Test zu FlingSmash - Wii

  • Deutschland Deutschland: FlingSmash
Plattform
Wii
Erscheinungsdatum
19.11.2010
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Artoon
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: FlingSmash

Von Dennis Meppiel () Wir reisen zurück in das Jahr 2006, in den Monat Dezember, als die Wii in den europäischen Gefilden erschien. Wer unbedingt noch eine Wii-Remote brauchte, konnte ohne Bedenken zu Wii Play greifen, dem noch eine Wiimote beilag. So hatte das Spiel sozusagen nur 10 Euro gekostet. Vier Jahre später versucht Nintendo dasselbe noch einmal und bietet jetzt etwas ganz Spezielles an: Eine Wii-Remote mit eingebautem MotionPlus-Sensor zusammen mit dem Spiel FlingSmash, welches somit auch nur rund 10 Euro kostet. Das Bundle wird wohl auch im Laden angeboten, um Wii MotionPlus noch weiter zu verbreiten. Ob jedoch das Spiel, welches im Bundle inbegriffen ist, gut ist, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.

Kommen wir erst einmal zur Story, die sehr lustig aber auch dramatisch inszeniert wurde. Der Ort des Geschehens ist eine kleine Insel mitten im Pazifik. Jedoch merkt ihr gleich, dass diese Insel kein normaler Ort ist. Eine Legende besagt, dass sie von den Geistern der Ahnen vor der Kraft des Bösen beschützt blieb. Doch wie erwartet, kommt jetzt die böse Wendung: Eines Tages erscheint ein böser Zauberer namens Omminus. Natürlich ist er nicht allein und hat seine Lakaien mitgenommen, die ihm dabei geholfen haben, die Kraft der Insel an sich zu reißen und den Plan, die ganze Welt zu erobern und Angst und Schrecken zu verbreiten, auszuführen. Nun beginnt die große heilige Palme auf der Insel zu welken und die Prinzessin fällt in einen langen Schlaf. Damit hat der König nicht gerechnet und sucht sofort nach einer Lösung. Nach schneller Überlegung kommt er auf die Idee, dass ein Held her muss, um die Welt zu retten. Er stößt auf Topi, eine gelbe Kugel, die jetzt die Insel vom bösen Omminus befreien muss.

Insgesamt wirkt die Geschichte wie in einem Märchen und erfüllt somit auch mehrere Klischees, was natürlicherweise nicht heißen muss, dass das schlecht wäre. In der Gesamtübersicht angekommen, könnt ihr euch in New Super Mario Bros. Wii-Manier von Level zu Level spielen und müsst am Ende jeden Levels eine Perle eingesammelt haben, um gegen den Boss der jeweiligen Welt antreten zu können. Bevor ihr aber die Perle in euren Händen halten könnt, ist eure Geschicklichkeit gefragt. Das Spielprinzip von FlingSmash ist grob gesagt eine Mischung aus Tennis, Jump'n'Run und Pinball. In den Levels könnt ihr Topi nur anhand der Wii MotionPlus-Steuerung kontrollieren, indem ihr die Wii-Remote in die verschiedenen Richtungen schüttelt. Leider kommt das Gefühl der Genauigkeit nicht perfekt rüber und Titel wie Wii Sports Resorts spielen sich mit Wii MotionPlus viel genauer. In einer 2D-Ansicht, die sich von rechts nach links mal langsam, mal schnell bewegt, müsst ihr mit Topi Blöcke zerstören, drei goldene Medaillen sammeln usw. Auch sind kleinere Minispiel-Einlagen enthalten, in denen ihr entweder Kristalle in einer Reihenfolge zerstören oder Gegner in einer bestimmten Zeit erledigen müsst, um die goldene Medaille zu erhalten. Während eures Abenteuers in den Leveln begegnet ihr auch verschiedenen Obstkarten, die ihr einsammeln könnt. Habt ihr drei gleiche Karten in einem Level gesammelt, bekommt ihr für zehn Sekunden einen Boost zugeteilt, der euren Punktestand steigen lässt, indem sich Topi entweder zu drei Charakteren vermehrt oder mehr Kraft erhält.

Aber apropos Kraft: Eure Flugbahn, mit der ihr alles zerstören müsst, verstärkt sich, wenn ihr Topi kurz ruhen lasst, bis er rot vor Wut wird und ihn dann mit voller Wucht durch die Gegend sausen lasst. So könnt ihr in einer Art aufgeladenen Modus spezielle Blöcke zerstören, die im normalen Zustand nicht zerstörbar wären. Aber natürlich hat dies auch seinen Sinn, denn wenn ihr einen Block zerstört habt, bekommt ihr Punkte. Diese Punkte werden am Ende zusammengezählt und ihr kriegt eine Note zugeteilt; wobei hier die Note S am Besten und Idealsten wäre. Ebenso erhaltet ihr Punkte, wenn ihr spezielle Items oder Features im Spiel nutzt, die euch parat gestellt werden. So könnt ihr einen Edelsteinschalter aktivieren, so dass sich dann in einer bestimmten Zeit die Blöcke in wertvolle Kristalle verwandeln und euch eine große Anzahl von Punkten bescheren. In allen acht Welten spielt ihr jeweils drei Level und bekämpft einen Boss, der aber nicht allzu schwer zu besiegen ist. In den späteren Levels macht der Bösewicht Omminus euch das Leben schwerer und verwandelt euch in eine Metallkugel oder lässt euch einfach klein werden, was aber keine großen Nachwirkungen nach sich zieht. Damit ihr nicht immer so allein seid, könnt ihr die Story auch im kooperativen Modus durchspielen, was wesentlich mehr Spaß macht und für mehr Unterhaltung sorgt.

Technisch gesehen ist FlingSmash ganz solide und baut besonders auf einem Comic-Stil auf, der uns jedoch nicht ganz überzeugen konnte. In einer 2,5D-Ansicht ist alles ganz gut dargestellt, aber hohe Details wie zum Beispiel in Super Mario Galaxy sucht man leider vergebens. Jedoch wird in FlingSmash für Abwechslung gesorgt und so bereichern uns einige Strand- als auch Unterwasserwelten unseren Spielspaß.

Die Musik reißt keine Palmen aus dem Sand aus und ist nur mit einigen typischen Midi-Liedern vertreten. So können sich zwar einige typische Strandhymnen in eure Köpfe brennen, diese gehen aber nach einiger Zeit leider auf die Nerven.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu FlingSmash

Meinung von Dennis Meppiel
Insgesamt muss man fair sagen, dass es sich hierbei um ein Spiel handelt, das schon im Jahr 2008 in Entwicklung für den Wii MotionPlus-Sensor war und mehr oder weniger nur als Techdemo diente. Nichtsdestotrotz ist das Spiel für die zusätzlichen zehn Euro eine ganz lustige und nette Investition und ebenso auch ein guter Zeitvertreib für die fünf Stunden, die ihr für das Spiel mindestens benötigt, wenn ihr nahezu perfekte Highscores erreichen wollt. Wer noch eine zweite Wii-Remote mit Wii MotionPlus benötigt, kann hier ohne Bedenken zugreifen.