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Test zu Lethal League Blaze - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Lethal League Blaze
  • USA USA: Lethal League Blaze
  • Japan Japan: Lethal League Blaze
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.07.2019
Vertrieb
Team Reptile
Entwickler
Team Reptile
Genre
Kampf, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Spiel, Spaß, Lethal League

Von Ilja Rodstein () Fans von kompetitiven Spielen kommen wohl nur schwerlich an Lethal League Blaze vorbei. Der Nachfolger des beliebten Indie-Titels Lethal League nimmt nicht nur das mit, was der Vorgänger bereits sehr gut umgesetzt hatte, sondern erweitert das schon beliebte Spielprinzip zusätzlich. Das niederländische Entwicklerteam Team Reptile veröffentlichte den Titel ursprünglich Ende 2018 auf dem PC, nun erschien das Spiel im Sommer 2019 auch für alle Konsolen, darunter auch die Nintendo Switch.

Ob der andere Spieler es schafft, den Ball zurückzuschlagen? – © Team Reptile

Das Spielprinzip von Lethal League Blaze ist ganz einfach erklärt und wird ziemlich gut über ein Tutorial im Spiel eingeführt. Ihr könnt es euch wie ein zweidimensionales Völkerballspiel ohne Felder vorstellen. Ein Spieler springt in die Luft und schlägt den Ball mit der Schlagtaste. Dieser fängt daraufhin an sich langsam zu bewegen und fliegt in die vom Spieler gewünschte Schlagrichtung, prallt dabei aber von den Kanten der zweidimensionalen Fläche ab. Die Farbe der Spielkugel hängt von dem Spieler ab, der ihn zuletzt geschlagen hatte – es ist ein Indikator, welcher Spieler aufpassen sollte, nicht getroffen zu werden. Wird ein Gegner von dem Ball eurer Farbe getroffen, nimmt dieser nämlich Schaden. Er hat aber die Möglichkeit diesen zurückzuschlagen, sodass die Kugel dann bis zum nächsten erfolgreichen Schlag eurerseits in seiner Farbe leuchtet. Doch auch ihr könnt den Ball ein weiteres Mal schlagen, selbst wenn dieser bereits von euch eingefärbt wurde. Damit könnt ihr diesen noch weiter beschleunigen, sodass es umso schwerer für den Gegner wird, den Ball zu treffen. Von einem Spielgerät in eurer eigenen Farbe könnt ihr im Übrigen keinen Schaden nehmen.

Drückt man die Schlagtaste kurz vor dem Return und lässt sie los, wenn der Ball geschlagen werden soll, bewegt sich dieser bei einem erfolgreichen Rückschlag wesentlich schneller als zuvor. Womöglich auch so schnell, dass der Gegner es nicht schafft, den Ball im richtigen Moment zurückzuschlagen und dadurch getroffen wird. Je schneller der Ball ist, desto mehr Schaden erhält der Gegner davon. Das Spielprinzip klingt also wirklich einfach und macht eine Menge Spaß. Den Titel zu verstehen dauert so zwar nur wenige Minuten, das dann aber auch zu meistern benötigt etwas Präzisionsarbeit.

Kompetitiver Spielspaß
Hat der Spieler einen sehr erfolgreichen Schlag ausgeführt, bleibt der Ball kurz an der Stelle stehen. Je schneller sich der Ball als nächstes bewegen wird, umso länger ist die Pause. Ein sehr schöner Kniff, denn erstens fühlt sich der Schlagmann oder die Schlagfrau bei einer längeren Standzeit des Balls gut, weil er oder sie einen perfekten Schwung landen konnte, zweitens ist der Gegner schon mal vorgewarnt: Der Ball fliegt gleich sehr schnell und kann sich in dieser kurzen Periode schon mal richtig positionieren. Alleine das sorgt für ein sehr befriedigendes Gefühl im Spiel.

Erzielt ihr einen Treffer, wird eine coole Animation eingeblendet. – © Team Reptile

Im Vergleich zu Lethal League wurde das Spiel visuell ordentlich verbessert. Aus einem pixeligen Design, ist nun eine ziemlich hübsche 2,5D-Optik mit dreidimensionalen Hintergründen entstanden. Dies setzt aber auch die Nintendo Switch ordentlich unter Druck, denn ganz flüssig läuft das Spiel nicht. Die Bildrate scheint sich so nur bei einer Zahl etwas unterhalb der 30 Bilder pro Sekunde einzupendeln, jedoch schwankt diese im Spielverlauf nicht, sodass es den Spielfluss nicht wirklich stört. Die Entwickler versprachen hier aber bereits eine Besserung, denn ein Patch ist derzeit unterwegs.

