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Test zu Forager - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Forager
  • USA USA: Forager
  • Japan Japan: Forager
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.07.2019
Vertrieb
Humble Bundle
Entwickler
HopFrog
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Mit einer Spitzhacke erobert man die Welt

Von Marco Primmer () Gerade bei Idle-Games, also Spielen, die sich quasi von selbst spielen und man nur etwas Micromanagement betreiben muss, ist der Entspannungsfaktor recht hoch. Man sieht dem Spiel zu, wie es langsam, aber stetig voranschreitet, und klickt hier und da mal wo drauf, um neue Sachen zu aktivieren. Allerdings kann so ein Spiel auch ziemlich süchtig machen. Man erzielt schnell Fortschritte, ohne wirklich viel getan zu haben. Forager geht hier aber einen Schritt weiter. Entwickelt von HopFrog, hinter dem gerade Mal eine Person steckt, ist dieses Spiel seit dem 30. Juli auf der Nintendo Switch erhältlich. Ob Nintendos tragbare Konsole der richtige Ort ist, um Stunden in Forager zu verbringen, lest ihr gleich.

Aller Anfang ist Holz und Stein

Wie der Entwickler selbst angibt, wurde Forager von einigen namhaften Spielen inspiriert. Neben Genre-Größen wie Minecraft oder Terraria, wird man auch etwas von The Legend of Zelda und Stardew Valley wiedererkennen können. Denn neben dem Sammeln von Ressourcen und dem Craften könnt ihr ebenfalls neue Inseln freischalten, Dungeons erkunden und diverse Monster mit Schwertern, Bögen oder Magie-Stäben besiegen. Auch die Landwirtschaft ist ein Thema in dem Spiel. Alles was ihr in dem Spiel abbaut oder tötet, hinterlässt neue Materialien, welche in diversen Prozessen weiterverarbeitet werden können.

In der Welt von Forager gibt es kaum Platzprobleme.

Sobald ihr ein neues Spiel startet, findet ihr euch auf einer kleinen und einsamen Insel wieder. Ausgerüstet mit einer Spitzhacke, eurem Hauptwerkzeug, macht ihr euch erst mal daran die Insel zu säubern. Also werden Bäume, Pflanzen, Steine und Mineralien abgebaut. Aber keine Sorge, alles wächst nach der Zeit wieder nach, sogar Steine. Nach einigen Hieben mit der Spitzhacke werdet ihr merken, dass ihr Hunger bekommt. Die Hungerleiste ist nur in den ersten Spielstunden wirklich von Relevanz, im weiteren Spielverlauf habt ihr so viele Möglichkeiten an Nahrung zu gelangen, dass die Warnung zur Nebensache wird. Sobald ihr genug Materialien gesammelt habt, könnt ihr einen Ofen bauen. Im Ofen können dann Kohle, Ziegel, Eisen- und Goldbarren hergestellt werden. Aus diesen neuen Materialien lassen sich wiederum neue Gegenstände produzieren oder neue Stationen, wie Schmieden oder Nähstationen. Es gibt eine Vielzahl an Stationen zu bauen, welche nötig sind, um die diversen Items herzustellen. Die Stationen sind generell in vier Gruppen unterteilt: Industrie, Farmen, Wirtschaft und Magie.

  • Bei der Industrie werdet ihr hauptsächlich Stationen finden, mit denen ihr neue Materialien herstellen oder verbessern könnt.
  • Bei Farmen findet ihr alles, was ihr für die Landwirtschaft benötigt. Hier könnt ihr Brücken herstellen, um auf neue Inseln zu gelangen sowie Stationen errichten, um Setzlinge zu erzeugen und um das Feld zu bewirtschaften.
  • Bei Wirtschaft dreht sich alles um Geld und den Handel. Hier werdet ihr Banken und Märkte finden.
  • Bei Magie, wie der Name schon verrät, geht es um Magie und Zaubersprüche, die euch helfen schneller Monster zu besiegen oder schneller an diverse Ressourcen zu gelangen.
Bevor ihr euer Land mit diversen Stationen betoniert, müssen noch einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Mit großer Erfahrung kommen neue Skills

