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Test zu Out There: Ω The Alliance - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Out There: Ω The Alliance
  • USA USA: Out There: Ω The Alliance
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.04.2019
Vertrieb
Raw Fury
Entwickler
Raw Fury
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Alleine im Weltraum

Von Ilja Rodstein () Der Weltraum ist leer, sehr leer. Man weiß nicht, was im benachbarten Planeten los ist. Ob sich da eine außerirdische Spezies angesiedelt hat, sich unter der Erde ein reiches Rohstoffvorkommen befindet oder es einfach ein gefährlicher Gasplanet ist. Man findet es erst heraus, wenn man dort hinfliegt. Die Unwissenheit begleitet euch durch dieses gesamte Strategiespiel, denn ihr reist mit dem Raumschiff von Sonnensystem zu Sonnensystem und müsst stets ein Auge auf eure Ressourcen haben.

Viele Sonnensysteme können von euch erkundet werden.

Die Anfangssequenz zeigt, in welcher Lage ihr euch befindet: Ihr seid verloren im Weltraum und müsst mit eurem Raumschiff ein bestimmtes Ziel erreichen. Genug Ressourcen habt ihr nicht und so müsst ihr von Sonnensystem zu Sonnensystem fliegen und diese auf dem Weg einsammeln. Das erste im Spiel auswählbare Raumschiff braucht zum Beispiel Treibstoff (Wasserstoff oder Helium), Reparaturmaterial bei Schäden (Eisen) und natürlich auch Sauerstoff zum Atmen. Reist ihr durch den Weltraum, finden sich manchmal Planeten mit einer Atmosphäre, in der man Atmen kann. Andere sind reich an Rohstoffen oder auch mit einer Atmosphäre ausgestattet, dessen Gase sich gut als Treibstoff nutzen lassen. Je nachdem wie euer Ressourcenbedarf ist, müsst ihr den entsprechenden Planeten ansteuern und dies kostet ordentlich Treibstoff. Durch Zufallsereignisse nimmt auch manchmal das Schiff schaden und Sauerstoff wird selbstverständlich auch mit der Zeit verbraucht.

Frustrationsresistenz wird benötigt

Grafisch ist das Spiel nicht herausragend, es gibt keine wirklichen Animationen und man klickt sich eigentlich nur durch die vielen Textboxen und wählt Planeten an. Die Tatsache, dass das Spiel wirklich nur ein Point & Click-Prinzip verfolgt, ist nicht jedermanns Sache. Immerhin kann das gesamte Spiel mit Touchscreen im Handheld-Modus der Nintendo Switch gesteuert werden, schließlich war es ursprünglich ein Spiel für Smart-Geräte. Das Schiffsinventar wird quasi in Kästen verwaltet, jeder Kasten belegt einen Inventarslot, der Platz ist selbstverständlich begrenzt. Auch Gegenstände wie Bohrer oder Aufklärungssonden verbrauchen einen Platz und dies führt dazu, dass man wenig Ressourcen gleichzeitig tragen kann und zwischendurch welche Abwerfen muss.

Unglücklich gelöst ist die Menüführung, lasst es mich an einem Beispiel erklären: Bereist man einen Planeten, hat man beispielsweise die Möglichkeit, Ressourcen (Gas) mit einer Sonde einzusammeln. Klingt ja eigentlich nicht schwierig. Sofort zeigt die Sonde an, dass in der Atmosphäre Wasserstoff (H2) und Fluorwasserstoff (HF) eingesammelt wurde. Ihr möchtet den Wasserstoff direkt in euren Treibstofftank füllen, habt aber nur einen Slot frei. Es ist leider nicht möglich, den Wasserstoff direkt in den Tank zu füllen, sondern ihr müsst damit erst einen Platz in eurem Inventar belegen. Klickt ihr dann das Menü weg, um zu tanken, verfliegt der Fluorwasserstoff und kann nicht mehr eingesammelt werden. Diese unbequeme und teilweise undurchdachte Menüführung nervte mich nicht nur einmal. Das Startmenü wirkt auch etwas verbuggt, so stellt sich das Spiel immer wieder auf die englische Sprache um, obwohl ich in den Einstellungen die deutsche Sprache ausgewählt habe. Auch werden im selben Menü manchmal doppelte Eingaben erkannt, obwohl nur einmal der entsprechende Knopf gedrückt wurde. Hier sollte man gegebenenfalls nachpatchen.

Dies ist das Arsenal eures Schiffs, ihr müsst aber gut sparen, denn viel Platz ist hier nicht

Das Spiel ist wirklich schwer, mir ist es auch nach mehreren Stunden auf der einfachsten Schwierigkeitsstufe nicht gelungen, das Ziel zu erreichen. Denn in dem Moment, in dem ich Treibstoff brauche, finde ich keinen Planeten, der welchen zur Verfügung hat. Geht einem wirklich der Treibstoff aus, nimmt das Schiff zu viele Schäden oder der Sauerstoff leert sich, ist das Spiel verloren und es muss wieder ganz von vorne begonnen werden. Die Anordnung der Sonnensysteme ist zwar nicht zufallsgeneriert, aber auch nicht linear angeordnet, sodass viele Pfade zum Ziel führen. In jedem Sonnensystem finden sich einige Planeten, die wiederum einzeln bereist werden können.

Erst wenn ihr das Sonnensystem betreten habt, könnt ihr sehen, welche Ressourcen die einzelnen Planeten mit sich bringen. Neue Werkzeuge, die mithilfe von gefundenen Bauplänen und Ressourcen gebaut werden können, bieten zusätzliche Abwechslung. Ab und zu könnt ihr auf Außerirdische treffen und mit diesen kommunizieren. Es gibt eigentlich auch eine Story, doch diese ist so verschachtelt und durcheinander, dass sie den Spieler mehr verwirrt als dass sie Spannung erzeugt. Insgesamt mehr als 350 Dialoge und sogar vier Enden sind in diesem Spiel integriert. All das ist hübsch visualisiert, doch wild durcheinander, da es alles von euren Entscheidungen ausgeht. Ein Abenteuer kann eine Stunde dauern, es kann aber auch nach 10 Minuten vorbei sein.

Taktische Strategie, die aber durch viele Zufälle geprägt ist

Zwischendurch kommen zufällige Situationen vor, die von euch Entscheidungen verlangen. So landet ihr zum Beispiel im Schwarzen Loch und das Spiel fragt euch, ob ihr Ressourcen rauswerfen möchtet, um das Gewicht des Schiffes zu verringern oder ihr einfach das schwarze Loch mit vollem Schub verlassen wollt. Wählt ihr das Zweitere, dann wird euch angezeigt, dass ihr 20 % des Treibstoffs verloren habt. Hattet ihr weniger als 20 % im Tank, habt ihr das Spiel verloren. Dies ist frustrierend, denn solche Situationen tauchen rein zufällig auf.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Out There: Ω The Alliance

Meinung von Ilja Rodstein
Out There: Ω The Alliance ist ein Weltraumabenteuer, welches zwar nicht durch die visuelle Darstellung glänzt, sondern eher durch die taktische Tiefe. Das Spiel ist oftmals sehr chaotisch und Zufallsereignisse könnten euch die Situation verderben, doch mit einigen Versuchen lassen sich erfolgreiche Wege bestreiten. Für mich als schnellen Spieler ist der Titel überhaupt nicht geeignet, denn vorschnelle Entscheidungen führen meistens nicht zum Ziel. Besitzt ihr aber Geduld und überdenkt jede Entscheidung mehrmals, könntet ihr erfolgreich euer Ziel erreichen. Habt also stets eure Ressourcen im Blick!

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