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Test zu Torchlight II - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Torchlight II
  • USA USA: Torchlight II
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
03.09.2019
Vertrieb
Perfect World Entertainment
Entwickler
Panic Button, Runic Games
Genre
Action, RPG
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Der Beginn einer fantastischen Reise

Von Johannes Bausch () Zwei der Gründungsmitglieder von Runic Games, Max und Erich Schaefer, waren bereits damals als Mitarbeiter von Blizzard North maßgeblich an der Entwicklung der Diablo-Reihe beteiligt. Kein Wunder also, dass nach Gründung von Runic Games und der bisherigen Erfahrung Torchlight im Jahr 2009 ein richtiger Geheimtipp wurde sowie auch der Nachfolger Torchlight II zu einem Hit avancierte und gute Bewertungen einstreichte. Obwohl Runic Games im Jahr 2017 aufgelöst wurde, bekommen wir dank Perfect World Europe und Panic Button, die bereits sehr erfahren mit Portierungen für die Nintendo Switch sind, dennoch den zweiten Teil auf den aktuellen Konsolen spendiert.

Die Jagd nach dem Alchemisten

Torchlight II knüpft direkt an den ersten Teil an. Falls ihr den ersten Teil noch nachholen wollt, ohne gespoilert zu werden, überspringt ihr deshalb am besten den folgenden Absatz und lest beim übernächsten weiter.

Die Geschichte wird in wenigen, schön gezeichneten Sequenzen erzählt. © Perfect World Entertainment

Ordrak wurde zwar besiegt, doch lebt sein Herz weiter und verdirbt den Alchemisten, einen der drei Helden des Vorgängers. Zur bösen Seite gezogen zerstört dieser die namensgebende Stadt Torchlight und kämpft gegen den Zerstörer sowie die Fernkämpferin, ebenfalls beides Charakterklassen des ersten Teils. Während die Fernkämpferin den Kampf nicht überlebt, kommt der Zerstörer gerade noch so mit dem Leben davon. Dieser warnt nun den Helden, der selbstverständlich vom Spieler übernommen wird.

Auf der Suche nach dem Alchemisten durchschreitet ihr vier verschiedene Akte, wobei ihr bei jedem Akt andere Gebiete bereist. So startet ihr das Spiel in der Enklave der Estherianer und erkundet schöne Wiesenlandschaften sowie schneebedeckte Gebirgspfade. Im zweiten Akt erreicht ihr die Stadt Zeryphesh und kämpft euch durch Wüstenlandschaften mitsamt ihren Tücken. Danach geht es in düstere Wälder, bevor ihr im letzten Akt heldenmutig in unterirdische Minenanlagen dem finalen Boss entgegentretet. Die Handlung bietet leider wenig bis keine Wendungen und ist daher auch nicht sonderlich spannend, die meiste Zeit jagt ihr dem Alchemisten von Ortschaft zu Ortschaft hinterher. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn das Spiel überzeugt hauptsächlich durch das geniale Gameplay, einer Fülle von verschiedenen Ausrüstungen und einem tollen Levelsystem. Das Spiel wurde auf Deutsch lokalisiert und stellenweise auch vertont, nur das Intro sowie die kurzen Story-Sequenzen zwischen den verschiedenen Akten sind auf Englisch gesprochen. Wie bereits im Vorgänger setzt auch Torchlight II auf einen Comic-Look, der das Spiel kindlich, aber liebevoll erscheinen lässt.

Die Qual der Wahl

Zu Beginn des Spiels dürft ihr zwischen vier Schwierigkeitsgraden auswählen. Für fleißige Monsterjäger, die gerne Nebenaufgaben erfüllen und damit gut im Level aufsteigen, kann der normale Schwierigkeitsgrad mitunter schon relativ einfach werden, einzig Bossgegner können dabei etwas herausfordern. Auf der dritten Schwierigkeit fordert das Spiel schon mehr, dort kommen auch die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände mit ihren individuellen Effekten besser zur Geltung und bringen mehr taktische Würze in die Monsterjagd.

Der Berserker kann sich kurzzeitig in einen Wolf verwandeln. © Perfect World Entertainment

Habt ihr euch für einen Schwierigkeitsgrad entschieden, erstellt ihr euren Helden mit Hilfe eines Charaktereditors. Während das Aussehen nur kosmetische Aspekte hat, müsst ihr euch bei der Klassenwahl mehr Gedanken machen. Zur Auswahl stehen hierbei vier verschiedene Klassen, während es im ersten Teil nur drei gab: Der Berserker ist ein typischer Nahkämpfer mit hohem Nahkampfschaden, der Glutsteinmagier agiert als Zauberer und macht den Gegnern mit Feuer-, Elektro- und Frostzaubern das Leben schwer. Der Vagant entpuppt sich als Fernkämpfer, der auch Klingenzauber einsetzen kann, zuletzt gibt es noch den Ingenieur, der sich am wohlsten mit schweren Waffen fühlt, beispielsweise Kanonen. Jede dieser vier Klassen spielt sich sehr unterschiedlich, daher sollte bedacht werden, welche Klasse einem am meisten zusagt. Bevorzuge ich einen starken Charakter, der im Nahkampf wie ein Rasenmäher alles ummäht, was vor die Linse springt, wird der Berserker eher eurem Spieltyp entsprechen. Wollt ihr eher nicht mitten im Geschehen sein und agiert lieber aus der Ferne, ist natürlich der Vagant die beste Wahl, wobei auch der Glutsteinmagier eine gute Alternative ist. Da mir persönlich die Magierklassen immer am besten gefallen, habe ich mich dementsprechend auch hier für diese entschieden. Zu guter Letzt dürft ihr noch ein Begleittier wählen, dort gibt es ein sehr breites Spektrum an verschiedensten Tieren, unter anderem Eule, Alpaka, Katze, Panther, Frettchen, Panda sowie exklusiv für Nintendo Switch ein fabelhaftes Einhorn.

Natürlich levelt ihr im Laufe des Spiels euren Charakter stetig auf, nach jedem Aufstieg dürft ihr einen Fertigkeitspunkt sowie fünf Attributpunkte vergeben. Jede Klasse verfügt hierbei über drei Fertigkeitsbäume, die jeweils zehn Fähigkeiten bieten. Diese werden aufgebröselt in sieben aktive, sowie drei passive Skills, die jedes einzeln wiederum bis zu 15-mal verstärkt werden kann. Klingt kompliziert? Ist es auch, Experimentierfreunde werden über die Komplexität aber ihre Zähne fletschen. Der Skillbaum der Magierklasse bietet hierbei jeweils Feuer-, Eis-, und Elektrozauber die Mana verbrauchen, da ihr allerdings nur die letzten drei vergebenen Fertigkeitspunkte gegen eine Gebühr wieder rückgängig machen könnt, müsst ihr gleich im Voraus bedenken, ob ihr eher wenige Zauber stärker auflevelt, um weitere Effekte zu bekommen, oder ihr aus einem vielfältigen Repertoire an Zaubern auswählen wollt. Die Attributpunkte hingegen verteilt ihr auf Stärke (höherer Nah- und Fernkampf-Schaden), Geschicklichkeit (bessere Chance auf kritischen Treffer und Ausweichen), Fokus (höheres Mana sowie stärkerer magischer Angriff) und Vitalität (Höhere Lebenspunkte und Rüstungswert). Bei all der Fülle an Charakterentwicklungsmöglichkeiten könnt ihr euren Helden nach Lust und Laune eurem favorisierten Spielstil anpassen.

Das Durchstreifen der Spielwelt mit all ihren Facetten

Neben den handlungsrelevanten Quests gibt es einiges nebenher zu erledigen, überall warten NPC’s darauf, euch ihre Aufgaben auf den Hals zu drücken. Viele Nebenquests findet ihr in den Städten, auf dem Felde gibt es allerdings ebenfalls die ein oder andere Nebenaufgabe zu entdecken. Viele Aufgaben bestehen darin, eine verschollene Person in einem Dungeon zu retten bzw. verschiedene Gegenstände den Bossgegnern abzuluchsen. Ratsam ist es allemal, diesen Aufgaben nachzujagen, da neben Erfahrungspunkten auch euer Ruhm steigt sowie ihr zwischen mehreren Belohnungsgegenständen eine auswählen dürft. Sobald der Ruhm auf das nächste Level gehievt wurde, winkt ein weiterer Fertigkeitspunkt als Belohnung.

Oftmals ist auf dem Bildschirm einiges los, dennoch schlägt sich die Nintendo Switch wacker und hält die meiste Zeit gut durch. © Perfect World Entertainment

Mit den Quests im Gepäck geht es hinaus in die weite, zufallsgenerierte Welt, in der bereits eine Vielzahl an Monster darauf warten, euch euren Heldentod zu bescheren. In bester Hack & Slay-Manier kämpft ihr euch aus einer isometrischen Draufsicht durch verschiedenste Feinde, von Spinnen zu Ratten über roboterähnliche Feinde zu Kobolden. Gesteuert wird die Figur direkt mit dem Analog-Stick, während auf dem PC per Mausklick die Laufroute des Charakters vorgegeben wurde. Die Spielfigur besitzt bereits ein flottes Lauftempo, ebenso flink spielt sich auch das Kampfsystem, insgesamt könnt Ihr auf acht Tasten Items bzw. Angriffe legen und heizt in Echtzeit den Gegnern ordentlich ein. Da mein Held ein Magier war, wurde meine Tastenbelegung hauptsächlich mit Zaubern bestückt, um damit Feinden den Garaus zu machen. Feinde scheinen bei Torchlight II Rudeltiere zu sein, weswegen diese meist in entsprechend großer Anzahl angetroffen werden. Wenn ein paar davon auch noch des Anwendens von Magie bewandert sind, gibt es oftmals ein reges Treiben auf dem Bildschirm voller Feinde, Zauber und Effekten. Dennoch hält die Nintendo Switch in den meisten Fällen stand und es kommt kaum zu Rucklern. Sollte allerdings wirklich einmal höllisch viel auf dem Bildschirm los sein, kann es zu Slowdowns kommen, dennoch war ich beeindruckt, wie das Spiel bei all dem Gewusel nur so selten wirklich stärker ins Stocken kam. Einzig das Anvisieren eines bestimmten Gegners wird im Gedrängel etwas schwierig, somit hängt es teils vom Glück ab, den richtigen Feind zu treffen.

Neben den Standard-Monstern wandern auch größere Kaliber umher, die statt einer roten Lebensanzeige eine blaue besitzen. Werden diese zäheren Monster zur Strecke gebracht, bekommt ihr nicht nur einiges an Erfahrung, sondern zusätzlich steigt euer Ruhm auf. Daher ist es vorteilhaft, die recht großen Schauplätze zu erkunden, um etwaige große Brocken oder auch versteckte Nebenquests zu finden. Die Bossgegner sind toll designt, sehr zäh und scheinen nicht gerne Einzelgänger zu sein, da sie meist zusammen mit einer großen Meute hausen. Zudem besitzen einige Bosse die Fähigkeit, kleinere Kumpanen zu beschwören und die machen einem das Leben doch recht schwer. Die Obermotze haben alle verschiedene Angriffsarten, ein riesiger Roboter beschießt euch mit Raketen, während ein Dschinn-artiger Feind zwei Spiegelbilder seiner selbst erschafft, die euch in die Mangel nehmen. Wurde der Boss gehörig weichgeprügelt oder von Zauberangriffen malträtiert, darf sich der Held an einigen XP sowie hochwertigen Ausrüstungsgegenständen erlaben. Solltet ihr allerdings einmal die Radieschen von unten beäugen, könnt ihr entweder gegen eine hohe Gebühr direkt am Todesort, einer normalen Gebühr am Gebietseingang oder für lau in der Stadt wieder einsteigen. Neben den eigentlichen Gebieten gibt es auch überall verteilt Höhlen bzw. Dungeons, die sich oft über mehrere Ebenen tief erstrecken. Meist hängt das Betreten einer dieser Dungeons mit einer Nebenquest zusammen, sehr praktisch dabei ist, dass vor jedem Betreten eines neuen Schauplatzes das empfohlene Charakterlevel angezeigt wird. Um sich längere Laufwege zu ersparen, lassen sich in den Arealen Teleportportale finden, um schnell von einem Ort zum anderen zu reisen. Sollte kein Teleport in der Nähe sein, kann mit Hilfe von Teleportrollen an Ort und Stelle ein Portal erschaffen werden.

