommen!
  • Cyd Turmfürst - 13.04.2019 - 00:41

    Zitat von Muki:

    Für den Preis ist es aber völlig okay. Immerhin kostet eine VR Brille für ps4 850€?!?
    aber auch nur, wenn du mehrere davon zusammen kaufst.
  • qinn Turmritter - 13.04.2019 - 04:41

    Soo, habe soeben auch meine erste Session beendet. Habe mir das Basis-Set geholt und bisher auch erst einmal nur die Brille gebastelt (hab so kurz vor 1 Uhr angefangen). Für die Brille habe ich knapp eine Stunde benötigt, da ich meine Müdigkeit mit besonders vorsichtigem Vorgehen kompensieren wollte -das Ding ist also definitiv auch schneller baubar. Es sei dazu erwähnt, dass dies sowohl mein erstes Labo-Kit ist und ich bisher nur wenig Erfahrung mit VR gemacht habe (Oculus Rift ausprobiert).

    Was mir als erstes beim Testen der Brille auffiel, waren kleine Fussel und Härchen auf den Linsen- während die Seite in die man hineinsieht nämlich mit einem Schutzaufkleber abgedeckt ist, präsentiert sich die Rückseite ab dem Auspacken und während des Bauens völlig offen. Ohne die Brille wieder auseinanderzufriemeln gestaltet sich da ein Abwischen der innenligenden Linsenseiten als fast unmöglich.

    Aber nun zur eigentlichen Problematik: Die Brille fühlt sich an sich gut an und es stellt kein Problem dar, dass man keine Augenabstände und dergleichen einstellen kann.
    Die Auflösung der Spiele ist tatsächlich recht niedrig, Texte sind nicht immer so scharf wie ich gehofft hatte , Kopfbewegungen lassen das Bild verschwimmen und so präzise die Switch Kopfbewegungen auch erfasst -sehr häufig muss sie sich rekalibrieren, forderte mich zwei- oder dreimal auf, die Konsole samt Headset kurz auf eine gerade Oberfläche zu stellen. Ein Headstrap oder eine sonstige Kopfbefestigung fehlen auch definitiv sehr, habe nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit bereits leichte Schmerzen im linken Arm (der rechte musste in den meisten Fällen den JoyCon bedienen, sodass die ganze Konstruktion mit links gehalten werden musste). Allgemein fühlt es sich nicht gut an, das Headset zu halten -so wie in der Anleitung gezeigt ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen, da man da zu leicht abrutschen kann. Hält man es aber hinten direkt unterhalb der eingeschobenen Konsole fest, muss man aufpassen, nicht versehentlich die Abdeckung zu lösen...
    Die Videos habe ich auch mal alle durchgezappt, ist aber leider sehr unangenehm pixelig. Aber hey -der 3D Effekt kommt gut -nicht nur in den Videos.

    Als kurzes Fazit muss ich sagen, dass das Fehlen einer Halterung das größte Problem ist, sehe nun aber auch mit sehr skeptischem Blick in Richtung BotW und VR-Mode, da die Auflösung wie gesagt sehr gering ausfällt.

    Mal sehen wie und ob sich mein erster Eindruck morgen verändert, wenn ich mich mehr damit befasst habe (und ich wach genug dafür bin)
  • Muki Turmheld - 13.04.2019 - 05:56

    @qinn

    Ich empfinde es irgendwie nicht so negativ wie du beschreibst. Das mit der Halterung um am Kopf zu befestigen ist sicherlich auch bald gelöst.

    Ich sehe das jetzt so: Nintendo hat nun offiziell VR für die Switch und nun werden bestimmt andere Hersteller aus der Versenkung kommen und was für VR anbieten. Auch gehe ich davon aus das sicherlich einige Spiele eine VR Unterstützung bekommen.

    Niemand hätte bisher was für VR veröffentlicht wenn Nintendo es nicht offiziell anbietet, warum soll es gute Brillen geben wenn keiner Software für macht.

    Vielleicht gibt es noch eine brille die das Dock ersetzt mit besserer Auflösung und Linsen wo das Gitter nicht so rüber kommt.

    Kurz gesagt jetzt ist der Startschuss für VR erstmal gegeben und das Set ist nur der Anfang.

    Ich hoffe doch sehr das Minecraft und Mario Kart noch ein Update bekommen.

    Vielleicht noch Rennspiele...

    Es bleibt spannend.

    Auch liegt der Einstiegspreis hier nur bei 40€, da ist die Zielgruppe viel größer...
  • qinn Turmritter - 13.04.2019 - 12:36

    @Muki

    Ja, rückblickend habe ich es tatsächlich sehr negativ geschrieben, könnte an der Uhrzeit gelegen haben. An sich hatte ich schon Spaß, auch wenn das alles noch sehr gimmickhaft wirkte. Auf BotW bin ich wie gesagt sehr gespannt und etwas skeptisch, denn die Pixel sind schon sehr auffällig, besonders in den grafisch detaillierteren Videos. Und bis dahin muss definitiv eine offizielle oder improvisierte selbstgebastelte Halterung her, denn es ist enorm unbequem, das Ding die ganze Zeit ans Gesicht zu drücken. Andererseits vllt ein gutes Muskeltraining? :troll:


    Edit:
    @KlaBooster

    @MukiEin alter Gürtel zwischen den beiden außen liegenden Pappschichten tut es als Halterung auch. Dennoch natürlich keine übermäßig elegante Lösung, da es ein wenig drückt. Dafür wird allerdings gleichzeitig die Switch sehr gut im Headset festgehalten.
  • KlaBooster Alles wird loot ... - 13.04.2019 - 18:33

    @qinn

    Gürtel auch gute Idee, aber ich bevorzuge mein Band, wie gesagt, brauche es nicht entfernen, egal welches Set. Gürtel stelle ich mir kompliziert vor

    Aber irrelevant, denn für Zelda und Co, braucht man ja nur das Hauptteil.

    Also auch eine gute Idee.

    Das drücken will ich noch weg bekommen. Schöne Polster/Leder Kissen anbringen, oder softe Pads.

    Links und Rechts in den Augenwinkeln müsste man dann noch etwas zur Verdunklung anbringen.
  • qinn Turmritter - 13.04.2019 - 19:21

    @KlaBooster Ich finde diese Lasche (s. 2. Foto) eine sehr gute Möglichkeit, ein Band durchzuführen, der Gürtel ist zugegeben schon grenzwertig dick, aber mit einem Band stattdessen und ein bisschen Polsterung vielleicht eine gute Lösung. Bei deinem Setup würde ich mir ein wenig Sorgen machen, dass die Bänder an den Seiten abreißen, da das ganze Headset schon recht viel Gewicht hat.
  • KlaBooster Alles wird loot ... - 13.04.2019 - 20:13

    @qinn

    Hält erstaunlich gut, gab noch nie ein Geräusch oder Bewegung das es abgehen würde. Selbst beim spannen, wenn ich es über den Kopf ziehe. Es muss definitiv eine über den Kopf, also von der Stirn zum Hinterkopf Konstruktion her, damit das Gewicht nicht auf Nase und Wange liegt. Die PSVR hat es ja mit dieser großen Stirnfläche gelöst. Dann würde es perfekt sitzen.
  • KlaBooster Alles wird loot ... - 14.04.2019 - 16:46

    Tetris Effekt wäre ein Traum :*