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Test zu Godly Corp - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Godly Corp
  • USA USA: Godly Corp
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
05.04.2019
Vertrieb
Ultimate Games
Entwickler
TR8 Torus Studios
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ich fühle mich großartig! Ich fühle mich, als könnte ich die Welten ... retten!

Von Aeroek () Deine Büroarbeit ist langweilig und jeden Tag gehst du in den gleichen Räumlichkeiten deinen ständig wiederholenden Aufgaben nach? Es gibt keine Herausforderungen mehr für dich und am Ende bekommst du auch noch Ärger vom Vorgesetzten, obwohl du alles richtig gemacht hast? Du fühlst dich unterbezahlt und hast das Gefühl, dass du mit deinem Beruf keinen Nutzen erfüllst? Dann ist es Zeit für einen Arbeitsplatz in der Godly Corp. Denn hier sieht der Alltag ganz anders aus. Es gibt täglich andere herausfordernde Aufgaben zu bewältigen, bei denen du alle Arme voll zu tun hast, um die Welten nicht zu zerstören oder ins Chaos zu stürzen. Bewirb dich jetzt! Es gibt nur eine kleine Anforderung an dich:

Sei ein Oktopus!

Nachdem du die Godly Corp betreten hast, bekommst du ohne Vorstellungsgespräch auch schon den Arbeitsvertrag vorgelegt, denn die Anforderung ein Oktopus zu sein hast du ja erfüllt. So kannst du sofort mit einem deiner acht Arme auf dem Vertrag unterzeichnen. Das Kleingedruckte musst du nicht unbedingt lesen und kann außer Acht gelassen werden, denn wer schlägt schon einen Job bei der Godly Corp aus? Also wird direkt mit der körpereigenen Tinte der Name auf das Papier gepinselt und schon kann der erste Arbeitstag beginnen.

Diese schnellen, kleinen Käfer wollen die Welt erobern – das muss verhindert werden.

Auf den ersten Blick scheint alles sehr normal zu sein. Ein paar Büroutensilien liegen akkurat und fein sortiert auf dem Tisch. Die Uhr, die an der Wand hängt, tickt gleichmäßig und zeigt, dass der Feierabend näher rückt. Rechts daneben hängt ein Monitor, der die kritische Situation auf der Welt zeigt, die eigentlich bewacht und im Gleichgewicht gehalten werden muss. Oh, da war ja etwas. Denn auf dem Schreibtisch befindet sich auch eine Simulation der Erde und eine Wärmelampe, die die Sonne repräsentiert und mit der die verschiedenen Kontinente im richtigen Klima gehalten werden müssen, damit die Menschheit nicht zugrunde geht. Dafür muss die Kugel in die richtige Position gedreht werden, damit sich die Kontinente unter der Wärmelampe wieder erwärmen können. Als Oktopus ist das allerdings nicht so einfach, denn die Arme sind manchmal etwas unpraktisch, wenn es um feinfühlige Arbeiten geht.

Doch die Kälte ist nicht die einzige Plage, die den blauen Planeten bedroht. Auf dem Schreibtisch tummeln sich auch so manche Krabbeltiere, die es darauf abgesehen haben Chaos anzurichten. Mit den flexiblen Armen kann den apokalyptischen Insekten aber schnell der Spaß verdorben werden, indem sie einfach vom Schreibtisch geschoben werden und so der Angriff verhindert wird. Dabei darf aber nicht die Klimatisierung der Erde vergessen werden. Doch als Oktopode ist Multitasking natürlich kein Problem. So langsam neigt sich aber der stressige Arbeitstag dem Ende zu, die letzten Insekten sind vom Tisch geräumt und die Temperatur ist auch wieder im richtigen Gleichgewicht. Es wird Zeit für den Feierabend, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten, der sicherlich nicht weniger anstrengend sein wird, denn hier ist jeder Tag anders.

Die Erde dreht sich um dich – ähm ... durch dich

Was im vorangegangenen Ablauf leicht erscheint, ist aufgrund der sehr außergewöhnlichen Steuerung gar nicht so einfach. Denn um den Tentakel sicher über den Schreibtisch zu steuern, braucht es ein wenig Übung. Den linken Stick nutzt ihr, um den Oktopodenarm nach oben, unten, links oder rechts zu schwenken. Damit er sich auch nach vorn und hinten bewegt, muss der rechte Stick genutzt werden. So können alle möglichen und unmöglichen Verrenkungen mit dem Arm ausgeführt werden. Auch können Gegenstände so umwickelt werden, um sie zusammen zu drücken. Da die Aufgaben alle unter Zeitdruck gelöst werden müssen, kann per Knopfdruck auch die Bewegungsgeschwindigkeit erhöht werden. Dadurch verliert ihr aber noch einmal mehr an Kontrolle, deswegen sollte das wirklich nur in absoluten Notfällen angewandt werden. Leider ist es immer mal vorgekommen, dass der Tentakel durch Gegenstände hindurchgeglitten ist. Das ist bei einem zeitbasierten Spiel sehr ärgerlich.