Für jede Aktion die ihr im Spiel macht, erhaltet ihr Erfahrungspunkte. Wenn ihr im Level aufsteigt, bekommt ihr obendrauf noch einen Skillpunkt, den ihr nach Belieben verteilen könnt. Anfangs stehen euch nur vier Skllls zur Verfügung. Je nach Skill den ihr aktiviert, könnt ihr neue Fähigkeiten erhalten oder neue Werkzeuge freischalten. Ihr könnt Kochen lernen und erhaltet dadurch Zugriff auf den Kochtopf, verdient mehr Geld beim Verkaufen von Items oder schaltet neue Stationen frei, um noch mehr Items zu craften. Da irgendwann mal der Platz aufgrund der freigeschaltenen Stationen recht eng werden kann, müsst ihr früher oder später Land kaufen!

Neben dem Standard Gras-Biom gibt es noch vier weitere Biome. Auf jedem der Biome findet ihr neue Materialien und Monster. Des Weiteren gibt es auf den Inseln nicht nur neue Ressourcen zum Weiterverarbeiten, auf manchen Inseln werdet ihr auf NPCs treffen, welche Quests für euch parat haben oder in Dungeons gelangen, welche mit einem eigenen Endboss und Rätsel darauf warten erkundet zu werden. Hinzu kommen weitere Orte, die von Interesse sein können, Schreine und Rätsel-Türme beispielsweise. Es gibt einiges zu entdecken in diesem Spiel.

Skills bringen euch neue Fähigkeiten und Items

Wie läuft das Spielprinzip nun ab? Ganz einfach ausgedrückt sammelt man so viele Ressourcen wie möglich und verarbeitet diese weiter. Die verarbeiteten Items müssen wiederum verarbeitet werden. Somit gibt es jede Menge Schritte, bis man zu einem Item gelangt, was man benötigt. Während die Items in den Stationen verarbeitet werden, sammelt man weitere Ressourcen, um diese wiederum zu verarbeiten. Dabei werden die verschiedenen Materialien für die verschiedenen Rezepte benötigt. Viele der Items sind von anderen abhängig und werden auch in einer bestimmten Anzahl benötigt. Es kann mitunter schon einiges an Zeit beanspruchen, bis man die nötige Anzahl für das Endprodukt zusammen hat. Es mag im ersten Moment recht banal wirken, aber es kann durchaus süchtig machen. Nach meinem ersten Start habe ich gleich mal 5 Stunden im Spiel verbracht. Die oben genannten Dungeons, Quests und Rätsel lockern das Spielprinzip nochmals auf.

Allerdings gibt es nicht nur Positives über das Spiel zu sagen, allen voran die Steuerung. Ein präzises Abbauen ist kaum möglich. Es ist wirklich schwer, ein bestimmtes Objekt anzuvisieren, um es abzubauen. Das werdet ihr merken, wenn ihr Insekten fangen oder überflüssige Brücken abbauen wollt. Frustriert hab ich aufgegeben und kurzerhand alle Tiere und Monster getötet und es später noch mal versucht. Auch die Geräusche, welche manche Objekte von sich geben, werden auf Dauer recht nervtötend, was leider den Soundtrack des Spiels übertönt. Wie auch bereits erwähnt ist die Hungerleiste anfangs zwar noch von Relevanz, später hingegen wirkt auch diese nur noch nervig, da man ab einem Punkt im Spiel genügend zu Essen hat. Es gibt noch weitere fragwürdige Designentscheidungen, aber alle jetzt zu nennen würde das Spiel spoilern. Sie sind aber keinesfalls so störend, dass es den Spielspaß trübt, man kann sich damit arrangieren. Man fragt sich manchmal nur nach dem „Wieso?“.

Anfassen auf eigene Gefahr

Was ist nun das Ziel des Spiels? Es gibt tatsächlich mehrere Ziele in Forager. Auf der einen Seite steht da die Komplettierung der Welt, in dem ihr Inseln hinzukauft, auf der anderen Seite das Craften aller Items und Stationen. Zu guter Letzt gibt es noch ein Museum, in das ihr verschiedene Items abgeben könnt. Wer das alles erledigt, hat das Spiel durchgespielt, beziehungsweise gibt es danach nicht mehr viel zu tun.