Hier darf der Lichtkreis nicht verlassen werden, ansonsten erleidet man Schaden. © Perfect World Entertainment

Der aktuelle Fortschritt bis zum nächsten Level ist unterhalb der Lebens- und Manaanzeige dargestellt, weiterhin gibt es einen zusätzlichen Kreis, der sich durch Attacken auflädt. Sobald dieser komplett gefüllt ist, kann für eine bestimmte Dauer unbegrenzt Magie eingesetzt werden, ohne dass sich der Manabalken leert. Mit diesem Bonus ermutigt das Spiel euch dazu, sich den vielen Monstern mutig in den Kampf zu werfen, um ein reges Kampftreiben zu erzielen. Der tierische Recke unterstützt euch tatkräftig auf eurer Mission und bekämpft die Monster selbstständig, zudem können dem Haustier vier Zauber beigebracht werden, die es gleichzeitig anwenden kann. Möchte man einen weiteren Zauber ausrüsten, muss zuerst ein vorheriger verlernt werden, was aber jederzeit möglich ist. Durch das Angeln von Fischen in Städten oder auch an manchen Stellen in der offenen Welt (wobei das Angeln dort auf eine Stückzahl begrenzt ist), wird sich nach Verfüttern an das Haustier dieses in eine andere Gestalt verwandeln. Die Verwandlung dauert einige Minuten an und euer Weggefährte erweist sich hierbei als eine kleine Trickkiste voller Überraschungen, wenn der Held anstatt einer Eule plötzlich von einem Skelett begleitet wird, das ordentlich die Gegner verkloppt.

Beachtet jedoch stets, dass das Spiel nicht wirklich pausierbar ist. Egal ob ihr ins Ausrüstungsmenü, in das eigentliche Pausenmenü oder sogar über die Home-Taste in das Nintendo Switch Menü geht, das Spiel läuft ohne Pause weiter. Ein kurzes Abchecken des Smartphones kann, wenn Feinde in der Nähe sind, tödlich enden. Einzig und allein das Einschalten des Standby Modus verhindert ein Fortlaufen des Spiels. Daher entweder ein ruhiges Plätzchen suchen, oder der Nintendo Switch ein kurzes Schlummerchen gönnen, damit ihr euch ungestört und ohne Sorgen kurzzeitig um andere Dinge kümmern könnt.

Loot, soviel Loot

Natürlich darf bei solch einem Spiel wie Torchlight II der Loot nicht fehlen, auf den jeder wackere Abenteurer sehnsüchtig wartet, wenn er sich durch die Horden an Feinden metzelt. Ausrüstung gibt es eigentlich überall zu finden, allen voran lassen Monster sehr viel davon liegen. In den Städten warten ebenfalls geldgierige Händler darauf, ihre wertvolle Ware für entsprechend Gold euch zu überlassen. Ausrüstung gibt es hierbei für beinahe alles: Kopf, Arm, Fuß, Körper, Waffen, Accessoires, sogar für den Begleiter gibt es verschiedene Gegenstände zum Ausrüsten.

Das Inventar-Menü ist etwas überladen und bedarf einer Eingewöhnung. © Perfect World Entertainment

Fünf verschiedene Qualitätsstufen lassen sich hierbei finden: die normale in weiß, verzauberte in grün, seltene in blau, einzigartige in golden sowie legendäre in orange. Selbstredend sind die legendären die begehrtesten, dafür aber auch die seltensten Gegenstände, schwere Bossgegner lassen diese am ehesten fallen. Höherklassige Ausrüstungen bieten verschiedene Effekte, wie beispielsweise erhöhten Feuerschaden. Außerdem haben ein paar Gegenstände freie Sockel, die mit Glutsteinen besetzt werden können, diese verbessern nochmals die Ausrüstung um verschiedenste Effekte und sollten deshalb nicht im Inventar verrotten, sondern häufig eingesetzt werden. Mithilfe von Zwergen kann entweder der eingesetzte Glutstein gegen eine Gebühr entfernt werden, was zwar die Waffe zerstört, aber den Glutstein unversehrt lässt, oder aber ihr behaltet die Waffe, was wiederum aber den Glutstein zerstört. Einige Gegenstände müssen zuerst identifiziert werden, um Werte einzusehen, sowie ausrüstbar zu werden. Mit Hilfe von Identifizierungsrollen, die entweder Shops anbieten oder Gegner fallen lassen, lässt sich das bewerkstelligen. Da Feinde Loot in Hülle und Fülle liegen lassen, wird das Inventar sehr schnell voll, dort erweist sich das Begleittier als überaus praktisches Hilfsmittel: Überflüssige Gegenstände können dem Tier aufgepackt werden und dieses zieht in die Stadt und verkauft sie eigenständig, solch überaus gut erzogene Haustiere wünscht man sich doch. Nach zwei Minuten kehrt der Gefährte zurück, in dieser Zeit steht er natürlich dem Helden nicht im Kampf zur Verfügung. Dieses Feature ist dennoch unglaublich praktisch, da somit nicht andauernd zurück zur Stadt gepilgert werden muss, um Ausrüstung zu verkaufen.

