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Test zu Cadence of Hyrule: Crypt of the NecroDancer featuring The Legend of Zelda - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Cadence of Hyrule: Crypt of the NecroDancer featuring The Legend of Zelda
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  • Japan Japan: Cadence of Hyrule: Crypt of the NecroDancer feat. The Legend of Zelda
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.06.2019
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Brace Yourself Games
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Musikalischer Besuch aus den Höhlen des NecroDancers!

Von Kevin Becker () Eines der größten Kennzeichen der The Legend of Zelda-Reihe ist neben dem immer neuen Gameplay oder den markanten Charakteren eindeutig der prägnante Soundtrack, der selbst Laien beim Hören etwas sagen sollte. Grund hierfür sind nicht nur die einprägsamen Melodien, oftmals verschmelzen die Musikstücke mit dem Gameplay in Form von Instrumenten, die mehr als einmal nun das Herzstück bestimmter Ableger wurden. Zwar wesentlich unbekannter, dafür aber umso vergleichbarer, ist Crypt of the NecroDancer, das Musik und Steuerung zu einem abenteuerlichen Rhythmusspiel kombiniert. Nintendo hatte wohl einen ähnlichen Gedanken, weswegen die gar nicht so ungewöhnliche Verschmelzung überraschend gut zusammenpassen kann. Wie sich die beiden Spielereihen aber letztendlich fügen und vom jeweiligen Partner profitieren, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Trotz der ganzen Rhythmik könnt ihr euch an wenigen Orten auch ruhig und in eurem eigenen Tempo bewegen.

Ein weiteres Mal ist das Königreich in Gefahr, als der bösgesinnte Musikant Octavo Schloss Hyrule und seinen König in einen tiefen Schlaf versetzt und die Landschaften von Monstern bedroht werden. Ihr letztes Abenteuer steckt ihr zwar noch in den Beinen, doch die Schatzjägerin Cadence wird daraufhin erbarmungslos von einer unbekannten Macht in das für sie fremde Land teleportiert; verbündet sich dort aber schnell mit Link und Prinzessin Zelda, um nicht nur Octavo zu schlagen, sondern auch wieder einen Weg in ihre eigene Welt zu finden. Obwohl The Legend of Zelda zu Nintendos Reihen mit – mehr oder weniger – ausgefeilten Handlungssträngen gehört, erzählt Cadence of Hyrule eine eher einfache und simple Geschichte, die zum Ende hin zwar einen netten Twist bereithält, jedoch etwas abstrus und überhastet wirkt, weswegen die Erzählung weniger ernst genommen werden sollte und lediglich als Zweckmaß für das Crossover beider Franchise-Titel fungiert. Nichtsdestotrotz dürft ihr euch auf das Wiedersehen mit ikonischen Zelda-Charakteren freuen. Selbst der musikalische Händler aus Crypt of the NecroDancer hat es irgendwie in die Welt von Hyrule geschafft, der amüsante Anspielungen auf bekannte Zelda-Charaktere macht oder gar Redensarten übernehmen kann.

Während den meisten Spielern das generelle Gameplay und der Stil eines 2D-Zeldas aus der Vogelperspektive eine gewisse Vorstellung geben sollte, dürften viel nicht genau wissen, wie es bei Crypt of the NecroDancer aussieht – immerhin ist das Spiel ein NecroDancer im Zelda-Gewand und nicht andersherum. Im Takt der Musik bewegt ihr eure Spielfigur entweder in eine horizontale oder vertikale Richtung. Damit die Vorhersehbarkeit der Gegner nicht zu unberechenbar wird und das allgemeine Spieltempo schon genug Konzentration abverlangt, sind diagonale Bewegungen sowohl für euch als auch für Gegner nicht möglich. Ein Nahangriff wird erst dann ausgeführt, sobald ein Gegner neben euch steht und ihr den Control-Stick (oder das Steuerkreuz) in seine Richtung neigt – natürlich zum passenden Rhythmus. Schnell wird klar, dass sich im Grunde genommen das gesamte Spiel nur mit der Bewegungseinheit eines Controllers durchspielen lässt. So einfach das jetzt klingt, so klarer wird ein interessanter Kontrast im Verlauf des Spiels: Die simpel auszuführende Bewegung im Vergleich zum vielschichtigen Gameplay.