In Dungeons müsst ihr mehrere Rätsel lösen, um zum Boss zu gelangen

In Forager ist eine Touchscreen-Unterstützung eingebaut, leider bringt sie so gut wie keinen Mehrwert. Ihr könnt Ressourcen, die am Boden liegen damit aufheben, falls es mal reagiert. Allerdings bin ich schneller, wenn ich einfach hinlaufe und sie aufhebe. Im Menü ist es hingegen hilfreich, allerdings auch nur solange, bis ich wieder raus möchte. Sprich, ich kann im Menü etwas tippen, komm aber nicht mehr zurück, ohne den Controller zu verwenden. Weiterhin lassen sich im Bau-Menü die einzelnen Stationen auf der Welt platzieren, was leider auch nicht sonderlich genau ist. Es benötigt einige Klicks, bis eine Station dort platziert ist, wo ich sie gerne hätte. Alles in allem ist es ein schönes Gimmick, aber schneller und handlicher ist es mit dem Controller. Die Steuerung mag zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig sein, da weder Plus noch Minus belegt sind, aber nach einigen Spielstunden hat man sich daran gewöhnt, das Menü mit A zu öffnen.

Wenn wirklich viel auf dem Bildschirm los ist, ruckelt das Spiel im späteren Verlauf. Das ist allerdings keine Nintendo Switch-Krankheit, auch am PC, wo ich das Spiel schon seit Längerem besitze, ruckelt es. Wenn es euch doch stört, könnt ihr die eine oder andere Station abbauen. Ansonsten läuft das Spiel auf der Nintendo Switch flüssig und rund. Musikalisch gesehen, ist es nicht sonderlich auffällig. Wenn man nicht gerade im Dungeon ist, übertönen die Stationen die Hintergrundmusik.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Forager

Meinung von Marco Primmer
Ich habe bereits am PC Stunden wenn nicht Tage mit Forager verbracht und auch auf der Nintendo Switch steigt die Spielzeit jeden Tag um mehrere Stunden nach oben. Es macht Spaß die Inseln nach Ressourcen abzusuchen und abzubauen, diese in die Stationen zu packen, um neue Materialien zu erhalten und wiederum neue Stationen und Items zu craften. Klar wird das nach einigen Stunden etwas eintönig, aber dagegen helfen die Dungeons, in denen man Items erhält. Im ersten Moment wird man sofort belohnt, wenn man etwas Neues entdeckt hat und im nächsten Moment gibt es wieder neue Dinge, die man sich erarbeiten muss. Es nimmt also kein Ende. Forager ist ein Spiel, bei dem man die Zeit vergisst und einfach nur Spaß hat.
Mein persönliches Highlight: Wenn man gefühlt nur eine Stunde gespielt hat und es plötzlich mitten in der Nacht ist.

Kommentare 4

  • nikothemaster Turmheld - 08.08.2019 - 20:51

    Warte auf die Retail Version und 5 Std billig, Gronkh hat ca 10std glaube ich gezockt, nur mal kurz testen XD seitdem bin ich angefixt
  • Zarathustra Bloodstained-patch-wartender - 08.08.2019 - 20:57

    Ich spiele es gerade,stimme mit der Wertung genau überein.
  • Daniel Ehemaliger ntower-Redakteur - 08.08.2019 - 21:04

    Habe es mir am Release-Tag geholt und mittlerweile 30 Stunden investiert. Bin aber auch fast fertig (sprich alle Aufgaben erledigt). Aber nach "Stardew Valley" ist das der nächste Titel gewesen, den ich regelrecht weggesuchtet habe.

    Wie der Autor schon meinte, man meint, man hätte nur eine Stunde gespielt und plötzlich ist es mitten in der Nacht. Oder gar noch später... x)
  • Uriniert Turmknappe - 09.08.2019 - 08:13

    Als der Titel für die Switch vorgestellt wurde habe ich mich so extrem darauf gefreut und konnte es kaum abwarten zu spielen.
    Jetzt, paar Monate später habe ich mich durch die ganzen Indie Titel leider langsam an dem Grafikstil satt gesehen und werde mir den Titel vielleicht mal irgendwann holen.

    Ggf. Ja schon im nächsten Sale, mal sehen.

    Klingt aber wirklich gut und die Art des Spiels sagt mir auch tatsächlich sehr zu.
    Der Test untermauert dann noch mal das, was ich in den Gameplay Videos gesehen habe. :ddd: