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Test zu Red Faction Guerrilla Re-Mars-tered - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Red Faction Guerrilla Re-Mars-tered
  • USA USA: Red Faction Guerrilla Re-Mars-tered
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
02.07.2019
Vertrieb
THQ Nordic
Entwickler
Kaiko, Volition
Genre
Shooter, Third-Person
Spieleranzahl
Lokal: 8 - Online: 16
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Die Abrissbirne kommt.

Von Erwin Sigle () Wir schreiben das Jahr 2125. Die glorreichen Zeiten der Erde sind vorbei. Die Wirtschaft auf dem blauen Planeten funktioniert nicht mehr und wir beginnen, auf den vierten Planeten im Sonnensystem auszuwandern, den Mars. Doch selbstverständlich sind die Bedingungen dort ganz anders, wie sollen wir auf dem roten Planeten denn überhaupt zu Atem kommen? Glücklicherweise gibt es die Earth Defense Force. Sie errichtete Kontrollpunkte und sorgte dafür, dass es Sauerstoff auf dem Mars gibt. Zunächst erschienen die Männer dieser Organisation wie unsere Freunde und Helfer, doch entwickelten sie sich mehr und mehr zu einer Besatzungsmacht und fingen an, die sechs Sektoren des Mars zu unterdrücken und zu kontrollieren. Selbstverständlich gibt sich damit nicht jeder Bürger zufrieden, weshalb es zu Widerstandsbewegungen wie der Red Faction kommt. Alec Mason, ein einfach Bergbauingenieur und Protagonist von Red Faction Guerilla, ist aufgrund eines unglücklichen Ereignisses Mitglied der namensgebenden Widerstandsbewegung geworden und macht es sich nun zur Aufgabe, die Freiheit auf dem Mars zu erlangen.

Mit welcher Waffe will ich nun meine Basis zerstören?

Um dies zu erreichen, will die Red Faction die eben erwähnten sechs Sektoren des Mars befreien. Wie das gehen soll? Nun, solche Probleme werden wohl auf allen Planeten gleich gelöst: Mit Krieg und Zerstörung selbstverständlich. Die Earth Defense Force hat innerhalb der Sektoren ihre Basen. Diese zerstört ihr, um die Freiheit zu gewährleisten. Beim Stichwort „Zerstörung“ sollten wir nun auch bleiben, denn darum dreht sich das Spiel. Ihr habt die Möglichkeit, alles zu zerstören, was nicht zur Umwelt des Mars gehört. Eure eigene Basis? Kein Ding. Eure Fahrzeuge? Kein Problem. Die Organe eurer Mitmenschen und Verbündeten? Auch das ist möglich, wenn auch nicht zu empfehlen, da diese euch daraufhin angreifen werden. Das Zerstören geht dabei mit den verschiedensten Waffen. Ob Bomben, Sturmgewehre, hochmoderne Rucksäcke, mit denen ihr nach vorne prescht und Wände zerstört oder einfach nur ein Hammer, in dieser Open World werden euch keine Grenzen gesetzt. Da wir hier auf dem Mars sind, ist es logisch, dass die Physik ein wenig anders funktioniert. So springt ihr ein wenig höher und landet auch langsamer. Werft ihr Granaten, fliegen diese auch ein wenig anders, als man es erwarten könnte. Nun gut, jetzt haben wir die Möglichkeit, alles Mögliche in Grund und Boden zu hauen, doch wie komme ich nur überall hin? Damit ihr möglichst schnell von einem Zielpunkt zum nächsten kommt, könnt ihr allerlei Fahrzeuge, darunter, wie könnte es auch anders sein, sogar Panzer benutzen. Dazu sei angemerkt, dass das Fahrgefühl großartig ist und ich lieber in diesem Spiel einige Stunden auf dem Sand des Mars drifte, als auf den Rennstrecken so mancher Rennspiele.

Flieht lieber. Mit den Ladezeiten wollt ihr euch nicht anlegen.

In der Theorie hört sich das nun alles sehr einfach an, doch sieht die Wirklichkeit anders aus. Selbstverständlich bemerkt die Earth Defense Force es, wenn jemand damit beginnt, ihre Gebäude auseinanderzunehmen. So eilen zahlreiche Truppen der Organisation auf euch zu und es bleiben nur zwei Möglichkeiten: Kampf oder Flucht. Dabei empfehle ich auf meinen Rat zu hören und die Flucht zu ergreifen. Ihr könnt euch den Truppen zwar entgegenstellen, doch ist die Steuerung der Waffe miserabel. Eine Bewegungssteuerung gibt es nicht, gezielt werden muss also mit dem rechten Stick. Drückt ihr diesen auch noch ein, wird euch ein präziseres Zielen ermöglicht und ihr solltet besser treffen können. Dennoch empfehle ich die Flucht, denn selbst wenn ihr nun ein professioneller Meisterschütze sein solltet, werdet ihr mit Sicherheit von den auf euch zukommenden Männern umzingelt.

Scheinbar kann ich nicht nur alles zerstören, sondern auch alles befahren.

Hier würde also auch das Geschick eines erfahrenen Soldaten nichts nützen. Dass das Spiel in der Third Person-Perspektive gespielt wird, wäre meiner Meinung nach nur nützlich, wenn wir eine Bewegungssteuerung wie in beispielsweise Warframe hätten. Solltet ihr euch nun aber doch für den Kampf entschieden haben und diesen nicht erfolgreich überstehen, erwartet euch der Tod. Nach diesem landet ihr in der zuletzt betretenen Basis, doch dieser Vorgang dauert. So muss das Spiel über eine nicht kurze Zeitspanne laden, in der ihr nichts weiter tun könnt, als Bilder einiger Gebiete anzuschauen. Dabei kommt allerdings auch schon der nächste Kritikpunkt zum Tragen. Eine Fantasie-Welt zu erschaffen ist mit Sicherheit keine einfache Aufgabe. Schließlich braucht man Ideen, um letztlich fantastische Eiswelten und schöne, idyllische Gegenden präsentieren zu können. Das Problem bei Red Faction ist nun, dass der Mars kein Hyrule und damit auch keine vollkommene Fantasie-Welt ist. Dies macht die ansprechende Gestaltung der Natur durchaus schwierig. Versteht mich nicht falsch, rein grafisch betrachtet ist das Spiel gut überarbeitet worden, andere Spiele wie Assassins Creed III können da sicherlich neidisch herüberblicken. Aber die Welt bietet keine Abwechslung.

