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Test zu Root Letter: Last Answer - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Root Letter: Last Answer
  • USA USA: Root Letter: Last Answer
  • Japan Japan: Root Letter: Last Answer
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
30.08.2019
Vertrieb
PQube
Entwickler
Kadokawa Games
Genre
Adventure
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Findet die Wahrheit über eure Brieffreundin heraus

Von Niels Uphaus () Lange Zeit gerade auf dem PC und der PlayStation heimisch, ist die Nintendo Switch mittlerweile eine der Anlaufstellen schlechthin für Visual Novels. Klassiker wie Clannad und Steins;Gate (wenn auch in veränderter Form) könnt ihr bereits auf der Hybrid-Konsole erleben. Mit Root Letter: Last Answer haben wir nun einen weiteren Titel vor uns, den Genrefans unter Umständen schon kennen. Wir haben uns den Titel für euch angeschaut.

Ihr trefft auf viele verschiedene Personen, die alle ihre Geheimnisse haben. © PQube

Bereits seit einigen Jahren unter anderem für Sonys Plattformen erschienen, gibt es Root Letter nun in erweiterter Form für Nintendo Switch. Der große Unterschied: Neben den klassischen gezeichneten Charakteren gibt es nun auch die gleichen Bilder als Fotos mit japanischen Schauspielern. Eine äußerst ungewöhnliche Entscheidung bei einer Visual Novel, aber dennoch eine, die mich überzeugen konnte. So hat Root Letter: Last Answer einen ganz eigenen Stil, der es von der Masse abhebt. Die Bilder, die von den Personen gemacht wurden, passen gut zum Szenario. Auch die japanische Synchronisation ist gelungen.

Als Mann in euren 30ern aus Tokyo macht ihr euch auf die Reise in eine kleine Stadt Japans. Dort wohnt angeblich eure alte Brieffreundin Aya, mit der ihr während eurer Schulzeit geschrieben habt. Der Schriftverkehr ist bereits seit langer Zeit eingestellt worden, doch auf einmal taucht ein neuer unfrankierter Brief von ihr auf, in der sie euch einen Mord gesteht. Um der Sache auf den Grund zu gehen, sucht ihr in Shimane, so der Name der Ortschaft, nach ihren ehemaligen Schulfreunden, über die Aya in ihren alten Nachrichten geschrieben hat. Deren Spitznamen sind oftmals nicht besonders schmeichelhaft. Ich könnte mir zumindest nicht vorstellen, dass sich eine Person freut, wenn sie "Bitch" oder "Fatty" genannt wird. In Shimane trefft ihr auf diverse Charaktere wie einen Koch, eine Fernsehmoderatorin oder eine Kuratorin. Es ist eure Aufgabe, herauszufinden, wer welche Person aus den Briefen ist.

Fünf verschiedene Enden erwarten euch!

Root Letter: Last Answer ist in Kapitel aufgeteilt. Jedes von ihnen ist nach dem Briefpapier benannt, dass Aya verwendet hat. Die einzelnen Texte konzentrieren sich zudem auf einen der sieben Freunde, den ihr dann jeweils ausfindig machen müsst. Wer die Ace Attorney-Spiele gespielt hat, wird sich direkt heimisch fühlen. So könnt ihr euch per Karte zu verschiedenen Orten begeben, die als 2D-Bild dargestellt werden. Mit einer Lupe sucht ihr nach Hinweisen oder Gegenständen. Trefft ihr auf Menschen, könnt ihr bei ihnen diverse Themen ansprechen. Aber Achtung: Nicht jedes Gespräch ist für die Story relevant. So kann es durchaus sein, dass euer Aufeinandertreffen bereits beendet ist, wenn die wichtigen Punkte angesprochen wurden, obwohl ihr noch nicht alles gehört habt. Personen könnt ihr auch diverse Beweismittel zeigen, um zu schauen, wie sie reagieren. Zwei eher ungewöhnliche Optionen sind die Funktion Think und Guidebook. Wählt ihr diese aus, entstehen manchmal neue Informationen. Diese werden jedoch nur in Form von Texten dargestellt und oftmals weiß man gar nicht, wann man sie einsetzen muss, um in der Story voranzukommen.

