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Test zu Deponia - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Deponia
  • USA USA: Deponia
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
24.04.2019
Vertrieb
Daedalic
Entwickler
Daedalic
Genre
Adventure, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Willkommen auf der Mülldeponie…

Von Krispin Berndt () Im Januar 2012 veröffentlichte der Hamburger Entwickler und Publisher Daedalic Entertainment mit Deponia ein neues Point & Click-Adventure für Windows, Mac und Linux. Durch die großartigen Kritiken von der Community, der Presse und dem damit verbundenen Erfolg des ersten Teils, wurden in den nachfolgenden Jahren gleich drei weitere Ableger zu dem weltweit beliebten Adventure veröffentlicht – wovon mit Deponia Doomsday die Videospielreihe (vorerst) zu einem verdienten und würdigen Ende kam. Doch es scheint so, als würde die lange Reise des Protagonisten Rufus noch nicht vorbei sein: Vor wenigen Wochen veröffentlichte Daedalic Entertainment das Adventure im Nintendo eShop und in den Regalen der Händler für die Nintendo Switch. Wir haben eine Einladung auf die Mülldeponie erhalten und verraten euch in den nachfolgenden Zeilen, ob sich die lange Reise von Deponia auf den Hybriden von Nintendo gelohnt hat.

Ein chaotischer Künstler, flotte Sprüche und die Reise nach Elysium.

In Deponia – welches von dem Wort Mülldeponie abgeleitet wurde – werdet ihr zu Beginn des Spieles auf einen weit entfernten Planeten entführt, welcher in der Umgebung insbesondere für den darauf befindlichen Abfall bekannt ist. Inmitten des nicht ganz so gemütlichen und heimischen Getümmels wohnt der chaotische Lebenskünstler Rufus – der Protagonist von Deponia. Es ist wohl ein weitverbreitetes Phänomen, dass besonders Künstler im Laufe der Zeit eine grundlegende Veränderung in ihrem Leben brauchen. Unterstützt durch ein bestimmtes Ereignis, beschließt Rufus eines Tages seiner "Wohnung" und der eigenen Heimat den Rücken zuzukehren, um ein neues Leben auf Elysium – einer über Deponia fliegenden Stadt – zu beginnen. Doch schnell wird dem selbsternannten Lebenskünstler bewusst, dass sein chaotisches Leben wohl das kleinste Problem seiner langen Reise sein wird…

In diesem Fall lieben wir das Tutorial ausnahmsweise auch!

Bevor euch in der handgezeichneten und quietschbunten Welt von Deponia der Müll um die Ohren geworfen wird, startet das Spiel mit einem der wohl besten und humorvollsten Tutorials in der langen Point & Click-Geschichte. In humorvollen Dialogen und Sprüchen erklärt euch der kleine, nerdige Mr. Wenzel die Grundschritte von Deponia und macht euch in wenigen Schritten mit der Steuerung vertraut. Sobald ihr dem endlosen Geschwafel von Wenzel und Rufus entkommen seid, ist es euch erlaubt, endlich auf eigene Verantwortung den Controller zu schwingen und im Zuhause von Rufus die ersten Rätsel zu lösen. Im Laufe des Spieles macht ihr Bekanntschaft mit unzähligen Charakteren, welche euch beim Lösen der vielen Rätsel und dem Voranschreiten der Story unter die Arme greifen möchten – zum Teil munkelt man, der eine oder andere Charakter treibt in Wirklichkeit ein durchtriebenes und durchaus miefiges Spielchen.

Im Grunde unterscheidet sich das Spielprinzip von Deponia und vergleichbaren Point & Click-Adventures nur unwesentlich voneinander. Ihr müsst mit den vielen Charakteren interagieren, die verschiedenen Schauplätze bis auf den letzten Mülleimer nach Hinweisen und hilfreichen Gegenständen durchwühlen und eine Vielzahl an unterschiedlichen Rätsel lösen. Teilweise kommt es einmal vor, dass ihr die gefundenen Gegenstände miteinander kombinieren müsst, um eine Rätselpassage erfolgreich zu absolvieren. Der Schwierigkeitsgrad von Deponia ist in weiten Strecken durchaus angenehm, bringt aber besonders im späteren Spielverlauf das Hirn häufiger einmal zum Qualmen – ohne aber demotivierend zu werden. Die Spielzeit der Geschichte beträgt in den meisten Fällen zwischen 6 und 8 Stunden und kommt ganz auf die Spielgeschwindigkeit des Spielers an. Möchtet ihr alles unter die Lupe nehmen, werdet ihr sicher einige Stunden damit beschäftigt sein.

