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Test zu Subdivision Infinity DX - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Subdivision Infinity DX
  • USA USA: Subdivision Infinity DX
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.08.2019
Vertrieb
Blowfish Studios
Entwickler
MistFly Games
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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In den Weiten des Alls

Von Kevin Becker () Fast schon wie in einem Raumschiffsimulator steuert ihr in Subdivision Infinity DX einen Piloten und sein Gefährt durch die Weiten der ruhigen, aber auch gefährlichen Galaxie. Damit das Spiel Spaß macht und nicht schon an seiner Idee scheitert, ist es ungemein wichtig, dass die Steuerung des Raumschiffs einwandfrei funktioniert – glücklicherweise ist dies hier der Fall. Durch relativ offene Galaxien seid ihr in der Lage euer Schiff in alle Richtungen nach eurem Belieben zu steuern. Um Geschwindigkeit aufzubauen, muss eine Taste gedrückt gehalten werden, ansonsten bleibt das Schiff still und gleitet lediglich ein wenig vor sich hin. Mit dem Steuerkreuz ist es möglich das Raumfahrzeug um seine eigene Achse zu drehen und die Orientierung wieder zu gewinnen, was in den meisten Fällen aber nicht wirklich einen Nutzen hat. Das generelle Gefühl des Raumschiffs fühlt sich realistisch genug an – der träge, schwere Körper gibt ein glaubhaftes Spielgefühl ab, um im dunklen All immersiv zu versinken.

Im Weltraum könnt ihr euch frei bewegen und das Schiff in alle Richtungen lenken. – © Blowfish Studios

In insgesamt fünf Galaxien mit einzelnen Missionen absolviert ihr einen kleinen Handlungsstrang, der allerdings nicht wirklich nennenswert ist und nur als Grund fungiert, euch Aufträge zu geben. Die Qualität der Missionen reicht dabei von Abwechslung und Action, bis hin zu Langeweile und auch Monotonie. Mal kämpft ihr an der Seite von Verbündeten gegen endlos viele Feinde und müsst so lange überleben, wie es geht, mal wiederholen sich Missionsziele und werfen euch einfache, schwache Gegner vor die Nase, denen es an einer vernünftigen Intelligenz fehlt, um einen fordernden Gegenspieler darzustellen. Als passender und erfrischender Kontrast stellen sich aber optionale Expeditionslevel heraus, in denen ihr die jeweiligen Galaxien frei und ohne Auftragsangabe erkunden und bereisen könnt. Während der Erkundungen könnt ihr das Innere ganzer Stationen explorieren oder einfache Ressourcen und Materialien sammeln, die Spielzeit liegt ganz bei euch. Die dabei entstehende ruhige Atmosphäre passt zum allgemeinen Spielprinzip überraschend gut, was das Spiel scheinbar auch weiß. Die Musik fährt etwas zurück, Gegner erscheinen nur in reduzierten geregelten Abständen – es kommt schon fast der Wunsch auf, die Entwickler hätten das Prinzip etwas ausgearbeitet und mehr interessante Stationen oder Ähnliches eingebaut. Trotzdem ist das Erkunden fast schon Pflicht, ohne werdet ihr Probleme bekommen Items zu finden, um gegen stärkere Kontrahenten anzukommen.

Sind sämtliche Missionen einer Galaxie abgeschlossen, wartet letztendlich noch ein Bosskampf darauf, ausgetragen zu werden. Hauptgegner besitzen sehr viel mehr Energie und verlangen das Einstudieren ihrer Verhaltensmuster. Auch wenn sie erstmal überwältigend wirken können, sind die meisten Bosse allerdings berechenbar und beeindrucken stärketechnisch nur mit ihren Lebensanzeigen. Genauso wie es bei euch der Fall ist, muss zuerst ein Schild zerstört werden, der nicht sichtbar ist und im Grunde eine einfache zweite Lebensanzeige darstellt. Der Clou dabei ist, dass sich der Schild nach einer bestimmten Zeit wieder regeneriert – der ausbalancierte Kampf zwischen Offensive und taktischer Defensive ist also der Schlüssel zum Erfolg. Ist der Gegner immer noch zu mächtig, bleibt euch nichts anderes übrig, als ein neues Schiff zu kaufen, euer eigenes zu verbessern oder neue Schusskanonen auszurüsten. Sämtliche Raumfahrzeuge oder Waffen verlangen Materialien, Geld und andere Items, um erworben zu werden. Jedes Schiff besitzt verschiedene Stärken und Kapazitäten, die zu eurem Spielstil passen müssen. Insgesamt zwei Kanonen können höchstens an ein Schiff angebracht werden, ein dritter Slot bleibt dabei für zusätzliche Raketenkraft oder ein Unterstützungsitem frei.

Verlassene Stationen beinhalten wertvolle Items. – © Blowfish Studios

Ein Beispiel eines Unterstützungsitems ist der Laser, mit dem sich Weltraumgesteine und Mineralien zerstören lassen, um an ihre Ressourcen zu kommen. Leider können im regulären Spielverlauf nicht immer viele Schiffe oder Waffen aufgekauft werden, das Spiel bringt euch dazu, entweder Missionen zu wiederholen oder auf Erkundung zu gehen. Die Preise oder Vorgaben der benötigten Items können nämlich unheimlich hoch sein und einen einfachen Durchlauf durchs Spiel stark hindern. Sollte euch dies alles zu anstrengend klingen, lockert ein sanfter Schwierigkeitsgrad das Spielgeschehen etwas auf und schwächt Gegner und ihre Lebensanzeigen – ein Multiplayer mit Freunden ist nicht vorhanden. Trotzdem bleibt Subdivision Infinity DX herausfordernd genug, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Zwischenspeicherpunkte während einer Mission werden nicht gesetzt, solltet ihr also sterben, muss alles erneut erledigt werden. Obwohl dies frustrierend klingt, wird euch schnell die Gebrechlichkeit eures Raumschiffs klargemacht. Langes Dauerfeuer zwischen euch und Feinden ist nie eine gute Idee, die Lebensanzeige verschwindet schnell und erinnert immer wieder daran, vorsichtig zu attackieren, um sich schnell wieder zurückziehen zu können.

Optisch macht das Weltraumabenteuer einen souveränen Eindruck. Die Weiten des Alls wirken nie zu billig und geben mit ihren funkelnden Lichtern und manchmal bedrückenden Farben ein stimmiges Gesamtbild ab. Fliegt man an Objekte näher heran, zeigen sich zwar etwas schwammige Texturen und gerade bei Explosionen kann die Bildrate etwas in die Knie gehen – insgesamt gibt die visuelle Präsentation schlussendlich ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis ab. Vom Soundtrack sollte man kein abwechslungsreiches Sortiment an zahlreichen Stücken erwarten. Während der Schlachten und Kämpfe spielen zwar actiongeladene Töne, in den meisten Fällen erklingen aber nur ruhige Melodien, die die Soundkulisse mehr in den Vordergrund rücken. Dennoch wäre eine größere Abwechslung von Musikstücken während Auseinandersetzungen mit Gegnern wünschenswert gewesen, leider spielt oftmals der immer gleiche Soundtrack. Solltet ihr an der nebensächlichen Handlung interessiert sein, sind Englischkenntnisse erforderlich, eine deutsche Lokalisation ist nicht vorhanden.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Subdivision Infinity DX

Meinung von Kevin Becker
Ohne lange Erklärungen oder Tutorials macht Subdivision Infinity DX sofort klar, worauf es aufbauen will: Die angenehme Führung eines Raumschiffs durchs Weltall. Die Steuerung fühlt sich realistisch an und es braucht keine langen Eingewöhnungszeiten, um sich in Gefechten mit leider etwas langweiligen Gegnern zurechtzufinden. Optionale Erkundungsmissionen geben euch den Freiraum den Kosmos ohne jegliche Angaben an eine Mission zu erforschen, um wertvolle Materialien zu finden, die wiederum für neue Schiffe oder Waffen gebraucht werden. Eine fade Geschichte und wenige technische Mängel in Kombination mit einem manchmal uninspirierten Missionsdesign drücken etwas auf die Qualität, zeigen aber letztendlich nur, dass die Stärken des Weltraumabenteuers woanders liegen und es sich für die überzeugenden Momente lohnt.
Mein persönliches Highlight: Die optionalen Expeditionen

Kommentare 1

  • Njubisuru Turmbaron - 14.08.2019 - 03:15

    Das Spiel lässt sich sehen. Die Modelle sind ganz nett - die Texturen ebenso. Ist aber auch nichts besonderes.

    Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es von solchen Spiele kaum noch wirklich gute Vertreter. Star Link ging halbwegs in die Richtung, aber irgendwie auch wieder nicht. Die meisten anderen solche Spiele sind auch nur reine Moorhuhn-Ballerei.

    Eine echte AAA-Produktion aus dieser Richtung wäre sehr interessant. Wird aber wohl niemals kommen.