Vorausschauendes Spielen ist die Grundlage, um passend im Rhythmus zu bleiben.

„Jeder Gegner hat ein vorhersehbares Verhaltensmuster.“ Mit diesen Worten leitete Cadence damals ihr Debüt-Spiel ein und informiert Spieler sofort, worauf es immer zu achten gilt. Auch wenn sich die Schatzjägerin damit auf Gegner bezieht, lässt sich dieser Grundsatz auf das gesamte Spiel ausweiten. Obwohl es im Grunde genommen immer nur einen Knopfdruck braucht, heißt dies nicht, dass das Gameplay dadurch weniger komplex wird. Jeder Schritt und jede Attacke muss wohl überlegt sein und zum Takt, der am unteren Bildschirmrand angezeigt wird, passen, um zu überleben. Zum einen belohnt euch das Spiel mit kleinen Boni, wie wertvolle Rubine und mehr Herzen, solltet ihr euch stets im Rhythmus bewegen – zum anderen schlafen Gegner nicht, wenn ihr aus dem Konzept kommt. Zwar ist es möglich, auch einfach auf der Stelle stehen zu bleiben, um sich kurz zu sammeln, dadurch verfällt allerdings der Multiplikator, der erfolgreiche Bewegungen im Takt speichert. Die echte Herausforderung findet also nicht primär im Steuern der Spielfigur statt, sondern fängt vorher schon im Kopf an.

Der singende Händler weiß sich schnell an die neue Welt anzupassen.

Trotz allem heißt das nicht, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Oftmals hegte ich den Wunsch, die Blickrichtung zu ändern, ohne einen ganzen Schritt zu absolvieren. Somit müsst ihr mindestens drei weitere Taktschläge abpassen, um ganz einfach die Blickrichtung für ein Item zu ändern, was in gegnergefüllten Räumen nicht immer möglich ist. Ist einem das Gameplay doch zu hart, der kann ohne Probleme auf den Ohne-Beat-Modus wechseln. Hier fügt sich das Spiel immer nach euren Bewegungen und bestraft keine plötzlichen Tempowechsel eurerseits. Allerdings empfehle ich das Spielen dieses Modus nicht, denn so baut sich keine Lernkurve auf und es fühlt sich wesentlich weniger musikalisch an. Auch das schöne Gefühl, Gegner, die euch umzingeln, perfekt im Takt zu besiegen, würde euch dann verborgen bleiben.

Bevor das Spiel allerdings richtig startet, absolviert ihr zunächst ein kurzes Tutorial mit Cadence, um das Fundament ein wenig zu verinnerlichen. Relativ schnell werdet ihr dann vor die Wahl zwischen Zelda und Link gestellt, um Cadence danach wieder zu verlieren. Die Entscheidung ist jedoch nicht konsequent, im Verlauf des Abenteuers könnt ihr jeden Charakter finden, spielen und jederzeit wechseln. Mit kleinen einzigartigen Fähigkeiten sticht jeder Charakter etwas hervor. Link vollführt beispielsweise seine ikonische Wirbelattacke oder schützt sich mit einem Schild, Zelda hingegen kann einen Magieangriff ausführen oder sich mit einer Kristallbarriere absichern. Der Unterschied der beiden Blockfähigkeiten besteht darin, dass Links Schild permanent hochgehalten werden kann, seinen Rücken jedoch nicht schützt und Zeldas Barriere nur für eine kurze Sekunde aktiviert werden kann, dafür aber von jeder Seite unverwundbar wird. Cadence hingegen besitzt ebenfalls einen Schild und führt mithilfe einer Schaufelattacke einen horizontalen Flächenangriff aus. Wie viele andere Items, sind auch Spezialattacken an eine Magieanzeige gebunden, die sich durch kleine Magieflaschen auffüllen lässt.

Dungeons und kleine Höhlen erinnern schon mehr an das klassische NecroDancer-Gameplay.

Im Gegensatz zum Vorgänger ist Cadence of Hyrule nur bedingt Rouge-like. Wie man es von Zelda gewohnt ist, durchstreift ihr eine kompakte Oberwelt und sucht Dungeons ab, um am Ende mächtige Bosse zu erlegen. In welcher Reihenfolge ihr die Verliese abschließt, liegt ganz bei euch – lediglich der Startpunkt unterscheidet sich je nachdem, ob ihr zu Beginn Zelda oder Link gewählt habt. Da es sich hier aber immer noch um ein Crypt of the NecroDancer-Spiel handelt, ist mit jedem neuen Spieldurchlauf die Anordnung der Welt anders. Somit besitzt jedes erneute Durchspielen die kleine Extrawürze, dass euch nicht immer das Gleiche erwartet, womit die Erkundung der Spielwelt jedes Mal neu stattfindet, der generelle Inhalt aber stets gleich bleibt. Dungeons und kleine Höhlen auf der Oberwelt hingegen erinnern stark an das traditionelle NecroDancer-Gameplay. Während der große Hauptraum mit Tor zum Boss gleich bleibt, verändern sich die Stockwerke mit jedem Versuch in ihrer Struktur. Um die Verliese erfolgreich abzuschließen, müsst ihr auf jedem Stockwerk eine Treppe finden, die euch zum Bossschlüssel führen. Eingeengte Gänge, Dunkelheit und Fallenschalter, die unterschiedliche Boshaftigkeiten ausführen können, erschweren das Unterfangen. Grundsätzlich stellen die Dungeons ein schönes Fundament dar, um die zufallsgenerierten Elemente aus Crypt of the NecroDancer einzufangen, dennoch wird hier etwas Potenzial liegen gelassen. Alle Dungeons sind in ihrer Komplexität unheimlich simpel und einfach, da Rätsel unter anderem kein Bestandteil dieser Orte sind. Wirklich störend wäre das nicht, solange die Etagen eine zufriedenstellende Länge hätten. Meistens absolviert ihr zwei einfache Etagen, um ans Ende zu gelangen, was unheimlich schnell geht und nur bedingt eine Herausforderung darstellt. Die immer gleich bleibenden Haupträume hätten ebenfalls mit kleinen Rätseln gefüllt werden können, damit der Zelda-Aspekt etwas hervorgehoben wird. So verfügen Dungeons, neben den Bossgegnern am Ende, nicht über die Einzigartigkeit, die sie von einfachen Höhlen auf der Oberwelt hätten unterscheiden können.

Eine Ausnahme bildet der finale Dungeon des Spiels, der mit einem ansprechenden Konzept beweist, dass gute Ideen vorhanden sind, nur leider viel zu selten eingesetzt werden. Wie man es von The Legend of Zelda gewohnt ist, wartet am Ende eines jeden Verlieses ein Bossgegner darauf, bekämpft zu werden. Anstatt ihre Schwachstelle anhand eines kleinen Rätsels herauszufinden, besteht die Herausforderung hier – wie es bei allen Gegnern der Fall ist – ihre Bewegungsmuster lesen zu lernen. Habt ihr dies geschafft, geht der Kampf schnell vonstatten. Das actionreiche Tempo und die kreativen Designs, die klassische Zelda-Schurken mit bestimmten Instrumenten verbinden, machen die Bosse zu einem kurzen, aber schwungvollen Gefecht. Normale Feinde unterscheiden sich in ihren Verhaltensmustern und Designs ausreichend, sodass man nie das Gefühl hat, auf die immer gleichen Monster zu treffen. Meistens verdeutlichen sie visuell, wann sie einen Schritt setzen, wenn die Bokblin zum Beispiel kurz vor einer Bewegung ihre Arme heben, genau wie die Skelette aus Crypt of the NecroDancer.

Während der Vorgänger für viele eine anspruchsvolle Erfahrung darstellt, verläuft der Schwierigkeitsgrad hier in eine andere Richtung.

Doch was wäre ein The Legend of Zelda ohne nützliche Items? Selbstverständlich finden Gegenstände wie der Bogen, Bomben oder der Enterhaken auch ihren Platz in diesem Spiel, selbst wenn ihr Nutzen mehr als Bonus verstanden werden sollte. Bis auf wenige Ausnahmen ist es fast nie erforderlich, Items zu verwenden, was den Wert ihres Nutzens ein wenig zurücksetzt. Trotzdem ist die Bandbreite an Utensilien abwechslungsreich, gerade Inklusionen wie das Deku-Blatt oder der Somalia-Stab fügen sich den bodenständigen Items ausgesprochen gut. Neben klassischen Waffen und Gegenständen stehen auch die temporären Items, die nach oftmaligem Nutzen zerbrechen können. Dazu gehören Schaufeln, Fackeln oder aus Glas bestehende Waffen. Diese Items lassen sich überall auf der Welt finden, selbst verbesserte, stabilere Versionen eines jeden temporären Items sind vorhanden. Ausrüstungen wie Schwimmflossen oder Amulette werten euren Charakter auf und bringen nützliche Vorteile, vor allem für die Karte, wenn beispielsweise Schatztruhen oder Höhlen angezeigt werden. Selbst die Juwelen aus Crypt of the NecroDancer finden wieder ihren Weg ins Spiel und dienen als Back-up solltet ihr einmal sterben.

Mit Rasseln möchte euch Gohma an die Gurgel gehen.

Apropos sterben: Einen Tod solltet ihr hier besonders tunlichst versuchen zu vermeiden. Holt euch die Niederlage doch einmal ein, verliert ihr nämlich sämtliche Rubine und temporäre Items. Einzig und allein die Juwelen bleiben euch erhalten, um den Einstieg in einen erneuten Versuch etwas angenehmer zu gestalten. Denn bevor ihr wieder in die Spielwelt gebracht werdet, dürft ihr eure Juwelen verwenden, um Kleinigkeiten und Ausrüstungen zu kaufen. Juwelen könnt ihr hauptsächlich erhalten, indem ihr in einem Kartenabschnitt oder einer Dungeon-Etage alle Gegner eliminiert. Obwohl ein Tod schon mehr oder weniger hart bestraft wird, bietet das Spiel zudem den Gnadenlos-Modus an, der mit einem Permadeath das Spiel neu startet, solltet ihr auch nur einmal den Löffel abgeben. Im allgemeinen Schwierigkeitsgrad ist aber leider keine steigende Kurve festzustellen. Je länger ihr spielt, desto leichter wird das Spiel im Verlauf. Dies liegt an der offenen Natur des Spiels und der Tatsache, dass Gegner mit der Zeit nicht mehr Herzen abziehen und schon zu Beginn überall angetroffen werden können. Somit sind die härtesten Stunden des Abenteuers leider die Ersten, wenn ihr euch ans Gameplay gewöhnen müsst und euch deshalb auch am ehesten zu Beginn ein eventuelles Ableben bevorsteht.

Die Spiellänge richtet sich primär nach eurer Bereitschaft, wie viel Zeit ihr in der Welt von Hyrule verbringen wollt. Nach ungefähr fünf Stunden ist ein Durchlauf abgeschlossen – rechnet weitere ein bis zwei dazu, sofern ihr die 100 Prozent anstrebt. Online-Ranglisten bieten zudem verschiedenste Faktoren, wie die allgemeine Spielzeit oder die Anzahl der Schritte und datieren eure Ergebnisse am Ende des Spiels. Selbst im Ohne-Beat-Modus wird eine eigene Liste angefertigt. Speedrunner und Perfektionisten finden also immer wieder einen Grund, das Spiel einzuwerfen, alle anderen dürfen nur ein eher kurzes Abenteuer erwarten.

Kleine Musikrätsel testen euer absolutes Gehör.

Für ein wenig Unterstützung sorgt der Zweispielermodus, bei dem ein weiterer Spieler die Rolle eines zweiten Charakters übernehmen kann. Dank der offenen Flächen auf der Oberwelt sind sich zwei Spieler nie im Weg, weswegen es keine schlechte Idee ist, einen weiteren Kumpanen bei sich zu haben. Die Fortbewegung innerhalb der Spielwelt kann manchmal etwas zäh sein. Säubert ihr einen Kartenabschnitt von sämtlichen Gegnern, erhaltet ihr nicht nur Juwelen, sondern bringt den Takt dazu, sich zu beruhigen, was bedeutet, dass ihr euch nach eurem eigenen Tempo fortbewegen könnt. Sterbt ihr jedoch, werden sämtliche Gegner wiederbelebt und es ist nicht mehr möglich, sich wieder frei zu bewegen. Da der Rhythmus in der Nähe von Schurken vorgegeben ist und ihr euch auch nicht in einem abweichenden Takt bewegen könnt, ist das Spieltempo im Grunde immer vorgegeben, was mit der Zeit und vor allem in großflächigen Abschnitten nervig werden kann. Ein wenig Abhilfe schaffen hier Shieka-Steine, die zur Teleportation innerhalb der Karte genutzt werden können und auch gespeichert bleiben.

Optisch hebt sich Cadence of Hyrule qualitativ ordentlich von seinem Vorgänger ab. Geschmeidigere Animationen, kräftige Farben und mehr Details geben der Welt von Hyrule und den wenigen Charakteren von Crypt of the NecroDancer so viel Charme, wie man es beispielsweise aus The Minish Cap kennt. Die farbigen Bodenflächen, die den Takt im Vorgänger ein wenig visualisierten, fallen hier zwar weg, allerdings würden sie optisch auch nicht zu einer zusammenhängenden Welt passen. Ein letztes Highlight ist natürlich der Soundtrack von Danny Baranowsky, der allerlei ikonische Musikstücke aus der The Legend of Zelda-Historie in fetzige Neuinterpretationen verwandelt hat – und das absolut erfolgreich. Egal ob Musikstücke aus The Wind Waker, A Link to the Past oder Ocarina of Time – Baranowsky hat es absolut verstanden sämtliche Stücke in einen neuen Kontext zu setzen, der zu jedem Schritt und jeder Attacke passt. Besonders positiv ist die steigende Spannung innerhalb der Musikstücke, wenn ihr den Multiplikator des Taktes erfolgreich erhöht und die Musik sich dazu mitreißend anpasst.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Cadence of Hyrule: Crypt of the NecroDancer featuring The Legend of Zelda

Meinung von Kevin Becker
Cadence of Hyrule besteht aus zwei Konzepten, die auf dem Papier überraschend viel gemeinsam haben, aber nur teilweise harmonieren. Das rhythmische Gameplay erinnert vor allem in Dungeons und Höhlen an die zufallsgenerierten Level aus NecroDancer, die jedoch oftmals viel zu kurz sind und bis auf die gelungenen, designtechnisch passenden Bosse nicht das abenteuerliche Highlight sind, die sie sein könnten. Die gewöhnungsbedürftige Einarbeitung in den Spielfluss kann vor allem zu Beginn hart sein, belohnt jedoch fleißige Spieler mit zusätzlichen Rubinen und einem spaßigen Erfolgserlebnis – führt dabei aber auch gleichzeitig ein weiteres Problem vors Auge: Der Schwierigkeitsgrad. Je weiter ihr voranschreitet, desto einfacher wird das Spiel, was nicht zuletzt an klassischen Zelda-Items wie Bomben oder dem Bogen und großzügig verteilten Herzteilen liegt, wodurch es vor allem zum Ende hin immer unwahrscheinlicher wird, dass es zu einem Ableben eurerseits kommt. Viele kleine Anspielungen aus beiden Reihen, wie markante Charaktere, Fake-Schatztruhen oder generelle Dialoge, zollen Tribut und beweisen die ordentliche Ausführung und Vorteile eines Crossovers. Der absolut gelungene Soundtrack haucht Hyrule eine völlig neue Seite ein, die mit den butterweichen Animationen und der ausdrucksstarken Grafik stimmig ineinandergreift. Auch wenn Cadence of Hyrule definitiv eine lohnenswerte Idee war, hatte ich stets das Gefühl, dass das Rouge-like Gameplay in Kombination mit der taktvollen Spielart am Ende doch eher zur kompakteren Struktur des NecroDancers passt. Solange der Besuch in Hyrule aber vielen Leuten das interessante Konzept der rhythmischen Fortbewegung etwas näher gebracht hat, findet Cadence am Ende hoffentlich wieder ihren Weg in die eigene Welt für ein eigenes, neues Abenteuer zurück.
Mein persönliches Highlight: Der absolut gelungene Soundtrack.
Meinung von David Pettau
Ich hatte sehr großen Spaß mit Cadence of Hyrule, und doch beschleicht mich das Gefühl, dass sich das Spiel in einer kleinen Existenzkrise befindet. Auf der einen Seite will es dem knallharten Rogue-like-System seines spirituellen Vorgängers in nichts nachstehen, auf der anderen Seite will es Zelda-Fans, die den Vorgänger nie gespielt haben, an die Hand nehmen und durch ein Zelda-ähnliches Abenteuer führen. Das Resultat sind einige Balance-Probleme, die nach wenigen Spielstunden überdeutlich hervorstechen. In der Eingewöhnungsphase mit dem Spielprinzip von Cadence of Hyrule hatte ich dank dem zu Beginn doch recht anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad sehr viel Spaß daran, mich in das äußerst kreative Spielkonzept einzufuchsen. Mit dem Lernprozess dieses Spielprinzips schwindet die Herausforderung dann allerdings nicht nur deswegen, weil man selbst immer besser, sondern auch, weil man im Spiel selbst immer mächtiger wird. Konkret sind es stärkere Waffen, flexible Tools und vor allem ein sehr großer Pool an Lebensenergie, die es dem Bildschirmtod nahezu unmöglich machen, einen konzentrierten Spieler heimzusuchen. So bietet Cadence of Hyrule schlussendlich ein äußerst kreatives Spielkonzept, das dank der tollen, neu aufgesetzten Musikstücke der Zelda-Reihe regelrecht beflügelt wird, allerdings auch schnell wieder an Reiz verliert, wenn man erst einmal einen bestimmten Fortschritt im Spiel selbst und in der anfangs sehr steilen Lernkurve erreicht hat. Das konsequente Rogue-like-Design des Vorgängers harmoniert in meinen Augen deutlich besser mit diesem Spielkonzept.
Mein persönliches Highlight: Die allgemeine audiovisuelle Aufbereitung mit allerlei offensichtlichen und weniger offensichtlichen Referenzen an diverse Zelda-Titel.