In den Schauplätzen sind überall Truhen verteilt, die sofort geöffnet werden können, darüber hinaus gibt es goldene Truhen, die aber einen passenden Schlüssel benötigen. Allerdings schleppt ein Monster diesen mit, das irgendwo auf der Karte herumspaziert und erstmal in den großen Arealen gefunden werden muss. Bei herumliegenden Gegenständen ist es leider nicht sofort erkenntlich, ob diese besser sind als die derzeit getragenen. So muss zuerst das Inventar geöffnet werden, um etwaige bessere Werte ausfindig zu machen. Das Inventar wirkt auch etwas überladen, eine kleine Eingewöhnungs- sowie Findungsphase wird deshalb benötigt.

Mit Freunden auf Achse

Torchlight II bietet einen Mehrspieler-Modus, der entweder online oder im lokalen Netzwerk mit bis zu vier Spielern gezockt werden kann. Im Online-Modus könnt ihr hierbei entweder ein Spiel erstellen, oder tretet jemandem bei. Davor wählt ihr noch aus, auf welcher Schwierigkeit ihr spielen wollt und grenzt die Level der anderen Spieler ein. Wollt ihr online gegen eure Kumpels zocken, könnt ihr diese einfach über eine Einladung ins Spiel einladen (vorausgesetzt natürlich, dass ihr euren Freund in der Freundesliste habt). Der Hauptcharakter wird direkt ins Onlinespiel übernommen und levelt dort auch mit. Äußerst gut gelöst wurde das Beutesystem, so erhält jeder Spieler seine eigene Ausrüstung, ohne dass es möglich ist, dass ein anderer euch die Beute vor der Nase wegschnappt. Das trägt sehr zur Harmonie der Gruppe bei und verhindert, dass es in etwaige Zankereien ausartet. Der Multiplayer-Modus macht unglaublichen Spaß, vor allem wenn ihr mit Kumpels durch die Welten streift. Allerdings werdet ihr vergeblich nach einem lokalen Multiplayer-Modus zu zweit auf einer Nintendo Switch-Konsole suchen, dadurch wird leider einiges an Potenzial verschenkt.

Manchmal leidet die Übersicht, wenn der Charakter von der Umgebung verdeckt wird. © Perfect World Entertainment

Darüber hinaus gibt es einen New Game+ Modus, in dem ihr euren bereits gelevelten Charakter übernehmen könnt und stärkere Monster auf euch warten. Torchlight II bietet einige Stunden Spaß, die Hauptstory wird euch, je nachdem wie viele Sidequests ihr auf dem Weg mitnehmt, ca. 15-20 Stunden bei der Stange halten. Solltet ihr alle der Nebenaufgaben erledigen, können noch einige Stunden oben drauf gepackt werden, wird fleißig das New Game+ ausgenutzt, bleibt nach oben hin kein Ende. Durch die Tatsache der zufallsgenerierten Welten lädt es regelrecht dazu ein, die Welten erneut zu erkunden. Der Soundtrack stammt von Matt Uelmen, der bereits die Musik der Diablo-Reihe erstellt hat. Die Musik passt stets zu den aktuellen Umgebungen und trägt sehr zu der jeweiligen Atmosphäre bei, ohne hierbei zu sehr in den Vordergrund zu rücken.

