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Test zu Vaporum - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Vaporum
  • USA USA: Vaporum
  • Japan Japan: Vaporum
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
11.04.2019
Vertrieb
Merge Games
Entwickler
Fatbot Games
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Der Turm wartet auf euch

Von Roman Dichter () Heutzutage weiß ich kaum noch, wie ich die Genres von Spielen benennen soll. Immer mehr und immer spezifischere Genres und Sub-Genres sowie Kombinationen aus diesen treffen auf neue Bezeichnungen in verschiedenen Sprachen und machen die Verwirrung perfekt. Kommen wir also zum thematisierten Spiel: Vaporum ist ein Steampunk-Dungeon-Crawler-Strategie-Adventure-RPG (sucht euch einfach die für euren Geschmack passenden Bestandteile aus), das 2017 PC-Spieler entzückte und jetzt seine Reise auf die aktuellen Konsolen fortsetzt – darunter auch auf die Nintendo Switch. Werfen wir also einen näheren Blick auf das Spiel.

Ein gigantischer Turm wartet darauf von euch erforscht zu werden.

Das Abenteuer beginnt im Meer. Ihr blickt aus der Ego-Perspektive auf das Wasser, wisst aber noch nichts über euch, über diesen Ort und warum ihr hier seid. Ihr wisst nur eines: Vor euren Augen entdeckt ihr einen riesigen Turm, den es zu erforschen gilt. Nein, es handelt sich nicht um den „ntower“, dafür ist er nicht einladend und unterhaltsam genug. Er wirkt eher etwas bedrohlich und auf den ersten Blick verlassen, allerdings werden sich euch schon bald Gegner offenbaren, die es zu bekämpfen gilt. Während ihr den Turm erkundet, erfahrt ihr mehr über ihn. Ihr entdeckt Notizen und Sprachnachrichten, die seine Geschichte erzählen. Scheinbar befindet ihr euch in einer Art Forschungsstation, deren Mitarbeiter aber nicht mehr hier sind. Also schreitet, rätselt und kämpft ihr euch durch die stählernen Gemäuer, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Die Räume und engen Gänge durchquert ihr Schritt für Schritt. Dabei sind es keine fließenden Bewegungen, sondern ihr schreitet sozusagen „digital“ voran. Ihr könnt euch vorstellen, dass der Boden in quadratische Einheiten aufgeteilt ist und ihr mit jedem Schritt ein Quadrat voranschreitet. Entsprechend könnt ihr euch auch in vier Richtungen umsehen, um die Umgebung zu durchsuchen. Per Knopfdruck ist es aber möglich, das Umsehen auch mit einer freieren Kamera zu gestalten, wie man es aus vielen aktuellen 3D-Spielen kennt.

Wählt euch einen passenden Anzug aus.

So durchquert ihr verwinkelte Gänge und haltet Ausschau nach neuer Ausrüstung und Hinweisen. Schnell gelangt ihr an einen Punkt, an dem ihr Zugang zu einem von vier Exo-Rig-Anzügen erhaltet. Sucht euch einen aus, jeder hat individuelle Vorteile zu bieten. Von nun an seid ihr auch bereit euch dem Kampf zu stellen. Ihr müsst jederzeit damit rechnen, von gefährlichen Drohnen attackiert zu werden, die teilweise auch über Schuss- oder Laserangriffe verfügen. Auch die Umgebung selbst kann gefährlich sein: Gefährliche Abgründe, Feuerfallen und weitere Hindernisse sorgen dafür, dass Vaporum kein gemütlicher Familienausflug wird. Wer sich Sorgen um den Schwierigkeitsgrad macht, wird allerdings erfreut sein zu hören, dass dieser in fünf Stufen einstellbar ist und auch während des Spiels geändert werden kann.