Das Chaos breitet sich jetzt auch auf der Nintendo Switch aus!

Natürlich hat Deponia schon einige Jahre auf dem Buckel und wurde bereits für unzählige Plattformen veröffentlicht – darunter auch vor knapp vier Jahren erstmals als mobile Version für das iPad von Apple. Doch ist es in der heutigen Zeit nicht mehr so ganz selbstverständlich, dass sich Entwicklerstudios die Arbeit machen, eine – aus technischer Sicht – einwandfreie Portierung eines gealterten Spieles auf einer neueren Plattform anzubieten. In diesem Fall muss man dem Hamburger Entwicklerstudio Daedalic Entertainment ein großes Lob aussprechen: Die Performance von Deponia auf der Nintendo Switch braucht sich definitiv nicht verstecken und steht den bisher veröffentlichten Versionen auf anderen Plattformen in keinster Weise nach.

Lieber Rufus, bei einem Kontakt mit der in der Zimmertür angebrachten Guillotine hätte auch die beste Hausapotheke nicht mehr geholfen.

Obwohl ich Deponia des Öfteren mal für eine längere Zeit am Stück gespielt habe, machte sich der Lüfter der Nintendo Switch zu keiner Zeit – egal ob im Handheld- oder TV-Modus – bemerkbar und sorgte auch nach einigen Stunden für eine normale Wärmeentwicklung der Konsole in der Hand. Die Ladezeiten sind keine große Erwähnung wert, denn diese sind nur in den seltensten Fällen einmal länger als ein Wimpernschlag und sorgen für ein nahtloses Spielen. Die handgezeichneten Grafiken können sich sowohl im Handheld-, als auch im TV-Modus der Nintendo Switch absolut sehen lassen. Es gibt kein Kantenflimmern, keine bemerkbaren Grafikfehler und es können im Handheld-Modus auch keine Pixel mit bloßem Auge gezählt werden – da gab es in der Vergangenheit schon ganz andere Kandidaten. Zwar speichert das Spiel in regelmäßigen Abständen von allein, jedoch habt ihr die Möglichkeit, bis zu 9 verschiedene Speicherpunkte anzulegen.

Selbst nach all den Jahren sind die vielen synchronisierten Charaktere eines der größten Highlights der Deponia-Videospielreihe. In der Vergangenheit gab es ja immer wieder einmal lautere Stimmen, welche die deutsche Sprachausgabe von anderen Videospielen kritisiert haben. Meiner Meinung nach bildet Deponia da noch immer eine Ausnahme. Die Synchronsprecher schaffen es mit einer gefühlten Leichtigkeit, den Charakteren den nötigen Schliff zu geben und den manchmal ziemlich überspitzten Humor perfekt in Szene zu setzen. Gemeinsam mit der abwechslungsreichen Story, den technischen Aspekten und dem im Hintergrund vor sich hin dudelnden Soundtrack ergibt das ein stimmiges Gesamtbild und macht Deponia zu einer nicht alternden Point & Click-Adventure-Perle.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Deponia

Meinung von Krispin Berndt
Seit der Erstveröffentlichung von Deponia sind mittlerweile viele Jahre ins Land gezogen und trotzdem macht der erste Teil der beliebten, vierteiligen Deponia-Spielereihe noch immer eine gute Figur. Die Geschichte mit den vielseitigen Charakteren und der handgezeichnete Grafikstil sorgen – wie schon im Spieletest geschrieben – für ein stimmiges Gesamtbild. Ein kleiner persönlicher Kritikpunkt ist für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis. Obwohl es sich hierbei um eine einwandfreie Portierung handelt, bin ich mir unsicher, ob ein Preis von knapp 40 € für ein Spiel, welches schon des Öfteren den unterschiedlichsten Spielezeitschriften beilag, angemessen ist. Zumal Daedalic Entertainment erst vor wenigen Wochen eine komplette „Deponia Collection“ für die PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht hat – zu einem etwas günstigeren Preis als der erste Teil auf der Nintendo Switch kostet. Trotzdem freue ich mich, eines meiner liebsten Point & Click-Adventures auf dem Hybriden von Nintendo zu sehen. Wer den perfekten Einstieg in die Welt von Deponia genießen möchte, Wert auf den mobilen Aspekt der Nintendo Switch legt und den Preis für sich persönlich angemessen findet, wird mit dem Spiel definitiv einige Stunden gebannt und lachend vor der Nintendo Switch verbringen.
Mein persönliches Highlight: Der teilweise pechschwarze Sarkasmus und das chaotische Leben von Rufus – noch immer einer meiner liebsten Videospielcharaktere.