Ob nun Diablo 3 oder Torchlight II das bessere Spiel ist, kann ich pauschal nicht beantworten, das hängt von den Präferenzen und Vorlieben des Spielers ab. Natürlich hat Diablo den Vorteil, ein Triple A-Titel zu sein, der zudem auch noch Blizzard Entertainment im Rücken hat, währenddessen Torchlight II von einem sehr kleinen Studio entwickelt wurde. Wer mehr Wert auf großartige Inszenierung mit besserer Story legt, wird womöglich zu Diablo 3 greifen, sollte allerdings die Story eher nebensächlich sein, dafür aber ein flotteres Gameplay sowie eine tiefere Charakterentwicklung ein höheres Gewicht tragen, lege ich jedem Torchlight II nahe. Torchlight II hat ebenso den Vorteil ein großartiges Spiel zu bieten für einen sehr günstigen Preis von 19,99 Euro. Beide Titel sind in diesem Genre jedenfalls großartig und verdienen deshalb beide gezockt zu werden, Fans von Action-RPG’s / Hack & Slay’s werden definitiv bei beiden Spielen ihren Spaß haben.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Torchlight II

Meinung von Johannes Bausch
Torchlight 2 hat mir durchweg sehr gut gefallen, die Story ist leider nichts Besonderes, allerdings macht die launige Monsterjagd und die immense Vielzahl an Waffen sowie Zauber/Spezialfähigkeiten dieses Manko wieder wett. Die Haustiere gefallen mir mit ihrer tatkräftigen Unterstützung sehr gut und werden schnell ins Herz geschlossen. Die vier verschiedenen Klassen spielen sich jeweils so unterschiedlich, dass es sich durchaus lohnt, auch eine andere Klasse zu testen. Mit der großen Auswahl an verschiedenen Skills lädt es sehr zum Experimentieren ein, um den perfekten Mix zu finden. Das Spiel bleibt von der Gesamtspielzeit nach oben hin komplett offen, ihr könnt 15 Stunden damit verbringen, aber auch locker 50, wenn nicht sogar noch weit mehr. Durch das New Game+ bietet sich hierbei eine gute Gelegenheit, den Charakter auf die höchste Stufe zu hieven und weitere Fähigkeiten des Talentbaums auszuprobieren. Torchlight II ist ein rundum gelungener Port, der auch auf der Nintendo Switch ein fantastisches Bild abgibt.
Mein persönliches Highlight: Die verschiedenen Haustiere, die nicht nur als Deko dienen, sondern auch mächtig den Feinden auf die Omme geben.

Kommentare 5

  • USER0815 SMM2-ID: VT6-K90-7SG - 12.09.2019 - 20:21

    Wollte mir die ganze Zeit D3 holen, aber der Preis hat mich abgehalten. Bei Torchlight 2 bekommt man hingegen gut was für sein Geld. Da brachte ich nicht lange überlegen! ;)
    Guter Test! Ne 8 is cool! :)
  • kidikarus eggplant Wizard - 12.09.2019 - 20:45

    Hab das spiel damals auf Steam lange Zeit gespielt, ist ein Super Game, ich erinnere mich noch, damals hieß es" Tochlight 2 ist das 'bessere' Traditionellere Diablo", für die die Diablo 3 nicht so mochten als nachfolger von Diablo 2.
  • Pascal Hartmann Ta da da daaaaaaa - 13.09.2019 - 06:54

    Zocke es auch. Diablo 3 konnte mich aber mehr in den Bann ziehen.
  • Maximus Turmritter - 13.09.2019 - 12:46

    • Als das Spiel rauskam damals für PC (20€ Release) wollt ich es anspielen und 7 Stunden später ausgeschaltet.
    War mein erstes ARPG danach nur Diablo 3 ausgiebig gespielt.

    Schade das Torchlight keinen Couch Coop bietet
    Da wart ich dann mal auf ein 50% Angebot.

    Titan Quest Switch besitz ich zwar aber zu Release auf Updates gewartet....ist es eigentlich mittlerweile gut spielbar?
  • Johannes Bausch Redakteur - 13.09.2019 - 20:58

    @Maximus Titan Quest besitze ich nicht, kann dir daher leider keine Auskunft darüber geben, ob es mittlerweile gut spielbar ist, sorry :(