Im Originalspiel war der Spieler bereits nach einem Treffer k. o., dies hat man nun völlig verändert. Die Einführung einer Lebensleiste ist sehr sinnvoll und sorgt dafür, dass ihr etwa bei Fehlern durch Unachtsamkeit bei langsamen Bällen nicht bereits komplett ausgeschaltet werdet. Je schneller der Ball jedoch ist, desto mehr Schaden nimmt ihr bei einem Treffer. Eine weitere Neuerung sind die Items, die – wenn vorher eingestellt – zufällig im Match erscheinen. Trefft ihr mit dem Ball eine Item-Box, bekommt ihr einen ebenfalls zufällig ausgewählten Gegenstand. Dadurch wird es für den Gegner zwar deutlich schwieriger, einen Rückschlag zu landen, doch wenn er es tut, habt ihr ein Problem. Das Item wird dann nämlich ebenfalls gekontert, sodass es nun gegen euch selbst eingesetzt wird.

Vernünftiger Online-Modus? Check!
Das Spiel hat zwar einen Story-Modus, dieser ist allerdings recht unspektakulär. Eine wenig überraschende Handlung gefolgt von ganz normalen Partien, welche man sich auch individuell einstellen kann. So ist dieser Einzelspielermodus gewiss nicht die größte Stärke von Lethal League Blaze, ganz im Gegensatz zu den mit bis zu vier Personen spielbaren und sehr spaßigen Multiplayermodi.

Ihr könnt auch mit einem Volleyball-Netz spielen. – © Team Reptile

Das Spiel besitzt einen Online-Modus, in welchem ihr nicht nur mit Freunden, sondern auch gegen zufällig ausgewählte Leute spielen könnt. „Nintendo Switch und online? Das funktioniert doch nicht!“, mögt ihr euch nun denken, doch das habe auch ich selbst falsch eingeschätzt, denn die Online-Partien laufen bei einer guten Internet-Verbindung durchweg flüssig. Offline-Modi wie Lethal Volley, bei welchem ihr auf zwei durch ein Volleyballnetz getrennten Seiten antreten könnt oder auch der Zielscheiben-Modus Strikers, bei welchem ihr die Zielscheibe des Gegners treffen müsst, sorgen für jede Menge Abwechslung. Die Intelligenz der Computerspieler ist ordentlich und gegen eine schwer eingestellte KI scheint man fast schon chancenlos zu sein, doch auch diese macht Fehler und ist dadurch nicht unbesiegbar.

Nach jedem erfolgreich bestrittenen Match erhaltet ihr eine In-Game-Währung, die zum Kauf von neuen Charakteren, Modi, Arenen oder auch Musikstücken in dem Menüpunkt „Galerie“ eingesetzt werden kann. Dies soll gewiss dazu beitragen, den Spielspaß noch ein Stück in die Höhe zu treiben, doch meiner Meinung nach braucht das Spiel keinen In-Game-Shop, denn kompetitive Spieler können sich auch so Hunderte Stunden an diesem Spiel erfreuen. Die Musik ist mit ihrem elektronisch-futuristischen Stil ziemlich cool und einige Tracks habe ich mir gerne während der Partie angehört.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Lethal League Blaze

Meinung von Ilja Rodstein
Lethal League Blaze ist eines dieser Spiele, die sehr einfach zu erlernen sind. Das bedeutet, ihr könnt den zweiten Controller einem Freund geben und schon nach fünf Minuten ist dieser fast auf dem gleichen Wissensstand wie ihr. Doch spielt ihr den Titel für eine längere Zeit intensiver, könnt ihr wirklich ein kompetitives Niveau erreichen. Die Offline-Modi machen abgesehen vom Story-Modus einen großen Spaß und auch online könnt ihr euch auf überwiegend flüssige Partien freuen. An alle, die mit dem Besuch am kommenden Wochenende ein Mehrspielerspiel auf der Nintendo Switch spielen möchtet: Kauft euch das Spiel!
Mein persönliches Highlight: Wenn der perfekte Schlag gelungen ist – was für eine Freude.

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