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Test zu Super Cane Magic ZERO - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Super Cane Magic ZERO
  • USA USA: Super Cane Magic ZERO
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
09.05.2019
Vertrieb
Intragames
Entwickler
Studio Evil
Genre
Action, RPG, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Völlig bekloppt

Von Roman Dichter () Seid ihr auf der Suche nach einem absolut bekloppten Spiel? Dann seid ihr fündig geworden! Die Geschichte von Super Cane Magic ZERO beginnt etwa so: Ein Zauberer stirbt beim Verputzen eines frisch gezauberten Kuchens. Sein Hund ist so traurig, dass er (aus irgendeinem Grund) zu einem magischen Hund wird. Dies führt dazu, dass bei jedem Bellen verrückte Dinge geschehen. Beispielweise fallen Süßigkeiten vom Himmel und zerstören alles weit und breit. Ebenfalls vom Himmel fiel unser Held, der sich nun fragt, wer er eigentlich ist. Eine erste Theorie ist, dass er ein Außerirdischer sei. Das kann allerdings der Alien-Polizist widerlegen und sperrt ihn ein, weil er einen Krater hinterlassen hat – das ist schließlich verboten. Also ist unser Held vielleicht doch kein Alien, sondern ein Komet?

Keine Sorge, diese völlig absurde Geschichte ist reine Fiktion. So etwas wie einen Ort namens Bielefeld gibt es natürlich nicht.

Ihr merkt schon: Man muss mit einer mittelgroßen Portion Wahnsinn zurechtkommen, um dieses Spiel zu mögen. Wer in dieser Beziehung schmerzfrei ist, wird sicherlich viel Spaß daran haben und nicht selten ein ordentliches Grinsen aufsetzen. Erwartet also keine tiefgründige Geschichte, sondern leichte Unterhaltung. Unterfüttert wird das Ganze durch ein RPG-Gameplay, präsentiert aus der Top-Down-Perspektive. Ihr erforscht die Umgebung, bekämpft dabei böses Gemüse und betretet auch den einen oder anderen Dungeon. Mehr oder weniger abgedrehte Bossgegner dürfen selbstverständlich ebenfalls nicht fehlen. Während ihr euch mit dem linken Stick bewegt, wird der rechte genutzt, um die Richtung eurer Angriffe festzulegen. Ein Angriff kann auch daraus bestehen, dass ihr herumliegende Gegenstände aufhebt und werft, was ein häufiges und somit wichtiges Gameplay-Element ist. Aber auch verschiedene Waffen stehen euch zur Verfügung. Ihr kämpft also direkt gegen umherlaufende Gegner, es gibt kein rundenbasiertes Kampfsystem, wie man es aus vielen RPGs kennt.

Neben einfachen Attacken könnt ihr eine Spezial-Attacke einsetzen, die sich je nach dem zu Beginn gewählten (aber auch während des Spiels wechselbaren) Charakter unterscheidet. Das kann ein effektiver Angriff im näheren Umkreis des Helden sein, aber auch die Heilung von sich selbst oder anderen Charakteren in der Nähe ist hilfreich. Andere Charaktere? Genau! In Super Cane Magic ZERO könnt ihr (ausschließlich offline) mit bis zu vier Spielern gemeinsam das Abenteuer erleben. Das ist auf jeden Fall eine tolle Sache, wenn ihr Freunde habt, die ebenso wie ihr auf verrückte RPGs stehen. Wer jedoch lieber allein in den Kampf zieht, kann das auch machen. Allerdings ist etwas zusätzliche Unterstützung nicht schlecht, zumal es teilweise mehrere Bösewichte gleichzeitig auf eure Gesundheit abgesehen haben. Kompensieren könnt ihr den Nachteil der Einsamkeit, wenn ihr zu Beginn einen entsprechenden Schwierigkeitsgrad wählt. Der leichteste gewährt euch sogar eine unbegrenzte Anzahl an Leben, weshalb ihr nach einer Niederlage einfach eine angedeutete Herzmassage via wiederholtem Knopfdruck ausführen könnt, um an gleicher Stelle weiterzuspielen.

Die putzige Grafik ist eine Stärke des Titels.

Viele der Gegenstände, die in der Spielewelt herumliegen oder aus von euch zerstörten Gefäßen fallen, sehen recht lecker aus. Entsprechend dürft ihr sie per Knopfdruck verspeisen, was unterschiedliche Effekte haben kann – positive wie negative. Gestärkt von einer heilenden Speise dürft ihr neben dem reinen Kämpfen und Erforschen auch einige Nebenmissionen erledigen, bei denen ihr beispielsweise zum Wiederaufbau der Stadt beitragen oder Gegenstände finden müsst. Während ihr in der Story voranschreitet, schaltet ihr weitere Fähigkeiten frei, unter denen ihr dann nach eurem Geschmack wählen könnt. Wollt ihr beispielsweise lieber eure Reichweite oder die Geschwindigkeit verbessern? Anhand der freigeschalteten „Skill Trees“ dürft ihr entscheiden.