Kommentare 21

  • Mr_Ananas Turmbaron - 12.05.2019 - 15:05

    Mit dem Spiel bin ich nicht richtig warm geworden. Hatte es mir mal im Angebot für 1,29 € für’s iPad geholt.
  • Phantomilars Weltraummönch - 12.05.2019 - 15:08

    Ist m.E. ein überschätztes Spiel mit antiquiertem Adventure-Konzept und einem unsympathischen Helden...zum Preis brauche ich wohl nichts zu sagen.
  • Wunderheiler Turmbaron - 12.05.2019 - 15:21

    Deadalic hat wahrscheinlich schon den 90% Sale einkalkuliert.
  • Wowan14 Gamer aus Leidenschaft - 12.05.2019 - 15:55

    @Phantomilars überschätzt und unsymphatischen Helden? xD wieviel vom Spiel hast gespielt? erste 10 Min? ich finde die Spielreihe ist großartig und Rufus ist es genauso, besonders in den Nachfolgern glänzt er umso mehr
  • Njubisuru Turmbaron - 12.05.2019 - 15:58

    Ich weiss ja selbst nicht..
    Deponia 1 auf Steam: 10 Euro
    Deponia 1 im App Store: 5 Euro
    Deponia 1 im Playstation Store: 20 Euro
    Deponia 1 auf Xbox LIVE: 20 Euro
    Deponia 1 auf Switch: 40 Euro

    Der Preisunterschied ist wirklich enorm und beispiellos. Selbst Capcom geht hier sogar noch human vor. Dabei habe ich die Collection-Preise für alle Deponia gar nicht reingezählt, die sogar auch im Schnitt 10 bis 20 Euro günstiger sind als der Switch-Preis. Klar gibt es Sales zu Deponia oder "Key-Seller", aber die habe ich hier nicht einberechnet. Das sind reguläre, ganz normale Preise in den jeweiligen Offiziellen Shop. Ich habe das Gefühl, dass sie sich da mächtig überschätzt haben. 30 Euro wären im Vergleich zu anderen Plattformen (also: 10 Euro teurer als die PS4- und XBL-Version) ziemlich stolz gewesen. Aber 40 Euro?

    Wer das ok findet und einen persönlichen Wert darin sieht, das Spiel bei diesen Preis zu kaufen, der kann es natürlich tun. Ich meine, wer Fan ist oder sonst keine Ahnung vom Spiel hat, kann es gerne als Eigenständigen Release ansehen und alles andere ausblenden. Aber irgendwo, rein subjektiv, sollte sowas nicht unterstützt werden und im besten Falle ein riesiger Bogen um diesen deutschen Entwickler-Studio von Daedalic Entertainment gemacht werden - auch bei zukünftigen Releases auf der Nintendo-Konsole.
  • Splatterwolf Meister des Turms - 12.05.2019 - 16:29

    Test liest sich nicht wie eine 7. Trotzdem sticht in meinen Augen die Deponia Reihe alle anderen Adventures aus, hab insgesamt selten Genialeres gespielt. Die Spiele sind einfach insgesamt sehr rund.

    Oberflächlich sind das nur lustige Adventures, es fügt der Geschichte aber zusätzliche Ebenen hinzu, die man nur im Subtext findet.

    Hoffe, dass Daedalic weiterhin bestehen kann, auch wenn sie bereits mit Deponia 1-4 ihr Meisterwerk geschaffen haben, ihre anderen Spiele kratzen nicht mal daran, was schade ist.
  • Phantomilars Weltraummönch - 12.05.2019 - 16:32

    @Wowan14
    Jedem seinen Geschmack, ich habe den ersten Teil durchgespielt und fand weder das Gameplay noch die Inszenierung der Heldenfigur sonderlich beeindruckend oder liebenswert. Und selbst wenn man das Spiel hervorragend findet, bleibt der für die Switch-Version aufgerufene Preis indiskutabel.
  • Cyd Turmfürst - 12.05.2019 - 17:34

    Am 24.04.2019 erschien Deponia Collection mit allen 4 Teilen für PS4 und Co. zum Preis von 40€.
    Am 24.04.2019 erschien Deponia mit lediglich Teil 1 für die Switch zum Preis von 40€.

    Suchet den Fehler.

    Gleicher Releasetag, gleicher Preis wie bei allen anderen... als würden sie darauf spekulieren, dass der eine oder andere Switch-Besitzer nicht genau hinschaut und denkt er nimmt hier auch für 40€ die Collection mit.

    Nein danke.
  • Phantomilars Weltraummönch - 12.05.2019 - 17:59

    Übrigens sollte man vorsichtig sein mit kritischen Äußerungen über "ein bisschen hochpreisige“ Spiele, der Geschäftsführer von Daedalic hat im Verlauf einer solchen Diskussion schon mal einem Berliner Blogger auf Facebook körperliche Gewalt angedroht (“Wenn ich Dich mal treffe, bekommst Du ordentlich eine aufs Maul“).
  • Cyd Turmfürst - 12.05.2019 - 18:19

    Zitat von Phantomilars:

    der Geschäftsführer von Daedalic hat im Verlauf einer solchen Diskussion schon mal einem Berliner Blogger auf Facebook körperliche Gewalt angedroht (“Wenn ich Dich mal treffe, bekommst Du ordentlich eine aufs Maul“).
    sicher, dass es nicht einer von Piranha Bytes war? :D

    EDIT: Auch kurz mal seine Kommentare auf Facebook überflogen. Heiliger Strohsack. Dass Jugendliche mit sozialen Medien nicht umgehen ist nichts ungewöhnliches, aber ein Erwachsener in solch einer Position, der ein Produkt verkaufen möchte? oO
  • Phantomilars Weltraummönch - 12.05.2019 - 18:21

    @Cyd
    Die hätten das Gespräch direkt mit diesem Satz begonnen :D
  • Cmdr Turmritter - 12.05.2019 - 18:30

    @Phantomilars
    Liebenswert ist Rufus ganz bestimmt nicht. Gelinde gesagt: Er ist ein Arschloch.
    Aber genau das macht bei Deponia auch den Reiz aus, dass der Hauptcharakter eben KEIN strahlender Held ist.
  • Phantomilars Weltraummönch - 12.05.2019 - 19:50

    @Cmdr
    Ich brauche keine strahlenden Klischee-Helden, will aber auch kein Arschloch spielen.
  • Aiko Hier könnte ihre Werbung sein! - 12.05.2019 - 21:35

    Der Titel ist viel zu teuer eingestuft.
  • shantam Turmknappe - 13.05.2019 - 00:11

    Wie sieht die Steuerung hier aus? Gibt es Touchsupport oder die Möglichkeit einen Controller als Pointer zu nutzen?
  • Marq Anime-Spiele ohne Chibis! - 13.05.2019 - 10:23

    Insgesamt ist es eh schade, dass ihre Spiele so verscherbelt werden.

    Ich gebe allerdings zu, ich hätte ein deutsches Entwicklerstudio zwar gerne unterstützt, aber nicht zu dem Preis. Ich warte auf eine Reduzierung. 30 Euro würde ich noch bezahlen, aber das ist wirklich die Schmerzgrenze, wenn ich mir die Preise auf anderen Plattformen sehe.
  • Phantomilars Weltraummönch - 13.05.2019 - 10:49

    @Marq
    Nach allem, was man so liest, ist die Geschäfts- und Arbeitskultur bei Daedalic entgegen der Außendarstellung als kleines, nettes Studio keineswegs vorbildlich, das muss nicht unbedingt unterstützt werden, ob hierzulande oder woanders angesiedelt.
  • blither aToMiisiert - 13.05.2019 - 10:59

    Ich bin seit dem "Memoria-Fail" kein Fan des Studios und habe die meisten Spiele ignoriert, aber ich glaube, dass jeder Tag für das Studio ein "Überlebenskampf" ist.

    Die Preis-Politik auf der Switch werde ich nicht unterstützen, aber wenn die Spiele für einen Zwanziger zu haben sind, dann werde ich vielleicht seit langer Zeit wieder zu einem ihrer Spiele greifen.
  • Marq Anime-Spiele ohne Chibis! - 13.05.2019 - 11:25

    @Phantomilars

    Das klingt ja nicht gut. Deutsche Entwicklerstudios scheinen generell einen schweren Stand zu haben, so wenige wie es gibt. Aber dafür bin ich nicht informiert genug. Vielleicht hängen der mäßige Erfolg und die schlechten Arbeitsbedingungen ja zusammen, wer weiß...
  • Rei Turmritter - 15.05.2019 - 09:42

    Das Spiel selber ist ein schönes Point&Click Adventure, der Preis wäre für alle Teile zusammen berechtigt.

    Ich hoffe, dass Daedalic mit dieser Preispolitik keinen Erfolg hat.
  • Cmdr Turmritter - 16.05.2019 - 14:27

    @Rei
    Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Danke!