Im Max Mode setzt ihr euer Gegenüber besonders unter Druck. © PQube

Ihr habt nun also schon Shimane unsicher gemacht und seid euch sicher, dass Person XY der ehemalige Schulkamerad von Aya ist. Nun geht es in den Investigativ-Modus. Mit fünf Versuchen müsst ihr nun versuchen, die Person emotional zu brechen. Sie selbst werden euch nie freiwillig sagen, wer sie damals waren und ob sie eure Brieffreundin Aya kannten. Um das selbst herauszufinden, habt ihr verschiedene Optionen. Ihr könnt beispielsweise das richtige Thema ansprechen, ihr Items zeigen oder nachdenken. Nach diversen richtigen Entscheidungen startet dann der Max Mode. Dabei handelt es sich um einen Ring, der sich nach und nach auffüllt und wieder entleert. Umso höher die Flüssigkeit, desto „extremer“ eure Aussage an die gegnerische Person. Das Ganze läuft jedoch in Echtzeit ab, ihr könnt also auch versehentlich die falsche Antwort geben. Im Gegensatz zu allen anderen Optionen wird euch eine falsche Aussage im Max Mode jedoch keinen Versuch abziehen.

Habt ihr nun in den diversen Kapiteln alle Personen ermitteln können, entwickelt sich die Geschichte in eine von fünf zumeist komplett unterschiedlichen Richtungen. Diese fünf Enden lassen sich jedoch systematisch ansteuern. So bekommt ihr am Anfang eines jeden Kapitels die Möglichkeit, einen Brief von Aya zu lesen und eine von fünf vorgefertigten Antworten zu geben. Ihr selbst müsst jedoch nicht raten, welche Antworten richtig sind. Das übernehme ich für euch. Wählt ihr immer die erste Antwort, erwartet euch Ende 1, wählt ihr immer die zweite Antwort, müsst ihr mit dem zweiten Ende leben, usw. Im Gegensatz zu anderen Visual Novels, bei denen das Erreichen von manchen Epilogen eine Wissenschaft für sich ist, erleichtert Root Letter: Last Answer einem das Ganze sehr. Habt ihr alle fünf Enden gesehen, gibt es noch After Storys für vier der fünf Epiloge, die zum Teil wirklich skurril sind. Generell entwickelt sich das Spiel oftmals in eine Richtung, mit der ich nicht gerechnet habe. So gesehen gibt es auch kein wirklich „wahres“ Ende, sondern nur viele verschiedene Möglichkeiten.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Root Letter: Last Answer

Meinung von Niels Uphaus
Root Letter: Last Answer ist eine weitere gelungene Visual Novel für Nintendo Switch. Die Story unterscheidet sich von den klassischen Highschool-Geschichten und nimmt zum Teil äußerst düstere Wendungen. Die Story an sich kann jedoch mit anderen bekannten Visual Novels wie Clannad nicht mithalten. Dafür bietet es einige Gameplay-Elemente, die gerade Spielern, die in das doch sehr spezielle Genre einsteigen wollen, helfen, das Spiel zu genießen. Alle anderen erwartet eine gut 12 Stunden lange Geschichte rund um Freundschaft, Liebe und Verrat.
Mein persönliches Highlight: Echte Menschen als Darsteller für das Spiel zu verwenden macht den Titel recht einzigartig.

Kommentare 1

  • AgentYork Turmheld - 08.09.2019 - 09:54

    Hab es auf der PS Vita gespielt und kann es echt empfehlen!
    Vor allem wenn man möglichst ohne Vorwissen herangeht und sich im Laufe der Handlung überraschen lässt :D