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Test zu Chicken Rider - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Chicken Rider
  • USA USA: Chicken Rider
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
17.05.2019
Vertrieb
Ultimate Games
Entwickler
Red Dev Studio
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein Eisbär auf Rettungsmission

Von Kevin Becker () Chicken Rider ist ein Endless-Runner, der euch nur eine simple Steuerungsoption zur Verfügung stellt: das Springen. Hindernisse können nur so umgangen werden, mit wenigen Ausnahmen. Scheint eine Barrikade oder Absperrung zu groß, hilft der Doppelsprung für besonders luftige Höhen. Hier kommen wir auch schon zum primären Fehltritt des Spiels: Die Kontrolle über den eigenen Spielcharakter. Es ist zu verkraften, dass sich das Lauftempo nicht manuell beeinflussen lässt – normalerweise sogar üblich in diesem Genre – doch fühlt es sich absolut unnatürlich an, wenn die Sprunghöhe immer fest vorgeschrieben ist, egal wie lang oder kurz ihr die Sprungtaste drückt. Endless-Runner versorgen euch mit einer einzigen Steuerungsoption und wenn diese nicht mal angenehm funktioniert, zerbricht das Spiel in seinem eigenen Grundprinzip.

Knallt ihr gegen Gegner oder Wände, müsst ihr von vorne beginnen.

Im Spiel ist es möglich, Geld aufzusammeln, um sich unterschiedliche Gegenstände oder gar ganze Hühner zu kaufen. Dazu gehören Kleidungsstücke für den Eisbären, aber auch Items, die euch Vorteile wie weitere Versuche oder ein schnelleres Tempo geben und Überraschungstruhen mit unbekannten Inhalten. Der Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist der Shop mit seinen freischaltbaren Errungenschaften, weswegen sich das Gameplay die meiste Zeit darum dreht ein Level anzufangen und Geld zu Farmen. Zahlreiche Kleidungsstücke und hohe Preise sorgen für einen hohen Wiederspielwert, inwiefern dieser aber Spaß macht, ist fragwürdig. Der interessanteste Aspekt sind die verschiedenen Hühner mit unterschiedlichen Attributen, die sich jedoch nur bedingt im Spielgefühl widerspiegeln, wodurch sich die Zeit zum Farmen des Geldes absolut nicht lohnt.

Inhaltlich steht euch keine klassische Levelauswahl zur Verfügung, vielmehr startet das Spiel am immer gleichen Punkt und ändert sich sowohl optisch als auch im Leveldesign nur bedingt, was mit der Zeit mehr als langweilig wird. Visuell erwartet euch ein schlichter Comic-Stil ohne außergewöhnliche Auffälligkeiten, in Kombination dazu kommt das immer gleiche, unspektakuläre Musikstück ohne jegliche Abwechslung. Allgemein ist die komplette Präsentation mehr als lieblos. Im Menü lässt sich nur durch das Steuerkreuz manövrieren, andere Sprachen neben Englisch werden nicht unterstützt und der errungene Highscore lässt sich nicht mit anderen Spielern vergleichen. Challenges, die aus Aufgaben wie einer besonders langen Laufstrecke oder häufig ausgeführte Sprünge bestehen können, motivieren zwar wenigstens ein wenig das im Grunde immer gleiche Level zu starten. Letztendlich scheitert es aber immer wieder an der fürchterlichen Steuerung, die beispielsweise präzise Sprünge zum Erfüllen besonderer Aufgaben einfach nicht zulässt.

Redaktionswertung

2

Enttäuschend

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Unser Fazit zu Chicken Rider

Meinung von Kevin Becker
Chicken Rider ist ein rudimentäres Erlebnis ohne viel hervorstechende Essenz. Während die Grafik trotz schlichtem Stil einigermaßen ansehnlich ist, langweilt ein uninspirierter Soundtrack und das banale Leveldesign. Geld lässt euch tatsächlich abwechslungsreiche, überteuerte Kleidungsstücke und verschiedene Reithühner erwerben, kann aber nur mühselig gefarmt werden. Challenges bringen etwas Würze ins Spielgeschehen, scheitern in ihren Möglichkeiten allerdings an der unnatürlichen Steuerung, die abgepasste Sprünge und Manöver einfach nicht zulässt. Chicken Rider scheint in seiner Prämisse vielleicht ganz lustig und erheiternd, jedoch gibt es zahlreiche Gründe andere sehr viel bessere Endless-Runner zu spielen. Vielleicht macht das Spiel beim ersten Mal kurz Spaß, vielleicht sorgt es in langweiligen Minuten für eine simple Unterhaltung – vielleicht ist aber jede andere Beschäftigung, so sinnlos sie auch scheint, grundsätzlich erfüllender als Chicken Rider.

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