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Test zu PICROSS Lord of the Nazarick - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: PICROSS Lord of the Nazarick
  • USA USA: PICROSS Lord of the Nazarick
  • Japan Japan: PICROSS Lord of the Nazarick
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
25.07.2019
Vertrieb
Jupiter
Entwickler
Jupiter
Genre
Puzzle
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Frischer Overlord-Anstrich, nichts Neues unter der Picross-Haube

Von Roman Dichter () Es ist mal wieder Zeit für Picross! Schon zu Hochzeiten des Nintendo 3DS gab es immer wieder Neuauflagen des Puzzlespiels, und jetzt in der Ära der Nintendo Switch macht Entwickler Jupiter genauso weiter. Wer das Spielprinzip liebt, freut sich natürlich über immer wieder neuen Nachschub. Um aber zumindest etwas Abwechslung aufkommen zu lassen, werden hin und wieder neue Variationen wie Clip Picross oder zuletzt Color Picross eingeführt. Manchmal reicht aber auch einfach ein neuer Anstrich, um das altbekannte Spielprinzip frisch wirken zu lassen. Darum erschienen schon in der Vergangenheit Ableger der Reihe, die in der Aufmachung anderer bekannter Marken präsentiert wurden – beispielsweise gab es My Nintendo Picross - The Legend of Zelda: Twilight Princess für den Nintendo 3DS. Jetzt blicken wir auf ein Crossover zwischen Picross und Overlord für Nintendo Switch. Overlord ist eine Light-Novel-Reihe des japanischen Autors Kugane Maruyama. Das Overlord-Universum umfasst unter anderem auch eine Anime-Serie und Spiele. Schauen wir also mal, was PICROSS Lord of the Nazarick zu bieten hat.

Das Spielprinzip von Picross hat sich auch dieses Mal nicht geändert.

Diese Kombination aus Picross und Overlord wirkt schon irgendwie seltsam und konstruiert, zumal beides nicht wirklich viel miteinander zu tun hat. Aber das muss man auch nicht zu ernst nehmen. Nicht ohne Grund gibt es bei Puzzlespielen fast nie wirkliche Story-Elemente. Dass es trotzdem versucht wird, um frischen Wind in die Reihe zu bringen und natürlich auch, um etwas Werbung für das jeweils andere Franchise zu machen, ist erstmal nichts Verwerfliches. Wer Overlord kennt und durch dieses Spiel nun erstmals mit Picross in Kontakt gerät, wird vielleicht eine neue Liebe entdecken, denn viele Puzzlefans lieben die sogenannten Nonogramme. Ähnlich wie bei Sudoku gibt es ein immer gleiches Spielprinzip, das aber immer wieder packt und die grauen Zellen zum Arbeiten bringt. Allerdings ist natürlich nicht jeder Mensch begeisterter Rätsellöser – da hilft nur ausprobieren. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert und vielleicht liefert dieses Spiel für Overlord-Fans genau den richtigen Einstieg.

Wenn ihr euch umgekehrt bestens mit Picross auskennt, aber keine Ahnung von Overlord habt, liefert PICROSS Lord of the Nazarick etwas Abwechslung im Vergleich zu den üblichen Ablegern, kann aber leider mit den Story-Elementen nicht wirklich packen. Die Rätsel werden eingebettet in Story-Sequenzen rund um verschiedene Charaktere, sie symbolisieren hier deren Erinnerungen. So könnt ihr in Textboxen kleine Geschichten lesen, und aus den fertigen Picross-Feldern ergeben sich Bilder (wie man es von Picross kennt). Für einen Overlord-Neuling wie mich kann es schwierig sein, bei der Story am Ball zu bleiben, das mag auf Fans natürlich ganz anders wirken. Die gute Nachricht ist: Das wertet das bekannte Spielprinzip kein Bisschen ab, und die hübsch gezeichneten Figuren liefern uns ein Setting, das sich positiv von den in der Regel recht neutral und unspektakulär gehaltenen Picross-Menüs abhebt.

Aus einem gelösten Picross entsteht ein pixeliges Bild, das einer deutlich detaillierteren Variante gegenübergestellt wird.

Abgesehen von der Präsentation bietet uns PICROSS Lord of the Nazarick dieselben Inhalte wie der letzte Ableger für die Nintendo Switch, PICROSS S3. Erneut gibt es die regulären Picross-Felder in verschiedenen Größen, Mega Picross für Fortgeschrittene, Clip Picross, bei denen verschiedene kleinere Picross-Felder am Ende ein großes Gesamtbild erzeugen, und auch die Color Picross sind wieder mit an Bord. Ich möchte allen, die bisher noch nicht mit Picross in Kontakt geraten sind, empfehlen, sich unseren Test zu PICROSS S3 anzusehen. Praktisch alles, was dort zu den verschiedenen Modi geschrieben steht, trifft auch auf PICROSS Lord of the Nazarick zu. Darum erspare ich den Picross-Fans mal die nächste Wiederholung des Spielprinzips und fasse das Gameplay im folgenden Absatz nur kurz zusammen, um zumindest eine grobe Orientierung zu liefern.

Auf verschiedengroßen Feldern, die aus mehreren Kästchen bestehen (Schachbrettmuster), müsst ihr immer entscheiden, welche Kästchen markiert werden müssen und welche nicht. Die dafür notwendigen Informationen erhaltet ihr von Zahlen, die über jeder Spalte und links neben jeder Zeile stehen. Die Zahlen verraten jeweils, wie viele Kästchen markiert werden müssen. Bei Mega Picross wird es etwas schwieriger, zumal auch Zahlen auftauchen, die sich auf zwei benachbarte Zeilen oder Spalten gleichzeitig beziehen. Color Picross geben zudem verschiedene Farben vor, die ihr beim Füllen der Kästchen auswählen müsst. Das ganze Spielprinzip ist wirklich schwierig zu durchdringen, wenn man zunächst nur darüber liest. Meine klare Empfehlung lautet aber, es einmal selbst auszuprobieren. Nur dann werdet ihr wissen, ob ihr auch zu begeisterten Picross-Spielern werden könntet oder das Spielprinzip vielleicht doch nichts für euch ist.

Auch die relativ neuen Color Picross und die Möglichkeit, ein Rätsel zu zweit zu bearbeiten, sind wieder mit dabei.

Ein interessanter Punkt im Vergleich zu anderen Picross-Ablegern ist die Menü-Struktur. In PICROSS Lord of the Nazarick werden euch nicht wie üblich erst die leichtesten und später größere, komplexere Rätselfelder vor die Nase gesetzt, sondern ihr wählt zunächst zwischen verschiedenen Charakteren: Ainz, Narberal, Shalltear, Cocytus, Sebas, Demiurge, Lupusregina, Aura & Mare sowie Albedo sind direkt anwählbar und können also ganz nach euren Vorlieben angeklickt werden. Es folgt ein Dialog, der nicht eingesprochen, aber mit deutschsprachigen Texten präsentiert wird. Anschließend dürft ihr jeweils 9 Picross-Rätsel pro Charakter lösen – bei 9 Charakteren sind es also insgesamt 81. Ebenso viele Mega Picross stehen zur Verfügung.

Bei nur so wenigen Picross pro Charakter steigt dann auch die Schwierigkeit schnell an. Es liegt also bei euch, ob ihr diese Herausforderung annehmt, den Part des gewählten Charakters durchspielt und anschließend mit weiteren Story-Sequenzen belohnt werdet, oder ob ihr zwischen den Charakteren wechselt und zunächst die leichteren Rätsel bearbeitet, bevor ihr euch später steigert. Color Picross gibt es wie schon bei PICROSS S3 nicht ganz so viele – 3 Stück pro Charakter und 27 somit insgesamt. Dafür werden euch verhältnismäßig viele Clip Picross geboten: 330 Teilrätsel sind es insgesamt, für jeden Charakter steht ein Clip Picross zur Verfügung. Diese werden allerdings jeweils erst freigeschaltet, sobald die herkömmlichen Picross-Aufgaben erfolgreich erledigt wurden. Zuletzt sind noch die Galerien erwähnenswert, in denen ihr im Spielverlauf verschiedene Bilder freischaltet.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu PICROSS Lord of the Nazarick

Meinung von Roman Dichter
PICROSS Lord of the Nazarick bietet uns ein Crossover von Picross und Overlord, das die Fans des einen mit dem jeweils anderen bekanntmachen und der Picross-Reihe mal wieder einen neuen Anstrich verpassen will. Völlig überzeugen kann diese Verbindung nicht. Die Verbindung von Story-Elementen mit Picross-Rätseln wirkt schon etwas konstruiert, auch wenn sie das gewohnt brillante Gameplay nicht schlechter machen. Overlord-Neulinge werden es schwer haben, sich in den Story-Häppchen zu orientieren. Als reiner Picross-Anhänger kann man das Ganze aber auch einfach ignorieren, sich an der netten Präsentation erfreuen und sich direkt ans Puzzeln machen. Für Overlord-Fans ist nicht garantiert, dass sie auch vom Spielprinzip gepackt werden, aber da sich dieses seit vielen Jahren bewährt hat und den zahlreichen Fans immer neue Ableger beschert, ist es zumindest einen Versuch wert. Im Vergleich zum letzten Ableger PICROSS S3 hat sich abgesehen von der Präsentation nichts Wesentliches geändert. Weiterhin gibt es keine Touchscreen-Unterstützung und einen wenig überzeugenden Mehrspieler-Modus, dafür aber über 500 Rätsel aus den Kategorien Picross, Mega Picross, Color Picross und Clip Picross, die euch wie immer bestens die Zeit vertreiben können.

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