Kommentare 21

  • Tobi S.T.A.R. Laboratories - 17.06.2019 - 18:49

    Ich mags, um die Wartezeit auf Link‘s Awakening und BotW 2 zu überbrücken... Erinnert mich immermal wieder an A Link to the Past und der Soundtrack ist echt gut... Weiss aber nicht, ob es die 35 Schweizer Franken wert war... 7/10
  • Link86 Turmheld - 17.06.2019 - 18:52

    zu einem guten Angebotspreis hol ich es mir evtl.
    Mehr als 15€ will ich dafür nicht unbedingt ausgeben.
    Weiß einer ob da hohe Lizenzkosten im Spiel waren ?
  • sCryeR Turmbaron - 17.06.2019 - 18:57

    Habe mir den Vorgänger für 4 € gekauft und es gefällt mir soweit, ABER 25 € für einen derartigen Titel ist reines Hype-Wunschdenken.

    Da warte ich lieber auf ne 3 für 2 Aktion und bekomme für nen paar Euro mehr nen "richtiges" Game.

    Für 10 € würde ich wohl zuschlagen, solange wende ich mich lieber anderem zu.
  • Crimsmaster_3000 Bastardo de Crimson - 17.06.2019 - 19:18

    25€ ist zu teuer. Find es zwar echt gut, hatte viel Spaß und es war schön fordernd. Hab meinen zweiten Run ohne Beat-Mode gestartet. Macht irgendwie mehr Spaß aber mit Beat ist's halt auch sehr cool. Hab dem Spiel auf meiner Skala eine 8.5/10 gegeben.
  • Switch*itch Turmknappe - 17.06.2019 - 19:21

    werd ich vieleicht mal in betracht ziehen es mir im angebot zu holen finde crypt of the necrodancer einfach super hab mir vor kurzem es jez auch für die switch geholt und spiele es immer noch super für zwischendurrch und macht einfach nur gute laune super musik (kleiner tipp ist bis zum 18.6 3.99 statt 19.99 im shop) <3 :*
  • Hakurymon M&M - Minish Mage - 17.06.2019 - 19:41

    [...] wodurch es vor allem zum Ende hin immer unwahrscheinlicher wird, dass es zu einem Ableben eurerseits kommt.
    So aus dem Zusammenhang gerissen klingt das eigentlich gar nicht übel, wie eine Medizin für Unsterblichkeit... :D
  • KingDDD Turmbaron - 17.06.2019 - 19:54

    @Tobi
    Ja ist in der Schweiz echt überteuert. Hab es mir deshalb (noch) nicht gekauft
  • Nico.98 Meister des Turms - 17.06.2019 - 19:59

    Ist ein cooles Spiel.
  • Njubisuru Turmbaron - 17.06.2019 - 20:26

    Zitat von Link86:

    Mehr als 15€ will ich dafür nicht unbedingt ausgeben.
    Weiß einer ob da hohe Lizenzkosten im Spiel waren ?
    Denkst du ernsthaft, dass irgendeiner hier die Frage beantworten kann? Selbstverständlich sind hier nicht nur Lizenzkosten "im Spiel" gewesen, noch dazu auch hohe. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das Spiel auf 15 Euro oder weniger reduziert wird. Selbst Nintendo-eigene Spiele werden nur sehr selten reduziert, und die Rabatte halten sich auch stark in Grenzen.
  • Majin V. Turmritter - 17.06.2019 - 20:26

    Ich fands leider zu kurz aber bin sonst sehr begeistert und würde die Wertung auch definitiv höher ansetzen, aber für 25 Euro hätte ich gerne mehr Content gehabt da gehe ich mit
  • TenBoe Turmheld - 17.06.2019 - 20:40

    Hab bereits 7 Stunden und bisher nur einen Dungeon inkl Boss gemacht.
    Irgendwie bin ich ein langsamer Spieler.
  • Marc-S04fan Turmritter - 17.06.2019 - 20:50

    Ich würde es mir gerne kaufen.Ich bin noch am überlegen.25€ sind zwar viel aber wenn ich damit 10 Stunden Spielspaß haben kann bin ich auch zufrieden.Die Musik ist klasse bei den YouTube Videos.
  • Florian12 Turmbaron - 17.06.2019 - 22:23

