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Test zu Warlock's Tower - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Warlock's Tower
  • USA USA: Warlock's Tower
  • Japan Japan: Warlock's Tower
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
31.05.2019
Vertrieb
Ratalaika Games
Entwickler
Midipixel
Genre
Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Ein Schritt zu viel ... und das war's!

Von Florian McHugh () Wenn man eines von der Nintendo Switch behaupten kann, dann dass sie uns Spielern eine ziemlich große Bandbreite an Titeln zur Verfügung stellt. Seien es nun Fun-Racer, Jump & Runs, Ego-Shooter, Adventures oder Shooter, mittlerweile lässt sich für jeden Geschmack und jede Nische das eine oder andere Juwel finden. Das gilt auch für das Genre der Puzzle-Spiele, welches gleich mit mehreren Titeln vertreten ist. Warlock‘s Tower ist einer davon und möchte mit Humor und einem etwas spezielleren Spielprinzip bei euch punkten.

Gestatten: Tim, der heroische Postbote und euer "Widersacher", der böse Zauberer.

Die Handlung des Spiels ist schnell erklärt: Ein böser Zauberer lebt an der Spitze eines hohen Turms und terrorisiert die benachbarten Königreiche, da diese ihn all die Zeit immer gemieden haben und er wahrscheinlich nie eine Einladung zu Kaffee und Kuchen erhielt. Doch eigentlich beruht all dies nur auf einem einzigen Missverständnis, denn die Menschen hassen den dunklen Magier gar nicht. Doch wie macht man einem wahnsinnigen Bösewicht klar, dass man eigentlich nur den gemeinsamen Frieden anstrebt? Da kommt unser Protagonist ins Spiel: Tim, der heroische Postbote! Er soll dem Zauberer ein Friedensangebot überbringen, doch dazu muss er es erst einmal bis an die Spitze des Turms schaffen, wobei ihr ihm helfen sollt. Ihr seht schon, Warlock‘s Tower nimmt sich selbst nicht allzu ernst und diese Art von Humor zieht sich durch das gesamte Spiel, was die meiste Zeit gut funktioniert, sich aber im späteren Spielverlauf etwas abnutzt.

Das Spielprinzip scheint im ersten Moment sehr simpel zu sein. Euer Ziel ist es, vom Anfang des Levels zu einer Tür zu laufen. Alles kein Problem, oder? Das wäre so, wenn auf dem dunklen Turm nicht ein Fluch liegen würde, der euch das Vorankommen deutlich erschwert. Für jedes Feld, das ihr in Gestalt von Postbote Tim voranschreitet, verliert ihr einen von drei Lebenspunkten. Fallen diese auf null, ist das Spiel vorbei. Damit eure Reise nicht bereits nach drei Feldern vorüber ist, sind im Level mehrere Lebenspunkte verteilt, die eure Bewegungsreichweite entsprechend erhöhen. Dieser Ansatz erfordert im Voraus ein gewisses Taktieren, denn wer ohne Plan durch den Level rennt, wird bald feststellen müssen, dass er nur noch einen Lebenspunkt besitzt und die zusätzlichen rettenden Punkte alle außerhalb der eigenen Reichweite liegen.

Natürlich bleibt es nicht bei dieser einen Mechanik und so werden im Laufe des Spiels immer wieder Neuerungen eingeführt, die euch das Leben schwerer gestalten sollen. Das beginnt damit, dass ihr zusätzlich Schlüssel einsammeln müsst, um den Levelausgang zu öffnen, wird damit fortgesetzt, dass sich plötzlich Gegner im Raum befinden, die sich alle drei Schritte auf euch zu bewegen, bis hin zu dunklen Räumen, in denen ihr kaum etwas seht. Außerdem schließt sich euch im Laufe des Spiels ein weiterer Charakter an, mit dem ihr euch einen Lebenspool teilt. Ihr seht also: Je weiter ihr voranschreitet, desto kniffliger gestaltet sich euer Ziel, die Spitze des Turmes zu erreichen. Dabei gelingt dem Spiel der Balanceakt, euch stetig Schritt für Schritt an all diese Mechaniken heranzuführen, ohne euch damit zu überrollen.

Im Laufe des Spiels bekommt ihr einen Sidekick an eure Seite gestellt, der das Spiel noch einmal herausfordernder gestaltet.

Leider birgt dieses Spielkonzept, so originell es auch klingen mag, auch so seine Tücken. Denn so viel Abwechslung die Entwickler auch einbauen, so schnell nutzt sich das Spielprinzip mit der Zeit ab. Oftmals hat man zwei Möglichkeiten, um einen Level anzugehen: ein vorsichtiges Taktieren und Überlegen, welche Schritte man unternehmen könnte und was man tun muss, um das Ende des Levels zu erreichen oder stumpfes Trial-and-Error. Gemessen an der Tatsache, dass manche Level deutlich größer sind, bleibt einem oftmals auch nichts anderes übrig als zu Beginn wissentlich in den eigenen Tod zu schreiten, nur um es danach besser machen zu können. Das ist alles noch verschmerzbar und auch eindeutig eine Geschmacksfrage. Doch spätestens, wenn die Dunkel-Level beginnen, verkommt Warlock‘s Tower wirklich zu einer reinen Rate-Partie, die mehr Frust als Lust fördert. Von der Spielzeit her werdet ihr eine Weile gefordert sein. Die Spitze des Turms könnt ihr jedoch nach ca. 5 Stunden erreichen, je nachdem, wie schnell ihr seid und ob ihr euch an die zusätzlichen Herausforderungen wagt, die das Spiel bereit hält.

Grafisch merkt man dem Spiel an, dass es sich an den „guten alten Zeiten (TM)“ orientiert, als solcherlei Spiele auf dem Game Boy veröffentlicht wurden. Postbote Tim schlägt sich auf demselben 8-Bit-Niveau zur Turmspitze, wie man es von den alten Klassikern gewohnt ist. Das mag nicht jedermanns Geschmack treffen, wurde letztendlich aber gut umgesetzt. Gleiches gilt für die Musik und die Soundeffekte, die sich allesamt auf nostalgischem Niveau bewegen. Die Steuerung funktioniert erwartungsgemäß gut, bei zwei Tasten und dem Steuerkreuz ist das aber auch nicht weiter verwunderlich. Während des gesamten Tests sind zudem keinerlei Bugs oder sonstige Fehler aufgetreten.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Warlock's Tower

Meinung von Florian McHugh
Warlock‘s Tower ist ein Spiel, das sich selbst und andere Genrevertreter in Sachen Handlung und Humor deutlich auf die Schippe nimmt und sich grafisch ganz im klassischen 8-Bit-Gewand präsentiert, so wie man es von den alten Game Boy-Titeln kennt. Das überzeugt die meiste Zeit, ebbt aber im Laufe des Spiels zusehends ab. Das Kernelement des Spiels zeigt sich anfangs erfrischend originell, verkommt aber im Laufe des Spiels, trotz immer neu hinzukommender Spielmechaniken, immer wieder zu einer reinen Trial-and-Error-Orgie. Ist Warlock‘s Tower also nun ein schlechtes Spiel? Auf keinen Fall! Jeder, der Spaß an einer kurzweiligen Puzzler-Herausforderung hat und auch damit leben kann, mal etwas länger über seine nächsten Züge nachzudenken, wird eindeutig seinen Gefallen an dem Titel finden.
Mein persönliches Highlight: Der Humor und die Seitenhiebe auf die vielen Fantasy-Szenarien in Spielen

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