Während das Gameplay für Genre-Freunde sehr unterhaltsam gestaltet wurde, gibt es vor allem einen Kritikpunkt, der die Freude ins Stocken geraten lässt: Ladezeiten. Die Spielewelt ist in mehrere Abschnitte untergliedert, zwischen denen ihr auf einer Karte wechseln könnt – das Ganze erinnert mich an einen typischen Level-Auswahl-Bildschirm eines Jump ‘n‘ Runs. Wechselt ihr einen solchen Abschnitt, seht ihr erst einmal einen Ladebalken. Ist dieser dann ganz gefüllt, sollte man sich nicht vorschnell freuen, denn es kann durchaus noch ein zweites Mal von vorn beginnen. Allerdings füllt sich der Balken nicht immer konstant, sondern verbleibt auch mal eine Weile unverändert. Dieser Prozess dauert manchmal länger als eine Minute. Einmal hätte ich fast das Spiel beendet im Glauben, es sei abgestürzt, bevor es dann doch weiterging.

Mit bis zu vier Spielern dürft ihr gemeinsam in der Story oder gegeneinander in verschiedenen Arenen antreten.

Das gilt auch für den Arena-Modus, dem ich an dieser Stelle auch einige Worte widmen möchte. Im Grunde ist das Prinzip recht einfach und sicher nicht revolutionär: Ihr sucht euch eine Kampfarena aus, die eurer Stimmung entspricht, und tretet gegen eure Freunde im Kampf an. Leider lässt sich dieser Modus (wie auch das gesamte Spiel) ausschließlich offline betreiben, sodass ihr neben bis zu vier Spielern eine entsprechende Anzahl von Controllern (Joy-Con funktionieren ebenso wie Pro Controller) vor Ort haben solltet. Nach dem erwähnt trägen Laden beginnt die Kampfzeit und ihr geht aufeinander los, bewerft euch mit greifbaren Gegenständen und wollt natürlich am Ende der Runde als Sieger die Arena verlassen. Auch wenn dieses Konzept so oder ähnlich schon oft umgesetzt wurde, weiß es doch gut zu unterhalten, insbesondere wenn ihr ein paar Freunde auftreiben könnt, die ebenso viel Spaß am Spiel haben wie ihr selbst. Insofern sind die Arena-Kämpfe eine gelungene Ergänzung zum Story-Modus. Da beide Modi mit bis zu vier Spielern spielbar sind und das insgesamt auch darauf ausgelegt ist, kann ich besonders das Mehrspieler-Erlebnis empfehlen und verleihe Super Cane Magic ZERO den ntower Mehrspieler-Hit.

Unsere Augen werden mit einem bunten Comic-Look beglückt, der auch gut zur verrückten Geschichte passt. Liebevoll und schräg designte Figuren fügen sich ansprechend ins Gesamtbild ein. Obwohl wir kein besonders komplexes – oder nennen wir es teures – Grafik-Design erleben, kann man die Optik also unterm Strich als gelungen bewerten. Das lässt sich vor allem an vielen einzigartigen Details festmachen. Immer wieder entdecken wir Neues, es gibt nicht nur Copy & Paste zu sehen. Etwas eintöniger präsentiert sich der Chiptune-Sound, der nicht wirklich schlecht, aber auch nicht besonders abwechslungsreich ist. Hinzu kommen Soundeffekte, die ebenfalls ganz in Ordnung, aber auch nicht gerade außergewöhnlich und etwas repetitiv sind.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Super Cane Magic ZERO

Meinung von Roman Dichter
Super Cane Magic ZERO ist ein völlig abgedrehtes RPG, das jede Menge kurzweilige Unterhaltung verspricht. Die ganze Präsentation des Spiels wird sicher einigen Lesern einfach zu blöd sein, und diesen kann ich das Spiel auch wirklich nicht empfehlen, zumal man in der bekloppten Geschichte bestimmt keine besondere Tiefe suchen muss. Wer aber anders gestrickt ist und vielleicht auch mit Freunden zusammen die Story oder gegeneinander in der Arena spielen möchte, darf guten Gewissens zugreifen. Leider ist der Mehrspieler-Spaß mit bis zu vier Spielern ausschließlich offline möglich, und auch lange Ladezeiten zwischen verschiedenen Abschnitten können etwas nervig sein. Wer damit leben kann, bekommt ein lustiges Abenteuer serviert, dessen Story-Modus etwa zwischen 20 und 25 Stunden Unterhaltung liefert. Hinzu kommen die Kämpfe im Arena-Modus, die euch und euren Freunden packende Duelle bescheren werden.
Mein persönliches Highlight: Die Mehrspieler-Möglichkeiten.

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