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Test zu TT Isle of Man: Ride on the Edge - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: TT Isle of Man: Ride on the Edge
  • USA USA: TT Isle of Man: Ride on the Edge
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
23.05.2018
Vertrieb
Bigben Interactive
Entwickler
Kylotonn Games
Genre
Rennspiel, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 8
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Ich geb Gas, ich geb Gas!

Von Thomas Kurth () Arcade-Rennspiele sind auf der Nintendo Switch schon lange keine Seltenheit mehr. Mit Mario Kart oder Sonic Racing Team gibt es schon einige große Vertreter des Genres. Wer allerdings mehr Realismus mag, der muss schon etwas genauer suchen. Wenn man dann noch auf Motorräder steht, fällt die Auswahl ziemlich dünn aus. Zum Glück hat Kylotonn Racing mit TT Isle Of Man nun auch für die Zweirad-Fans unter euch eine Simulation geschaffen, die auf der beliebten, titelgebenden Veranstaltung basiert.

Stadt, Land, Fluss? Egal, gefahren wird überall.

Das Spiel führt euch in einem kleinen Tutorial direkt in die Steuerung ein und das hat man als Laie in Sachen Rennspiel-Simulation auch bitter nötig. Denn hier reicht es nicht, wenn ihr durchgehend die Beschleunigungstaste gedrückt haltet und dann locker um die Kurven driftet. Es wird euch einiges abverlangt, damit ihr nicht aus dem Sattel geworfen und mit über 200 Sachen in eine Leitplanke geschleudert werdet. Selbst mit der Unterstützung diverser Fahrhilfen, die ihr je nach Bedarf zu oder abschalten könnt, ist eine unfallfreie Fahrt nicht garantiert. So könnt ihr euch beispielsweise eine Ideallinie anzeigen lassen, die euch visualisiert, wie ihr die Strecke optimal befahren müsst. Außerdem zeigen euch die unterschiedlichen Farben der Linie an, ob ihr gerade Gas geben könnt oder lieber die Bremse betätigen solltet, wenn die nächste Haarnadelkurve auf euch zukommt. Konntet ihr alle Fahrhilfen abschalten und habt euch in vielen Übungsrunden die Streckenabläufe eingeprägt, gibt es noch die Möglichkeit, dass ihr die Gänge manuell schalten müsst. So wird schon das Anfahren zu einer kleinen Herausforderung, damit euch das Motorrad nicht unter den Beinen davon fliegt.

Ihr seid auf den Strecken natürlich nicht alleine unterwegs, denn die Konkurrenz möchte sich ebenfalls den ersten Platz sichern. Die virtuellen Mitfahrer sind dabei allerdings nicht die Schlausten und sorgen für den ein oder anderen ärgerlichen Unfall. Wo ein echter Mitspieler versuchen würde zu bremsen, wenn eine Kurve naht, krachen die von der KI gesteuerten Fahrer mit Vollgas in euch hinein und sorgen so für Frust am Lenker. Zwar kommt es dadurch auch zu vielen lustigen Situationen, die von der Unfallkamera eingefangen werden, doch wenn man sich gerade bis auf den ersten Platz gekämpft hat und ein solcher Unfall passiert, hält die Freude nicht lange an. Umso eher solltet ihr dafür sorgen, dass ihr nicht in diese Unfälle involviert seid und euch so auch wieder nach vorne absetzen könnt.

Ich geb Gas, ich geb Gas! Ich hab Geld ähh... Spaß!

Natürlich bietet das Spiel neben Quick Race und Zeitfahren zum Üben der Strecken auch einen Story- bzw. Karriere-Modus, der anfangs recht umfangreich wirkt, sich jedoch mit dem Fortschreiten des Spielstands doch eher als mager herausstellt. Die Grundsubstanz besteht daraus, Rennen zu bestreiten, um so Geld zu verdienen. Das kann dann wiederum in neue Maschinen investiert werden, mit denen sich bessere Ergebnisse erzielen lassen, um noch mehr Geld in die eigene Kasse zu spülen. Wer aufgrund der großen Lizenz eine tiefgreifende Geschichte erwartet, wird hier leider enttäuscht. Natürlich könnt ihr euren Fahrer auch optisch etwas anpassen, jedoch ist nur das Outfit und der Name änderbar.

In der Cockpit-Ansicht fällt das Geschwindigkeitsgefühl noch einmal intensiver aus.

Das Spiel läuft größtenteils konstant mit 30 Bildern pro Sekunde. Wenn sich gerade alle Fahrer auf dem Bildschirm tummeln und dabei auch noch Unfälle bauen, können die Frames aber auch einmal einbrechen und ein spürbares Ruckeln entsteht. Die Texturen sind, vor allem im Handheld-Modus, recht verwaschen, auch wenn es euch bei hohem Tempo ohnehin schwer fallen wird, euch darauf zu konzentrieren. Im TV-Modus sieht das Ganze dann schon etwas anders aus. Hier sind die Texturen etwas schärfer und können sich definitiv sehen lassen. Auch das Nachladen der Umgebung wirkt sich negativ auf die Atmosphäre aus. Die dröhnenden Motorengeräusche, das Gejubel der Fans am Straßenrand oder das Zwitschern der Vögel in den ländlichen Gebieten fügt der Atmosphäre allerdings wieder ein paar Pluspunkte hinzu. Dazu kommen noch verschiedene Perspektiven, wie eine Helm- oder Cockpit-Kamera und auch das HD-Rumble Feature wurde gut mit ins Spielgeschehen integriert. Beim Fahren über den Seitenstreifen spürt man jede Erschütterung in den Händen, wird in den nächsten Gang geschaltet, geht ein kurzer Impuls durch die Finger und rast man ungebremst in einen Reifenstapel, hat man das Gefühl, dass die Vibrationen einen Teil vom Schmerz des Fahrers sehr detailliert an den Spieler abführen möchten. Das physikalische Verhalten wirkt sehr realistisch und lässt keine Fehler zu und quittiert schon die kleinste Abweichung mit einem Abwurf vom Gefährt.

Neben knapp 40 offiziell lizenzierten Maschinen diverser Motorradhersteller wie Yamaha, Kawasaki oder Honda sind auch 23 bekannte Gesichter aus der Rennfahrer-Szene im Spiel enthalten. Das Herzstück des Spiels ist aber ganz klar die über 60 Kilometer lange, detailgetreue Nachbildung der Isle of Man - Strecke, die allerdings auch die einzige offizielle Strecke ist. Alle weiteren der zehn verfügbaren Strecken sind der Fantasie der Entwickler entsprungen und allesamt ebenfalls an Großbritannien angelehnt. Diese fallen zwar sehr abwechslungsreich aus, doch hätte man sich nach kurzer Zeit über ein paar mehr Strecken gefreut. Abseits der Motorräder können alle Strecken auch mit einem Beiwagen befahren werden. Diese haben andere physikalische Verhaltensweisen und fordern euch heraus alles, was ihr vorher gelernt habt, noch einmal auf die Probe zu stellen.

Wo ein Rennspiel ist, darf natürlich auch ein Mehrspielermodus nicht fehlen. Diesen könnt ihr sowohl offline als auch online bestreiten, wobei der Offline-Modus hier eher als Vorbereitung auf den Online-Modus anzusehen ist. Einen Split-Screen-Modus gibt es nicht, stattdessen könnt ihr hier nur indirekt gegen Freunde antreten. Ihr fahrt nacheinander eine ausgewählte Strecke und lasst zum Schluss die Ergebnisse miteinander Vergleichen, um den Besten zum Sieger zu erklären. Da gestaltet sich der Online-Modus schon deutlich interessanter. Hier könnt ihr euch, privat oder öffentlich, mit bis zu 7 anderen Fahrern gleichzeitig messen. Leider war dies, aufgrund mangelnder Spieler, im Testzeitraum nicht möglich.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu TT Isle of Man: Ride on the Edge

Meinung von Thomas Kurth
Das Spiel besticht durch eine harte aber realistische Fahrphysik, bei der Fans von Rennsimulationen sicherlich ihren Spaß haben werden. Grafisch schneidet TT Isle of Man eher mittelmäßig ab. Verwaschene Texturen und das auffällige Nachladen der Umgebungen sind bei Rennspielen ziemlich ärgerlich. Zwar läuft das Spiel größtenteils flüssig, jedoch gibt es hin und wieder Einbrüche, wenn viel auf dem Bildschirm passiert. Atmosphärisch gibt es hingegen nicht viel zu meckern, was vor allem an der guten Geräuschkulisse und der Unterstützung von HD-Rumble liegt.
Mein persönliches Highlight: Die Unterstützung der HD-Rumble Funktion.

Kommentare 12

  • HonLon1 Turmbaron - 18.06.2019 - 09:21

    Schade. Es scheint das erste Rennspiel für die Switch mit guter Physik zu sein. Nur warum ausgerechnet so ein Nischentitel? Das Isle of Man Event ist zawr schon bekannt, aber ich kenne ja mehr Leute, die in die DTM Interesse zeigen - geschweige denn für Moto GP, Nascar, oder gar Formel 1. Und ich kann sowas einfach nicht unterstützen. Simulationsspiele brauchen die bestmögliche Hardware. Daher wird so was aus partout nicht auf der Switch gekauft.
    Und ja, das Thema analoge Trigger spielt auch wieder ne Rolle.
    Wobei man mit den Joycon die Steuerung eines Motorrads äußerst interessant gestalten könnte^^
  • Tarik Turmbaron - 18.06.2019 - 09:54

    Nachladen der Umgebung ist für mich verschmerzbar.
    Viel wichtiger sind die initialen Ladezeiten, bevor man überhaupt loslegen kann.
    Wie sieht es da aus @ntower?
    Das ist nämlich bei Road Redemption ein echter Spaß-Killer. Leider ...
  • Thomas Kurth Redakteur - 18.06.2019 - 10:29

    @Tarik
    Die Ladezeiten sind in einem annehmbaren Rahmen.
  • Tarik Turmbaron - 18.06.2019 - 10:36

    Zitat von Thomas Kurth:

    @Tarik
    Die Ladezeiten sind in einem annehmbaren Rahmen.
    Das klingt zwar etwas "dehnbar", aber ich probiere das Spiel dann mal aus. Danke. :)
    Schlimmer als bei RR kanns kaum werden (hoffe ich).
  • alfalfa Turmbaron - 18.06.2019 - 11:16

    Ich frage mich ernsthaft, wie ihr solche unscharfen, verpixelten Screenshots gemacht habt.
    Mit Handy direkt vom Display im Handheldmodus?

    Ich hatte mir schon letzten Monat Vergleichsvideos zwischen Switch und PS4 angeschaut und dabei festgestellt, dass es auf der Switch bis auf ein paar fehlende Bäume und eben 30 statt 60 FPS ziemlich gut aussieht. Die Screenshots hier sehen da vollkommen anders aus!
    Ich hatte das Spiel im Hinterkopf behalten, aber nach diesem Test ist meine Erwartungshaltung ziemlich gedämpft, denn an sich gefällt mir das Spiel schon (mangels Alternativen).



  • rongar Turmbaron - 18.06.2019 - 11:35

    Splitscreen-Modus für zwei Spieler wäre meiner Meinung nach ein absolutes Muss gewesen. Sollte bei Rennspielen Standard sein. Schade das viele Entwickler auf diesen Modus immer öfters verzichten.
  • Rei Turmritter - 18.06.2019 - 14:21

    Nach dem Text und dem Fazit kann ich die Wertung mit 5 Punkten nicht nachvollziehen. Die Hauptkritikpunkte sind
    - nachladende Grafik
    - Frameeinbrüche
    - schwacher Karrieremodus
    - zu wenige Strecken
    - dumme KI
    - Offline Multiplayer

    Positiv:
    - große Anzahl an lizenzierten Motorrädern
    - Physik
    - HD Rumble
    - Strecken selber abwechslungsreich


    Zur Steuerung selbst werden keine Angaben gemacht. Da denke ich mal, dass sie vernünftig umgesetzt worden ist.
    Klingt für mich nach mehr als 5 Punkte.
  • HonLon1 Turmbaron - 18.06.2019 - 14:53

    @Rei
    Ist für mich immer noch eigene Ermessenssache, wie schwer du die jeweiligen Punkte gewichtest. HD Rumble wäre für mich z.B. ein Argument für den Fall, wenn ich mir zwischen der 5 und 6 unschlüssig bin und nach 10 Minuten inneren Konflikts noch auf keine Antwort komme, dann würde ich deswegen die 6 geben. Ansonsten ist das für mich ne Randnotiz, mehr nicht.

