Unser Test zum Spiel: Fast Food Panic

Was würde mein Lehrer auf meiner Schule sagen? „Jungs und Mädels! Ihr müsst euch anstrengen, was draußen im Berufsleben abgeht, ist bitterer ernst!“ Natürlich lassen uns solche Sätze normalerweise kalt, aber wenn man sich gewisse Videospiele wie zum Beispiel Harvest Moon anschaut, erkennt man wirklich, wie hart Arbeit hart sein kann. Jetzt hat der Entwickler Nobilis probiert, diese Erkenntnisse in einer Art „Schau mal, so arbeitet man bei McDonalds“ zu verarbeiten. Ob Fast Food Panic dem Koch-Wahnsinn gerecht wird, erfahrt ihr im nachfolgenden Text!

Stellt euch einfach vor, ihr geht in eure Lieblings-Fast-Food-Kette und wollt etwas bestellen. Was erwartet ihr?

1. Die Kassierer müssen nett sein.
2. Das Essen muss schnell zubereitet werden.
3. Es muss gut schmecken.
4. Das Restaurant muss sauber sein.

Das dürften wohl die wichtigsten Punkte sein. Und so könnt ihr euch Fast Food Panic vorstellen.

Die zwei Personen Ken und Megumi haben einen gemeinsamen Traum und erfüllen sich diesen sogar. Denn es geht doch nichts darüber, eine große Marktlücke zu schließen: Sie gründen ein eigenes Fast Food Restaurant. Jedoch stellt sie das auch vor eine große Herausforderung, denn am Anfang ist das Restaurant relativ unbekannt und die Speisekarte sehr klein, aber das wollen die beiden natürlich so schnell wie möglich ändern. Mit Fast Food Panic lernt ihr quasi, wie ihr zwei netten Menschen einen Traum wahr machen und diesen sogar miterleben könnt. Im Story-Modus schlüpft ihr in die Rolle von entweder Ken oder Megumi und müsst eure Koch-Künste unter Beweis stellen, während euer Partner oder Partnerin die Bestellung aufnimmt und sich liebevoll um die Gäste kümmert. Doch was genau sind eure Aufgaben? Nun ja… das Spiel läuft die ganze Zeit ungefähr so ab: Falls ein Gast euer schniekes Restaurant betritt, müsst ihr diesen erst einmal per Winken mit dem Nunchuk begrüßen und danach gesellt er sich dann sofort auf einen der freien Plätze. Danach gibt er eurem Partner oder eurer Partnerin seine Bestellung und ihr müsst nun quasi das Essen so schnell und gut wie möglich zubereiten, denn ihr habt nicht unendlich Zeit, da sich die Laune des Gasts immer weiter verschlechtert. Braucht ihr zu lange, verlässt er irgendwann frustriert das Restaurant. Je mehr Kapitel ihr im Story-Modus bewältigt, umso größer wird auch eure Speisekarte und ihr müsst euch immer mehreren Herausforderungen stellen.

Jedes der Gerichte besteht aus mehreren Arbeitsschritten. Bei Hamburgern müsst ihr zum Beispiel die Buletten so lange auf dem Grill lassen, bis sie auf der einen Seite durch sind ihr sie schließlich mit eurem tollen Pfannenwender umdrehen müsst. Nach einer gewissen Zeit sind die Buletten fertig und ihr könnt den Hamburger, wie oben in der Leiste angegeben, so zubereiten, wie der Kunde ihn haben will. Wie sagt man so schön? Der Kunde ist König! Beim Zubereiten der Speisen wird viel mit der Sensitivität der Wii-Remote gearbeitet. So müsst ihr beim Teig ausrollen für eine Pizza die Wii-Remote so bewegen, dass der Teig den gewünschten Durchmesser erhält. Wie ihr seht, erhaltet ihr einiges an Abwechslung bei den verschiedenen Gerichten. Nichtsdestotrotz werden die Aufgaben im späteren Verlauf sehr schwer und ihr wärt über etwas mehr Zeit sehr froh. Denn für jeden Fehlschlag wird euch wertvolle Zeit abgezogen und dadurch kann es passieren, dass ihr einige Kunden verliert oder sogar die Aufgabe vermasselt.

Wie auch im echten Berufsleben ist es in Fast Food Panic wichtig, das Zeitlimit einzuhalten, eine sehr gute Qualität des Essens abzuliefern und den Zufriedenheitsstandard zu erreichen. Falls ihr eines dieser Ziele nicht erreichen solltet, müsst ihr das komplette Kapitel erneut beginnen. Aber nicht nur zum Kochen seid ihr verflucht, sondern auch andere wichtige Nebenaufgaben müsst ihr bewältigen. Da euer Mitteilhaber ebenso im Stress ist, bittet er/sie euch öfters, ihm/ihr kurz zu helfen. So müsst ihr zum Beispiel schnell eine Rechnung schreiben oder den Boden säubern. Für die jeweiligen Aufgaben habt ihr ein bestimmtes Zeitlimit vorgegeben, welches aber durchaus im Bereich des möglichen liegt. Neben dem Story-Modus gibt es noch einen freien Modus und einen Multiplayer-Modus mit Minispielen, welche aber keine Erwähnung verdient haben.

Die grafische Leistung von Fast Food Panic ist sehr bescheiden ausgefallen. Jedoch können sich Jünger von Anime-Looks schnell in die vielen Details des Spiels verlieben, da das Spiel nicht lieblos hingeklatscht wurde wie so manch andere Wii-Titel.

Auch der akustische Bereich kann nicht ganz überzeugen. Zwar ist die Synchronisation sehr liebevoll gestaltet, aber dennoch wiederholen sich die Tracks in jedem Bereich und gehen doch eher schnell auf die Nerven.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von Dennis Meppiel

Nobilis hat hin bekommen, was sich eventuell nicht jeder Entwickler trauen würde: Ein Spiel zu entwickeln, das das Berufsleben eines Koch darstellt. Und wie man feststellt, ist es ein wirklich sehr hektisches Spiel und macht seinem Namen „Fast Food Panic“ alle Ehren. Durch das stets abwechslungsreiche Spielkonzept werden einem in diesem Spiel neue Sachen angeboten, aber leider muss man auch ein kritisches Auge auf das Spiel werfen. So gut das Spiel auch im Gameplay sein mag, so blöd wurde leider die Technik umgesetzt. Grafik sowie der Sound können nicht ganz überzeugen und bringen somit das Spiel in den Keller der Bewertungen.

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