Hier muss der Tentakel um die Pumpe geschlungen werden, damit sie zusammengedrückt werden kann.

Nun gibt es aber auch noch das Objekt auf dem Schreibtisch, das im Beispiel die Erde dargestellt hat. Auch das muss währenddessen rotiert werden, um damit interagieren zu können und dafür ist das Steuerkreuz da. Das heißt, ihr müsst sehr oft zwischen Analog-Stick und den Richtungstasten hin- und herwechseln, was in stressigen Situationen wirklich anstrengend sein kann. In späteren Levels des Spiels steigert sich das Ganze noch. Ihr müsst beispielsweise mit einer Sprühflasche kleine Bäume auf dem Planeten mit Wasser bestäuben, damit sie nicht verblühen. Habt ihr das ein paar Mal erfolgreich getan, fällt die Rückwand eures Büros plötzlich um und Roboter wollen euch an den Kragen. Zum Glück ist dabei eine Pistole auf den Tisch gefallen. Mit ihr könnt ihr die angreifenden Blechhaufen aufhalten, doch dabei dürft ihr natürlich nicht die verblühenden Bäume auf dem Planeten vergessen. Also schnell zur Sprühflasche greifen, die Erde in die richtige Position drehen und lossprühen, bevor die Roboter den Schreibtisch erreicht haben, denn dann solltet ihr wieder die Pistole in der Hand halten. Und wenn das noch immer nicht genug war, müsst ihr in einem anderen Level die Welt bei Laune halten, indem ihr auf einer Violine spielt. Dabei müsst ihr aber auch dafür sorgen, dass das Radio und das Telefon auf dem Schreibtisch nicht die schöne Melodie verderben, denn dadurch sinkt die Laune wieder. Das waren nur ein paar Beispiele dafür, welche Herausforderungen den achtarmigen Arbeiter Tag für Tag erwarten.

Grafisch ist das Spiel kein Überflieger. Vor allem im TV-Modus sieht alles ziemlich matschig aus, deswegen empfiehlt sich hier der Handheld-Modus. Alles im Spiel ist sehr bunt gehalten und es treffen auch viele Farben aufeinander, die nach einer Weile ganz schön in den Augen brennen. Es gibt aber zumindest die Möglichkeit die Farbe seines Tentakels anzupassen, so könnt ihr wenigstens hier eine etwas unauffälligere Farbe nutzen. Ansonsten findet ihr überall im Spiel Memes und Anspielungen auf Figuren der Popkultur, wie beispielsweise Cthulhu. Auch die Musik hilft an vielen Stellen, dass der Stresspegel weiter steigt. Je nach Situation wird sie mal schneller und mal langsamer oder sie wird sogar zum Teil des Geschehens. Ansonsten gibt es abseits der Level leider keine weiteren Spielmodi oder Zusatzinhalte.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Godly Corp

Meinung von Thomas Kurth
Godly Corp reiht sich in die Riege der skurrilen Spiele ein, die in letzter Zeit für die Nintendo Switch erschienen sind. Diese Spiele sind meist grafisch keine Meisterwerke, überzeugen aber mit frischen Ideen und außergewöhnlichen Steuerungsmethoden. Die Steuerung ist hier meist leider eher hinderlich als herausfordernd, da die Interaktion mit den Gegenständen nicht immer so funktioniert, wie man es sich erhofft. Das steigert leider schnell den Frustfaktor und dürfte ungeduldige Spieler schnell abschrecken. Inhaltlich hat das Spiel hat viele unerwartete, verrückte Wendungen und wirklich jedes Level verwendet andere Mechaniken, um ans Ziel zu kommen. Das einzige, was in jedem Level gleich ist, ist die Tatsache, dass es schnell sehr stressig wird und man es nur schaffen kann, wenn man multitaskingfähig ist. Wer damit kein Problem hat und seine Fähigkeit auch einmal herausfordern möchte oder wirklich ein Oktopus ist, der kann sich das Spiel für knapp 8 € gern anschauen.
Mein persönliches Highlight: Die vielen unterschiedlichen Level, die alle eine andere Mechanik haben.

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