    Und für mich liest sich die 5 passend zum Test. Was bringen einem ne tolle Physik, wenn es wenige Strecken gibt.
    Für mich ist z.B. ein absolutes K.O-Kriterium für solche Spiele, wie viel darin enthalten ist, das frei erfunden wurde. Je mehr davon und je elementarer der Einbau davon, desto schlechter. Eine Strecke und der Rest erfunden bedeutet für mich: K.O.

    Auch ansonsten macht mich das kaum an. Gute Physik und Steuerung funktioniert. Aber: dumme KI bei schon gerade mal 60 km, die ich wirklich fahren würde und wenn man sie sieht, dann vermutlich mit Frameeinbrüchen, was in nem Racer besonders schlecht ist. Schwacher Karrieremodus, also kaum Motivation, sich zu verbessern. Eigentlich gibt es für mich keinen Grund mehr das Spiel länger als 3-5 Stunden zu Spielen.
  • alfalfa Turmbaron - 18.06.2019 - 16:14

    @HonLon1

    Sorry, aber bei diesem Spiel kann es nur eine echte Strecke geben.
    Immerhin nett, dass noch weitere überhaupt dabei sind, aber im echten Rennen gibt es doch auch nur diese eine Strecke.

    Wenn du dir ein Spiel zum Thema 24h Le Mans kaufst, bezieht sich darin auch alles auf diese eine Strecke und du freust dich, wenn da noch andere erfundene Strecken oder Teilstücke der echten Strecke in abgewandelter Form enthalten sind.
  • HonLon1 Turmbaron - 18.06.2019 - 17:08

    @alfalfa
    Ja, stimmt, aber wenn es noch andere Strecken gibt, wäre es doch cool gewesen, wenn diese zumindest einer echten Route entsprängen. So hört sich das an wie ein paar Abschnitte, die per Zufallsgenerator aneinander gereiht wurden.
  • el_bollo Turmknappe - 18.06.2019 - 18:36

    Zitat von alfalfa:

    Sorry, aber bei diesem Spiel kann es nur eine echte Strecke geben.
    Wer schreibt das vor? Es darf ja durchaus mehr Strecken geben. Man kann ja z.B. die anderen Strecken als Training vor dem eigentlichen Rennen einbauen oder nur im "Arcademodus" und nicht in der "Story". Aber klar man sollte das nicht unbedingt erwarten.

    Habe mehrere Spiele von Milestone und die Wertung passt, könnte evtl. auch einen Punkt höher sein wenn es so ist wie die anderen Spiele. Eigentlich nur was wenn man Fan der speziellen Rennserie ist. MXGP würde ich auch niemand empfehlen, der ein Rennspiel will sondern nur Motocrossfans.

    Als Motorradfahrer wär der Titel aber eh nichts für mich, da Motorradrennspiele auf der Straße sich einfach falsch anfühlen. Das hat einfach nix mit echtem Motorradfahren zu tun. Das ist ein wenig so als würde man Gran Turismo mit der Guitar Hero Gitarre spielen. Bei Motocross-Spielen gehts einigermaßen, da ich erstens nicht Motocross fahre und es nicht wirklich vergleichen kann und zweitens da man beim Motocross in der Kurve sehr viel langsamer ist und daher die Steuerung sich in der Kurve nicht so unfassbar seltsam anfühlt.
  • Rei Turmritter - 19.06.2019 - 10:25

    @HonLon1 Mein Problem am Test ist einfach, aus dem Text und dem Fazit heraus kann ich die Wertung nicht nachvollziehen. Vom textlichen könnte es alles zwischen 3 und 8 sein. Es ist eher eine Auflistung von Punkten ohne für mich es greifbar zu machen.

    Und wenn ich das Fazit alleine lese, würde ich eher eine höhere Wertung erwarten.


    Ich glaube mir fehlt einfach die klare Aussage im Text, warum dieses Spiel nur 5 Punkte bekommen hat.