    Ich finde das Spielkonzept sehr interessant und es scheint ein netter Twist für die 2D Zeldas zu sein. Allein deshalb möchte ich dem Spiel eine Chance geben, wobei ich erst bei 15€ wohl dabei sein werde, so ist mir das noch zu teuer. Dafür, dass es auch recht kurz sein soll. Und joa, mit dem Schwierigkeitsgrad scheint das etwas schade, aber Breath of the Wild hatte da ganz das gleiche Problem - am Ende des Tages war das aber keineswegs ein Genickbruch.
  • Wunderheiler Turmbaron - 17.06.2019 - 23:28

    @Link86

    Das "lizenzlose" Crypt kostet regulär 19,99€, Cadence 24,99€. Alles andere wird dir niemand beantworten können ;)
  • Parodin Turmheld - 18.06.2019 - 09:24

    Habs bei meinem Freund angespielt. Ist ganz nett für zwischendurch.

    Warte auch bis es reduziert ist. Hoffe auf einen ähnlichen Preisverfall wie bei Mario&Rabbits. Das ist auch ständig im Angebot.

    Btw. bei instantgaming kostet das Spiel nur 22 Euro
  • Rikibu Turmheld - 18.06.2019 - 09:48

    Im Moment zu viel Zelda Monotonie für mich.

    - ADHS Zelda (dieses Cadence of Hyrule)
    - Bref of the Wald 2
    und dann noch Links Awakening...

    irgendwie ein sehr monotoner Franchise Overload der sich bei mir bereits jetzt in einem Aufstoßen bemerkbar macht...
  • Link86 Turmheld - 18.06.2019 - 09:52

    @Njubisuru
    ich hätte fragen sollen ob Lizenzkosten angefallen sind.
    Eine mögliche Antwort hätte ja sein können, dass Nintendo dem IndiDev unter die Arme greifen wollte
    und keine verlangt hat.
    Wäre zumindest ein netter Zug seitens Nintendo gewesen.
  • try Turmheld - 18.06.2019 - 10:26

    @Rikibu

    Ich weiss nicht genau wieviel Overload es sein soll, wenn alle 2 Jahre mal ein Spiel rauskommt. BOTW kam vor 2 jahren raus. Links awakening nun dieses Jahr, BOTW2 vermute ich nicht vo 2021.

    Das cadence ist ein netter zeitvertreib, mehr aber auch nicht *achselzuck*

    Da gibt es spiele (FIFA oder so) wo man von einem overload sprechen kann
  • USER0815 SMM2-ID: VT6-K90-7SG - 18.06.2019 - 10:47

    HALLO?! 4€ und ab geht der dance!
    Nur für n Zelda Thema 21€ mehr... nää!
    Obwohl es ja echt Sahne aussieht.
    Ausserdem schein Necrodance auch mehr Inhalt zu haben.
    Wenn es nicht so ist und auch das Original nicht all zu lang ist, korrigiert mich! ;)
  • USER0815 SMM2-ID: VT6-K90-7SG - 18.06.2019 - 10:53

    @Rikibu Naja, die drei Titel könnten aber unterschiedlicher kaum sein. Auch wenn an allen Zelda dran steht.
    BotW= Neu fresh Gross!
    Link‘s Awakening= Alt kultig knuffig!
    Und Cadence of Hyrule= Speziell freaky Indie!
    :P
  • Düstermond Turmheld - 18.06.2019 - 14:52

    Ich habe mit zum Test für circa drei Euro "Crypt of the Necrodancer" gekauft und mochte das Spiel überhaupt nicht. Dabei war es nichtmal das generelle Konzept, sondern eher die Grafik, der belanglose Soundtrack (für ein Rhytmusspiel) sowie generell das verwirrende Gameplay.
    Cadence of Hyrule sieht allerdings dennoch sehr interessant aus. Kann sich das trotzdem lohnen? Wie ähnlich sind sich die beiden Spiele? Wird man in CoH besser an das Gameplay herangeführt?