Zudem erhaltet ihr natürlich Waffen, mit denen ihr euch gegen die Angreifer wehren könnt. Scharfe und stumpfe Schlagwaffen für den Nahkampf sowie verschiedene Schusswaffen mit unterschiedlichen Eigenschaften stehen euch zur Verfügung. Zudem lässt sich euer Exo-Rig-Anzug aufrüsten. Ergänzungen für Stiefel, Helm, Rüstung und Handschuhe sowie neue Schaltkreise, die ihr bei Stufenaufstiegen erhaltet, verstärken euch. An bis zu vier Steckplätzen könnt ihr Gadgets installieren. Diese verbrauchen allerdings Strom, dessen Reserven sich nur langsam wieder auffüllen, aber beispielsweise mit Energiezellen aufgeladen werden können, die jedoch nicht häufig zu finden sind – seid also sparsam! Die Gadgets können bei Gebrauch aber sehr nützlich sein und Feuer-, Elektro- oder Säureangriffe auslösen. Auch Reparaturen und Schutzmechanismen können sie anstoßen.

Verschiedene Gegner werden sich euch in den Weg stellen.

So seid ihr bereit, wenn eure variantenreich gestalteten Widersacher, die mit ihren verschiedenen Angriffen beispielsweise Feuer und Stromattacken gegen euch richten können, euch in die Quere kommen. Einige Angriffe können auch Lähmungserscheinungen auslösen oder Blutungen verursachen. Ihr könnt allerdings auch Schuss-, Gift- oder Feuerfallen zu eurem eigenen Vorteil einsetzen, indem ihr unvorsichtige Gegner, die euch verfolgen, dort hineinlockt. Doch nicht nur Kämpfe wissen zu unterhalten, auch Rätseleinlagen sorgen für gelungene Abwechslung, auch wenn sie eher altbekannt als innovativ sind. So werdet ihr mit klassischen Schalterrätseln konfrontiert, müsst Gegenstände verschieben, Teleporter nutzen und die Umgebung genau durchsuchen, um voranzukommen oder geheime Areale zu entdecken.

Während des Spielens dürft ihr jederzeit speichern, was aber leider immer manuell ausgelöst werden muss. Vergesst ihr im Flow also für eine Weile das Sichern des Spielstandes und verliert anschließend euer Leben in einer unachtsam betretenen Fallgrube, dann dürft ihr ein ganzes Stück des Abenteuers wiederholen. Wer das allerdings einmal erlebt hat, dürfte daraus für die Zukunft gelernt haben. Ebenfalls schade ist das Fehlen jeglicher Touch-Funktionen im Handheld-Modus. Dafür bekommen wir aber eine gelungene Vertonung geboten, die eine insgesamt eher ruhige, beklemmende Soundkulisse kreiert, aber immer wieder mit stimmungsvoller, englischer Sprachausgabe überzeugen kann. Dazu dürft ihr deutsche Bildschirmtexte auswählen, die seltsamerweise erst nach einem Neustart des Spiels erscheinen. Die grafische Präsentation unterstützt ebenfalls die beklemmende Steampunk-Atmosphäre und weiß damit insgesamt zu überzeugen, auch wenn sie sicher nicht herausragend ist.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Vaporum

Meinung von Roman Dichter
Vaporum ist für Fans von traditionellen Dungeon-Crawlern auf jeden Fall einen Blick wert. Wer sich in der düsteren Steampunk-Atmosphäre wie zu Hause fühlt, gerne seinen Exo-Rig-Anzug aufrüstet, um variantenreiche, vorwiegend mechanische Gegner zu bekämpfen und einen mysteriösen Turm auf der Suche nach der Wahrheit durchforsten möchte, der ist bei diesem Spiel genau richtig. Leider wird die Touch-Funktion der Nintendo Switch nicht verwendet und das Gameplay mit der nicht flüssigen, sondern schrittweisen Fortbewegung ist sicher nicht jedermanns Sache. Allerdings sind der modifizierbare Schwierigkeitsgrad und die gelungene Vertonung positiv hervorzuheben. Wer sich jetzt also angesprochen fühlt, macht mit Vaporum sicher nichts falsch.

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