Eine monotone Welt

Klar, der Mars ist nun mal rot und braun, daran kann man nichts ändern, doch hätte man hier ein wenig kreativer sein können. So hätte man vielleicht einen Eingang ins Innere des Mars schaffen können, wo eine Eiswelt auf einen wartet. Dass so etwas meines Wissens nach nicht auf den Spieler wartet, finde ich persönlich sehr schade. Neben dem gewöhnlichen Story-Modus bietet das Spiel doch tatsächlich auch weitere Modi. So gibt es sowohl einen lokalen als auch einen Online-Multiplayer. Leider kann ich zu letzterem nicht viel sagen. So oft ich auch suche, ich kam bislang nur ein Mal in ein Match, das auch sofort wieder abgebrochen worden ist, da die Verbindung unterbrochen wurde. Der lokale Modus hingegen heißt Abrisskommando und könnte unter einer Bedingung unheimlich viel Spaß machen. Man tritt hier gegeneinander und hintereinander an.

Immer schön in die Kamera schauen.

Das Ziel ist es, innerhalb einer Minute möglichst viel Schaden anzurichten. Dabei wäre es mir nicht wichtig, ob man mit- oder gegeneinander spielt, wenn man wenigstens gleichzeitig spielen könnte. Gemeinsam absolute Freude an der Zerstörung finden, was gibt es Besseres? Am Ende gewinnt aber natürlich der, der am meisten zerstört hat. Im Übrigen gibt es auch einen weiteren lokalen Multiplayer, zu dem ich aufgrund einer fehlenden, zweiten Nintendo Switch leider nichts sagen kann, und Bonus-Missionen. Diese spielen in einer Zeit vor dem Eintreffen Alec Masons auf dem Mars, weshalb ihr hier andere Charaktere und andere Geschichten erleben werdet. Letztlich bleibt noch die Kritik an der Technik. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass das Spiel über einen Qualitäts- und einen Leistungsmodus verfügt. Im Qualitätsmodus ist die Auflösung des Spiels höher, doch fallen die FPS gerne mal auf etwa 26. Konstante 30 Bilder sind hier also nicht zu erwarten. Dies sieht beim Leistungsmodus schon anders aus, denn hier sind die Frames zwar über 30, aber dennoch nicht konstant. So werdet ihr hier eine ständige Schwankung zwischen 30 und 40 FPS erleben. Optisch finde ich das Spiel dennoch gutaussehend. Sowohl im Handheld- als auch im stationären Modus kann man sich das Spiel durchaus ansehen. Die Musik ist, wenn sie mal spielt, äußerst passend zum Ambiente und geht mir, anders als bei vielen anderen Spielen, die ich in letzter Zeit testen durfte, tatsächlich nicht auf die Nerven. Den Sound des Spiels finde ich großartig, da er die Atmosphäre des Mars besser herüberbringt und auch die Explosionen, die überall aufzufinden sind, authentischer wirken lässt.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Red Faction Guerrilla Re-Mars-tered

Meinung von Erwin Sigle
Red Faction Guerilla erschien ursprünglich im Jahr 2009 und wurde für die Neuveröffentlichung gut überarbeitet. Auch wenn die Umgebung auf Dauer monoton wirkt, ist der optische Aspekt dennoch gut gelungen und definitiv nicht zu unterschätzen. Das Spiel glänzt jedoch besonders durch seine Physik und die Möglichkeit, alles und jeden in die Luft zu sprengen. Dies macht nicht nur enorm Spaß, sondern wird auch nicht langweilig. Lediglich Tode beim Absolvieren einer Mission können hier zu größerem Frust führen, da zunächst ewig im Ladescreen gewartet und danach die Mission erneut gespielt werden muss. Red Faction Guerilla ist aber nichtsdestotrotz ein lustiger Zeitvertreib für zwischendurch, doch sicherlich kein Must-have-Titel.
Mein persönliches Highlight: Jetpacks!

Kommentare 3

  • Devil1983 Poweruser - 20.07.2019 - 18:50

    Danke für den Test.

    Wäre es möglich, dass ihr bei Tests vielleicht kurze Videos mit beilegen könntet mit euren Erlebnissen beim Spielen und vielleicht den Tops und Flops des Spiels?

    Zum Beispiel lange Ladezeiten? So in Realtime wäre das interessant zu sehen...
  • rongar Turmbaron - 20.07.2019 - 19:14

    Bei der Wertung gehe ich mit. Hab bisher gut 10 Stunden gespielt. Die Möglichkeit alles und jeden wann immer man will und kann in die Luft zu jagen ist das große Plus dieses Spiels, ansonsten halt Open-World. Da es auf der Switch solche Art Spiele nicht sehr viele gibt, sollten Interessierte mal einen Blick riskieren. Negativ fand ich nur, dass die Schnellreisefunktion von Lager zu Lager auch mit etwas Ladezeit verbunden ist, was dann nicht unbedingt schnell ist.
  • timo21220 Turmritter - 20.07.2019 - 20:07

    @Devil1983Sehr Gute Idee :thumbsup: